Chemieolympiade 2026: Österreichs Nachwuchs überzeugt mit vier Silbermedaillen bei internationalem Wettbewerb

Fachverband der Chemischen Industrie gratuliert österreichischem Team und unterstreicht Bedeutung der Förderung naturwissenschaftlicher Talente

Mit einem hervorragenden Ergebnis kehrt das österreichische Team von der 58. Internationalen Chemieolympiade (IChO) in Taschkent (Usbekistan) zurück: Alle vier österreichischen Teilnehmer wurden mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs, der die österreichische Chemieolympiade seit ihren Anfängen unterstützt, gratuliert den jungen Talenten herzlich zu ihrem Erfolg.

An der diesjährigen Internationalen Chemieolympiade nahmen 368 Schülerinnen und Schüler aus 93 Nationen teil. Die vier österreichischen Medaillengewinner setzten sich zuvor in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich durch. Der internationale Wettbewerb gilt als eine der anspruchsvollsten naturwissenschaftlichen Leistungsschauen für Schülerinnen und Schüler weltweit.

„Hinter solchen Erfolgen stehen nicht nur großes Talent und viel Fleiß, sondern auch engagierte Lehrkräfte und eine unterstützende Familie. Ihnen allen gilt mein Dank. Die Förderung naturwissenschaftlicher Talente ist eine Investition in die Zukunft unseres Standorts. Als Industrie brauchen wir neugierige, engagierte junge Menschen, die die Innovationen von morgen entwickeln. Dazu wollen wir mit unserem Engagement einen Beitrag leisten.“, betont Ulrich Wieltsch, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs und ergänzt: „Natürlich würden wir uns als Branche freuen, einige dieser jungen Talente später in unseren Unternehmen wiederzusehen. Denn Menschen wie sie sind es, die Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit entwickeln, sei es in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie oder Gesundheit.“

Für die Teilnehmer selbst ist der Erfolg der Lohn monatelanger Vorbereitung. So sagt Finn Köll vom BRG Innsbruck, APP: „Diese Erfahrung und dieser Erfolg krönen meinen Abschluss am BRG Innsbruck und ich freue mich auf mein Chemiestudium.“ Kei Kazazic von der Sir Karl Popper Schule in Wien, der als bester Österreicher die Goldmedaille nur knapp verpasste, hebt vor allem den internationalen Austausch hervor: „Die IChO in Taschkent war abermals eine Gelegenheit, mich einer großen Herausforderung zu stellen und viele interessante Menschen kennenzulernen.“

Georg Schellander, Bundeskoordinator der Österreichischen Chemieolympiade, schildert, dass den Wissenschaftsolympiaden in Usbekistan ein sehr hoher Stellenwert gegeben wird: „Lehrer:innen und Schüler:innen in Olympiaden erhalten umfangreiche Unterstützung und finanzielle Anerkennung. So genießen sie ein hohes Ansehen, was wiederum neue Talente anlockt. Vielleicht könnten wir da im Westen auch noch etwas lernen.“

Foto: Download unter internatchemieolympiade-2026-copyright-georg-schellander.png  Abdruck frei, Copyright Georg Schellander

Bildunterschrift: Die Medaillenträger v. l. n. r.: Kei Kazazic, Maskottchen Edi, Alexander Glückert, Finn Köll, Florian Fieber

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Dorothea Pritz