FCIO - Fachverband derChemischen Industrie ÖsterreichsWiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, Österreich
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Der Fachverband bemüht sich um laufende Verbesserungen im ArbeitnehmerInnenschutz und bringt seine Expertise sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene in Österreich ein. Unter den vielen Teilrechtsmaterien, von der die chemische Industrie betroffen ist, fokussiert der Fachverband vor allem auf das Feld der Grenzwerte am Arbeitsplatz.
Davon umfasst sind:
Aktiv betriebener Arbeitnehmerschutz reduziert Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren und vermindert Fehlzeiten, vermeidet Betriebsstörungen und hebt dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zugleich unterstützt eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen die Motivation der Mitarbeiter und verbessert die Qualitätsstandards der Betriebe.
In den Unternehmen der chemischen Industrie hat der Schutz der Mitarbeiter vor betrieblichen Gefährdungen ihrer Sicherheit und Gesundheit seit jeher eine vorrangige Bedeutung. Dieser ist aber nicht von Sicherheits- und Umweltfragen zu trennen, weshalb die chemische Industrie seit über 20 Jahren das Responsible Care-Programm betreibt, das alle genannten Bereiche behandelt. Im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz hat der Gesetzgeber seit den 1990er Jahren den Gedanken der Prävention besonders hervorgehoben.
Die chemische Industrie begrüßt den Ansatz im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, wonach die Eigenverantwortung und -initiative der Betriebe betont und betriebsbezogene Lösungen begünstigt werden. Nicht in einer ständig wachsenden Regelungsdichte, sondern in einer konsequenten und praxisnahen Prävention liegt die Garantie für eine kostengünstige und effektive Lösung in Sachen betrieblicher Arbeitnehmerschutz.
Zwar kann die Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren zunächst zu einer Kostenbelastung für die Unternehmen führen. Der Abbau von Fehlzeiten und die Vermeidung von Betriebsstörungen bedeuten aber regelmäßig eine Kostenentlastung. Die Verbindung des vorhandenen Wissens aller an der Prävention Beteiligten kann darüber hinaus bei der Umsetzung des neuen Präventionsauftrags Synergieeffekte hervorbringen, mit denen das Niveau des Arbeitnehmerschutzes in der chemischen Industrie weiter verbessert und Kostenentlastungen realisiert werden können.
Folgende Elemente werden zur Weiterentwicklung des Arbeitnehmerschutzes, insbesondere mit dem Ziel, das Schutzniveau zu erhöhen, genutzt:
Der Fachverband beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der gesetzlichen Grenzwerte am Arbeitsplatz (Grenzwerteverordnung in Österreich bzw. Richtlinien über Richtgrenzwerte auf EU-Ebene). Dabei stehen die gesamte Branche und deren nachgeschaltete Anwender derzeit vor der Aufgabe, die sich aus dem REACH-Prozess ergebenden Expositionsgrenzwerte (Derived No-Effect-Level, DNEL und Derived Minimum Effect Level, DMEL) für die Zwecke des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz zweckmäßig einzusetzen. Der Verarbeitung von Nanomaterialen schenken einige Teilbranchen der chemischen Industrie aus Sicht des Arbeitnehmerschutzes wegen der neuartigen Eigenschaften besondere Aufmerksamkeit.