Ausbildung mit Zukunft

Wer in der chemischen Industrie arbeitet, hat beste Aussichten, an innovativen Lösungen der Zukunft mitzuarbeiten und wird Teil einer Branche, die sich einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben hat. Die Chemieindustrie ist eine forschungsintensive Hightech-Branche. Um auch in Zukunft wegweisende Produkte und Lösungen entwickeln zu können, sind die Unternehmen auf motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen.

Derzeit bietet die chemische Industrie etwa 44.000 Menschen in Österreich einen Arbeitsplatz. Mehr als 1.600 junge Menschen befinden sich zurzeit in Ausbildung zu einem der vielfältigen naturwissenschaftlichen, technischen oder kaufmännischen Lehrberufe in der Chemie-Branche.

Nicht nur Chemiker finden in der chemischen Industrie einen Job. Die Branche ist immer auf der Suche nach Talenten, die sich für Chemie begeistern können und eine Ausbildung in diese Richtung anstreben. Die Auswahl an Berufen für Chemiebegeisterte ist groß:

 

Chemie generell

Du gehst den Dingen gerne auf den Grund und empfindest Probleme als Herausforderungen, die du mit Freude annimmst? Willkommen in „der“ Chemie! Einem großer Berufsbereich, aus dem sich vielfältige Spezialisierungs-Möglichkeiten ergeben. Allen gemein ist die Beschäftigung mit dem Aufbau und der Umwandlung von Stoffen. ChemikerInnen führen dazu Experimente und Analysen durch, wobei die früher aufwendigen Rechenarbeiten heute von Computern gelöst werden. Mithilfe großer Datenbanken und Spezialprogrammen können chemische Prozesse virtuell simuliert und berechnet werden.

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Spezialisierungsbereiche Chemie

  • Du bist immer wieder überrascht, wie schnell die Zeit im Labor vergeht? Wie wärs mit einem Beruf im Bereich der Allgemeinen Chemie? In der Allgemeinen Chemie führen ChemikerInnen Versuche und Berechnungen durch, um Molekülstrukturen, Reaktionen und Bindungen zu untersuchen. Aus diesen Experimenten entwickeln sie neue Materialien – oder sie entdecken neue Verwendungsmöglichkeiten bereits bekannter Stoffe. In der Industrie steht das Grundlagenwissen des allgemeinen Chemikers am Anfang jedes Forschungs- und Produktionsprozesses. Mehr Info
  • Du schaust gerne über den Tellerrand hinaus und arbeitest gerne interdisziplinär? Dann ist die physikalische Chemie vielleicht genau das Richtige für dich! Physikalische Chemie – die Schnittstelle zwischen Chemie und Physik. Hauptsächlich wird in diesem Beruf das chemische Verhalten von Stoffen unter Anwendung physikalischer Methoden untersucht. Die Physikalische Chemie liefert die Grundlagen für die Technische Chemie und die Verfahrenstechnik. Mehr Info
  • Du gehst den Dingen gerne auf den Grund? Klingt, als wärst du in der Analytischen Chemie gut aufgehoben! Die Analytische Chemie spielt in vielen chemischen Teilgebieten eine bedeutende Rolle. Wer diesen Beruf wählt führt Untersuchungen zur Erforschung von Zusammensetzung, Eigenschaften und Reaktionen verschiedener Stoffe durch. Mehr Info
  • Chemie ist Leben und Kohlenstoff ihr wichtigster Baustein – ist das deine Meinung? Damit bist du die/der ideale KandidatIn für die Organische Chemie. Die Organische Chemie beschäftigt sich mit allen Kohlenstoffverbindungen – derzeit sind 19 Millionen bekannt. Und täglich kommen weitere hinzu. Als Mitarbeiter der organischen Chemie erforscht man wichtige Grundlagen für die Medizin- und Lebensmittelindustrie, sowie für die Kunststoff- und Baustofftechnik. Mehr Info
  • Dir ist kein Eisen zu heiß, kein Erz zu hart? Du zerlegst nach allen Regeln der Kunst – ähmmm – der Anorganischen Chemie? Die Anorganische Chemie befasst sich mit kohlenstoffarmen oder -freien Stoffen wie Metallen, Erzen, Gasen, Säuren und Salzen. Mitarbeiter der anorganischen Chemie befassen sich im Labor mit chemischen Reaktionen, die der Entwicklung neuer, verbesserter Stoffe dienen. Mehr Info
  • Du findest: Theorie ist schön und gut, was zählt ist die Praxis! Denn: Chemische Reaktionen aus dem Labor lassen sich nicht einfach auf die industrielle Massenproduktion übertragen. Die Technische Chemie beschäftigt sich daher mit der Frage, wie aus einem Gramm „Produkt“ im Labor viele Tonnen desselben Produktes in einer Fabrik entstehen können. Technische ChemikerInnen sorgen auch dafür, dass die Herstellung möglichst kosten- und energieeffizient ist. Mehr Info

 

Labortechnik

Haben sich die Inhaltsstoffe in Heilmitteln verbunden? Ist die Textur von neuartigen Make-up-Produkten geschmeidig und lange haltend? Mit diesen Fragen befassen sich LabortechnikerInnen. Und entwickeln dabei neue, zukunftsweisende Lösungen. Das Aufgabengebiet der LabortechnikerInnen umfasst zwei große Bereiche: Analyse und Synthese. In der Analyse zerlegen und untersuchen sie alle Arten von Stoffen mit Hilfe computergesteuerter Geräte. Dadurch bestimmen und messen sie die Inhaltsstoffe von Materialien, das Fließverhalten oder den Schmelzpunkt. Synthese bedeutet, die zerlegten Stoffe in einer neuen Form wieder zusammenzusetzen. Es werden dabei die bei der Analyse gewonnenen Erkenntnisse angewandt, um neue, verbesserte Substanzen herzustellen.

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Chemieverfahrenstechnik

Du kannst dich dafür begeistern, wie die vielen Rädchen im Produktionsprozess reibungslos ineinander greifen? Du tüftelst gerne, um scheinbar perfekte Abläufe noch effizienter zu machen? Das klingt, als hättest du Talent zum/zur ChemieverfahrenstechnikerIn. Die Hauptaufgabe der Chemie-VerfahrenstechnikerInnen ist die Umsetzung schnellerer und effizienterer Herstellungsverfahren. Sie arbeiten in chemischen Betrieben, wo sie für die Kontrolle und Steuerung von Anlagen und Prozessen zuständig sind, die sie ständig verbessern. Darüber hinaus entnehmen ChemieverfahrenstechnikerInnen während der Erzeugung neuer Stoffe regelmäßig Proben zur Überwachung von Zwischen- und Endprodukten.

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Kunststoff-Formgebung / Kunststoff-Technik

Du begeisterst dich für die Fertigung von Maschinen und Fahrzeugen? Die Umsetzung von Design für coole Plastikmöbel ist dein Ding? Dann könnte der Beruf des KunststoffformgeberIn und -TechnikerIn genau der richtige für dich sein. Produkte aus dem modernen Werkstoff Kunststoff zu entwickeln, die immer leistungsstärker und vielseitiger werden, das ist dein Job. Von Planung über Materialauswahl und Produktion bis hin zur Qualitätsprüfung neuer Erzeugnisse – in Deinen Händen entstehen Produkte aller Art. Ob Haushaltsgeräte, Spielzeuge oder hochwertige Kunststoffteile für Bauzwecke – wer in der Kunststoffverarbeitenden Industrie arbeitet, trägt die Verantwortung über den gesamten Fertigungsprozess.

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Pharmatechnologie

Du bist der Mann/die Frau fürs Heilsame? Das Thema „Leben retten“ lässt dein Herz höher schlagen? Du wolltest immer schon wissen, was nötig ist, um die einzelnen Inhaltsstoffe eines Medikaments zu einem Ganzen zusammenzufügen? PharmatechnologInnen produzieren Arzneimittel und Pharmaprodukte: Tabletten, Kapseln, Salben oder Emulsionen. Sie wissen, welche Rohstoffe und Rezepturen ein Heilmittel wirksam machen. Während des Produktionsprozesses entnehmen sie Stichproben, führen labortechnische Untersuchungen durch und übernehmen die Verantwortung für Produktions-, Abfüll- und Verpackungsanlagen.

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Textilchemie

TextilchemikerInnen sorgen dafür, dass Gewebe wasser- und wetterfest, farbecht, pflegeleicht oder schwer entflammbar sind. In Betrieben der Textilindustrie stellen sie aus pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Textilfasern innovative Stoffe her. TextilchemikerInnen bleichen, färben und veredeln, steuern Kontroll- und Messgeräte und sind dafür zuständig, die Qualität der Stoffe während des gesamten Herstellungsprozesses zu überwachen.

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Biochemie / Biotechnologie

Du möchtest Pflanzen gegen Schädlinge resistent machen, die Eigenschaften von Oberflächen mit Enzymen verändern oder an neuen nachwachsenden Rohstoffen forschen? Das klingt, als solltest du unbedingt in der Biochemie arbeiten. Sie befasst sich mit Grundlagen und Prozessen in der belebten Natur. Arbeitsmöglichkeiten in diesem Bereich bestehen vor allem im Pharmabereich und bei der Entwicklung von Lebensmittel-Zusatzstoffen und Enzymen, die beispielsweise in der Waschmittelindustrie eingesetzt werden. BiochemikerInnen (MolekularbiologInnen) erforschen vor allem den Stoffwechsel von Tieren und Pflanzen, den Abbau von Eiweiß und Kohlenhydraten und untersuchen Gene und DNS. BiotechnikerInnen beschäftigen sich hingegen mit der Verarbeitung von Lebensmitteln und stellen Produkte her, die durch mikrobiologische Prozesse gewonnen werden. Für die Qualitätskontrolle während der Herstellung und die Verbesserung der Produktivität sind BioverfahrenstechnikerInnen zuständig.

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Werkstofftechnik

Wenn du gerne die Grenzen von Materialien auslotest, dann könnte die Werkstofftechnik die richtige Berufswahl für dich sein. Denn: Wie man Werkstoffe effizient gewinnt und verarbeitet sind nur zwei der vielfältigen Aufgabenfelder der WerkstofftechnikerInnen. Sie analysieren auch die spezifischen Eigenschaften eines Kunst- oder Baustoffes und bestimmen seine Verwendungsmöglichkeiten. Dazu gehören aufwendige Qualitätskontrollen, wie die Prüfung der Materialien auf Hitzebeständigkeit oder Belastbarkeit. Sollten einmal Mängel am Produkt sichtbar werden, führen sie ausführliche Schadensanalysen durch. Dadurch können sie ihre Produkte ständig weiterentwickeln und verbessern.

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Nahrungsmittelanalyse / LebensmittelTechnik

Wer von uns weiß schon, ob wirklich die Inhaltsstoffe in Lebensmitteln sind, die auf der Verpackung stehen? Nahrungsmittel-AnalytikerInnen mit Sicherheit. Sie führen chemische und mikrobiologische Untersuchungen an Lebensmitteln durch – vom Rohstoff bis zum fertigen Erzeugnis.

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Produktionsleitung

Du hast gerne den Überblick und bist davon fasziniert, wie aus Rohmaterialien und Einzelteilen, verkaufsfertige Produkte werden? Du scheust nicht vor Verantwortung zurück? Wie wär´s mit der Produktionsleitung in einem renommierten chemischen Unternehmen? Überall dort, wo Produkte erzeugt werden, dürfen ProduktionsleiterInnen nicht fehlen. Denn sie planen, steuern und leiten den gesamten Herstellungsprozess. Sie kalkulieren den optimalen Einsatz von Materialien und Arbeitskräften, richten neue Produktionslinien ein und führen Qualitätsprüfungen durch. Indem sie die technischen Maschinen und Anlagen laufend überwachen, sorgen sie für einen störungsfreien Betrieb und kümmern sich ständig um die Verbesserung und Effizienzsteigerung der betrieblichen Produktionsprozesse.

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Qualitätssicherung / Qualitätskontrolle

Dir ist es nicht egal, wie ein Endprodukt aussieht? Dann bist du die Frau/der Mann für die Qualitätssicherung und -kontrolle! Während der Produktion entnehmen Qualitätssicherungs-TechnikerInnen Stichproben und werten diese mit Messgeräten aus. Dadurch stellen sie sicher, dass während der Fertigung alle Qualitäts- und Sicherheits-Standards eingehalten werden. Doch die Standards gelten nicht nur für die Endprodukte selbst, sondern auch für die technischen Anlagen und Verfahren, mit denen der Betrieb arbeitet. Ergeben sich Abweichungen im Produktionsprozess oder entspricht ein Rohstoff, Zulieferteil oder Endprodukt nicht den vorgegebenen Normen, müssen die Qualitätssicherungs-TechnikerInnen Maßnahmen zur Verbesserung erarbeiten.

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