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Forschungsförderung darf nicht zum Absturz gebracht werden

Gerade in der Krise muss auf Innovation gesetzt werden

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Innovation in der pharmazeutischen Industrie“ wurden verschiedenste Einflussfaktoren auf die Innovation in der pharmazeutischen Industrie beleuchtet. „Derzeit ist zu befürchten, dass die Budgets der FFG für die direkte Forschungsförderung zwischen 2008 und 2010 um ca. 35 % gekürzt würden“, berichtete Nikolaus Zacherl, Obmann der Austrian Biotech Industry. Damit sind die Ziele im Regierungsübereinkommen in weiteFerne gerückt. Gerade Innovation sei aber zur nachhaltigen Sicherung des Wohlstands in Österreich ein entscheidendes Kriterium. Zur indirekten Forschungsförderung plädierte Zacherl nachdrücklich für die schon vom WIFO angeregte Erhöhung der Forschungsprämie auf 12 %.

Grundsätzlich ist der gesetzliche Rahmen für Forschung mit gentechnischen Methoden in Österreich sehr streng, jedoch entfalten diese derzeit keinen Wettbewerbsnachteil. "Nur besonders sensible Bereiche in der Medizin seien von Restriktionen betroffen, die es in anderen Ländern nicht gibt", betonte Zacherl.

Aufhorchen ließ Zacherl mit seiner Idee, dass ähnlich wie in einigen anderen Ländern die Krankenversicherungen selbst in Forschung investieren sollen und zwar dann, wenn sie sich dadurch Kosten für die Behandlung ihrer Versicherten sparen könnten. In seiner Antwort betonte Herr Klein vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger bloß, dass dazu in Österreich der politische Auftrag fehle.

Herr Professor Penninger vom Institut für Molekulare Biotechnologie und Mitbegründer der Firma Apeiron stellt fest, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs als Forschungsstandort verloren zu gehen drohe, da sich der Staat mit viel zu geringen Beträgen in den Hoffnungsbereichen Life Sciences betätigt. Im Bereich Medikamentenentwicklung wurde schon in Zeiten vor der Krise 60 % der Forschungsbudgets durch ausländische Konzernmütter spendiert.

Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI) hatte am 23. März 2010 zur Podiumsdiskussion "Room for Innovation - Wieviel Platz braucht Pharmaforschung" in den Dachsaal der Urania geladen.

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