FCIO - Fachverband der
Chemischen Industrie Österreichs
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Pharmazeutika

Pharma Die Pharmaindustrie stellt einen großen und bedeutenden Bereich in der chemischen Industrie dar. Medikamente leisten einen wichtigen Beitrag für unser Gesellschaftssystem, vor allem durch die Heilung von Krankheiten, die Erhöhung der Lebensqualität, durch die

Steigerung der Lebenserwartung, durch die Reduzierung von Krankenstandstagen und durch die Linderung von Leiden bzw. Vermeidung von Operationen.

Die Situation der Pharmafirmen in Österreich ist nahezu familiär. Fast die Hälfte aller österreichischen Pharmafirmen haben max. 9 Mitarbeiter. Knapp über 40 % der Betriebe sind kleine und mittlere Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeitern. Nur rd. 10 % der Pharmafirmen sind Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. In Österreich sind insgesamt rund 11.000 Mitarbeiter bei Pharmaunternehmen beschäftigt.

Die Kosten für Arzneimittel betragen rd. 12,6 % der gesamten Gesundheitsausgaben in Österreich. Gemessen an den Umsatzerlösen liegen die F+E Ausgaben für Arzneimittel und Biotechnologie bei rd. 14,9 %, das bedeutet, dass die Pharmaindustrie z.B. dreimal so viel Ausgaben für F+E wie der gesamte Elektronikbereich investiert.

Die österreichischen Pharmaunternehmen haben pharmazeutische Produkte im Wert von rd. 1,87 Mrd. Euro produziert, es wurden Medikamente im Wert von 2,28 Mrd. Euro exportiert und im Wert von 2,73 Mrd. Euro importiert.

Die Entwicklung der Medikamentenpreise in Österreich ist stark degressiv. Eine Packung, die vor zehn Jahren noch € 10,00 gekostet hat, kostet nur mehr € 8,40. Das Erstattungssystem für Arzneimittel in Österreich hat seit 2006 149 Innovationen und 308 Generika zur Aufnahme in den Erstattungskodex zugelassen.

Die österreichischen Pro-Kopf-Arzneimittelausgaben auf Basis des Fabriksabgabepreises liegen deutlich, nämlich ca. 18,6 %, unter dem Mittelwert der EU 15.

Die Ziele der österreichischen Pharmawirtschaft liegen vor allem in der Transparenz und Kostenwahrheit im Gesundheitswesen. Das sollte ein Ende der Spitalslastigkeit mit der Verlagerung aus dem Spitals- in den niedergelassenen Bereich bedeuten. Daneben muss es eine volkswirtschaftliche Kostennutzungs rechnung der Gesundheitsausgaben geben. Außerdem setzt sich die österreichische Pharmawirtschaft für einen unbürokratischen Zugang zu modernen innovativen Medikamenten zur bestmöglichen Versorgung der Patienten ein.

 

 

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