FCIO - Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
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Kunststoffverarbeitung

Die Kunststoffverarbeitung umfasst in Österreich rund 533 Betriebe (NACE 252).  Diese Betriebe beschäftigen rund 25.650 Mitarbeiter. Aus diesen Zahlen sieht man bereits, dass die Branche von ihrer Struktur her klein- und mittelbetrieblich ausgerichtet ist. Rund 62 % der Unternehmen beschäftigen weniger als 20 Mitarbeiter, 33 % zwischen 20 und 249 Mitarbeiter und 5 % über 250 Mitarbeiter.

Die Zentren der Produktion liegen in Ober- und Niederösterreich. In diesen beiden Bundesländer finden sich mehr als die Hälfte der Kunststoffverarbeiter-Arbeitsplätze und wird der größte Teil des Produktionswertes erwirtschaftet.

Alle gängigen Verfahren wie Extrusion, Spritzen, Blasen, Schäumen, GfK-Verarbeitung etc werden als Techniken eingesetzt. Das Erzeugungsprogramm der österreichischen Kunststoffverarbeiter reicht von Folien, Rohren, Schaumstoffen, Profilen, Fenster und Türen, Fassadenelementen, Verpackungen, Möbeln und Kfz-Teilen bis hin zu Freizeit-, Sport- und Haushaltsartikeln und vielem mehr. Splittet man den Umsatz von rund 4,4 Mrd Euro auf die einzelnen Produkthauptgruppen auf, so entfallen 39 % auf Halbzeug wie Platten, Folien, Schläuche und Profile, 15 % auf Verpackungsmittel und 14 % auf Baubedarfsartikel. 21 % sind sonstige Kunststoffwaren.

Infolge des kleinen Inlandsmarktes ist die Branche exportorientiert. Die Exportquote der Kunststoffverarbeitungsbetriebe liegt im Schnitt bei ca. 33 %. Manche Betriebe sind aber fast komplett auf Auslandsmärkte ausgerichtet.

2010 wurden Kunststoffwaren (aus Erzeugung und Handel) im Wert von ca. 2,6 Mrd Euro im Export abgesetzt. Der größte Handelspartner ist Deutschland, welches mit 880 Mio Euro fast ein Drittel aller Ausfuhren aufnimmt. Es folgen die Schweiz mit 197 Mio Euro, Frankreich mit 174 Mio Euro und Italien (159 Mio Euro), an fünfter Stelle liegt Tschechien (124 Mio Euro). Kunststoffwaren werden in alle Kontinente und fast alle Länder der Welt exportiert. In Amerika sind die USA mit 69 Mio Euro, in Afrika Südafrika mit 7,2 Mio Euro, in Australien/Ozeanien Australien (10,5 Mio Euro) und in Asien China (84 Mio Euro) die wichtigsten Handelspartner.

Bei Importen von 2,8 Mrd Euro verzeichnet der Kunststoffwarensektor eine deutlich positive Handelsbilanz. Die wichtigsten Einfuhrpartner sind Deutschland mit 1,2 Mrd Euro, gefolgt von Italien (155 Mio Euro) und der Schweiz (106 Mio Euro).

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