Bildungspolitische Position

Thesen

  • Die chemische Industrie muss sich aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmend mit dem Thema "Mitarbeiterrekrutierung" auseinandersetzen. Schon in diesem Jahrzehnt ist Arbeitskräftemangel zu erwarten. Angesichts der langen Vorlaufzeiten sind bildungspolitische Maßnahmen jetzt einzuleiten.
  • Die chemische Industrie steht im globalen Wettbewerb. Österreich kann mangels natürlicher Ressourcen nur durch Forschung, Technologie und Innovation bestehen. Dazu bedarf es qualifizierter Chemiker auf Matura- und Hochschulniveau. Knappheitserscheinungen sind bereits heute festzustellen.
  • Die chemische Industrie braucht eine Gesellschaft, die naturwissenschaftlich gebildet ist und sich daher chemischen Phänomenen unbefangen nähert.


Forderungen der chemischen Industrie an die Bildungspolitik

  • Förderung der Chemie bereits in der Volksschule.
  • Der naturwissenschaftliche Unterricht sollte ab der 5. Schulstufe beginnen und kontinuierlich fortgesetzt werden.
  • Die derzeit gegebenen 2 Wochenstunden Chemie in der Sekundarstufe I sind zu wenig und sollten zumindest verdoppelt werden.
  • Gefragt sind entdeckendes Lernen und Experimente. Die natürliche Neugier und Aufgeschlossenheit der Kinder gegenüber naturwissenschaftlich-technischen Phänomenen nutzen. Einführung eines Unterrichtsgegenstandes "Chemie-Übungen" oder Naturwissenschaftliches Labor; Teilung der Klassen.
  • Kein Frontalunterricht, sondern Fragestellungen behandeln. Bei der Suche nach der Lösung wird Faktenwissen mitgeliefert.
  • Die Ausbildung der Lehrkräfte muss adäquat zu diesem Unterrichtskonzept erfolgen.
  • Besonderes Augenmerk auf die Ausbildung von Volksschullehrern im Bereich Sachkunde; Einführung eines Moduls Naturwissenschaften.
  • Stärkere Betonung der Lehrerfortbildung.

 

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Kontakt/Ansprechpartner
Dr. Johann Pummer
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