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Chemischen Industrie Österreichs
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Aktuelle Studie: Produkte der chemischen Industrie sparen weltweit zehn Prozent CO2-Emissionen ein

ICCA-Studie unter Mitwirkung von McKinsey und in Kooperation mit dem Öko-Institut Freiburg: Chemieprodukte sparen bei ihrer Verwendung 2,6 Mal so viel Treibhausgas-Emissionen ein, als ihre Produktion verursacht.

ICCA-Studie unter Mitwirkung von McKinsey und in Kooperation mit dem Öko-Institut Freiburg: Chemieprodukte sparen bei ihrer Verwendung 2,6 Mal so viel Treibhausgas-Emissionen ein, als ihre Produktion verursacht.

 

Im Vorfeld des UN-Klimagipfels in Kopenhagen betrachtet eine aktuelle Untersuchung des Weltchemieverbands ICCA unter Mitwirkung von McKinsey und dem Öko-Institut Freiburg erstmals die CO2-Bilanz von Produkten der chemischen Industrie nicht nur bei ihrer Herstellung, sondern über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Chemieprodukte sparen demnach über ihre gesamte Lebenszeit hinweg mehr als doppelt so viel an Emissionen ein, als ihre Produktion verursacht. So emittierte die Branche weltweit geschätzte 3,3 Milliarden Tonnen CO2, dem in den unterschiedlichsten Anwendungen eine Einsparung von bis zu 8,5 Milliarden Tonnen gegenübersteht. Ohne Chemie wären die weltweiten Emissionen im Studien-Referenzjahr 2005 um zehn Prozent höher gewesen.  

 

„Als erste Branche hat die chemische Industrie in einer wissenschaftlich anerkannten Studie nachgewiesen, welchen Beitrag sie und ihre Produkte zum Klimaschutz leisten. Die heimischen Chemieunternehmen haben in den vergangenen Jahren zahlreiche, großteils freiwillige Initiativen zur Reduktion von schädlichen Emissionen gesetzt. Man muss aber das ganze Bild betrachten – und hier spielen Chemieprodukte eine wesentliche Rolle für den Klimaschutz, die nun erstmals belegt ist“, erklärt Dr. Peter Untersperger, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO).

 

100 Produkte auf dem Prüfstand

In der weltweiten Studie, die vom Beratungsunternehmen McKinsey durchgeführt und vom Öko-Institut Freiburg wissenschaftlich geprüft wurde, standen 100 Produkte im Blickfeld. Die Produktion dieser für die Chemiebranche repräsentativ ausgewählten Produkte deckt dabei einen den Großteil der Treibhausgas-Emissionen der chemischen Industrie ab. Bei der Berechnung wurden die Emissionen, die im gesamten Lebenszyklus eines Produktes von der Rohstoffversorgung bis zur Entsorgung anfallen, mit denen bei der direkten Verwendung des Produktes eingesparten Emissionen verglichen. Vor allem Dämmstoffe, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, effiziente Lichtquellen, Kunststoffverpackungen und Anti-Fouling-Farben sorgten für die positive Bilanz.

 

Beispiel Wärmedämmstoffe: Sie sparen im Produktlebenszyklus durch die Einsparung von Strom- und Heizkosten das 233fache an Emissionen ein, als ihre Produktion verursacht. „Den Schritt der Bundesregierung, im Konjunkturpaket 100 Millionen Euro zur Förderung thermischer Sanierung zur Verfügung zu stellen, konnten wir also nur begrüßen“, hält Untersperger fest, "es sollte hier aber mehr geschehen.

 

Forderungen: Gleiche Regeln für alle und Forschungsförderung

„Die chemische Industrie in Österreich arbeitet hoch effizient und setzt modernste Technologien ein. Dieses Umweltengagement muss gefördert, ein Anreiz zur weiteren Entwicklung ressourcensparender Technologien und Produkte geschaffen werden. Wir brauchen wirksame Forschungsförderung in Österreich und ein Klimaschutzabkommen mit global einheitlichen Regeln“, fordert Untersperger. Der Hintergrund: In Ländern wie China beispielsweise gelten deutlich niedrigere Umweltstandards – ein klarer Wettbewerbsnachteil für einheimische Unternehmen. Der einseitige, kostenintensive EU-Emissionshandel verstärkt die Gefahr der Abwanderung (Carbon Leakage). „Der Einspareffekt für den Klimaschutz ist am größten, wenn die Chemieproduktion in Europa bleibt“, fasst Untersperger abschließend zusammen.

 

Wien, 2. Dezember 2009

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