IGP: Und täglich grüßt die Kampagnenwissenschaft

18.10.2017 - Als „mutmaßliche Kampagnenwissenschaft begleitet von Agrar-feindlichen Reflexen“ bezeichnet Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), eine neue Studie, die einen Insektenschwund belegen soll und im Zuge derer ein möglicher Einfluss der Landwirtschaft behauptet wird, obwohl dieser nicht untersucht wurde. Stockmar spricht von einem Deja-vu: „Vor knapp zehn Jahren hat die NGO Apimondia behauptet, dass die Honigbiene und die Imkerei innerhalb von zehn Jahren aussterben werden. Anders als damals behauptet steigt die Zahl der Honigbienenvölker jedoch an. Jetzt soll ein vermeintliches Insektensterben als Startschuss für eine neue Kampagne gegen sichere und innovative Pflanzenschutzmittel genutzt werden. Das zeigt nicht zuletzt, dass bereits die Studienautoren ohne wissenschaftliche Belege die Landwirtschaft angreifen und sichere und zugelassene Pflanzenschutzmittel diskreditieren, obwohl das in der Studie nicht untersucht wurde“, kritisiert Stockmar. „Gemäß der Logik der NGO-Kampagnenführung folgen dieser Panikmache weitere kampagnenwissenschaftliche Studien, die einen Zusammenhang zwischen Pflanzenschutzmitteln und Insektensterben behaupten – begleitet von Kampagnen der NGOs und Denunzierungen der Kritiker“, so Stockmar.

Dass sich als einer der ersten Wissenschafter zur Bestätigung der Ergebnisse ausgerechnet Josef Settele zu Wort gemeldet habe, bestätige die Vermutungen der IGP, so Stockmar. Denn Josef Settele hat an einer kampagnenwissenschaftlichen Metastudie der NGO International Union for Conservation of Nature (IUCN) gegen Pflanzenschutzmittel mitgewirkt, die diese seit 2010 geplant (Quelle:
https://goo.gl/hMdvcS) und 2014 veröffentlicht hat (Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007/s11356-014-3470-y). Die IUCN unterhält auch eine Taskforce on systemic pesticides, deren Mitglied Josef Settele ist (Quelle: https://goo.gl/mm548j).

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.


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Chemische Industrie: Produktionsaufschwung im ersten Halbjahr

13.10.2017 - Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 2,5 % auf 7,7 Mrd. EUR.

Besonders Chemiefasern performten sehr gut mit einem Plus von 10,4 %, ebenso Pharmazeutika (+5,9 %) und Kautschukwaren (+5,6 %). Aber auch die übrigen Branchen konnten, wenn auch im geringerem Umfang, zulegen. Nur organische und anorganische Chemikalien, Agrochemikalien und Kunststoffrohstoffe blieben hinter den Ergebnissen des Vorjahreszeitraumes zurück.
Ins Bild passt auch, dass die Investitionslust der Branche wieder geweckt ist: Die geplanten Investitionen der chemischen Industrie für 2017 liegen deutlich über denen des Vorjahres und werden auf ca. 800 Mio. EUR steigen.

Die gute Konjunktur wirkt sich auch auf den Beschäftigtenstand positiv aus. Die Unternehmen der chemischen Industrie stellten rund 650 Mitarbeiter mehr ein, ein Plus von +1,1 %.

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Chemische Industrie feiert 25 Jahre Responsible Care

10. 10. 2017 - Mit dem freiwilligen Programm "Responsible Care" zeigt Österreichs chemische Industrie, dass ihr Verantwortung für Mensch und Umwelt am Herzen liegt. Hinter diesen beiden Worten verbirgt sich eine weltweite Initiative chemischer Betriebe, die sich zum Zweck einer Verbesserung der Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltsituation strenge Selbstkontrolle auferlegt haben. 

Das Besondere am Programm Responsible Care sind dabei die spezifische Ausrichtung auf die chemische Industrie, die strenge Überprüfung und ein auf den Zeitraum von drei Jahren limitiertes Zertifikat. „Derzeit sind in Österreich 33 Betriebe der chemischen Industrie Responsible Care geprüft, auf die rund 40 Prozent der gesamten Produktion und etwa ein Drittel der Mitarbeiter der österreichischen chemischen Industrie entfallen,“ erklärt Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie anlässlich der heutigen Jubiläumsfeier.  

Zahlen bestätigen Erfolge

Das Engagement für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt lohnt sich: In Responsible Care-Betrieben wurden die Arbeitsunfälle in den letzten fünfzehn Jahren um 78 Prozent reduziert, der Wasserverbrauch konnte um 85 Prozent, die flüchtigen organischen Verbindungen um 75 Prozent verringert werden.

Eine Initiative mit kanadischen Wurzeln

Die Idee zu diesem Projekt stammt aus Kanada, wo 1984 vom kanadischen Chemieverband die Leitsätze für Responsible Care erarbeitet wurden. Wenig später übernahm sie der europäische Chemieverband (CEFIC) mit der Zielsetzung, das Programm in allen nationalen Verbänden Europas zu implementieren. Die konkrete Umsetzung ist dabei Angelegenheit des jeweiligen Landes. Heute findet man das Programm bereits in 65 Ländern rund um den Globus, davon 28 in Europa.

Mehr tun, als das Gesetz verlangt

In Österreich entschloss sich der Fachverband der chemischen Industrie 1992 zur Umsetzung von Responsible Care und gleich zur Einführung einer eingehenden Betriebsprüfung: Obwohl die gesetzlichen Auflagen und Vorschriften in Österreich für Betriebe als streng bezeichnet werden können, müssen im Rahmen des freiwilligen "Responsible Care"-Programmes eine Reihe von darüber hinausgehenden Maßnahmen erfüllt werden. „Mit der Bedingung eines externen Audits nahm Österreichs chemische Industrie eine Vorreiterrolle bei der Initiative ein. Wir sind sozusagen Responsible Care Musterschüler“, so Culik.

Für die Erlangung des Zertifikats müssen rund 300 Fragen aus Bereichen wie Energie, Entsorgung, Lagerung, Arbeitnehmerschutz, Notfallvorsorge und Umweltmanagement nach einem Punktesystem bewertet werden. Dabei ist die Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften natürlich Voraussetzung, für das Bestehen der Prüfung sind jedoch noch 80 Prozent der darüber hinausgehenden Fragen positiv zu beantworten. Nach drei Jahren muss sich der Betrieb einer Kontrollüberprüfung unterziehen, um die Bezeichung "Responsible Care" weiterhin führen zu dürfen.

Drei Unternehmen bekamen heute Auszeichnung

Bei der heutigen Jubiläumsfeier wurden drei Unternehmen mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Der Lackproduzent Axalta Coating Systems Austria GmbH in Guntramsdorf trägt die Auszeichnung bereits seit 1999. „Umweltschutz, Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter wird auf eine Ebene mit dem Geschäftserfolg gestellt. Das ist für uns gelebte Nachhaltigkeit“, kommentiert Ernst Gruber, Geschäftsführer von Axalta Coating Systems Austria GmbH die Verleihung des Zertifikates.

Roman Eberstaller, Geschäftsführer des niederösterreichisches EPS-Designers Sunpor Kunststoff GmbH sieht in dem strengen Responsible Care Audit auch Vorteile für das Unternehmen: „Die wiederkehrenden Überprüfungen durch externe Gutachter ermöglichen einen interessanten Wissensaustausch und bringen praxisbezogene Anregungen“. Das Unternehmen wurde erstmals 2005 zertifiziert.

Der oberösterreichische Bauchemie-Spezialist Avenarius Agro GmbH erhielt heute zum zweiten Mal die Auszeichnung. Wolfgang Panholzer, Geschäftsführer des Unternehmens, sieht „die Qualität des gesamten unternehmerischen Handelns mit Responsible Care gut behütet und auch international anerkannt“.

„Dass Responsible Care heuer bereits das 25-Jahr-Jubiläum feiern kann, ist allen Mitglieder zu verdanken, die durch ihre Bestrebungen zur ständigen Verbesserung der Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitssituation die Initiative weitertragen und weiterentwickeln“, bedankt sich Culik bei den Responsible Care Betrieben. „Sie zeigen, dass unternehmerisches Handeln gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich und verantwortungsbewusst sein kann.“

 

 

 

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Nein zu Glyphosat schadet Wissenschaft & Wirtschaft

3. 10. 2017 – Als „Fehlentscheidung mit langfristigen, dramatischen Auswirkungen“ bezeichnet der Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), Christian Stockmar, die Ergebnisse der heutigen Abstimmung zu Glyphosat im EU-Unterausschuss im Österreichischen Parlament. „Damit schadet man der Wissenschaft, Landwirtschaft und Wirtschaft in Europa nachhaltig. Denn 3.300 Studien mit insgesamt rund 90.000 Seiten einfach unter den Tisch zu kehren, zeugt von einem tiefen Misstrauen in die Wissenschaft. Gleichzeitig führt das zu einem wirtschaftlichen Schaden für die Landwirtschaft, der sich europaweit allein bei den Umsatzeinbußen mit 11 Milliarden Euro pro Jahr beziffern lässt. Die Politik hat sich von kurzsichtigen Argumenten und absurden Kampagnen verleiten lassen.“

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Chemieexporte im ersten Halbjahr 2017 auf Wachstumskurs

02.10.2017 - Die Ausfuhren an Chemiewaren legten in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,6 % zu.

Das ist zwar weniger als aufgrund der kolportierten guten Stimmung in der Wirtschaft erwartet, bestätigt aber den grundsätzlichen Trend nach oben.

Die Schwergewichte des Chemieaußenhandels, pharmazeutische Grundstoffe und Spezialitäten sowie Kunststoffwaren, lagen leicht im Plus, ein zusätzlicher Push kam von organischen und anorganischen Chemikalien und Fasern. Diese konnten im hohen einstelligen bzw. auch zweistelligen Bereich zulegen. 

Die Ausfuhren erreichten damit einen Wert von 9,6 Milliarden Euro. Bei Importen von 10 Milliarden Euro ist die Chemieaußenhandelsbilanz Österreichs somit leicht negativ. Bei weiterhin andauernder guter Konjunktur sollte diese allerdings für das Gesamtjahr ins Positive drehen. 

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SAVE THE DATE: Stakeholderdialog Biobased Industry

28.09.2017 - Der Fachverband  lädt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) herzlich zum Stakeholderdialog – Biobased Industry ein, welcher am 4. Dezember 2017 in Wien stattfinden wird.
 
Als Keynote-Speaker konnte Prof. Johan Sanders, ein Bioraffinerie-Experte, der an der Universität Wageningen (NLD) zu biobasierten Produkten forscht, gewonnen werden.

 

Des Weiteren werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus dem Themenfeld Biobasierte Industrie der FTI-Initiative Produktion der Zukunft sowie aus dem Biobased Industries (BBI) Joint Undertaking präsentiert. Der thematische Fokus der Veranstaltung wird auf biobasierten Kunststoffen und Verpackungen liegen. Im Anschluss an die Vorträge wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „Biobasierte Kunststoffe – Zukunft oder Illusion“ abgehalten.

 

Stakeholderdialog – Biobased Industry

Wann:  4. Dezember 2017, 09:00 – 15:30

Wo:      Rudolf Sallinger Saal, Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

Der Stakeholderdialog – Biobased Industry bietet AkteurInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Politik im Bereich der Biobasierten Industrie eine Plattform für Vernetzung und Erfahrungsaustausch.

Wir bitten Sie, sich den Termin vorzumerken. Ein detailliertes Programm wird in Kürze versendet.

Aufgrund der beschränkten TeilnehmerInnenzahl bitten wir um rechtzeitige Anmeldung unter

https://nachhaltigwirtschaften.at/de/veranstaltungen/2017/20171204-stakeholderdialog-biobased-industry.php

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

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IGP sieht durch mögliches Glyphosat-Verbot Forschungsstandort gefährdet

27.09.2017 - Überrascht zeigt sich die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) hinsichtlich der Forderung nach einem Totalverbot von Glyphosat im Zuge der gemeinsamen Pressekonferenz von SPÖ und Global 2000. Denn der SPÖ-Vorsitzende sollte aus seiner Zeit als ÖBB-Vorstandsvorsitzender um die sinnvollen und sicheren Einsatzmöglichkeiten von Glyphosat im Kampf gegen Unkraut wissen. Gleichzeitig sieht die IGP den Forschungs- und Agrarstandort Europa durch ein Totalverbot massiv gefährdet. Ein Verbot sorgt für Rechtsunsicherheit und fehlende Planbarkeit bei den Entwicklern von Pflanzenmedizin und einen Brain Drain aus Europa. In der
Landwirtschaft drohen Ertragseinbußen, die von der aktuellen Studie „The cumulative agronomic and economic impact of glyphosate in Europe“ von Steward Redqueen mit 11 Milliarden Euro beziffert werden. Studien zeigen zudem, dass Glyphosat einen wesentlichen Beitrag für bodenerhaltende Maßnahmen liefert sowie positive Effekte auf die ländliche Entwicklung hat, in dem Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhalten werden.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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Innovation Day Kunststoff

26.09.2017 - Einladung zum

Innovation Day Kunststoff
am Mittwoch, den 8. November 2017, von 10.00 - 16.00 Uhr
Wirtschaftskammer Österreich / Saal 2
Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien

Kunststoff ist als Werkstoff aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Seine Vorteile werden nicht nur bei Verpackungen genutzt, sondern auch beim Automobil- oder Flugzeugbau, in der Medizintechnik, im Bausektor, bei Sportgeräten, in der Elektronikbranche und in vielen weiteren Anwendungsfeldern. Durch ständige Forschung und Weiterentwicklung wurde aus dem noch recht jungen Werkstoff ein wahrer Alleskönner und durch moderne Herstellungsverfahren und Verarbeitungsstandards ein Material, das für nachhaltiges Wirtschaften steht.

Der Innovation Day Kunststoff wird aktuelle Innovationen aus unterschiedlichen Bereichen der heimischen Kunststoffindustrie beleuchten und einen Einblick in die Lösungskompetenz der Branche geben. 

Details zum Programm finden Sie im Download-Bereich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten aufgrund des begrenzten Platzangebotes um Ihre baldige Zusage an steiner@fcio.at.

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Dr. Johann Pummer

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Reduktion der Treibhausgas-Emissionen in der chemischen Industrie

20.09.2017 - Im kürzlich veröffentlichten Klimaschutzbericht hat das Umweltbundesamt unter anderem die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen bis 2015 analysiert. Im Mittelpunkt des Berichts stehen Trends und wirtschaftliche Einflussfaktoren der Treibhausgas-Emissionen in Österreich seit 1990.

 

Ein Kapitel des Berichts geht näher auf die Treibhausgas-Emissionstrends der chemischen Industrie ein: Die prozessbedingten Treibhausgas-Emissionen der Chemischen Industrie sind im Zeitraum 1990–2015 um 49 % (0,8 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent) und gegenüber dem Vorjahr um 2,1 % (-0,02 Mio. Tonnen) zurückgegangen. Rund 64% der Treibhausgas-Emissionen dieses Industriezweiges stammten 2015 aus der Ammoniakproduktion, 6,6 % aus der Salpetersäureproduktion, 7 % aus der Kalziumkarbidproduktion und rund 24 % aus der Produktion anderer chemischer und petrochemischer Basisprodukte. Bis 2003 verliefen die prozessbedingten Treibhausgas-Emissionen relativ konstant. Für den starken Emissionsrückgang von 2003 auf 2004 war die Installation eines katalytischen Reaktors zur Reduktion von N2O-Emissionen bei einer Linie der Salpetersäureproduktion verantwortlich. Durch diese Maßnahme wurden die N2O -Emissionen der Salpetersäureproduktion um etwa zwei Drittel reduziert. Auch bei der zweiten Linie der Salpetersäureanlage wurde im Jahr 2009 eine katalytische Reduktion installiert, wodurch deren Emissionen bis zum Jahr 2015 gegenüber 1990 um insgesamt 95 % zurückgegangen sind.

 

Der Klimaschutzbericht 2017 kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0622.pdf

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DI Dr. Reinhard Thayer

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IGP zu Global 2000 & Grüne: Faktenresistenz & Wahlkampfaktionismus sind Gefahr für Konsumenten

11.09.2017 - Global 2000 und Grüne argumentieren nicht auf Basis aktueller wissenschaftlicher Fakten, sondern rezitieren Broschüren aus NGO-Kampagnenwerkstätten – 3.300 Studien belegen Unbedenklichkeit von Glyphosat

„Global 2000 ist offensichtlich faktenresistent und setzt seine absurde Kampagne gegen Glyphosat fort. Aber auch durch Wiederholung werden die Argumente, die auf sogenannten Studien der eigenen Kampagnenwerkstatt gestützt sind, nicht wahrer. Vielmehr zeigt sich, dass Global 2000 nicht an einer sachlichen Diskussion, sondern an Panikmache und Populismus interessiert ist“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). Dies zeigt sich nicht zuletzt an der Tatsache, dass Global 2000 Politiker nun offen dazu auffordert, das Zulassungsverfahren zu beeinflussen. „Die Regularien sehen klar vor, dass eine Entscheidung für oder gegen einen Wirkstoff wissenschaftlich basiert und nicht aus politischen Launen und Wahlkampfaktionismus heraus erfolgen soll. Daran kann man durchaus ablesen, dass das Vertrauen in die eigenen Argumente enden wollend ist“, so Stockmar.

Verantwortung heißt Glyphosat-Zulassung verlängern
Die IGP steht für einen sachlichen Dialog. Entsprechend sollten folgende Fakten auch in die Diskussion einbezogen werden. Bei einem Verbot von Glyphosat

  • sinken die Ernten von Raps, Roggen, Weizen und Mais um ca. 22 Prozent,
  • sinken die landwirtschaftlichen Umsätze in Europa um 25 Prozent, also 11 Milliarden Euro,
  • steigt das Risiko von Bodenerosion, weil der pfluglose Anbau abnehmen wird,
  • steigen die CO2-Emissionen aufgrund der Zunahme an Pflugüberfahrten und den dadurch zunehmenden Dieselverbrauch sowie Kohlenstoffemissionen aus dem Boden,
  • sinkt die Bodenqualität in ganz Europa aufgrund vermehrter Überfahrten und der Zerstörung der Böden durch vermehrtes Pflügen,
  • sinkt die Biodiversität, da Bodenlebewesen und -organismen, Insekten, Vogelnester und -eier sowie Jungtiere durch das verstärkte Pflügen gefährdet werden,
  • steigt der Unkrautbefall, während die Erträge und Qualität der Ernte sinken,
  • steigt der Bedarf an Ackerland, weshalb Naturräume und Habitate mit einer deutlich höheren Artenvielfalt in Ackerland umzuwandeln wären.

Dazu Stockmar: „Eine politische Entscheidung gegen Glyphosat ist verantwortungslos. Damit nimmt man einen Schaden für Umwelt, Landwirtschaft und Wirtschaft sowie Konsumenten in Kauf. Und dass, um einen Wirkstoff zu verbieten, der laut aktuellem wissenschaftlichen Stand und auf Basis von 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten bei sachgemäßem Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich ist.“

Gesundheitsbehörden belegen Unbedenklichkeit
„Global 2000 ist nicht an einer sachlichen Diskussion interessiert. Das belegt nicht zuletzt das Beharren auf der Einstufung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC). Die australische Behörde Australian Pesticides and Veterinary Medicines Authority (APVMA) hat dazu eine Bewertung verfasst und kein Krebsrisiko für Menschen festgestellt (Quelle: https://apvma.gov.au/node/13891).
Auch das Joint Meeting on Pesticide Residues (JPMR) und damit die WHO selbst haben die Einstufung zurückgewiesen. Sämtliche Gesundheitsbehörden weltweit, die mit einer Bewertung von Glyphosat betraut waren, kommen zu dem Schluss, dass Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich ist“, so Stockmar. Und Global 2000 ignoriert die Tatsache, dass mit Christopher Portier ein Aktivist der NGO Environmental Defense Fund maßgeblich Einfluss auf die IARC-Einstufung genommen hat. Ebenso verheimlichen sie, dass Aaron Blair (US National Cancer Institute und Vorsitzender der Arbeitsgruppe in der IARC) Studien unterschlagen hat, die belegen, dass Glyphosat keinen Krebs verursacht. Das geht aus Protokollen eines US-Gerichtsprozesses hervor (Quelle: https://www.reuters.com/investigates/special-report/glyphosatecancer-data/).

Hintergrund
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Erfreulicher Aufwind für Kunststoffverarbeiter

08.09.2017 - „Die Geschäftslage ist dank der anziehenden Baukonjunktur deutlich besser als in den letzten Jahren. Wir sind zuversichtlich, dass wir das Jahr 2017 positiv abschließen können“, kommentiert Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie die aktuellen Zahlen anlässlich der jährlich stattfindenden Drei-Länder-Tagung der Kunststoffverarbeiter.

Zuwächse bei Beschäftigten

Auch die Zahl der Beschäftigten unterstreicht den Optimismus in der Branche. Von Jänner bis Mai verzeichneten die Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Derzeit sind etwa 26.000 Personen in der kunststoffverarbeitenden Industrie tätig.

Starke Leistung bei Forschung und Entwicklung

Mit Forschungsausgaben von 194 Millionen Euro im Jahr 2015 gehört die Kunststoffbranche zu den forschungseifrigsten. „Kunststoffe sind nicht nur die jüngste Werkstoffklasse, sondern auch eine der innovativsten, da der Sektor knapp 4 Prozent seiner Umsätze in Forschung investiert“, berichtet Schwarzl stolz.

Steigerungen im Außenhandel

Auch die Exporte steigerten sich im ersten Quartal des Jahres 2017 um 2,8 Prozent. Deutschland stellt den wichtigsten Handelspartner dar, mehr als ein Drittel aller Exporte der österreichischen Kunststoffverarbeiter gehen in das Nachbarland.

Österreichs kunststoffverarbeitende Industrie umfasst etwa 225 Betriebe. Mit etwa   26.000 Beschäftigten erwirtschaftet sie einen Produktionswert von über 5 Milliarden Euro. Sie ist international ausgerichtet und exportiert ca. zwei Drittel ihrer Erzeugnisse.

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Chemiecamp für besonders interessierte Schüler

01.09.2017 - Diese Woche fand das Chemiecamp des VCÖ statt, in dem Teilnehmer der Chemieolympiade die Möglichkeit hatten, Labors außerhalb der Schule kennenzulernen und so Einblicke in den Arbeitsalltag von Forschern zu gewinnen. Den Schülern wurde zum Beispiel auf der BOKU die Biospektroskopie gezeigt, am IST in Gugging lernten sie Elektronenmikroskope kennen und im Vienna Open Lab erfuhren sie alles Wissenswerte über Allergien und Unverträglichkeiten und führten DNA-Tests von Lebensmittelproben auf Erdnussallergen durch. Neben zahlreichen Eindrücken durften alle Teilnehmer am Ende auch eine Urkunde mit nach Hause nehmen.
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Pharmaindustrie: LSE-Studie ist nur Placebo für die kranken Kassen

24.08.2017 - „Wie seit der umstrittenen Vergabe erwartet dienen die Ergebnisse der 630.000 Euro teuren Studie über Effizienzsteigerungen der österreichischen Sozialversicherungsträger in erster Linie der Beschönigung der bisherigen Gesundheitspolitik. Statt einer dringend notwendigen Reform verordnen sich die kranken Kassen mit dieser Studie nur ein wirkungsloses Placebo“, kommentiert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie, die Präsentation der Studie der London School of Economics, die vom Sozialministerium in Auftrag gegeben wurde.

Für Hofinger stellen die Ergebnisse der Studie eine klare Themenverfehlung dar, da laut Regierungsvorhaben ganz konkret Kostendämpfungs- und Einsparungsmöglichkeiten in den Bereichen Verwaltung und Beschaffung erhoben werden sollten. Während mehrere Studien wie etwa der Wirtschaftskammer oder der IV den von der Pharmaindustrie wiederholt aufgezeigten, dringenden Handlungsbedarf bei den Sozialversicherungen bestätigen, wird die Studie unter dem Motto „Evolution statt Revolution“ nun zur Rechtfertigung für das Festhalten an den bestehenden Ineffizienzen verwendet.

„Eine Studie, die den Sozialversicherungsträgern eine effiziente Verwaltung bescheinigt, erweckt den Verdacht, dass die Studienautoren blind den Zahlenspielereien des Hauptverbandes Glauben geschenkt haben, der besonders bei den Kosten des Verwaltungsapparates so manchen Posten auslässt und ihn unter „sonstige betriebliche Aufwendungen“ verbucht“, so Hofinger. Mit derartigen intransparenten Kalkulationen wird dem österreichischen System in internationalen Vergleichen fälschlicherweise ein gutes Zeugnis ausgestellt, obwohl die tatsächlichen Verwaltungskosten laut Gesundheitsökonomen deutlich höher liegen.

Ineffizienzen, die dringend beseitigt gehören, finden sich allerdings nicht nur in der Struktur sondern vor allem in den eigenen Einrichtungen – doch auch diese klammert die Studie unverständlicherweise aus. So bekommen kasseneigene Analyselaboratorien für eine bestimmte Blutprobenanalyse ein mehrfach höheres Honorar als externe Vertragspartner. Ähnliche Zahlen zeigt ein Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Konsumentenschutz bei der PVA, wonach Aufenthalte in den eigenen Einrichtungen in den untersuchten Jahren jeweils mehr als das Doppelte kosteten, als dies bei Vertragseinrichtungen der Fall gewesen wäre.

Nicht nachvollziehbar sind auch die in der Studie bezifferten Einsparmöglichkeiten bei Medikamenten, da scheinbar die kürzlich beschlossene ASVG-Novelle, die massive Einschnitte sowohl bei niedrig- als auch hochpreisigen Arzneimitteln bringt, nicht berücksichtigt wurde.

Obwohl Österreich mit 10,4 Prozent des BIP zu den EU-Ländern mit den höchsten Gesundheitsausgaben zählt, sind den Österreichern deutlich weniger gesunde Lebensjahre vergönnt als anderen EU-Bürgern. „Auch wenn Zahlen dringenden Handlungsbedarf erkennen lassen, scheitert es immer am Reformwillen der Verantwortlichen. Wenn auf Seiten der Sozialversicherung kein Interesse zu mehr Struktureffizienz vorhanden ist, muss umso mehr Druck von der nächsten Bundesregierung ausgeübt werden“, fordert Hofinger ein Ende der Ineffizienzen auf Kosten der Patienten.

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Medikamentenkosten erneut deutlich unter Prognosen der Krankenkassen

16.08.2017 - Mit einer Steigerung von 2,5 Prozent waren die Medikamente der Posten in der Gebarung der Krankenkassen, der 2016 am wenigsten gestiegen ist. Vor einem Jahr kalkulierte der Hauptverband im Voranschlag mit einem Zuwachs um 4,1 Prozent.

Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs, sieht sich durch die aktualisierten Voranschläge der Krankenkassen in der Annahme bestätigt, dass der Hauptverband die Arzneimittel in seinen Voranschlägen gerne als Kostentreiber im Gesundheitssystem propagiert,  die endgültigen Zahlen aber dann die völlig überzogenen Schätzungen offenlegen. „Wir gehen auch heuer davon aus, dass die Steigerungen bei den Medikamentenkosten deutlich unter den Prognosen des Hauptverbandes liegen werden. Die ASVG-Novelle, die ab Herbst zum Tragen kommt, sieht deutliche Einschnitte für die Pharmafirmen vor. Dies wird sich auch im Budget der Krankenkassen niederschlagen.“

Die 125 Millionen Euro an Solidarbeiträgen, die die Pharmaunternehmen 2016 geleistet haben, ziehen die Krankenkassen für ihre Berechnungen nicht von den Arzneimittelkosten ab, sondern verbuchen diese  - ebenso wie individuelle Rabatte - unter sonstige Einnahmen. Anderenfalls würde die Position „Medikamente“ in der Gebarung von 2016 sogar einen Rückgang von -2 Prozent aufweisen.

Auf der anderen Seite fehlen einige Posten wie etwa Abschreibungen in der Berechnung des Verwaltungsaufwands. Außerdem werden eine Reihe von weiteren Kostenpositionen unter dem Punkt «sonstige betriebliche Aufwendungen» erfasst, anstatt wie in Deutschland und in der Schweiz in den Verwaltungsausgaben einberechnet zu werden. Trotz dieser undurchsichtigen Berechnungsmethoden stiegen die Kosten für die Verwaltung im vergangenen Jahr mit 4,7 Prozent deutlich mehr als die Medikamentenpreise. „Mit der intransparenten Kalkulation beschönigt der Hauptverband sein Ergebnis. Es ist an der Zeit, dass die Sozialversicherungen ihre politischen Zahlenspiele beenden, denn damit werden Impulse gesetzt, die letztendlich dem Patienten schaden“, fordert Hofinger.

Das wahre Einsparungspotenzial liegt laut Hofinger innerhalb des Kassensystems, wie bereits mehrere Studien aufgezeigt haben. Durch die ineffiziente Struktur der Sozialversicherung mit 21 unterschiedlichen Trägern gehen laut Studie der Wirtschaftskammer jährlich hunderte Millionen Euro verloren, die besser in die medizinische Versorgung der Österreicher investiert werden könnten. „Ein Festhalten an der bisherigen, aufwändigen Struktur schadet letztendlich dem Patienten, dem durch Einsparungen an den falschen Stellen der Zugang zu innovativen Therapien verwehrt wird“, erläutert Hofinger den dringenden Reformbedarf bei den Krankenkassen.

Ineffizienzen, die dringend beseitigt gehören, finden sich allerdings nicht nur in der Struktur. So bekommen kasseneigene Analyselaboratorien für eine bestimmte Blutprobenanalyse ein mehrfach höheres Honorar als externe Vertragspartner. Ähnliche Zahlen zeigt ein Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Konsumentenschutz bei der PVA, wonach Aufenthalte in den eigenen Einrichtungen in den untersuchten Jahren jeweils mehr als das Doppelte kosteten, als dies bei Vertragseinrichtungen der Fall gewesen wäre.  

 „Die nächste Bundesregierung muss daher die dringend notwendigen Reformen angehen. Es braucht im Gesundheitswesen endlich umfassende Strukturänderungen, die auf das Heben der vorhandenen Effizienzpotenziale abzielen“, fordert Hofinger. „Das eingesparte Geld muss dann dafür genützt werden, dass der Patient Zugang zu modernsten Therapien erhält. Systemerhaltungsmaßnahmen auf Kosten der Patienten müssen der Vergangenheit angehören.“

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IGP: Nature-Studie ist Kampagnenwissenschaft

14.08.2017 - „Die aktuelle Studie zu den Auswirkungen von Neonicotinoiden auf Hummeln passt genau ins Schema von kampagnenwissenschaftlichen Studien. Das ist allerdings keine Überraschung, denn die Autorin Gemma Baron stammt ebenso wie ihr Supervisor aus dem NGO-Umfeld“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), zur nächsten Studie, die wahrscheinlich unter der Prämisse „Study follows Strategy“ veröffentlicht wurde.


Studienautorin stammt aus NGO-Umfeld
Gemma Baron ist Mitglied in der Bumblebee Working Group, die sich regelmäßig trifft und der zahlreiche NGO-Aktivisten und Kampagnenwissenschafter angehören. Dazu zählt auch Dave Goulson, der für Greenpeace Broschüren schreibt und selbst ein solches Treffen veranstaltet hat (Quelle: https://jeffollerton.files.wordpress.com/2013/05/bumblebee-working-group-final-programme-2013-revised-copy.pdf und https://jeffollerton.wordpress.com/2016/04/01/what-i-learned-at-the-bumblebee-working-group-meeting/). Gemma Baron ist dementsprechend eine vielzitierte Person in Newslettern der NGO International Union for Conservation of Nature (IUCN). Viele ihrer Studien werden zudem vom Wellcome Trust, einer Stiftung, die zahlreiche kampagnenwissenschaftliche Studien unterstützt, mitfinanziert.


Gemma Barons Supervisor und Mitautor zahlreicher ihrer Studien, Mark Brown, ist Mitglied der IUCN SSC Bumblebee Specialist Group, die gegen Neonicotinoide vorgehen (Quelle: https://www.iucn.org/ssc-groups/invertebrates/bumblebee-specialist-group/about-us). Eine weitere Gruppierung der IUCN, die Taskforce on systemic Pesticides, ist federführend bei der Aufrechterhaltung des Mythos des Bienensterbens und einer entsprechenden Agitation gegen Neonicotinoide.


EFSA soll Studie überprüfen
„Es verwundert daher nicht, dass Gemma Barons Studien einzig und allein das Ziel der Diskreditierung von Pflanzenschutzmitteln zum Ziel haben. Die EFSA muss die Arbeit und vor allem das Zustandekommen und das Umfeld von Gemma Baron umfassend untersuchen. Es muss ermittelt werden, ob hier Hypothesen überprüft oder ob einseitig und tendenziös Feststellungen belegt werden sollen. Wie bei vielen kampagnenwissenschaftlichen Studien aus dem Umfeld von NGOs gibt es hier eine Vielzahl von Unregelmäßigkeiten“, so Christian Stockmar.


Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.


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Chemische Industrie europaweit auf Wachstumskurs

11.08.2017 - Bis April wurden laut Bericht des europäischen Chemieverbandes CEFIC im Jahresvergleich 2,4 % mehr Chemieprodukte erzeugt.

Vor allem Kunststoffe (+8 %), Farbstoffe (+3,7 %), anorganische Chemikalien (+3,3 %) und Körperpflegemittel (+1,9 %) konnten zulegen. Die europäische Chemie erreichte damit den höchsten Ausstoß seit 8 Jahren.

Auch die Produktpreise erholten sich dank der guten Nachfrage und lagen – erstmalig seit 4 Jahren – über dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz innerhalb der EU konnte um 6,5 % gesteigert werden. Noch besser liefen das Exportgeschäft mit einem Plus 10,8 %. Bei einer Exportquote von 40 % - Österreichs chemischen Industrie hat übrigens rund 70 % - ergab sich insgesamt ein Umsatzplus 7,8 %.

Wie gewohnt generierte die chemische Industrie der EU einen hohen Außenhandelsüberschuss von 12 Mrd. Euro im ersten Quartal.

Österreichs Chemie entwickelte sich ebenso positiv, konnte aber mit dieser Dynamik nicht schritthalten. Sie legte um etwa 4 % im Produktionswert zu.


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Wie kann die chemische Industrie bis 2050 klimaneutral werden?

02.08.2017 - Die DECHEMA-Studie „Low carbon energy and feedstock for the European chemical industry” untersucht die Technologieoptionen und möglichen Entwicklungsszenarien, die die Chemieindustrie bis zum Jahr 2050 klimaneutral und zugleich wettbewerbsfähig machen können. Der Schwerpunkt der Studie wurde auf die wesentlichen Plattformchemikalien gelegt, die am Beginn der Wertschöpfungskette in großen Mengen produziert werden (Ammoniak, Methanol, Ethylen, Propylen, Chlor und die Aromaten Benzol, Toluol und Xylol) und für etwa zwei Drittel aller Treibhausgasemissionen des Chemiesektors verantwortlich sind.

Die DECHEMA-Studie analysiert die Technologien, die der chemischen Industrie zur Verfügung stehen, und umreißt die notwendigen Rahmenbedingungen, damit die europäische Chemieindustrie den Übergang zur Klimaneutralität verwirklichen kann. Sie liefert einen ersten vollständigen Überblick über die verfügbaren Technologien für die wichtigsten chemischen Produktionsprozesse und beschreibt, was nötig ist, um die industrielle Basis, die heute von Schiefergas und niedrigen Ölpreisen bestimmt wird, zu ertüchtigen:

  • Ein großes Angebot an klimafreundlichem Strom in erheblich gesteigerten Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen
  • Zugang zur alternativen Rohstoffen (beispielsweise biobasierte Rohstoffe, Kohlendioxid oder Abgase aus Industrieprozessen)
  • Ein Steuersystem, das die Modernisierung überalterter Produktionsanlagen und industrieller Ausrüstung oder den Bau neuer Werke ermöglicht
  • Unterstützung für das Scale-Up und eine Verteilung von Investitionsrisiken für Technologien, die im Pilotstadium oder mit hohen Investitionsrisiken verbunden sind, mit öffentlichen Geldern oder Public-Private-Partnerships
  • Innovation und Forschung im Bereich neuer chemischer Verfahren, die dazu beitragen, vorhandene Hürden zu überwinden
  • Voraussetzungen für Geschäftsmodelle, die die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren fördern, um nachhaltige Wege zu Nutzung von Kohlendioxid zu entwickeln


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Klebstoffindustrie weiter im Aufwind

27.07.2017 - Laut einer aktuellen Erhebung unter 100 Klebstoffunternehmen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden ist die gegenwärtige Konjunktursituation auf einem anhaltend hohen Niveau. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftslage als gut einschätzen, liegt bei 60 Prozent. Im Vorjahresquartal sagten dies nur 40 Prozent der Unternehmen. National betrachtet zeigt sich dabei ein eher differenzierteres Bild. Während 80 Prozent der österreichischen Hersteller (überwiegend Bauklebstoffhersteller) die Geschäftslage als gut einschätzen, bejahten das in der Schweiz knapp 40 Prozent. In Deutschland und den Niederlanden sind es 60 Prozent.

 

Auftragseingänge

Die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland haben sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 erhöht. Deutlich verbessert zeigt sich die Situation bei der Inlandsnachfrage in den Niederlanden. Dort konnten acht von zehn Unternehmen die Auftragseingänge steigern. In Österreich verzeichnen 70 Prozent der Hersteller – insbesondere wegen der stark anziehenden Baukonjunktur – eine gesteigerte Inlandsnachfrage, in Deutschland sind es 60 Prozent und in der Schweiz 40 Prozent.

Bei den Auftragseingängen aus dem Ausland gab es vor allem bei den deutschen Klebstoffunternehmen starke Zuwächse. 60 Prozent der befragten Teilnehmer berichten von gestiegenen Export-Auftragseingängen. In den Niederlanden bestätigten dies 50 Prozent, in Österreich 42 Prozent und in der Schweiz 40 Prozent.

 

Umsätze

Entsprechend positiv entwickelten sich auch die Umsätze: Acht von zehn niederländischen Herstellern haben ihren Umsatz gesteigert. 70 Prozent der österreichischen Unternehmen berichten ebenso von einem Plus. In Deutschland meldeten 60 Prozent der Hersteller einen höheren Umsatz, in der Schweiz 50 Prozent.

 

Ausblick: 2. Halbjahr 2017

Die Erwartungen für die kommenden Monate sind positiv: 40 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer günstigeren Marktlage. Steigende Umsätze und einen höheren Exportumfang erwarten 65 Prozent der deutschen, österreichischen, schweizerischen und niederländischen Klebstoffhersteller. Die Zahl der Beschäftigten wird nach Meinung von fast zwei Drittel der befragten Teilnehmer konstant bleiben. Das restliche Drittel geht von einer zunehmenden Beschäftigtenzahl aus. Insgesamt beschäftigen die deutschen, österreichischen, schweizerischen und niederländischen Klebstoffhersteller mehr als 16.000 Menschen.

 

Auf der Basis dieser Konjunkturumfrage und aus wichtigen volkswirtschaftlichen Indikatoren lässt sich für das Wirtschaftsjahr 2017 eine moderate aber robuste konjunkturelle Dynamik ableiten, die ein Branchenwachstum von mindestens 2 Prozent erwarten lässt. Darüber hinaus werden sich punktuell positive Exporteffekte einstellen. Als Herausforderung gestaltet sich die derzeitige angespannte Rohstofflage.
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Firmeninvestitionen schlagen sich in Außenhandelsbilanz nieder: Pharmaprodukte sind in Wien u. Tirol der Exportartikel Nummer 1

23.07.2017 - Österreich exportierte 2016 Pharmaprodukte im Wert von fast acht Milliarden Euro. Damit halten pharmazeutische Erzeugnisse einen Anteil von sechs Prozent an den gesamten österreichischen Ausfuhren und sind hinter Maschinen, elektrischen Apparaten und Kraftfahrzeugen die exportstärkste Warengruppe. Die Einfuhren von Pharmaprodukten betrugen im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro, wodurch Österreich in diesem Bereich eine deutlich positive Handelsbilanz aufweist. (Quelle: Statistik Austria, vorläufige Ergebnisse Außenhandelsdaten 2016)

Über 70 Prozent der Pharmaexporte stammen aus zwei Bundesländern: Wien und Tirol. In diesen beiden Bundesländern stellen Pharmaprodukte sogar die Warengruppe mit der höchsten Exportquote dar. Während in Wien die Ausfuhren in die USA und nach Deutschland die Liste anführen, liefert Tirol den Großteil seiner pharmazeutischen Erzeugnisse in die Schweiz.

„Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll die wirtschaftliche Bedeutung der Branche“, kommentiert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie die erfreuliche Statistik. „Pharma ist ein Zukunftssektor, bringt Forschung & Entwicklung nach Österreich und generiert eine enorme Wertschöpfung.“

Das belegt auch eine vom Fachverband in Auftrag gegebene Wertschöpfungsanalyse: rund 15.000 Mitarbeiter sind direkt in der Produktion bei Pharmaunternehmen beschäftigt. Unter Berücksichtigung von Folgeeffekten kann man etwa 63.000 unselbständig Erwerbstätige der Pharmawirtschaft zuordnen. Die Pharmabranche im weiteren Sinne leistet eine Wertschöpfung von 4,8 Milliarden Euro, zusammen mit indirekten Effekten ergibt sich eine Wertschöpfung von 9,7 Milliarden Euro. Damit trägt die Pharmawirtschaft rund 2,8 Prozent zum gesamten BIP in Österreich bei.

Hofinger erwartet sich, dass solch positiven Zahlen ebenso wie die Investitionsentscheidungen bedeutender Pharmaunternehmen die Politik nun endlich zu einem klaren Bekenntnis zum Pharma-Standort Österreich ermutigen. „Die Erhöhung der Forschungsprämie von 12 auf 14 % ist für diese forschungsintensive Branche ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Um aber auch in Zukunft Investitionsentscheidungen zu Gunsten eines österreichischen Standorts zu drehen, braucht es weitere Signale“, fordert Hofinger. Die unter Mitwirkung des Fachverbandes vom BMWFW erstellte Life Science Strategie liefert zahlreiche Maßnahmenvorschläge, um das zweifellos vorhandene Potential zu heben. So würden etwa die in der Strategie angeführten Verwaltungsvereinfachungen deutliche Entlastung bringen, da der hohe Bürokratieaufwand, der sich durch teilweise überfrachtete gesetzliche Bestimmungen und Verordnungen ergibt, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen beeinträchtigt.

Auch bei der Evaluierung von Start-Ups-Förderungen zeigt sich die Leistungsfähigkeit der Branche und dass in Life Sciences investierte Mittel klug investierte Mittel sind: Jeder Euro an Förderung in PreSeed und Seedfinancing generiert eine direkte Hebelwirkung von fünf Euro und inklusive indirekter Effekte sogar von 16 Euro.

„Politische Entscheidungen sollten daher immer auch auf ihre Auswirkungen auf Wertschöpfung und Beschäftigung hin durchdacht werden. Nur durch das Bekenntnis zu einem innovationsfreundlichen Umfeld und einem planbaren Rechtsrahmen können Zukunftsbranchen wie die Pharmaindustrie auch weiterhin ihren Beitrag zum Wirtschaftsstandort und Wohlstand leisten.“

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Pharmaindustrie: Reform der Sozialversicherung dringend notwendig

21.07.2017 - Mit 7,9 Prozent des BIP (2014) zählt Österreich zu den EU-Ländern mit den höchsten Gesundheitsausgaben (EU-Schnitt 2014: 7,2 Prozent des BIP). Trotz dieser hohen Ausgaben sind die ÖsterreicherInnen weniger Jahre bei guter Gesundheit. So konnte sich eine 65-jährige EU-Bürgerin 2014 8,6 gesunde Jahre erwarten, eine Österreicherin nur 7,7. „Die Zahlen machen deutlich, dass das Geld, das ins System fließt, nicht beim Patienten ankommt“, äußert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie, anlässlich der aktuellen Diskussion rund um die Studie des Sozialministers. 

Mehrere Studien machen den von der Pharmaindustrie wiederholt aufgezeigten dringenden Handlungsbedarf bei der Sozialversicherung deutlich. Durch die ineffiziente Struktur der Sozialversicherung mit 21 unterschiedlichen Trägern gehen laut Studie der Wirtschaftskammer jährlich hunderte Millionen Euro verloren, die besser in die medizinische Versorgung der Österreicher investiert werden könnten. Heterogene Leistungen und Verrechnungen der einzelnen Träger und der daraus resultierende Mangel an vergleichbaren Kennzahlen führen zwangsläufig zu Intransparenz.

„Ein Festhalten an der bisherigen, aufwändigen Struktur schadet letztendlich dem Patienten, dem durch Einsparungen an den falschen Stellen der Zugang zu innovativen Therapien verwehrt wird“, erläutert Hofinger den dringenden Reformbedarf bei den Krankenkassen. 

Ineffizienzen, die dringend beseitigt gehören, finden sich allerdings nicht nur in der Struktur. So bekommen kasseneigene Analyselaboratorien für eine bestimmte Blutprobenanalyse ein mehrfach höheres Honorar als externe Vertragspartner. Ähnliche Zahlen zeigt ein Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Konsumentenschutz bei der PVA, wonach Aufenthalte in den eigenen Einrichtungen in den untersuchten Jahren jeweils mehr als das Doppelte kosteten, als dies bei Vertragseinrichtungen der Fall gewesen wäre.   

 „Die nächste Bundesregierung ist daher auf jeden Fall gefragt, die längst fälligen Strukturänderungen vorzunehmen. Reformmaßnahmen müssen klar auf Effizienzpotenziale abzielen und dürfen nicht rein parteipolitischen Gesichtspunkten folgen“, fordert Hofinger. „Das eingesparte Geld muss dann dafür genützt werden, dass der Patient Zugang zu modernsten Therapien erhält. Systemerhaltungsmaßnahmen auf Kosten der Patienten müssen der Vergangenheit angehören.“

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IGP: Global 2000-Report erfüllt nur Kampagnenzweck

20.07.2017 - Als „durchschaubaren nächsten Schritt“ bezeichnet Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), den Report des Global 2000-Panikbüros. „Bei jeder für die eigene Kampagnenarbeit hinderlichen Entscheidung einer Behörde folgt reflexartig ein Report von Global 2000. Den gab es zur Einschätzung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dem Joint Meeting on Pesticide Residues der WHO (JMPR) sowie jetzt der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Dabei werden stets dieselben Inhalte strapaziert und die Autoren sind immer Kampagnenwissenschafter und Aktivisten wie z.B. Peter Clausing, Claire Robinson oder Christopher Portier. Und sämtliche Argumente wurden im Nachhinein als Anpatzversuche entlarvt.“

Autor dieser Global-2000-Kampagnenbroschüre ist erneut Peter Clausing, Kampagnenwissenschafter zahlreicher NGOs sowie Aktivist und Vorstandsmitglied der deutschen NGO Pestizid Aktions-Netzwerk. Editiert wurde der Report von Helmut Burtscher von Global 2000 und NGO-Aktivistin Claire Robinson. „Peter Clausings Report sowie viele seiner Arbeiten erfüllen kaum einen wissenschaftlichen sondern ausschließlich einen Kampagnenzweck. Global 2000 sollte sich endlich einer sachlichen Diskussion stellen und das zutiefst verwerfliche Spiel mit der Angst der Menschen vor Krebs einstellen.“

IGP fordert Verlängerung der Zulassung von Glyphosat

So behauptet Global 2000 seit 2012, dass Glyphosat möglicherweise krebserregend sei. Nun kommen sämtliche Gesundheitsbehörden weltweit zu der Auffassung, dass Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich ist. Deren abgeleitete
Einschätzung basiert auf den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten. „Die wissenschaftlichen Fakten sprechen klar für eine erneute Zulassung von Glyphosat“, so Stockmar.

„Für die Mitgliedstaaten gibt es keine Hinderungsgründe mehr, sich einer Verlängerung der Wirkstoffgenehmigung zu verweigern. Tatsächlich ist die Faktenlage derart erdrückend, dass nichts gegen eine Verlängerung um 15 Jahre sprechen würde.“

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Dr. Dominique Schröder

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Österreichs chemische Industrie ist gut ins Jahr 2017 gestartet

17.07.2017 - Es wurde auch schon Zeit, dass die Chemiekonjunktur wieder Tritt fasste, denn in den letzten 4 Jahren bewegte sich das Wachstum um die Nulllinie. Die 6,6 % Zuwachs dürfen auch nicht überbewertet werden, da sie auf schwachen Vorjahreszahlen aufbauen. Nichtsdestotrotz: bis auf die Wasch- und Körperpflegemittel sowie Agrochemikalien sind alle Teilsparten klar im positiven Bereich.

Vor allem anorganische Chemikalien fanden mit 12,6 % guten Absatz. Im zweistelligen Plus bewegten sich auch Chemiefasern, im hohen einstelligen Pharmazeutika, und auch die übrigen Branchen performten gut.

Der Wachstumsschub ist vor allem auf die gestiegene Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen. Die Exporte legten um fast 10 % im Wert zu. Der heimische Markt blieb dagegen noch zurück.

Die Fertigwarenlager sind laut WIFO-Konjunkturprognosen auf niedrigem Stand, die Auftragsbestände gut: Die Branche kann mit Zuversicht den kommenden Monaten entgegensehen. Einen Wermutstropfen stellt allerdings der Preisanstieg bei den Vormaterialien dar, der die Erträge entsprechend drückt.

 

 

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Mag. Dorothea Pritz

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Pflanzenmedizin: Gesunde Pflanzen gewährleisten hochwertige Lebensmittel

12.07.2017 - „Pflanzenschutzmittel sorgen für gesunde Pflanzen und damit für hohe Erträge und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel. Davon profitieren die Konsumenten und die weiteren Akteure in der Wertschöpfungskette sowie nicht zuletzt die Umwelt. Denn Pflanzenschutz ermöglicht reduzierte CO2-Emissionen sowie die Erhaltung von Habitaten und Biodiversität“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). Die IGP hat deshalb zu neun zentralen Punkten zum Nutzen von Pflanzenschutzmitteln Kurzbeiträge verfasst und wird neun Wochen lang jeweils am Dienstag einen der Kurztexte auf der Website veröffentlichen. Dabei sollen auch gängige, von NGOs verbreitete Mythen widerlegt werden.

Im ersten Beitrag der neunteiligen Serie wirft die IGP einen Blick auf die landwirtschaftlichen Herausforderungen am Anfang des 20. Jahrhunderts und die daraus abgeleitete Notwendigkeit, pflanzenmedizinische Maßnahmen zu entwickeln. Diese wirken vorbeugend – etwa durch die Bekämpfung von Schädlingen, die Pflanzenkrankheiten übertragen – oder direkt auf und in der Pflanze gegen Krankheiten und Pilze. Damit leistet Pflanzenschutz einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung aktueller klimabedingter und demografischer Herausforderungen.
Die Kurzbeiträge sind unter http://igpflanzenschutz.at/markt/nutzen-von-pflanzenschutz.html abrufbar.

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Die chemische Industrie begrüßt das Freihandelsabkommen der EU mit Japan

10.07.2017 - Beim Handel mit Japan ist für Österreichs Chemie durchaus noch Luft nach oben. Die Japanexporte machen mit 120 Mio. Euro nur ca. 0,6 % des Ausfuhrvolumens aus. Japan nimmt damit den 25. Rang bei den Exportdestinationen ein.

Hauptsächlich werden österreichische Pharmazeutika, Kunststoffe und Kunststoffwaren sowie Chemiefasern und Anorganika nachgefragt. Bei den Importen an Chemieprodukten sind dieselben Sparten zu nennen, ergänzt um Organika, Farbstoffe und Kautschukwaren.

Bislang entwickelte sich der Handel nur träge. Dies zeigt auch die Entwicklung der letzten 10 Jahre: Während die Exporte an Chemiewaren insgesamt um mehr als die Hälfte gestiegen sind, belief sich der Zuwachs bei Japan auf magere 2 % plus. Impulse für das Geschäft wären daher gefragt.

 

Negative Auswirkungen könnten nur indirekt eintreten: die deutsche Autoindustrie ist ein wichtiger Kunde für österreichische Chemie- und Kunststofffirmen. Wenn diese stärkerem Wettbewerb ausgesetzt ist, wirkt sich das auch auf die heimischen Zulieferer aus.

 

Letztlich gilt aber: wenn 2 von 3 Euro im Ausland verdient werden, gibt es keine Alternative zum Freihandel.

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Dr. Johann Pummer

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Entscheidung über Kriterien für endokrine Disruptoren

04.07.2017 - Seit Jahren bemüht sich die EU, Kriterien für hormonwirksame Stoffe zu definieren. Mit der heutigen Entscheidung der Experten der Mitgliedstaaten einigte man sich auf Kriterien für endokrine Disruptoren in Pflanzenschutzmitteln. Der Fachverband begrüßt die Entscheidung als wichtigen Fortschritt bei der Formulierung einer Definition, bedauert aber gleichzeitig das Fehlen der Derogation in der heutigen Vereinbarung, da mit der Vernachlässigung der Höhe des Risikos des jeweiligen Stoffes die wirksame Anwendung der neuen Vorschriften behindert wird.

Die vereinbarten Kriterien berücksichtigen lediglich die intrinsischen Eigenschaften der Stoffe, ohne dass andere wichtige Faktoren in der Verwendung des Stoffes einbezogen werden, wie etwa die Wirksamkeit des Stoffes und die Dauer der Exposition. Infolgedessen werden Stoffe, die kein Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen, in einen Korb mit den endokrinen störenden Substanzen gebracht und könnten anschließend verboten werden.

Der Fachverband wird weiterhin darauf bestehen, dass Exposition und Risiko in die Definition der Kriterien Berücksichtigung finden, um sicherzustellen, dass nur die Stoffe, die das endokrine System beeinträchtigen, in der EU verboten werden. Es ist wichtig, dass die Derogation zu einem späteren Zeitpunkt erneut zur Abstimmung kommt.

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Dr. Susanne Gfatter

05 90 900 3369

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Lackindustrie leidet unter mangelnder Rohstoffverfügbarkeit

29.06.2017 - Mit einer Gesamtproduktion von 161.000 Tonnen und einem Produktionswert von 434 Mio. Euro konnte eine, unter den gegebenen Rahmenbedingungen, zufriedenstellende Steigerung von ca. 3,1 % erzielt werden. Während der Bereich der Industrie- und Autolacke (+1,5 %) ebenso wie die Bautenfarben (+1,9 %) nur bescheidene Zuwächse verzeichnen konnten, freuten sich industrielle Holz- und Möbelbeschichtungen über eine willkommene Steigerung von 3,1 %. Das Fazit von Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie: „Die Unternehmen der Lackindustrie konnten sich 2016 trotz schwierigem Umfeld gut behaupten. Das Jahr 2017 hat gut begonnen. Dank des konjunkturellen Aufschwungs in Europa erwarten wir uns für heuer ein besseres Ergebnis.“

Außenhandel blieb hinter Erwartungen

Die von den Unternehmen im Laufe des Jahres 2016 berichteten positiven Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa fanden nur bedingt Niederschlag in der Außenhandelsstatistik. Die Entwicklungen sind hier sehr länderspezifisch. Während die Exporte nach Polen um 30 und in die Niederlande um 15 % erhöht werden konnten, verringerten sich die Exporte in die Tschechische Republik um 16 %. „Die Exporte nach Russland erholten sich minimal, die Werte vor der Ukraine-Krise sind allerdings nach wie vor unerreicht“, so Ernst Gruber, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie.

Rohstoffproblematik spitzt sich zu

Rohstoffseitig ist die Branche allerdings schwer gefordert. Bedingt durch einige Force Majeur-Meldungen namhafter Rohstoffhersteller, war man zu Jahresbeginn mit Preisanstiegen und Verknappungen bei selektiven Schlüsselrohstoffen konfrontiert. So sind die Preise für das für die Lackindustrie so entscheidende Titandioxid seit Sommer 2016 um ca. 30 % gestiegen. Mittlerweile hat sich die Teuerung aber quer über die Rohstofflandschaft von Lösemitteln/Bindemitteln und Pigmenten ausgeweitet.

Rohstoffkosten sind für die Lack- und Anstrichmittelindustrie entscheidend, da sie mehr als die Hälfte der Produktionskosten ausmachen. Die Mehrbelastung für die Branche wird signifikant werden. Die angespannte Lage dürfte sich auch in den nächsten Monaten nicht deutlich verbessern. Die Rohstoffpreise haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das auch verkaufsseitig an die Kunden weitergegeben werden muss.

Auch die Chemikaliengesetzgebung setzt die Branche unter Druck

Bei der Umsetzung der neuen chemikalienrechtlichen Vorschriften REACH und CLP werden zunehmend schärfere Einstufungen für Stoffe vorgeschlagen und weitgehende Verbots- und Beschränkungsmaßnahmen drohen am Horizont. Viele dieser Rohstoffe sind für die Herstellung von Lacken, Farben und Beschichtungen unverzichtbar. Oftmals unterliegen Neubewertung bzw. Verbote und Beschränkungsmaßnahmen keinerlei fundierten wissenschaftlichen Grundlagen.
So könnte die Einstufung von Titandioxid als möglicherweise krebserregend beim Einatmen in naher Zukunft dazu führen, dass die Konsumenten durch verpflichtete Kennzeichnungen in die Irre geführt werden. Der Stoff wird seit rund hundert Jahren kommerziell eingesetzt und derzeit in Mengen von bis zu 10 Millionen Tonnen pro Jahr in Europa hergestellt oder verarbeitet. Zehntausende Arbeiter weltweit und Millionen Konsumenten kommen tagtäglich mit TiO2 in Kontakt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine krebserregende Wirkung von TiO2 bei einer solch weitreichenden Exposition bislang verborgen bleiben konnte. „Da Titandioxid im flüssigen Lack gebunden ist, kann es logischerweise nicht eingeatmet werden“, folgert Hubert Culik. „Daher wird sich die Lackindustrie dafür einsetzen, dass es zu keinen Einschränkungen für feste und flüssige Produkte, die Titandioxid enthalten, kommt.“

Die von der EU angestrebten Beschränkungen im Biozid-Bereich erschweren die Haltbarkeit besonders bei den umweltfreundlichen, wasserbasierten Farben und Lacken, da diese Produkte ohne Konservierungsstoffe nur noch in Kühlung gelagert werden könnten. „Der heutige Kenntnisstand ermöglicht einen sehr bewussten und nachhaltigen Umgang mit Bioziden“, ist Albert Keiler, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie, überzeugt. „Im Bereich der Chemikalienkennzeichnung ist eine ganzheitliche Betrachtung und eine objektive Risikoabschätzung unumgänglich, um zu einer tragbaren Lösung zu kommen.“

Nachwuchsförderung hat Priorität

Um den Nachwuchs am aktuellsten Stand zu halten, stattet die Lackindustrie die HTL Rosensteingasse mit neuer Laborausrüstung und sonstiger Gerätschaft für den Lehrgang Oberflächentechnik aus.
Damit es auch in Zukunft genügend Fachkräfte in der Branche gibt, soll in Kürze in Kooperation mit der Fachhochschule Technikum Wien, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) sowie der Universität Wien ein Fachhochschullehrgang für Lack- und Oberflächentechnik eingerichtet werden. Die Einreichung konnte bereits erfolgen, nachdem sich eine Reihe von Unternehmen bereiterklärt haben, die nötige Anschubfinanzierung zu unterstützen.

Lackindustrie braucht verlässliche und planbare Rahmenbedingungen

Die österreichische Lackindustrie fordert die EU-Kommission auf, einen risikobasierten Ansatz bei Verboten und Beschränkungen zu wählen und wünscht sich durch Übergangsfristen mehr Zeit, um auf Änderungen reagieren und Rohstoffe ersetzen zu können.

„Im Fokus aller Bemühungen muss die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Stärkung des Industriestandorts Österreich stehen“, betont Klaus Schaubmayr, Geschäftsführer der Berufsgruppe Lackindustrie. „Maschinensteuer und Arbeitszeitverkürzung wirken sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus, die Lackindustrie braucht Entlastungen und flexible Arbeitszeitmodelle.“

Lackindustrie in Österreich

Die 27 Betriebe der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie beschäftigen knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Gesamtproduktion von 161.000 Tonnen und einem Produktionswert von 434 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen Chemischen Industrie dar.

v.l.n.r. Berufsgruppen-Obmann-Stv. Dr. Ernst Gruber, Berufsgruppen-Obmann KommR Ing. Hubert Culik, MAS, Berufsgruppen-Obmann-Stv. Dr. Albert Keiler, Berufsgruppen-Geschäftsführer Dr. Klaus Schaubmayr

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FCIO zum Stellenabbau bei Shire: Rückbesinnung auf gemeinsame Prioritäten von Politik, Krankenkasse und Industrie dringend nötig

27.06.2017 - Die jüngste Ankündigung von Shire, Teile der Produktion aus Österreich zu verlagern, bestätigt das sich eintrübende Umfeld für die Pharmaindustrie, das durch die jüngsten Preisbildungsvorschriften wieder offenkundig wurde.

Mag. Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie (FCIO), im Rahmen der heutigen Pharmaausschusssitzung im Fachverband: „Die Androhung von Zwangsgesetzen, das Durchsetzen von negativen Rahmenbedingungen im Parlament ohne Begutachtung und öffentliche Diskussion sowie der Reformstau bei den Krankenkassen zeichnen international ein düsteres Bild vom Pharma-Standort Österreich.“ Darüber könnten leider auch die erfreulichen Entwicklungen in Kärnten (Merck) und Wien (Boehringer) nicht hinweg täuschen. Die Entscheidung, diese Investitionen zu tätigen, lägen Jahre zurück, so Hofinger. Diese stammen also aus einer Zeit, in der es noch ein gemeinsames Verständnis für Prioritäten zwischen Gesundheitsministerium, Krankenkassen und Industrie gegeben habe.

„Pharma ist ein Zukunftssektor, bringt Forschung & Entwicklung nach Österreich und generiert eine enorme Wertschöpfung, von der vor allem Klein- und Mittelbetriebe profitieren“, wirbt Hofinger für eine Rückkehr zur Zusammenarbeit. Es läge im Interesse aller, wieder positive Signale in die internationalen Headquarters zu senden. Kernpunkt der Bemühungen solle eine stärkere Konzentration auf die Patienten und ihre Bedürfnisse sein. Die soziale Krankenversicherung müsse ihrer Aufgabe nachkommen, die von den Ärztinnen und Ärzten als wirkungsvoll und nötig verschriebenen Therapien für die Patienten zur Verfügung zu stellen. Moderne Arzneimittel spielen dabei eine wichtige Rolle, die Behinderung der Versorgung der Patienten sei keine Lösung.

Die Aufgabe der pharmazeutischen Industrie sei es im Gegenzug, neue Therapien zu erforschen und sichere sowie effiziente Medikamente zur Zulassung zu bringen. „Dass wir dabei auch die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems im Auge behalten, beweisen die Solidarzahlungen der vergangenen Jahre“, ergänzt Hofinger. Alleine 2016 habe die Industrie 125 Millionen Euro an die Krankenkassen überwiesen, die auch aus diesem Grund mittlerweile über Rücklagen im Milliardenbereich verfügen.
 
Ein weiterer wichtiger Punkt ist laut Hofinger die Stärkung der Rechtssicherheit im Patentsystem im Hinblick auf das EU-Vorhaben, die patentrechtlichen Anreize für die Pharmaforschung zu überprüfen. Dank der Innovationskraft der pharmazeutischen Industrie konnte die Lebenserwartung in Europa in den letzten 50 Jahren um fast ein Jahrzehnt erhöht werden, können heute 2 von 3 Krebspatienten mindestens 5 Lebensjahre geschenkt werden und konnte das Todesurteil HIV in eine behandelbare Krankheit verwandelt werden. „Das derzeitige Patentsystem ermöglicht und belohnt die langjährige, intensive Forschungstätigkeit der Pharmaindustrie und garantiert damit die Wettbewerbsfähigkeit im Welthandel. Es bildet den Rahmen, der die EU an die Spitze der pharmazeutischen Innovation und unter die besten wissensbasierten Volkswirtschaften gebracht hat. Eine Veränderung des aktuellen Systems gefährdet unseren Wohlstand und unzählige Arbeitsplätze.“

Hofinger abschließend: „Stabile gesetzliche Rahmenbedingungen, eine Sicherheit, dass sich Innovation auszahlt, sowie eine Rückbesinnung auf die Bedürfnisse der Patienten können den Pharmastandort Österreich wieder in sichere Gewässer zurückführen. Dies sollte auch im Hinblick auf die Bewerbung um den zukünftigen EMA-Sitz ein Anliegen aller Beteiligten sein.“

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Ehrung der vorwissenschaftlichen Arbeiten

23.06.2017 - Die vorwissenschaftliche Arbeit gilt als die erste Säule der österreichischen Matura und ist für alle Maturanten verpflichtend. Das Thema kann in Abstimmung mit der Betreuungsperson frei gewählt werden und muss keinem Schulfach zugeordnet werden. Heuer reichten 41 Maturanten ihre VWAs bei der Gesellschaft der Österreichischen Chemiker ein und ließen sie von einer hochkarätigen Jury bewerten.

Im Rahmen eines Festaktes im Bildungsministerium fand nun die Ehrung der besten Arbeiten statt. Über die fünf Hauptpreise freuten sich:

Clara Eibensteiner aus dem BG 13 Fichtnergasse (Betreuerin: Alexandra Krombholz), Thema der Arbeit: Was macht ein Partikel zum Nukleationskeim?

Harald Fischill aus dem GRg 13 Wenzgasse (Betreuerin: Elisabeth Niel), Thema der Arbeit: Pharmakologische Anwendung von Weißdorn und pharmakognostische Methoden zur Charakterisierung der Pflanze

Victoria Leskoschek aus dem Wiener Gymnasium Sacré Coeur (Betreuer: Werner Schalko), Thema der Arbeit: Biogene Amine

Matthias Mayer aus dem Wiener Gymnasium Sacré Coeur (Betreuer: Werner Schalko), Thema der Arbeit: Sedoheptulose Eine Alternative zur Saccharose?

Iris Schlick-Steiner aus dem BGRg Innsbruck Sillgasse (Betreuer: Helmuth Wachtler), Thema der Arbeit: Determination of the capsaicin concentration in chilli peppers using colourimetry

Die Sonderpreise gingen an:

Paul Loebenstein aus dem Wiener Albertus Magnus Gymnasium (Betreuerin: Nicolette Langer), mit dem Thema „Analyse der Reaktionskinetik des Zerfalls des Trisoxalatomanganat(III)-Ions“ erhielt den Agnes-Ruis-Sonderpreis für die beste experimentelle Arbeit.

Bogdan Micic aus dem BORG Mistelbach (Betreuerin: Annette Hale) durfte sich für seine Arbeit über „Unterschiedliche Konzepte und Methoden der Proteinstrukturvorhersage im Vergleich“ über den Max-Perutz-Sonderpreis für die beste biochemische Arbeit freuen.

Florian Pachler aus dem BGRg Graz Carnerigasse (Betreuer: Michael Gugg-Schnötzinger) erhielt für seine Arbeit mit dem Thema „Herstellung und Verwendung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft“ den VCÖ-Sonderpreis für die beste umweltchemische Arbeit.

 

 

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IGP-Faktencheck deckt Fake News von Global 2000 auf

19.06.2017 - „Global 2000 verbreitet wiederholt Fake News, die bereits mehrfach wissenschaftlich widerlegt wurden“, kritisiert Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), die Kampagne der NGO zu Glyphosat. „Wenn dem Panikbüro die Argumente ausgehen, dann begnügt man sich offenbar damit, wider besseren Wissens Unwahrheiten zu verbreiten.“


Fake News 1: Global 2000 behauptet, Glyphosat „erzeugt Krebs“
An Mitglieder und Unterstützer wurde der folgende Text übermittelt: „Textvorschlag für eine SMS an Ihre FreundInnen: Hey! Das Pestizid Glyphosat erzeugt Krebs und gefährdet die biologische Vielfalt. Ich will, dass es verboten wird und habe die Bürgerinitiative "Stop Glyphosat" unterschrieben. Bitte nimm dir 2 Minuten Zeit und sei auch dabei! Es ist wichtig.“ Neben dem Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) kommen auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA), das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und viele andere Gesundheitsbehörden weltweit zu dem Schluss, dass Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich ist. Deren abgeleitete Einschätzung basiert auf den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten. Bisher stufte nur die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein, dies jedoch nicht auf wissenschaftlicher Basis, sondern aufgrund des politischen Drucks, der auch über Christopher Portier ausgeübt wurde. Er ist ein bezahlter Aktivist der NGO Environmental Defense Fund und hat die IARC-Einstufung von Glyphosat maßgeblich und einseitig beeinflusst (Quellen: https://goo.gl/d9k5yw und https://goo.gl/e5kOD5).

Auch EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis betont in einem Statement vom 14. Juni 2017, dass weltweit 27 Agenturen zu dem Schluss gekommen sind, dass Glyphosat nicht krebserregend ist und dass es dahingehend eine „Konvergenz der wissenschaftlichen Meinungen“ gebe.

Fake News 2: Global 2000 behauptet, bei der Bewertung seien Studien „übersehen“ worden
Basierend auf einem Papier des bezahlten NGO-Aktivisten Christopher Portier behauptet Global 2000, es seien Krebsstudien bei der Bewertung von Glyphosat übersehen worden. Das BfR hat inzwischen klargestellt, das dies nicht der Wahrheit entspricht (Quelle: https://goo.gl/AOPHtj).

Fake News 3: Global 2000 behauptet Schädigung von Bienen & Schmetterlingen
In gleich vier OTS-Aussendungen von insgesamt 14 Aussendungen seit dem 1. März 2017 mit dem Suchwort Glyphosat behauptet Global 2000 eine Schädigung von Bienen oder Schmetterlingen:
OTS0022 vom 14. Mai 2017, OTS0142 vom 12. Mai 2017, OTS0112 vom 2. Mai 2017 und OTS0100 vom 2. März 2017.

Glyphosat wirkt auf ein Enzym, das nur in Pflanzen vorkommt. Ein Schaden für Bienen ist daher grundsätzlich auszuschließen und wurde auch in keiner der zahlreichen Studien festgestellt. Insgesamt finden sich in sieben der 14 Aussendungen schwerwiegende inhaltliche Fehler
oder Unwahrheiten.

Fake News 4: Global 2000 behauptet, Glyphosat wurde in Muttermilch nachgewiesen
In einem Facebook-Beitrag behauptet Global 2000, dass Glyphosat in Muttermilch nachgewiesen worden sei. Laut einer Stellungnahme des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung reichert sich Glyphosat nicht im Körper an. Das BfR stellt dazu fest: „Das BfR geht nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand davon aus, dass aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften von Glyphosat, insbesondere hinsichtlich seiner Löslichkeitseigenschaften, keine Anreicherung im Fettgewebe stattfindet, die zu einem Übergang dieses Wirkstoffes in die Muttermilch führt.“ (Quellen: https://goo.gl/qzf77Z und https://goo.gl/lxI3jN)

Fake News 5: Global 2000 behauptet einen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt
Tatsächlich leistet Glyphosat einen wichtigen Beitrag im Resistenzmanagement gegen Unkräuter und damit auch zu einem Mehrertrag der Landwirte. Dadurch wird verhindert, dass global weitere Habitate und Gebiete in Ackerfläche umgewandelt werden, um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln zu decken. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität und Vielfalt (Quelle: https://goo.gl/El6Lfp).

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Chemie ist in-Kampagne auf Platz 1

16.06.2017 - Monatlich testet das Focus-Institut die besten Werbesujets aus TV, Hörfunk, Print, Prospekt, Plakat, Online und Infoscreen. Bewertet wird nach den Parametern Recognition, Gefälligkeit und Markenimpact.

Unter den 11 getesteten Infoscreen-Sujets konnte das Volleyball-Sujet vom FCIO den ersten Platz erreichen, gefolgt vom super crunchy Nussini von Milka auf dem 2. Platz und Null Komma Josef Zitrone & Minze an 3. Stelle.

Nähere Infos unter: http://www.focus-institut.com/news/chemische-industrie-gewinnt-im-infoscreen

 

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Titandioxid: weitreichende Konsequenzen durch Einstufung

13.06.2017 -  Am 8. Juni hat der Ausschuss für Risikobeurteilung RAC der Europäischen Chemikalienagentur ECHA beschlossen, eine Einstufung von Titandioxid als krebserregend Kategorie 2 (kann vermutlich bei Inhalation Krebs erzeugen) vorzuschlagen. Titandioxid wird in vielen lebensnotwendigen und nützlichen Prozessen und Produkten benötigt.

 

Keine eindeutigen Beweise

Ursprünglich hatte Frankreich eine strengere Einstufung als nachgewiesenermaßen krebserregend (Kategorie 1B - Kann Krebs erzeugen) vorgeschlagen, welche ein Verbot in Publikumsprodukten bedeutet hätte.  Diesem Einstufungsvorschlag wurde aber auf Basis der vorliegenden Studien seitens des Ausschusses für Risikobeurteilung nicht gefolgt.

 

Aber aus Sicht der chemischen Industrie ist auch die vermutete krebserzeugende Wirkung nicht nachvollziehbar. Der französische Vorschlag stützt sich auf Studien an Ratten, die extrem hohe Konzentrationen an Titandioxid-Staub inhaliert hatten. Dies führte zu sogenannte „Lung Overload“-Effekten durch das Einatmen von Staubpartikeln. Diese sind jedoch keine Stoffeigenschaft von Titandioxid, sondern generell eine gesundheitsschädliche Wirkung von Staub. Es ist zu hinterfragen, ob eine solche Eigenschaft überhaupt Regelungsinhalt von CLP ist oder nicht durch den bereits existierenden, sehr strengen Staubgrenzwert im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz ausreichend berücksichtigt wird.

 

Auswirkungen einer Einstufung

Der Einstufungszusatz „bei Inhalation“ bedeutet, dass schlüssig nachgewiesen werden konnte, dass bei keinem anderen Expositionsweg Gefahren bestehen. Daher gilt es jetzt, den Einstufungs-Automatismus zu unterbinden, der flüssige oder feste Produkte trifft. Von solchen Produkten wie Wandfarben, Kunststofffenstern, Sonnencremen, Kaugummis, Textilien oder Tabletten gehen keinerlei Gesundheitsschäden aus, da es zu keiner staubförmigen Exposition von Titandioxid in den Produkten kommt. Hier ist es nun wichtig, die Verunsicherung der Anwender durch eine Überkennzeichnung zu vermeiden.

 

Weltweite Verwendung

TiO2 wird seit rund hundert Jahren kommerziell eingesetzt und derzeit in Mengen von bis zu 10 Millionen Tonnen pro Jahr in Europa hergestellt oder verarbeitet. Zehntausende Arbeiter weltweit und Millionen Konsumenten kommen tagtäglich mit TiO2 in Kontakt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine krebserregende Wirkung von TiO2 bei einer solch weitreichenden Exposition bislang verborgen bleiben konnte.

 

Viele Branchen betroffen

Von einer Einstufung betroffen sind sämtliche Titandioxid enthaltende Produkte vom Speziallack bis zur Wanddispersion, aber auch ganz andere Bereiche wie Kunststoff-Fenster oder eben kosmetische Mittel wie Sonnenschutz, denn alle Sonnenschutzprodukte mit hohem Lichtschutzfaktor vertrauen auf die schützende Wirkung von Titandioxid. Titandioxid ist auch als Lebensmittelfarbstoff mit der Bezeichnung E171 zugelassen. Kaugummi-Dragees erhalten daraus ihre strahlend-weiße Hülle und auch viele Tabletten wären ohne das Pigment nicht weiß.

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Mit Chemie zu Innovation

09.06.2017 - Mit einer großen Siegerehrung in der Wirtschaftskammer fand der 14. Projektwettbewerb des Verbandes der Chemielehrer Österreichs (VCÖ) heute seinen Abschluss. Unter dem Motto „Mit Chemie zu Innovation“ wurden Österreichs NMS, AHS-Unterstufe, Polytechnische Schulen sowie die 9. und 10. Schulstufe der BMHS aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen, der auch heuer wieder vom Fachverband der Chemischen Industrie gesponsert wurde.

 

Mehr als 200 Schulen, 16.500 motivierte Schülerinnen und Schüler unterstützt von 608 engagierten Lehrern nahmen an dem heurigen Wettbewerb teil. Damit ist der Projektwettbewerb die größte naturwissenschaftliche Initiative an Österreichs Schulen. Zu gewinnen gab es 39 Sonderpreise zu je 700 Euro sowie 9 Hauptpreise zu je 2000 Euro in Form von Geräte- und Chemikaliengutscheinen. Doch schon als Starthilfe konnte sich jede teilnehmende Schule über Schülerversuchsgeräte im Wert von 1000 Euro freuen.

 

Für Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der chemischen Industrie, bot der Wettbewerb die Möglichkeit, sich umfassend und fächerübergreifend mit den großen Zukunftsfragen der Menschheit auf den Gebieten der Umwelt, der Technik, der Gesundheit und der Lebensqualität auseinanderzusetzen. „Chemie trägt substanziell zu unserer hohen Lebensqualität bei und ist die Chance für eine noch lebenswertere Zukunft. Der Projektwettbewerb ermöglicht den jungen Menschen, sich mit dem Thema aktiv zu beschäftigen. Kinder bekommen faszinierende Einblicke in naturwissenschaftliche Phänomene und können im Sinne von Learning by Doing Inhalte selbständig erarbeiten“, so Culik im Rahmen der heutigen Veranstaltung.

 

 

Zu den Zielen des Projektwettbewerbs gehört die Förderung des experimentellen Chemieunterrichts durch eigenständige Schülerexperimente. Die Hauptpreisträger des 14. Projektwettbewerbs sind: 

 

Private Neue Mittelschule Neusiedl am See

Neue Mittelschule Annabichl, Klagenfurt

HTBLA St. Pölten - Abt. Elektronik

Neue Mittelschule Friedburg

Neue Mittelschule St. Peter am Ottersbach

Neue Mittelschule Wildon und Polytechnische Schule Wildon

pNMS der Dominikanerinnen, Wien 13

Privatgymnasium Maria Regina, Wien 19

BG/BRG Bernoullistraße, Wien 22 

 

 

Forschung und Innovation sind Zukunftsfelder, für die man in der Schule gar nicht früh genug Stimmung machen kann“, ist Obmann Culik überzeugt, weswegen der Fachverband auch zahlreiche weitere Projekte des VCÖ unterstützt, wie etwa die Chemiekoffer für Volksschulen, mit denen bereits Schüler in 640 Schulen in ganz Österreich arbeiten. 
 

 „Wir sind froh, im VCÖ einen so engagierten Partner mit den gleichen Zielen gefunden zu haben. Uns beiden ist es wichtig, bei den Kindern Begeisterung für Naturwissenschaften - im Speziellen für Chemie - zu wecken", sagt dazu Culik. "Je größer das Interesse der Kinder für Naturwissenschaften, desto größer auch die Chance, dass sie später einen Beruf in diesem Bereich ergreifen."

 

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Die 43. Österreichische Chemieolympiade

02.06.2017 - Letzte Woche fand in Baden im BG/BRG Biondekgasse die österreichische Chemieolympiade statt, die der Fachverband als Form der Begabtenförderung finanziell unterstützt. 24 Schüler und Schülerinnen gaben im Rahmen eines Wettbewerbs ihr praktisches und theoretisches Wissen zum Besten. Sebastian Kölbl vom BG/BRG Leibnitz konnte den Wettbewerb mit 75,56 Punkten für sich entscheiden. Den zweiten und dritten Platz belegten die Wiener Schüler Leonard Atzl von der Sir Karl Popper Schule und Gregor Drelichowska vom Sacré Coeur.

 

Die Österreichische Chemieolympiade ist ein dreistufiger Wettbewerb. Auf der untersten Ebene befinden sich Kurse, die heuer einen Rekord zu vermelden hatten: die 172 verschiedene Kurse, gehalten von 131 Kursleitern, sowie die 2091 teilnehmenden Schülern stellten alle bisherigen Zahlen in den Schatten. Im Rahmen dieser Kurse finden Wettbewerbe statt, über die sich die Teilnehmer für die 10 Landeswettbewerbe (9 Bundesländer plus Südtirol) qualifizieren können. Bei diesen Wettbewerben werden wiederum die Schülerinnen und Schüler ermitteln, die für ihr Bundesland zum Bundeswettbewerb fahren dürfen. Den vier Gewinnern dieses Wettbewerbes gilt es dann von 6. bis 15. Juli bei der 49. internationalen Chemieolympiade in Nakhom Pathom (Thailand) Daumen zu halten.

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IGP: Fakten widerlegen wiederaufgewärmte Argumentation

29.05.2017 - „Bereits widerlegte Argumente bekommen auch durch Wiederholung nicht mehr Gewicht. Auch nicht, wenn Aktivisten einer anderen NGO dieselben wieder aufkochen und zum Besten geben,“ so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). Stockmar verwies darauf, dass Christopher Portier zwar durchaus auf eine langjährige wissenschaftliche Karriere zurückblicken könne, heute jedoch als bezahlter Aktivist der NGO ‚Environmental Defense Fund’ tätig sei und in dieser Rolle bereits die IARC-Einstufung von Glyphosat maßgeblich und einseitig beeinflusst habe (Quelle: http://monographs.iarc.fr/ENG/Meetings/vol112-participants.pdf).
„Unabhängige Behörden haben wiederholt auf die Unbedenklichkeit von Glyphosat hingewiesen. Wir sollten Entscheidungen daher auch auf Wissenschaftlichkeit und nicht auf politischen Druck hin treffen“, betonte Stockmar.

Faktencheck: 3.300 Studien widerlegen wiederaufgewärmte Argumentation

Neben dem Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) kommen auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und viele andere Gesundheitsbehörden weltweit zu dem Schluss, dass Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich ist. Deren abgeleitete Einschätzung basiert auf den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten.

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IGP Dialog: Europa muss sich aktiv in F&E-Diskurs einbringen

22.05.2017 - Der vierte IGP Dialog stand im Zeichen der Rahmenbedingungen von Forschung und Entwicklung. Zum Thema „Zurück ins Paradies oder vorwärts in die Vergangenheit: Wie technophob ist Europa?“ diskutierte das hochkarätig besetzte Podium das Zustandekommen von Regularien vor dem Hintergrund des öffentlichen Diskurses, der zunehmend von Emotionen und Meinungen, weniger von wissenschaftlichen Fakten dominiert wird. Gleichzeitig war sich das Podium einig, dass der Bedarf an technologischen Lösungen noch nie so hoch war, wie aktuell, und dass sich Europa international in den Technologie- und Innovationsdiskurs einbringen müsse. Nach einer Begrüßung durch IGP Obmann Christian Stockmar und einer einführenden Keynote von Humangenetiker Markus Hengstschläger, Medizinische Universität Wien, diskutierten Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace, Gutsverwalter und Landwirt Maximilian Hardegg und Kurt Koleznik, Generalsekretär der Fachhochschul-Konferenz. Durch die Veranstaltung in der Wiener Labstelle führte Martina Salomon.

Stockmar: Regulatorische Entscheidungen basieren zunehmend auf Populismus

„Bei der Beurteilung eines Risikos gibt es zwei Gruppen: Jene, die faktenbasiert und mit wissenschaftlichen Daten ein Risiko beurteilen, und jene, die polemisch, populistisch und risikoscheu argumentieren sowie nicht verifizierte Fakten verbreiten – vor allem in Form von Kampagnen“, warnt Stockmar. Im Rahmen eines Gerichtsprozesses wurde eine Kampagne etwa damit argumentiert, dass man keinesfalls Fakten, sondern nur nicht verifizierbare Meinungen verbreiten würde. „Und um für diese Gehör zu finden, wende man das Mittel der Übertreibung an“, verweist Stockmar auf eine Verteidigungsschrift von Greenpeace. „Die Devise scheint also zu sein: Wer lauter schreit, findet eher Gehör.“ Als Beispiel nennt Stockmar hier die Bienenverluste. NGOs sprechen von einem Bienensterben, während aktuelle Zahlen der EU-Kommission von einer zunehmenden Zahl an Bienenvölkern berichten. „Auf dieser Basis werden politische und regulatorische Entscheidungen getroffen“, betont Stockmar.

Hengstschläger: Forschung nimmt stetig zu, da Lösungen gebraucht werden

„Grundlagenforschung und angewandte Forschung haben noch nie so schnell zugenommen. Aber es wurden auch noch nie so viele und rasche Lösungen gebraucht“, meint Hengstschläger in seiner Keynote. Trotzdem könne man deshalb nicht hemmungslos forschen, „es braucht klare Regeln in Form von Gesetzen und ethischen Normen, denn letzten Endes kann man mit jeder Technologie Unsinn stiften“, sagt Hengstschläger, der bei der anschließenden Podiumsdiskussion aber auch in die andere Richtung Handlungsbedarf sieht. „Wenn man neue Technologien verwendet, muss man sich ethisch rechtfertigen. Das sollte auch so sein, wenn man die Anwendung von modernen Technologien unterlässt. Aber eines muss klar sein: Eine Bewertung basiert immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.“ Hengstschläger betont, dass eine technophile Einstellung in der Hinsicht gut sei, dass eine bessere Technologie immer die schlechtere ablöse und diese wieder verschwinde.

Theissing-Matei: Vorsorgeprinzip in Europa ist eine Errungenschaft

Dem pflichtet auch Theissing-Matei bei: „Wenn es darum geht, alte Technologien durch bessere zu ersetzen, kann ich das auch befürworten. Werden zum Beispiel Kohlekraftwerke durch Windräder ersetzt, dann ist das gut. Aber nicht alles, was man tun kann, sollte man auch tun – da braucht es Risikobewertungen. Ich muss hier auch klar sagen: Wir können in Europa auf das Vorsorgeprinzip stolz sein.“

Koleznik: Fortschritt braucht auch wissenschaftlichen Transfer

„Um im Paradies zu bleiben, müssen wir einen wissenschaftlichen und sozialen Transfer schaffen, denn die Änderungsgeschwindigkeit nimmt zu. Hier müssen wir uns politisch anpassen und auch die Gesellschaft teilhaben lassen. Dazu brauchen wir mehr Kommunikation“, so Koleznik. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft funktioniere im Großen und Ganzen gut, es gebe aber Luft nach oben.

Hardegg: Europa muss sich in moderne Technologien einklinken

„Österreich ist etwas zu sehr dem Sicherheitsdenken verhaftet“, meint Hardegg. „Das Problem ist, dass die ethische Komponente immer hinten nach ist.“ In der öffentlichen Diskussion gibt es aus seiner Sicht zwei Gruppierungen: „Moralisierer und Verantwortungsbewusste. Aber mit Ideologie kommen wir nicht weiter, wir sollten vielmehr wieder zur Vernunft zurückkehren. Denn im Bereich Pflanzenschutz wandern immer mehr Unternehmen ab. Damit wird der europäische Standort kleingemacht. Europa muss sich aber vielmehr in die modernen Technologien einklinken, sonst entwickeln andere Länder Technologien, die wir nicht haben wollen.“

Videos zur Veranstaltung:
Kurzversion Video: https://youtu.be/gJfqVIATf4E
Langversion Video: https://youtu.be/vngwQyd9-cc

Bild 1, Gruppenfoto (v.l.n.r.): Markus Hengstschläger (Medizinische Universität Wien), Christian Stockmar (IGP Obmann), Martina Salomon (Kurier), Maximilian Hardegg (Gutsverwalter und Landwirt), Kurt Koleznik (Generalsekretär der Fachhochschul-Konferenz) und Sebastian Theissing-Matei (Greenpeace)


Bild 2, Podium (v.l.n.r.): Sebastian Theissing-Matei (Greenpeace), Maximilian Hardegg (Gutsverwalter und Landwirt), Kurt Koleznik (Generalsekretär der Fachhochschul-Konferenz) und Markus Hengstschläger (Medizinische Universität Wien)


Bild 3: Keynote-Speaker Markus Hengstschläger (Medizinische Universität Wien)

 

Bild 4: Begrüßung durch IGP Obmann Christian Stockmar.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden  Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.


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Medikamente sind nicht die Kostentreiber im Sozialversicherungssystem

15.05.2017 - Durch die steigende Lebenserwartung wächst die österreichische Bevölkerung stetig. Auch die Zahl der neuen, innovativen Arzneimittel nimmt ständig zu. Und trotzdem stiegen die Ausgaben der Sozialversicherungen für Medikamente im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um lediglich 2,5 Prozent, was etwa der Hälfte der Prognose im Voranschlag entspricht. Zieht man die 125 Millionen Euro an Solidarbeiträgen der Pharmaunternehmen von den gestiegenen Ausgaben für Medikamente ab (die der HVB unter sonstige Einnahmen verbucht), so entsteht sogar ein Umsatzrückgang von über -2 Prozent.

Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs, sieht in den aktuellen Gebarungsergebnissen der Krankenversicherung wieder einmal die Bestätigung, dass die Arzneimittel nicht zu den Kostentreibern im Gesundheitssystem gehören und der Hauptverband im Vorfeld  der Verhandlungen über neue Erstattungsregeln mit überzogenen Prognosen agiert hat. „Auch wenn es der Politik leicht fällt, die Pharmaunternehmen zur Kasse zu bitten, so belegen die aktuellen Zahlen, dass das wahre Einsparungspotential nicht bei den Medikamenten, sondern innerhalb des Kassensystems liegt, wie auch kürzlich veröffentlichte Studien belegen.“

Intransparente Berechnungsmethode verhindert Vergleichsmöglichkeit

Während in der Steigerung der Ausgaben für Medikamente die Solidarleistungen der Pharmaunternehmen von 125 Millionen Euro und individuelle Rabatte nicht gegengerechnet sind, fehlen einige Posten wie etwa Abschreibungen in der Berechnung des Verwaltungsaufwands. Außerdem werden eine Reihe von weiteren Kostenpositionen unter dem Punkt «sonstige betriebliche Aufwendungen» erfasst, anstatt wie in Deutschland und in der Schweiz in den Verwaltungsausgaben einberechnet zu werden.  Trotz allem stiegen die Kosten für die Verwaltung im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent deutlich mehr als die Medikamentenpreise. „Mit der intransparenten Berechnungsmethode des Hauptverbandes beschönigt er sein Ergebnis. Es ist an der Zeit, dass die Sozialversicherungen ihre politischen Zahlenspiele beenden, denn damit werden Impulse gesetzt, die letztendlich dem Patienten schaden“, fordert Hofinger.

Krankenkassen sparen am falschen Platz

Seit Jahren liegt der Anteil der Ausgaben für Medikamente an den gesamten Gesundheitsausgaben in Österreich konstant bei 12 Prozent. Dieser Prozentsatz hat sich auch nicht durch die Einführung innovativer neuer Arzneimittel verändert, die schwere Erkrankungen deutlich lindern oder sogar heilen können. Obwohl die Solidarbeiträge der Pharmaunternehmen den Krankenkassen für 2016 eine positive Gebarung ermöglichten, wurde kürzlich der Sparstift wieder an dieser Stelle angesetzt, indem zahlreiche Medikamentenpreise auf den EU-Durchschnittspreis gedrückt wurden – und das, obwohl Österreich zu den reichsten Ländern der EU gehört. „Mittelmäßige Preise führen zu mittelmäßige Leistungen, die Leidtragenden sind - wie so oft – die Patienten“, kommentiert Hofinger die Debatte über Medikamentenpreise.

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TUIS 2017 in der Steiermark

14.05.2017 - Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Steiermark veranstaltete der Fachverband am 12. Mai 2017 die heurige TUIS Konferenz in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark. TUIS ist das Transport - Unfall - Informations- und Hilfeleistungssystem der österreichischen chemischen Industrie, die Fachwissen und Hilfe bei Transportunfällen mit chemischen Produkten rund um die Uhr anbietet.

 

Der Schulleiter, Gerhard Grain konnte etwa 60 Teilnehmer aus dem Feuerwehrwesen in der Steiermark und von TUIS – Bertrieben der chemischen Industrie begrüßen. Am Vormittag wurde intensiv über Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften und der chemischen Industrie bei Gefahrstoffeinsätzen diskutiert. Die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der Unterstützung im Rahmen von TUIS wurden anhand von konkreten Beispielen ebenso vorgestellt wie die Organisation und die Ausrüstung des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark bei Unfällen mit Gefahrgütern. Zusätzlich wurde auf die Gefahren bei Sauerstoffmangel und Sauerstoffanreicherung eingegangen und die steirischen TUIS-Betriebe, Allnex und Austin Powder stellten sich näher vor.

 

 

Am Nachmittag wurde der Erfahrungsaustausch bei einer Präsentation von Spezialfahrzeugen und -ausrüstungen fortgesetzt. Beendet wurde die erfolgreiche Veranstaltung mit einem Überblick zu den stoff- und gefahrgutrechtlichen Neuerungen im Jahr 2017. Alle Präsentationen sind in den Vortragsunterlagen zusammengefasst.

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FCIO gratuliert Alexander Biach zur neuen Funktion

09.05.2017 - „Wir gratulieren Alexander Biach herzlich zu seiner neuen Funktion als Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherung", äußert sich Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie anlässlich der Wahl des neuen Hauptverbandschefs. „Er ist ein Experte mit Erfahrung im heimischen Gesundheitswesen und wir vertrauen darauf, dass er diese herausfordernde Tätigkeit mit viel Energie und vor allem dem nötigen Willen zu Reformen angeht."

Das heimische Gesundheitssystem steht in vielen Bereichen vor Wendepunkten. Mehrere kürzlich durchgeführte Studien belegten den Reformbedarf bei den Sozialversicherungen. Durch ein fehlendes Kostenbewusstsein gehen jährlich hunderte Millionen Euro im behäbigen Verwaltungsapparat und in teuren eigenen Einrichtungen verloren, die besser in die medizinische Versorgung der Österreicher investiert werden könnten.

Erst vor Kurzem wurde die Pharmaindustrie mit einer Gesetzesnovelle des ASVG zu empfindlichen Einsparungen verpflichtet, die den Krankenversicherungen zu Gute kommen. „Nun müsse darauf geachtet werden, dass diese Millionen nicht im System-Sumpf versickern", fordert Hofinger. „Dieses Geld muss dafür genützt werden, dass moderne Therapien zum Patienten kommen. Wenn dies nicht geschieht, dann hat die Novelle jegliche Legitimität verloren und wäre eine reine Systemerhaltungsmaßnahme auf Kosten der Patienten."

„Ulrike Rabmer-Koller ist auf Grund des fehlenden Reformwillens in der Gesundheitspolitik zurückgetreten, in der stur und unbeweglich an der bisherigen Struktur festgehalten wird. Wichtig ist nun, dass Alexander Biach ausreichend Beharrungsvermögen und Durchsetzungskraft besitzt. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei der Erfüllung seiner neuen Aufgaben und der Umsetzung seiner Pläne."

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Chemische Industrie: Mit Zukunftstrends zum Aufschwung

04.05.2017 - „Die chemische Industrie scheint die konjunkturelle Talsohle durchschritten zu haben“, freut sich Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie über den guten Start der Branche ins Jahr 2017. „Unsere Mitglieder sind heuer sehr zufrieden mit der Auftragslage und nach fünf Jahren Stagnation endlich wieder optimistisch.“

Kein Wachstum im Jahr 2016

Das Jahr 2016 brachte der chemischen Industrie das fünfte Jahr in Folge keinen Aufschwung, sondern sogar einen geringen Rückgang von -0,6 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Branchen im vergangenen Jahr sehr heterogen. So gingen vor allem bei den Chemikalien die Umsätze deutlich zurück. Auch Kunststoffe und Pharmazeutika mussten Einbußen hinnehmen, während sich zum Beispiel Chemiefasern und Lacke über Zuwächse freuen konnten. Als Zeichen für den aufkommenden Optimismus der Unternehmen können Zuwächse bei Beschäftigten und die steigende Bereitschaft zu Investitionen gewertet werden.

Leichter Rückgang im Außenhandel

Auch das Auslandsgeschäft brachte keine Wachstumsimpulse. Die Nachfrage auf dem Hauptabsatzmarkt Deutschland ließ um einen Prozentpunkt nach, auch bei Frankreich, Polen, Tschechien und Ungarn wurden Rückgänge verzeichnet. Im Plus hingegen lag der Handel mit der Schweiz, Italien und Großbritannien. Einbußen mussten vor allem Kunststoffe und Chemikalien hinnehmen, Anstiege bei Pharmazeutika, Chemiefasern und Kunststoffwaren konnten das Ergebnis nicht mehr ausgleichen.

Die Stärke der Branche liegt in ihrer Innovationskraft

Die Innovationskraft der chemischen Industrie ist in zahlreichen Fällen die Grundlage für Fortschritt: Leichtere Autos und Flugzeuge, leistungsfähigere Akkus, schnellere Rechenchips, ausreichende Ernährung für eine wachsende Weltbevölkerung, Bekämpfung von Krankheiten, Sicherung der Energieversorgung und vieles mehr wäre ohne Innovationen der chemischen Industrie gar nicht möglich. Mit ihrem breiten Spektrum ermöglicht die chemische Industrie neuartige Entwicklungen für zahlreiche Anwendungen und auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. Unter dem Begriff Chemie 4.0 fasst der Fachverband den Trend zu smarten Produkten mit bestimmten funktionellen Eigenschaften (Smart Chemistry) ebenso wie die Suche nach einem Ersatz für Erdöl (Green Chemistry) zusammen.

 

Die chemische Industrie 4.0

Eine weitere Schiene, die zunehmend an Bedeutung gewinnt und momentan unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ in aller Munde ist, stellt die Digitalisierung dar. Bei einer Umfrage unter den Mitgliedern des Fachverbandes gaben etwa zwei Drittel der Unternehmen an, dass die Digitalisierung Teil ihrer Unternehmensstrategie ist und dass sie konkrete Digitalisierungsprojekte für Ihre Prozesse implementiert haben. Die Anwendungsfelder, die sich aus vernetztem Datenmanagement ergeben, sind in der chemischen Industrie sehr vielfältig. Sie reichen von der Verlängerung von Instandhaltungsintervallen durch Analyse von Maschinendaten über Sicherheitstrainings mittels Computersimulationen bis zu 3D-Druck und Digital Farming, bei dem jeder Quadratmeter Anbaufläche nach den entsprechenden Bedürfnissen bewirtschaftet werden kann.

„Die chemische Industrie steht ganz klar vor einem Wandel durch die Digitalisierung, dem wir uns nicht entziehen können. Es heißt nun, die Veränderung als Chance zu begreifen und mit Zukunftsoptimismus zur Umsetzung zu schreiten, damit wir im internationalen Wettbewerb weiter vorne mit dabei sind“, fordert Culik die österreichischen Chemieunternehmen auf.

Viele rechtliche Fragen zu klären

Handlungsbedarf sieht der Fachverband bei den rechtlichen Fragenstellungen, die sich für die Unternehmen bei der Vernetzung von Daten ergeben, etwa im Bereich des Datenschutzes oder der Haftung. Die Verarbeitung der enormen Datenmengen den bestehenden rechtlichen Konzepten zuzuordnen, stellt eine große und nicht immer leicht zu lösende Aufgabe dar. Und nicht zuletzt ist Cyber-Security eine der großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Culik sieht auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz für die Digitalisierung Aufholbedarf, werden hier doch sehr oft unbegründet Ängste geschürt. Hier muss sich die Politik ihrer Verantwortung bewusst werden. „Ein investitionsfreundliches Umfeld seitens der Politik wäre für die Unternehmen der chemischen Industrie wünschenswert, anstatt mit Schlagwörtern wie Maschinensteuer die Betriebe zu verunsichern“, so Culik.

Chemieverfahrenstechnik wird erster Industrie 4.0-Lehrberuf

Um im Wandel erfolgreich bestehen zu können, müssen die zukünftigen Mitarbeiter fit für die Herausforderungen der Industrie 4.0 sein und die Ausbildungen auf allen Ebenen überarbeitet werden, ist Culik überzeugt. „Nur mit proaktiven, gut ausgebildeten Mitarbeitern können wir zu den Gewinnern gehören.“

Der Fachverband hat hier bereits einen wichtigen Schritt gesetzt und gemeinsam mit seinen Mitgliedern den Lehrberuf für Chemieverfahrenstechnik an den aktuellen Stand der Technik und an die heutigen Anforderungen angepasst. Das neue Berufsbild wird noch im Mai im Bundesberufsausbildungsbeirat beschlossen und an das zuständige Ministerium weitergeleitet. Damit wird der Lehrberuf Chemieverfahrenstechnik der erste, der auf Industrie 4.0 zugeschnitten wurde.

Bild: KR Ing. Hubert Culik, MAS (Obmann FCIO), Mag. Sylvia Hofinger (Geschäftsführerin FCIO) Bildrechte FCIO-Rastegar, Abdruck honorarfrei Copyright APA-Fotoservice.

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IGP startet Aktion „schauFELDER“ und zeigt Nutzen von Pflanzenschutz auf

02.05.2017 - „Pflanzenschutz ist ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft und essenziell für eine gute Ernte und einen guten Ertrag sowie qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), zum Start der vierten Auflage der Aktion „schauFELDER“.

Denn Pflanzenschutz

  • erhöht die Qualität,
  • bekämpft Mykotoxine und Unkraut und verhindert damit, dass für Menschen gefährliche Gifte ins Essen kommen können und
  • ist ein wichtiger Beitrag gegen Foodwaste.

Die Aktion „schauFELDER“ soll daher den Nutzen von Pflanzenschutz aufzeigen. Die teilnehmenden Landwirte legen dazu zwei Vergleichsfelder an, eines mit und eines gänzlich ohne Pflanzenschutzmaßnahmen. Zur Kennzeichnung und zur Information werden zudem Tafeln zwischen den Vergleichsfeldern aufgestellt, um Konsumenten, Verbrauchern und Interessierten die Auswirkungen von fehlendem Pflanzenschutz auf Nutzpflanzen zu veranschaulichen. Nach 2014 arbeitet die IGP erneut mit der Erzeugergemeinschaft Zistersdorf (egz) zusammen. Die Landwirte nehmen auch diesmal wieder mit viel Engagement und Motivation an der Aktion „schauFELDER“ teil.

Konsument profitiert von höherer Qualität und sicheren Lebensmitteln

„Dieses Jahr wurden in Österreich insgesamt rund 250 Tafeln verteilt. Das Ziel der Aktion ist, Landwirtschaft mit Pflanzenschutz – sei es mechanisch, biologisch und/oder integriert – und ohne jeden Pflanzenschutz zu vergleichen. Wir wollen zeigen, wohin der Verzicht auf modernen Pflanzenschutz führt“, so Stockmar, nämlich zu

  • Ertrags- und Qualitätseinbußen,
  • einem steigenden Risiko einer Kontaminierung von Nahrungsmitteln mit Pflanzengiften durch hoch wachsendes Unkraut oder Mykotoxine und
  • sinkender Wirtschaftlichkeit der regionalen Landwirtschaft.

Vorjahre zeigen Nutzen von Pflanzenschutz klar auf

Bei Versuchen der IGP im Zuge des Projekts „schauFELDER“ in den Vorjahren wurden die Auswirkungen sichtbar: Bei der Zuckerrübe wurden ohne Pflanzenschutzmaßnahmen 86 Prozent weniger geerntet als unter Zuhilfenahme von Pflanzenschutzmitteln. „Wir wollen gemeinsam mit den Landwirten zeigen, dass die Konsumenten in punkto Qualität und Sicherheit von Pflanzenschutzmaßnahmen profitieren. Vor allem der umsichtige und verantwortungsvolle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes stellt einen wichtigen Schutz vor folgenschweren Ernteausfällen dar und sichert gesunde Lebensmittel“, unterstreicht Stockmar.

Weitere sowie laufende Infos unter http://igpflanzenschutz.at/igp/projekte.html
Bilder zum Download unter (Credits: IGP / Georges Schneider): http://igpflanzenschutz.at/archives/press/748605.zip

 


Bild 1: Mit Tafeln machen die Landwirte auf die Aktion aufmerksam. Im rechten Feld ohne Pflanzenschutzmittel ist der starke Unkrautbefall klar erkennbar. Auch die Pflanzen sind im Schnitt deutlich niedriger gewachsen (Bild aus dem Vorjahr).

Bild 2: Im Vergleichsfeld ohne Pflanzenschutzmaßnahmen überwuchert das Unkraut die Kulturpflanze und entzieht ihr so Nährstoffe und Licht.

Bild 3: Versuche in der Vergangenheit haben gezeigt: Der Verlust bei Verzicht auf Pflanzenschutzmaßnahmen liegt bei Winterdurum, Winterweizen und Sonnenblumen zwischen 60 und 72 Prozent.

 

Bild 4: Bei der Zuckerrübe sind die Auswirkungen bei Verzicht auf Pflanzenschutz durch Unkraut und Schädlingsbefall mit 86 Prozent besonders dramatisch.

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Modernisierung des Lehrberufes Chemieverfahrenstechniker

26.04.2017 - Auf Grund der Erfahrungen der ausbildenden Betriebe sowie der technischen Entwicklung ist es notwendig geworden, den Lehrberuf dem heutigen Stand der Technologie und den heutigen Bedürfnissen der ausbildenden Unternehmen anzupassen. Ein Großteil der Unternehmen der Industrie hat bereits erste Schritte in die Digitalisierung im Sinne von „Industrie 4.0“ getan, der Rest wird in den kommenden Jahren folgen. Unter diesem Aspekt war es notwendig, den Lehrberuf Chemieverfahrenstechniker gemäß dieser Entwicklungen zu aktualisieren, um den Unternehmen weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter garantieren zu können.

Die bestehende Ausbildungsordnung des Lehrberufes Chemieverfahrenstechnik stammt aus dem Jahre 2000. Die Erfahrungen der ausbildenden Betriebe zeigen, dass eine Anpassung der Ausbildungsinhalte hin zu Kompetenzen, die durch die zunehmende Digitalisierung gefordert werden, notwendig geworden ist.

Der Fachverband richtete daher eine Arbeitsgruppe für die Modernisierung des Lehrberufs ein und bat die ausbildenden Mitglieder um Hilfe. Da die Gruppe der ausbildenden Betriebe eine sehr heterogene ist, wurde bei der Ausgestaltung der Ausbildungsordnung auf branchenneutrale Formulierungen besonderer Wert gelegt.

In der letzten Sitzung des Bundesberufsausbildungsbeirates, die wegen einer gewünschten Betriebsbesichtigung in Lenzing stattfand, wurde das neu überarbeitete Berufsbild von Arbeitnehmerseite begrüßt, da es „die anspruchsvolle Tätigkeit eines Chemieverfahrenstechnikers sehr gut widerspiegelt“. Weiters waren sich alle Anwesenden darüber einig, dass man in Zukunft in kürzeren Zeitabständen die Ausbildungsverordnung an die aktuellen Begebenheiten anpassen sollte.

Bei der kommenden Sitzung des Bundesberufsausbildungsbeirates im Mai wird unser Entwurf angenommen werden und anschließend dem Wirtschaftsministerium übergeben. Das Unterrichtsministerium wird es in Bezug auf die Überarbeitung des Rahmenlehrplans an den Berufsschulen ebenso erhalten. In diesen Prozess wird man uns abermals einbinden.

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14. Chemielehrerkongress in Vaduz

11.04.2017 - Den Teilnehmern des Chemielehrerkongresses bietet sich eine optimale Plattform für einen vielschichtigen Austausch zwischen Wissenschaft, Didaktik und „best practice“. Chemielehrer aller Schultypen und Ausbildungsebenen begegnen einander, um sich mit den neuesten Entwicklungen der Forschung auseinanderzusetzen und damit wieder attraktive Inhalte für einen spannenden Unterricht zu erhalten. Für den FCIO ist die Weiterbildung der Lehrer ein Schlüsselfaktor für zeitgemäßen Unterricht, mit dem man Schüler für Naturwissenschaften begeistern kann.


Denn nur begeisterte Chemiker besitzen die Fähigkeit, Innovationen voranzutreiben und die Lösungen für zahlreiche Probleme der Menschheit zu finden. Ob das rasante Bevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung, Krankheiten oder die globale Urbanisierung – die Chemie kennt auf viele Fragen die Antwort. Und die österreichische chemische Industrie ist mit ihrer Forschung und den innovativen Produkten international vorne mit dabei. Um diese Position halten zu können, bedarf es allerdings der Mobilisierung aller Ressourcen. Und die wichtigste Ressource stellt für Unternehmen die gut ausgebildeten Mitarbeiter dar. Darum ist es uns wichtig, einen Beitrag zu guter Bildung zu leisten und die Arbeit des VCÖ (Verband der Chemielehrer Österreichs) zu unterstützen.

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KV-Abschluss 2017

07.04.2017 - Nähere Informationen finden Sie unter Service - Kollektivvertrag.
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Potenzial zum Life Science Cluster nutzen

06.04.2017 - Der heutige Spatenstich zum Ausbau des Biopharma-Bereichs von Boehringer Ingelheim in Wien zeigt, dass der Standort Österreich für die pharmazeutische Industrie sowohl die Attraktivität als auch das Potenzial besitzt, Investoren anzuwerben. „Wenn in den USA die Forschungsförderung zurückgefahren wird, müssen wir in Europa und in Österreich - als führender Biotech-Standort - es als Chance begreifen, jetzt eine gute Grundlage für kommende Investments zu schaffen“, empfiehlt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie. „Wir gratulieren Boehringer Ingelheim zur geplanten Erweiterung der Biopharma-Produktion. Eine Investition dieser Größenordnung stellt ein klares Bekenntnis zum Standort dar.“

Eine jüngst fertiggestellte, vom Fachverband in Auftrag gegebene Wertschöpfungsanalyse zeigte beachtliche, wirtschaftliche Effekte der Pharmaindustrie: rund 15.000 Mitarbeiter sind direkt in der Produktion bei Pharmaunternehmen beschäftigt. Unter Berücksichtigung von Folgeeffekten kann man etwa 63.000 unselbständig Erwerbstätige der Pharmawirtschaft zuordnen. Die Pharmabranche im weiteren Sinne leistet eine Wertschöpfung von 4,8 Mrd Euro, zusammen mit indirekten Effekten ergibt sich eine Wertschöpfung von 9,7 Mrd Euro. Damit leistet die Pharmawirtschaft einen Beitrag von rund 2,8 % zum gesamten BIP in Österreich.

Hofinger hofft nun auf „ermutigende Signale der Politik und ein klares Bekenntnis zum Pharma-Standort“. Die Erhöhung der Forschungsprämie von 12 auf 14 % ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Dies alleine wird nicht reichen, um auch in Zukunft Investitionsentscheidungen zu Gunsten eines österreichischen Standorts zu drehen. Auch die Straffung der behördlichen Verfahren (u.a. für die Zuerkennung der Prämie) – also Bürokratieabbau - wird nötig sein, um weiterhin rege Investitionstätigkeit wie in den vergangenen fünf Jahren zu ermöglichen.

Der Fachverband unterstützte die im November vom BMWFW veröffentlichte „Zukunftsstrategie Life Sciences und Pharmastandort Österreich“ als ein politisches und positives Signal für Österreichs Forschung und Wirtschaft. „Die Strategie beinhaltet eine Vielzahl standortstärkender Maßnahmen, die nun dringend umgesetzt werden müssen. Um Investitionen den Weg zu ebnen, muss weiterhin an der Attraktivität des Standortes gearbeitet und von gegenläufigen Aktionen, die eine Schwächung des Standortes nach sich ziehen, abgesehen werden“, so Hofinger.

„Wir fordern von den politischen Entscheidungsträgern ein, dass sie sich in Zukunft bei weitreichenden Entscheidungen die Bedeutung der pharmazeutischen Industrie für die Wertschöpfung und Beschäftigung sowie die Auswirkungen auf diese bewusst machen und nicht ideologiegetrieben übereilte Schritte setzen“, findet Sylvia Hofinger nach der jüngsten ASVG-Novelle mit ihren planwirtschaftlichen Ansätzen zur Preisregulierung für Arzneimittel klare Worte.

 

 

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Workshop Chemikalien Leasing 4.0

06.04.2017 - Mit steigendem Kostendruck ist es für die Betriebe der chemischen Industrie ein Muss, neue Wege und Lösungen zu finden: „Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung, stärkerer Serviceorientierung zur Kundenbindung, und neue Wege zur Ressourceneffizienz“, erwähnte Fachverbandsobmann, Ing.  Hubert Culik, in seinen begrüßenden Worten. Dass immer mehr chemische Betriebe, schon jetzt die Chance nutzen, gemeinsam mit dem Kunden Lösungen zu entwickeln, bestätigte auch Dr. Thomas Jakl, Leiter der zuständigen Abteilung im Umweltministerium: „Einige Unternehmen wenden Chemikalien Leasing heute schon an, auch wenn es Ihnen gar nicht bewusst ist."

Chemikalien Leasing kombiniert die Serviceorientierung und den effizienten und sicheren Einsatz von Chemikalien, indem nicht mehr die Menge der verkauften Chemikalie im Vordergrund steht, sondern alleine die Leistung der chemischen Produkte. Ziel ist dabei immer, die Reduktion der eingesetzten Stoffe. Anbieter von Chemikalien und Maschinen sowie Anwender profitieren beide von der gemeinsam erarbeiteten Lösung. 

Wie das in der Praxis funktioniert, wurde an ausgewählten Beispielen - Lösemittel, Textilchemikalien und Wasch- und Reinigungsmittel - beim Workshop im Detail aus Sicht der Anbieter und der Anwender aufgezeigt und mit den etwa 50 interessierten Teilnehmern diskutiert.

Aufgezeigt wurde auch, welchen Beitrag Chemikalien Leasing für die Einhaltung der REACH – Verordnung im Bereich der Zulassung spielen kann. Für eine weitere Verbreitung des innovativen Geschäftsmodells sind aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür notwendig. Insbesondere die Klärung der Schnittstelle zwischen Chemikalienrecht und Abfallrecht ist von entscheidender Bedeutung. Die laufenden Diskussionen auf EU – Ebene zum Kreislaufwirtschaftspaket können neben gezielten Förderungen entscheidende Weichenstellung für den Erfolg von Chemikalien Leasing sein.

Im Download-Bereich finden Sie das Programm und die Präsentationen des Workshops.

Pharmaindustrie befürchtet planwirtschaftliche Einschnitte bei Medikamenten zu Lasten der Patienten

29.03.2017 - Obwohl die Krankenkassen dank der Solidarbeiträge der Pharmaindustrie mit einem deutlichen Plus von 81 Mio EUR das Jahr 2016 abschließen konnten, soll der Sparstift nun wieder bei den Medikamenten angesetzt werden. Da sich die Verhandlungen der Regierungsparteien zu den neuen Erstattungsregeln nun schon ziemlich in die Länge ziehen, befürchtet die Pharmaindustrie  ein unausgewogenes Paket, das letztendlich zu Lasten der Patienten geht.

Der planwirtschaftliche Ansatz zieht sich durch das ganze Vorhaben. Mit wiederkehrenden Preissenkungen bei allen innovativen Produkten – und zwar unabhängig von deren Preis - wird eine Preisspirale nach unten in Gang gesetzt. Diese verfassungsrechtlich bedenkliche Vorgangsweise schadet sowohl Patienten als auch Unternehmen, da sie zu Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Medikamente führen wird bzw. Medikamente vom Markt zurückgezogen werden könnten – was jetzt von der Politik offenbar in Kauf genommen wird.

Gerade bei den niedrigpreisigen Arzneimitteln sind die geplanten Neuerungen laut Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie für die Pharmaindustrie vollkommen inakzeptabel. Hier liegt Österreich bereits jetzt deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Mit den  drohenden Streichungsverfahren, mit denen der Hauptverband die Preise für Generika an das günstigste Medikament mit gleichem Wirkstoff anpasst, müsste die österreichische Pharmawirtschaft mit Anbietern aus Südostasien mithalten. „Es ist ausgesprochen verwunderlich, dass gerade die Regierungsparteien, die sonst immer für das Bestbieterprinzip und hohe soziale Standards eintreten, erwarten, dass österreichische Pharmaunternehmen nun preislich mit Firmen aus Billiglohnländern konkurrieren sollen“, äußert Hofinger ihr Unverständnis. Die Krankenkassen könnten dann auch nicht mehr garantieren, dass die Patienten mit den nötigen Mengen an Arzneimitteln versorgt werden können.

Auch Ärztekammerpräsident Dr. Wechselberger weist in der aktuellen Ausgabe der Ärzte Woche (12/2017) darauf hin, dass die geplante Preisregelung zu einer weiteren Verzerrung des Marktes und zu einer Verschlechterung der Versorgungslage führe. „An sich sollten die derzeitigen Regelungen für die Zulassung und Preisbildung für Medikamente völlig ausreichend sein“, so Wechselberger. „Die Politik liefert erneut ein Beispiel unreflektierten Sparens. Wie schon so oft, versucht im Hintergrund der Hauptverband der Sozialversicherungsträger eigene Unzulänglichkeiten und Strukturprobleme durch neue Gesetzeswünsche zu überdecken, ohne das Gesamtbild eines modernen Gesundheitsversorgungssystems im Auge zu haben.“

Hofinger vermutet den wahren Grund für die Eingriffe in die Erstattung ebenfalls im ineffizienten System: „Durch die geplanten Einschnitte bei den Arzneimitteln soll offenbar der Reformbedarf in der Sozialversicherung ein weiteres Mal kaschiert werden.“

Dabei wird jedoch am falschen Platz gespart, denn der Wert von Arzneimitteln sollte nicht an den Kosten, sondern am Nutzen berechnet werden. Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem dank moderner Medikamente durch Verkürzungen von Krankenstandzeiten und stationären Aufenthalten, Verminderung von Invaliditätsfällen und krankheitsbedingten Frühpensionen sollten in die andere Waagschale gelegt werden.

Mit einer unausgewogenen Einigung würde eine Chance vertan, eine nachhaltige und sinnvolle Lösung für alle Beteiligten, allen voran die Patienten, zu erarbeiten.

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IGP: Global 2000 setzt absurde Kampagne gegen Glyphosat fort

22.03.2017 - „Global 2000 setzt offenbar im Verbund mit weiteren NGOs seine absurde Kampagne gegen Glyphosat fort. Nach dem Veröffentlichen von unseriösen und unwissenschaftlichen Studien sowie dem Druck auf Behörden und Politik folgt nun ein Rundumschlag gegen Wissenschaft und Behörden“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). „Hier werden Ängste geschürt, um Druck auf die Politik auszuüben. Dieses Spiel mit der Angst der Menschen vor Krebs ist zutiefst verwerflich.“ Immerhin zeige sich Helmut Burtscher im Ö1-Morgenjournal als Kritiker seiner selbst und gibt zu, dass er nur seine eigene Meinung und keine Fakten verbreite. Die genannten Fakten – etwa die Mäusestudie – wurden bereits wiederholt hinreichend widerlegt.

Mäusestudien: Fehlende Einsicht bei Global 2000

Bei den von Global 2000 präsentierten Mäusestudien wurden extrem hohe Dosen verwendet (teilweise das bis zu 10.000-Fache der akzeptablen täglichen Aufnahmemenge beim Menschen (ADI) von 0,3 mg/kg Körpergewicht). Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Deutschland hat festgestellt: Die „zitierte 2-Jahres-Studie an Mäusen weist kein toxikologisch signifikantes Risiko für Kanzerogenität beim Menschen nach. (...) Dieser Anstieg konnte in anderen Studien mit teilweise noch höheren Konzentrationen nicht festgestellt werden.“ (Quelle: https://goo.gl/J7j19O

Erdrückende Faktenlage: 3.300 Studien gegen eine Meinung

Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat die Einstufung von Glyphosat als nicht krebserregend bestätigt. Die abgeleitete Einschätzung des RAC entspricht den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten. Stockmar: „Zahlreiche Behörden weltweit kommen zu dem Schluss, dass Glyphosat unbedenklich ist, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und zahlreiche Gesundheitsbehörden weltweit, die mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat befasst waren.“

 

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

 

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Biodiesel-Branche an den VCÖ: Bitte keine alternativen Fakten!

 21.03.2017 - „Die Dekarbonisierung des Transport- und Verkehrssektors ist nicht nur Ziel des VCÖ, sondern auch der österreichischen Biodiesel-Branche. Am Weg zur nachhaltigen Mobilität sehen wir Biokraftstoffe als ökologisch wirksamen Teil des Aktivitätenbündels.  Wir stehen zu ergänzenden, nicht ersetzenden Maßnahmen. Diese große Herausforderung wird keine Technologie allein schaffen“, so Ewald-Marco Münzer, Biodiesel-Sprecher des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs im Vorfeld zur morgigen (Mittwoch), vom VCÖ angekündigten Pressekonferenz.

 

„Abgesehen von Effizienzmaßnahmen leisten Biokraftstoffe heute als einzige verfügbare Technologie einen signifikanten Beitrag dazu, den heimischen Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Allein im Jahr 2015 konnten ca. 2,1 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent durch den Einsatz von Biokraftstoffen eingespart werden“, so Ewald-Marco Münzer weiter, und bezieht sich dabei auf den Bericht des BMLFUW „Biokraftstoffe im Verkehrssektor 2016“. Bestes Beispiel für den ökologischen Effekt ist der deutliche Emissionsrückgang von 2005 auf 2006, der hauptsächlich auf die Substitutionsverpflichtung fossiler Kraftstoffe durch Biokraftstoffe gemäß Kraftstoffverordnung zurückzuführen war.

 

Der aktuelle Biokraftstoffbericht 2016 des BMLFUW zeigt auf Basis der in elNa (der Elektronische Nachhaltigkeitsnachweis, das Monitoring-System des Umweltbundesamts) verpflichtend eingemeldeten Daten, dass in Österreich kein Palmöl für die Produktion von Biodiesel verwendet wird. Die heimischen Biokraftstoff-Produzenten wehren sich daher gegen die wiederkehrenden Angriffe, vor allem seitens des VCÖ und stellen nochmals klar, „dass in Österreich kein einziger Liter Palmöl in die Produktion von Biodiesel floss.“

 

„Es werden hier Äpfel mit Birnen verglichen, wenn behauptet wird, dass der Großteil des in Österreich verwendeten Agro-Kraftstoffes zum überwiegenden Teil aus Palmöl besteht. Vielmehr richtig ist, dass der 2015 in den Verkehr gebrachte Biodiesel (technisch richtig: FAME) zum Großteil aus Raps bestand, gefolgt von abfallbasierten Rohstoffen wie Altspeisefetten und –ölen sowie Tierfetten“, berichtigt Ewald-Marco Münzer. Weiters wird darauf verwiesen, dass es sich bei dem, vom VCÖ kritisierten Alternativ-Kraftstoff um HVO (Hydrierte Pflanzenöle) handelt. Dieses Produkt wird zu 100 % importiert. „Wir haben als Branche schon lange auf die Problematik rund um HVO aufmerksam gemacht. Hier mit alternativen Fakten Stimmung gegen die heimische palmölfreie Biokraftstoffproduktion zu machen ist eher polemisch denn faktenorientiert“, so Münzer.

 

Neben den positiven ökologischen Effekten belegt die Studie „Volkswirtschaftliche Analyse der nationalen Biodieselproduktion sowie des Biodieselverbrauchs“ des Energieinstituts sowie des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Johannes Kepler Universität Linz auch den enormen volkswirtschaftlichen Hebel dieser Branche. Für den Zeitraum 2015-2030 sagen die Berechnungen einen zusätzlichen Beitrag von 868 Mio. € pro Jahr zum Bruttoinlandsprodukt und Beschäftigungseffekte von zusätzlich ca. 18.100 Beschäftigten pro Jahr vorher.

 

Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) vertritt die Interessen von etwa 300 Mitgliedsunternehmen. Die chemische Industrie ist die zweitgrößte Industriebranche in Österreich. Mit etwa 44.000 Beschäftigten erwirtschaftet sie einen Produktionswert von fast 15 Milliarden Euro. Sie ist international ausgerichtet und exportiert mehr als zwei Drittel ihrer Erzeugnisse. Die Arbeitsgruppe Biodiesel im Fachverband bietet eine Plattform für die österreichischen Biodieselproduzenten, die 2015 340.000 Tonnen Biodiesel erzeugten.

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Pharmaindustrie: Enormes Einsparpotenzial bei Sozialversicherung im Sinne der Patienten endlich nutzen!

17.03.2017 - Der Fachverband der Chemischen Industrie begrüßt die heute von Mag. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, präsentierte Studie über „Effizienzpotenziale in der Österreichischen Sozialversicherung“ als wichtigen Input für die von der Regierung versprochene und längst überfällige Reform in diesem Bereich.

Österreich leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme weltweit, doch der Patient spürt in den seltensten Fällen etwas davon. Geduldig muss er etwa für MRT/CT lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder im Falle einer Grippewelle ein Bett am Krankenhausgang akzeptieren. „Der Sparstift wird nur zu gerne am Patienten angesetzt“, kritisiert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie. „Der behäbige Verwaltungsapparat der Krankenkassen bleibt stets unangetastet und das Geld versickert im intransparenten System.“

Ein schönes Beispiel für fehlende Effizienz war vor Kurzem in der Kleinen Zeitung zu lesen: Kasseneigene Analyselaboratorien bekommen für eine bestimmte Blutprobenanalyse ein dreifach höheres Honorar als externe Vertragspartner. Ähnliche Zahlen zeigt ein Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Konsumentenschutz bei der PVA, wonach Aufenthalte in den eigenen Einrichtungen in den untersuchten Jahren jeweils mehr als das Doppelte kosteten, als dies bei Vertragseinrichtungen der Fall gewesen wäre.  

Die aktuelle Studie von Prof. Dr. Wolter macht den auch von der Pharmaindustrie schon mehrfach aufgezeigten dringenden Handlungsbedarf bei der Sozialversicherung deutlich. Durch ein fehlendes Kostenbewusstsein gehen jährlich hunderte Millionen Euro verloren, die besser in die medizinische Versorgung der Österreicher investiert werden könnten. Die aktuellen Controlling-Maßstäbe sind für das Milliardenbudget der Krankenkassen nicht ausreichend. Heterogene Leistungen und Verrechnungen der einzelnen Träger und der daraus resultierende Mangel an vergleichbaren Kennzahlen führen zwangsläufig zu Intransparenz. Hier bringt die Studie enormes Verbesserungspotenzial zutage.

Die Summe der Reformmöglichkeiten, die sich alleine aus der Steigerung der Verwaltungseffizienz ergibt, wirft ein neues Licht auf die Bestrebungen, die Preisregelungen für Medikamente drastisch zu verschärfen. „Es ist sicher für den Patienten zweckmäßiger, mit den bestmöglichen Therapien versorgt zu werden, als Geld im föderalen System mit 21 Sozialversicherungsträgern versickern zu lassen“, meint Hofinger.

Hofinger sieht in den Ergebnissen der Studie nun auch den Verdacht bestätigt, dass der Hauptverband mit der momentanen Diskussion über Medikamentenpreise von eigenen Problemen ablenken will. Offenbar hofft man, so die Ineffizienzen im System möglichst lange kaschieren zu können.

„Anstatt in der Verwaltung zu sparen, sind SPÖ und einzelne Akteure im Hauptverband offenbar bestrebt, das Preisniveau für Arzneimittel um 10-15 Prozent unter dem EU-Durchschnitt zu etablieren und verschließen die Augen vor den weitreichenden Folgen für Patienten. Denn mit der Senkung des Preisniveaus drückt man auch das Niveau der Versorgung mit innovativen Medikamenten unter den EU-Durchschnitt“, äußert Hofinger ihr Unverständnis.

Es ging in den gescheiterten Verhandlungen auch nicht um ein Gesetz gegen teure Medikamente, wie medial fälschlich dargestellt, sondern um massive Einschnitte für Arzneimittel aller Preiskategorien. Die Pharmawirtschaft steht nur für nachhaltige Lösungen zur Verfügung, die die gute Versorgungssituation für die heimischen Patienten nicht aufs Spiel setzen.

Der Fachverband drängt nun darauf, endlich am richtigen Platz und nicht beim Patienten zu sparen.

 

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IGP zu Glyphosat: Sieg der Wissenschaft über NGO-Populismus

16.03.2017 - Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat die Einstufung von Glyphosat als nicht krebserregend bestätigt.

Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), sieht in der Erkenntnis der ECHA „einen Sieg der Wissenschaft über absurde und populistische NGO-Kampagnen“: „Das Ergebnis des RAC bestätigt die seit Jahrzehnten bekannten Eigenschaften von Glyphosat und untermauert frühere Sicherheitsbewertungen. Die Panikmache der NGOs ist damit klar widerlegt.“ Die abgeleitete Einschätzung des RAC entspricht den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten sowie der Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, des Deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und zahlreichen Gesundheitsbehörden weltweit, die mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat befasst waren.

„Die ECHA hat in einem unabhängigen und transparenten Prozess das umfassende Datenmaterial sorgfältig begutachtet und kam zum eindeutigen Schluss: Glyphosat ist nicht krebserregend, nicht mutagen und nicht fortpflanzungsschädigend und weist auch keine genotoxischen Eigenschaften auf“, so Stockmar. Die ECHA wird nun ihren Vorschlag zur harmonisierten Einstufung von Glyphosat zur abschließenden Genehmigung an die Europäische Kommission weiterleiten. „Das Ziel sollte jetzt sein, die Zulassung von Glyphosat – so wie auch im ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission vorgesehen – möglichst rasch um 15 Jahre zu verlängern. Für die EU-Mitgliedstaaten gibt es nun keine Hinderungsgründe mehr“, unterstreicht Stockmar.

Greenpeace operiert nach Pippi Langstrumpf-Prinzip

„Entlarvend sei auch der „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“-Reflex der NGOs nach Entscheidungen, die nicht in ihrem Interesse liegen“, so Stockmar. „Denn gestern forderten die GOs noch Objektivität bei der Entscheidung und heute folgt bereits der Rundumschlag gegen Wissenschaft und Behörden.“ Stockmar kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Posse um die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat: „Wenn unseriöse Studien, polemische Panikmache und politischer Kleingeist die Oberhand gewinnen, dann passiert das zulasten der Wissenschaft. Nun gilt es, das Ansehen der Wissenschaft wiederherzustellen und sicherzustellen, dass künftig wieder eine wissenschaftlich fundierte Faktenbasis für die Zulassung eines Wirkstoffs entscheidend ist.“

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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Pharmaindustrie: Medikamentenpreise mit Augenmaß zu regeln

15.03.2017 - Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreich sieht das Scheitern der Verhandlungen über den geplanten Gesetzesentwurf zur Neuordnung des Erstattungssystems als Chance für eine notwendige Verbesserung des Gesetzesentwurfs: „Eine übereilte Einigung hätte sowohl für den Patienten als auch für den Industriestandort Österreich negative Konsequenzen nach sich gezogen.“

Das Gesetz sollte mit Hilfe einer „Trägerrakete“ im Schnellverfahren als Novelle des ASVG am 15. März im Gesundheitsausschuss beschlossen werden, wesentliche Stakeholder wie etwa Patientenvertreter, Apotheker, Ärzte und andere unmittelbar Betroffene wurden aber nicht informiert oder eingebunden.

Dabei sollte die Novelle die Erstattung von Arzneimitteln durch die Krankenversicherung komplett neu regeln. „Die geplanten Maßnahmen hätten den bislang ausgezeichneten Zugang zu innovativen Medikamenten für Patienten in Österreich gefährdet. Verzögerte Markteintritte und Produktrücknahmen wären die Folge gewesen“, erklärt Hofinger und kritisiert, dass man bei so einem heiklen Thema wie der Arzneimittelversorgung bereit war, ohne eine realistische Abschätzung der Auswirkungen vorzugehen. Bei dem geplanten Gesetz handelte es sich übrigens nicht, so wie mehrfach berichtet, um ein Gesetz gegen teure Medikamente, stattdessen wären alle Bereiche – insbesondere auch Generika – massiv von den neuen Regelungen betroffen gewesen. So betreffen die vom Hauptverband angedrohten Streichungsverfahren gerade Medikamente im unteren Preissegment. Durch das Streichen von Präparaten aus dem Erstattungskodex könnte es zudem zu einer Gefährdung der Arzneimittelverfügbarkeit kommen.

Die Branche war in den vorangegangen Verhandlungen dazu bereit, zahlreiche Einschnitte ins Erstattungssystem mitzutragen. So wurde auch der EU-Durchschnittspreis für einen Großteil der Medikamente in der sogenannten ‚No-Box‘, die bisher keinen Preisregelungen unterworfen waren und nur in Einzelfällen bewilligt werden, angeboten. Wie ein Gutachten des Linzer Verfassungsrechtlers Mayrhofer bestätigt, beinhaltet der diskutierte Gesetzesentwurf jedoch weit darüber hinausgehende, verfassungsrechtlich bedenkliche Eingriffe ins Eigentum, die die Pharmaindustrie keinesfalls akzeptieren kann. Eine Studie des IPF zeige außerdem, dass die Kosten der heimischen Arzneimittel pro Packung deutlich unter dem EU-15 Schnitt liegen, obwohl Österreich gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner das viertreichste Land der EU ist.

Der Zeitdruck war für Hofinger auch insofern überraschend, als es durch die positive Gebarung der Krankenkassen überhaupt keine Begründung zur Hast gab. „Es ist wohl anzunehmen, dass der Hauptverband mit Diskussionen über Medikamentenpreise von den immer lauter werdenden Rufen nach Strukturreformen der Krankenkassen und Effizienzsteigerungen ablenken will“, fasst Hofinger ihre Vermutung zusammen. „Nun geht es darum, nochmals mit Besonnenheit an die Sache heranzugehen und gemeinsam mit allen Stakeholdern zu einer vernünftigen Lösung zu kommen, die dem Patienten die Versorgungssicherheit gewährleistet und auch die zahlreichen Arbeitsplätze in der österreichischen Pharmaindustrie schützt.“

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REACH 2018 Workshop ein großer Erfolg!

13.03.2017 - Am 9. und 10. März 2017 fand mit Unterstützung des Fachverbandes der „REACH 2018 KMU Workshop - Weg zur erfolgreichen Registrierung“ in der Wirtschaftskammer Österreich, Wien statt. Mehr als 200 Teilnehmer aus ganz Europa nutzten die von UEAPME und ECHA organisierte Veranstaltung, um sich auf die letzte Registrierungsphase der REACH-Verordnung gezielt vorzubereiten.

Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin der europäischen KMU-Vertretung UEAPME und WKÖ-Vizepräsidentin, betonte in der Eröffnung der Veranstaltung, dass die Umsetzung der EU-Chemikalienverordnung REACH mit Riesenschritten naht: „Die Verordnung sieht vor, dass eine Vermarktung von Chemikalien in der EU künftig nur mehr mit einer gültigen Registrierung möglich ist. Mit der Umstellung auf REACH sehen sich vor allem  Klein- und Mittelbetriebe (KMU) mit großem administrativem Aufwand konfrontiert.“

Doch nicht nur kleine und mittlere Unternehmen erhielten eine Hilfestellung und Anleitung, sondern auch jenen Unternehmen, die bereits erfolgreich registrierten, wurde aufgezeigt, welche notwendigen Schritte für die Datenteilung bei einer gemeinsamen Einreichung jetzt gesetzt werden müssen. Zusätzlich wurden auch die Pflichten der nachgeschalteten Anwender in Vorbereitung auf die Registrierung 2018 und die IT-Werkzeuge vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Alle Präsentationen sind unter http://reach2018.at/ abrufbar; ein Webstream der Veranstaltung wird ebenfalls in Kürze unter dieser Internetadresse zur Verfügung stehen.

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Industrie 4.0 in der chemischen Industrie

08.03.2017 - Um über das Thema „Industrie 4.0“ zu informieren und gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, über die Chancen und Risiken zu diskutieren, hat der Fachverband am 7.3. einen Workshop in der Siemens City organisiert, wo sich auch die Gelegenheit bot, eine Industrie 4.0 Bioprozess-Pilotanlage zu besichtigen.

Den Besuchern bot sich ein umfangreiches, detailliertes Programm mit Referenten aus unterschiedlichsten Bereichen. So informierte Matthias Blum vom VCI über die Herangehensweise und die Erkenntnisse der deutschen chemischen Industrie im Bereich „Industrie 4.0“. 

Sein Landsmann Christian Schulz von BASF zeigte konkrete Anwendungsfelder der Digitalisierung. So kann man etwa auf der Basis von Datenanalysen herausfinden, wann bei einer Anlage die nächste Wartung ansteht. Oder mittels Augmented Reality dem Operator anlagenspezifische Daten während des Rundgangs zur Verfügung stellen, während dieser wiederum zeitgleich die Zentrale mit aktuellen Informationen versorgt. Und natürlich lässt sich durch die digitale Vernetzung mit Kunden und Lieferanten die Planungssicherheit und Liefergeschwindigkeit erhöhen und die Kosten senken. Auch in der Innovation bieten sich den Forschern Vorteile durch Digitalisierung, da beim Abgleich oder der Suche nach bestimmten Daten enorm viel Zeit eingespart werden kann.

Jürgen Miethlinger vom Linz Institute of Technology beleuchtete die Kunststoffindustrie unter dem Blickwinkel von Industrie 4.0. Seiner Erfahrung nach besitzen 80 Prozent der Betriebe kein MES- System und bearbeiten die Daten in Exceltabellen, wobei die einzelnen Akteure gerade einmal per Email miteinander verbunden sind. Hier bietet der Schritt in Richtung Industrie 4.0 großes Potenzial. Mit der LIT-Factory an der Johannes Kepler Universität in Linz  soll eine Industrie 4.0 Pilotfabrik geschaffen werden, die in enger Partnerschaft mit der Wirtschaft eine offene Plattform für FEI, Demonstration, Lehre sowie Aus- und Weiterbildung darstellt.

Christoph Herwig von der TU Wien stellte die multiplen Facetten der Digitalisierung in der Bioprozessindustrie vor. Für ihn liegt das Hauptaugenmerk auf der Umwandlung der durch die Digitalisierung erworbenen Daten in Wissen. In diesem Prozess - hier waren sich alle Vortragenden einig - wird der Mensch nie ersetzbar sein.

Herbert Vitzthum von Siemens zeigte als letzter Vortragender die Möglichkeiten aus Sicht eines Technologieanbieters auf. Für ihn liegen die Vorteile der Digitalisierung klar auf der Hand, sie reichen von Ressourceneffizienz über Individualisierung in der Massenproduktion und einem verbesserten Qualitätsmanagement bis zu schnelleren Innovationen.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Hauptsorgen der Unternehmen die rechtlichen Rahmenbedingungen  sowie die Ausbildung der (zukünftigen) Mitarbeiter sind.

 

 

 

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Pharmaindustrie: Sparen am falschen Platz

02.03.2017 -  Dennoch versuchen die Krankenkassen jedes Jahr aufs Neue hausinterne Strukturprobleme durch vermeintliche Alarm-Meldungen zu den Arzneimittel-Ausgaben zu kaschieren.

Eine Studie des IPF zeigt überdies, dass die Kosten der heimischen Arzneimittel pro Packung deutlich unter dem EU-15 Schnitt liegen – und das, obwohl Österreich zu den reichsten Ländern der Union gehört. In der momentanen Situation ist der Angriff der Kassen auf die Industrie besonders bemerkenswert, da die diese ausschließlich dank der Solidarbeiträge der Pharmaindustrie mit einem deutlichen Plus von 81 Mio EUR das Jahr 2016 abschließen konnten. De facto hat die Krankenkasse aufgrund dieser Solidarbeiträge 2016 netto weniger Mittel für Arzneimittel aufgewendet als 2015.  Es besteht daher keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeit, über Belastungen durch gestiegene Kosten bei den Arzneimitteln zu klagen. „Es geht dem Hauptverband mit derartigen Beschuldigungen hauptsächlich darum, von der momentanen Diskussion um Strukturänderungen und Effizienzsteigerungen der Krankenkassen abzulenken“, vermutet Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie.

Verfassungswidriger Gesetzesentwurf nachteilig für Patienten und Unternehmen

„Die Pharmaindustrie ist gerne bereit, an einer vernünftigen Weiterentwicklung des Systems mitzuarbeiten und hat in den letzten Monaten zahlreiche konstruktive Vorschläge eingebracht. Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf werden jedoch völlig überschießende Eingriffe ins Erstattungssystem vorgesehen.“

Der Entwurf beinhaltet verfassungsrechtlich bedenkliche Eingriffe ins Eigentum, wie ein Gutachten belegt. Rechts- und Planungssicherheit für die Unternehmen werden untergraben, was sich negativ auf die Forschungsleistungen am Pharmastandort Österreich auswirken wird. Die Änderungen würden auch die Verfügbarkeit von innovativen Arzneimitteln für die österreichischen Patienten gefährden.

Forschung mit hohem Risiko

Um ein Arzneimittel zu entwickeln, ist viel Zeit und Geld zu investieren. Es wird nicht nur Augenmerk auf die Wirksamkeit und Sicherheit gelegt, sondern auch auf eine leichte Einnahme, auf eine gute Verträglichkeit und auf die damit einhergehende Steigerung der Therapietreue. Der Prozess von der Idee des Medikaments zum fertigen und zugelassenen Produkt dauert im Durchschnitt 10 Jahre. Von 10.000 Wirkstoffkandidaten im Labor schafft es letztendlich gerade einmal einer bis zum Patienten. Die Kosten in Milliardenhöhe fallen aber für die Gesamtzahl der Wirkstoffe im Forschungsprozess an. Mit diesem Risiko muss die Pharmaindustrie leben, um die Heilung und Linderung von Krankheiten gewährleisten zu können.

Diskussionen um Medikamentenpreise werfen falsches Licht auf Pharmaindustrie

Die Prozentzahlen der Steigerungen der Arzneimittelpreise, mit denen der Hauptverband in regelmäßigen Abständen seine möglicherweise negative Gebarung begründet, erwecken den Eindruck, die Pharmaindustrie setze die Sozialversicherungen mit Anhebungen der Preise jährlich unter Druck. Befindet sich allerdings ein Medikament einmal im System der Erstattung, so gilt der Preis als eingefroren und darf nicht einmal an die Inflation angepasst werden. Die Produzenten erhalten also Jahr um Jahr weniger Geld für die gleiche Leistung.

„Statt die Pharmaindustrie schlechtzureden, der wir letztendlich den gesundheitlichen Fortschritt in unserer Gesellschaft verdanken und die in Österreich mit 63.000 direkt und indirekt geschaffenen Jobs einen erheblichen Wirtschaftsfakor darstellt, sollten die Krankenkassen einen Aktionsplan erstellen, der den Patienten in Österreich nachhaltig den Zugang zu innovativen Arzneimitteln garantiert“, fordert Hofinger.

Der Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO) vertritt die Interessen von etwa 300 Mitgliedsunternehmen. Die chemische Industrie ist die zweitgrößte Industriebranche in Österreich. Mit etwa 44.000 Beschäftigten erwirtschaftet sie einen Produktionswert von fast 15 Milliarden Euro. Sie ist international ausgerichtet und exportiert mehr als zwei Drittel ihrer Erzeugnisse. Zuletzt lagen die Ausgaben für F&E bei 747 Millionen Euro. Die Austrian Biotech Industry im Fachverband versammelt neben den etablierten Pharmaunternehmen auch die Biotech-Startup-Szene.

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European Industry Day

28.02.2017 - Ein guter Grund, um auf die Wichtigkeit der chemischen Industrie hinzuweisen. Die EU-Chemieindustrie ist einer der größten europäischen Industriezweige. Mit 1,2 Millionen Arbeitnehmern und einem Umsatz von 519 Milliarden Euro (2015) übernimmt sie eine führende Rolle bei der direkten und indirekten Beschäftigung in vielen Regionen.

Unternehmen der chemischen Industrie liefern nicht nur wichtige Rohstoffe für andere Wirtschaftszweige wie zum Beispiel die Automobil- und Baubranche, sondern auch moderne Produkte von hochleistungsfähigen Textilien bis hin zu intelligenter Elektronik und lebensrettenden Arzneimitteln. Dank der Problemlösungskompetenz der chemischen Industrie konnten schon etliche der schwierigsten Probleme der Menschheit gelöst werden. Ohne ihre Erfindungen und Produkte wäre unser aktueller Lebensstandard einfach nicht möglich.

Auch die österreichische chemische Industrie gehört zu den größten Industriesektoren des Landes: Im Verhältnis zur gesamten Industrie repräsentiert die chemische Industrie

11,7 % der Beschäftigten

10,5 % des Produktionswerts

11 % der F&E-Ausgaben

16,9 % der Umweltschutzausgaben

Sowie 11,9 % der Bruttowertschöpfung.

Wie es um die chemische Industrie in anderen EU-Ländern steht, kann man ab heute auf der neuen Website „Landscape of the European Chemical Industry“ nachsehen: www.chemlandscape.cefic.org/

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Austausch zu Titandioxid

22.02.2017 - Im Vorfeld der auf europäischer Ebene beginnenden Gespräche zu der geplanten Einstufung von Titandioxid als krebserzeugend fand auf Initiative des Fachverbandes am Dienstag eine erste Diskussion zwischen der betroffenen Industrie und österreichischen Behördenvertretern statt. Kernpunkte waren einerseits die geplante Einstufung aus toxikologischer Sicht sowie die Konsequenzen aus sozioökonomischer Sicht.  

Vertreter der Lack-und Anstrichmittelindustrie, pharmazeutischen Industrie und Kunststoffindustrie demonstrierten in anschaulicher Weise die Verwendungsvielfalt von TiO2. Das Weißpigment ist ein bedeutender Grundrohstoff einer Vielzahl von Industriezweigen. Mehrere einzigartige Eigenschaften machen Titandioxid zum unverzichtbaren Rohstoff. Es hat von allen Weißpigmenten das höchste Deckvermögen sowie die stärkste Weißheit aufgrund des hohen Streuvermögens des Lichts. Seine Fähigkeit, einen guten UV-Schutz zu verleihen, macht es zum idealen Bestandteil von Sonnenschutzmittel aber auch UV-beständigen Beschichtungen. Es ist unlöslich und inert, was besondere Bedeutung für die pharmazeutische Industrie hat, da es nicht mit anderen Bestandteilen reagiert.  

Andere Weißpigmente sind entweder untauglich oder haben umweltgefährdende Eigenschaften. Bleihaltige Pigmente sind aus Gesundheitsschutzgründen schon lange nicht mehr im Einsatz. Titandioxid wird in Österreich seit mehreren Jahrzehnten in großen Mengen von der Industrie eingesetzt, ohne dass gesundheitliche Probleme auftraten. Europaweit werden 1 bis 10 Millionen Tonnen TiO2 pro Jahr gehandhabt. Die hundertjährige kommerzielle Verwendung von solchen Mengen deutet darauf hin, dass von Titandioxid kein großes Risiko für die menschliche Gesundheit ausgehen kann.

 

Das Ziel aller Branchen ist eine Weiterverwendung von TiO2, das bis dato immer als toxikologisch ungefährlich erachtet wurde. Diese Argumentation wurde in der Diskussion vom europäischen Verband der Titandioxid-Hersteller untermauert, der den Einstufungsvorschlag der französischen Behörden bewertet hat. Die krebserzeugenden Effekte, die an Ratten beobachtet wurden, sind nicht auf den Menschen umlegbar. Neue epidemiologische Studien wurden hingegen darin nicht berücksichtigt.  Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass Titandioxid selbst keine krebserzeugenden Eigenschaften hat.

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Pharmaindustrie ermöglicht positive Gebarung der Krankenkassen

15.02.2017 - Rechnete der Hauptverband der Sozialversicherungen im Februar vor einem Jahr noch mit einem Minus von 94 Millionen Euro für 2016, so gab er jetzt einen Gebarungsüberschuss von 81 Millionen Euro bekannt. Einen nicht unerheblichen Beitrag hierzu leistete die Pharmaindustrie mit ihrem Solidarbeitrag in der Höhe von 125 Millionen Euro im Zuge des Rahmen-Pharmavertrages.

Auch die Arzneimittelausgaben stiegen nicht in dem Ausmaß, wie vom Hauptverband vor einem Jahr prognostiziert. Von der Steigerung von 5 Prozentpunkten (November 2016) blieben lediglich moderate 2,9 Prozent übrig. Dies lässt wieder einmal darauf schließen, dass die einzige Zielsetzung einer derartigen Kommunikation ein negatives Bild der Pharmaindustrie in der Öffentlichkeit darstellt. „Die Medikamentenausgaben und damit die Pharmaindustrie wird gerne für jede schwierige Situation der Krankenkassen verantwortlich gemacht. Vielmehr sollte man die Schuld für Gebarungsschwierigkeiten im eigenen ineffizienten System suchen“, fordert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie.

FCIO befürchtet Fehlinvestition bei Studie der London School of Economics

Mit der von der Bundesregierung geforderten Studie zur Erhebung von Effizienzsteigerungen im Bereich der Sozialversicherungsträger könnte dem kränkelnden, österreichischen System auf den Zahn gefühlt werden. Doch leider wurde mit der umstrittenen Auftragsvergabe diese Chance verpasst. Die Vermutung liegt nahe, dass nach einer Verbreiterung der Finanzbasis gesucht wird anstatt nach Lösungen, wie ein möglichst großer Teil des Kassenbudgets beim Patienten ankommt und möglichst wenig im Verwaltungsapparat versickert.

„Österreich hat eines der teuersten Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme und doch müssen Patienten auf ihre MRT/CT Untersuchungen warten und Grippepatienten am Gang liegen. Das ist wohl nicht im Sinne der Versicherten und kann wohl kaum an den Medikamentenpreisen liegen, zumal diese gerade einmal 12 Prozent der gesamten österreichischen Gesundheitsausgaben ausmachen“, schließt Hofinger.

Diskussionen um Medikamentenpreise werfen falsches Licht auf Pharmaindustrie

Die Prozentzahlen der Steigerungen der Arzneimittelpreise, mit denen der Hauptverband in regelmäßigen Abständen seine möglicherweise negative Gebarung begründet, erwecken den Eindruck, die Pharmaindustrie setze die Sozialversicherungen mit Anhebungen der Preise jährlich unter Druck. Befindet sich allerdings ein Medikament einmal im System der Erstattung, so gilt der Preis als eingefroren und darf nicht einmal an die Inflation angepasst werden. Die Produzenten erhalten also Jahr um Jahr weniger Geld für die gleiche Leistung.

Die Steigerungen sind jedoch zum Beispiel auf Zuwächse bei der Anzahl der Versicherten zurückzuführen, ebenso wie höhere Lebenserwartung und die (damit einhergehende) Zunahme von chronischen Krankheiten und Mehrfacherkrankungen.

Zieht man die 125 Millionen Euro an Solidarbeiträgen Der Pharmaunternehmen von den gestiegenen Arzneimittelpreisen ab, so entsteht sogar ein Umsatzrückgang von etwa -2 Prozent.

Wirtschaftlicher Nutzen der Pharmaindustrie unentbehrlich

Erst kürzlich wurde der sozio-ökonomische Nutzen der Pharmaindustrie durch eine Wertschöpfungsanalyse belegt, die als Basis für die Life Science Strategie von Vizekanzler Mitterlehner und Staatssekretär Mahrer diente. Die Branche gilt als wichtiger Wachstumsmotor und Beschäftigungsgarant. „Den österreichischen Pharmaunternehmen dürfen keine wettbewerbsverzerrenden Hürden durch unverhältnismäßige Einschnitte wie gesetzlich verordnete Rabatte in den Weg gelegt werden, denn das hätte auch gesamtwirtschaftlich betrachtet negative Folgen“, so Hofinger „Um Österreich als Standort für die Pharmaindustrie zu sichern, fordern wir als Fachverband von der Regierung, dass die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche im Auge behalten wird und durch keinerlei Maßnahmen die Innovationskraft der Unternehmen gefährdet wird.“

 


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Die Lackindustrie leidet unter kontinuierlich steigenden Rohstoffpreisen

06.02.2017 - Die Rohstoffkosten haben für die Lackhersteller eine große Bedeutung, da mehr als 50 Prozent der Betriebskosten auf Rohstoffe entfallen. Erhöhungen der Rohstoffpreise beeinflussen somit den Endpreis des Produkts stärker als andere Positionen in der betriebswirtschaftlichen Kalkulation. In den letzten 6 Monaten haben die Preise für beinahe alle wichtigen Rohstoffe deutlich zugenommen. Experten sehen keine Verbesserung der Situation und prognostizieren, dass die Tendenz der negativen Ankündigungen mit  Auswirkungen auf praktisch alle Rohstoffe weiter anhalten wird.

Grundlegende Chemikalien wie Lösungsmittel, Harze, Monomere, Epoxyharze, Acrylmonomere und andere Rohstoffe sind stark betroffen. Der Preis für Aceton stieg um 15 Prozent, Xylol und Toluol sind um 20 Prozent teurer als noch vor 12 Monaten, Butylacetat kostet um 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Preis für Methylmethacrylate stieg um 15 Prozent, der für Epoxy- und Polyurethanharze ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich – um nur einige aufzuzählen. Besonders prekär ist die Lage beim Weißpigment Titandioxid, ein universell einsetzbares Pigment von höchster Deckkraft, das insbesondere bei der Herstellung von weißen Beschichtungen unersetzbar ist. Hier wurden die Lackhersteller im Laufe des Jahres 2016 mit mehreren und starken Preiserhöhungen konfrontiert, weitere werden 2017 folgen.

„Die Lage hat sich noch nicht entspannt“, prognostiziert Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie. „Auch für 2017 müssen wir mit weiteren Preiserhöhungen auf Rohstoffe rechnen. Die hohen Stahlpreise zum Beispiel werden sich auf die Kosten von Metallverpackungen auswirken.“

Gründe für die negative Entwicklung
Die Gründe für die derzeitigen Preiserhöhungen sind vielfältig. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wurde Jahr für Jahr aufgrund der Allianzen von Unternehmen und Lieferanten reduziert, der Wettbewerb damit verringert und Alternativen für den Kunden verengt. „Unerwartete Force Majeure-Fälle verschlechterten die Situation im 4. Quartal 2016 zusätzlich und auch das Ansteigen der Rohölpreise wirkt sich bei manchen Rohstoffen auf eine Preiserhöhung aus“, so Culik. Leider hat sich die Situation in letzter Zeit nicht verbessert, da Unfälle bei Lieferanten sowie Produktionsstopps die Situation noch schwieriger machten.

Die gesamte Lack-und Anstrichmittelindustrie ist tagein tagaus mit diesen Turbulenzen konfrontiert. Und doch sehen sich die meisten europäischen Lackhersteller nach wie vor eindeutig der Qualität und Innovation verpflichtet. Um diese Standards beizubehalten und ständig weiterentwickeln zu können, muss sich die Industrie den Preisentwicklungen des Rohstoffmarktes stellen.

Lackindustrie in Österreich
Die 28 Betriebe der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie beschäftigen knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Gesamtproduktion von 152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 421 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar.

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Nominierung zum Staatspreis Innovation 2017

02.02.2017 - Am 28. März 2017 wird heuer zum 37. Mal der Staatspreis Innovation an Österreichs innovativstes Unternehmen verliehen. Aus den insgesamt 485 Projekten, die sich über Landesinnovationswettbewerbe beworben haben, wurden 26 zum Staatspreis Innovation entsandt. Aus diesen hat jetzt eine Expertenjury sechs Firmen zur höchsten Auszeichnung für innovative Unternehmen nominiert.

Eine davon ist unser Mitglied Treibacher Industrie AG aus Althofen. Im eingereichten Projekt »Neue Wärmedämmschichten für hocheffiziente Flugzeugtriebwerke« wurden neue Materialien, Herstellungs- und Beschichtungsverfahren für Wärmedämmschichten entwickelt, um die Einsatztemperatur von Flugzeugturbinen zu erhöhen, die Effizienz zu steigern und damit Treibstoffverbrauch und Umweltbelastungen zu verringern. Die neue Suspensionsplasmaspritz-Technologie ermöglicht bei niedrigem Energiebedarf eine ressourcen- und umweltschonende hohe Auftragsrate bei der Beschichtung.

 

 

 

 

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Spannende Experimente für den Unterricht

01.02.2017 - Wie kann man Falschgeld identifizieren? Wie wird Vanillearoma gewonnen? Wie werden Duftester hergestellt?  Was passiert bei der Elektrolyse von Blaukrautsaft? Wie bastle ich eine Lavalampe?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich Lehrer und Schüler aus der Steiermark beim „Yes we chem“-Workshop im Labor der Analytischen Chemie der Karl Franzens Universität.  Das Seminar wurde 2013 vom Fachverband in Kooperation mit dem VCÖ ins Leben gerufen, um einfache wissenschaftliche Experimente im Unterricht zu fördern. Besonders engagierte Lehrer fungieren gemeinsam mit ihren Schülern als Referenten, führen „best practices“ aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht vor und zeigen damit, wie faszinierend Chemie sein kann.

Das Regionale Fachdidaktikzentrum Chemie in Graz übernahm nun zum zweiten Mal die Organisation dieser Veranstaltung. Alle BesucherInnen, darunter LSI Sihorsch, Walter Gössler – der Leiter des RFDZ, Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen und vor allem auch Chemielehramt-Studierende konnten einzigartige Einblick gewinnen und gelungene Beispiele aus dem Chemie-Unterricht bestaunen. Auch heuer gelang es wieder, VertreterInnen aller Schultypen einzubinden, beginnend von der Volksschule über die Sekundarstufe I bis zur Sekundarstufe II.

Die Grundschule wurde durch SchülerInnen der Volksschule Krieglach präsentiert. Für die Sekundarstufen I und II haben sich 7 Schulen bereit erklärt mitzumachen: Die Musikmittelschule Ferdinandeum, die neue Mittelschule, die Ganztagesschule Klex = Klusemann extern, das BG /BRG Carnerigasse, das BG/BRG Leibnitz, das BG/BRG Seebacher und als treue Vertreterin der berufsbildenden Schulen die HTL Kapfenberg.

 Schülerinnen der VS Krieglach

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„Brauchen als Reaktion auf Trump stärkeres Europa“

01.02.2017 - Unser Mitglied im Interview mit dem "Standard" über den US-Markt und Trumps Politik der Abschottung:  

http://derstandard.at/2000051806247/Semperit-Chef-Brauchen-als-Reaktion-auf-Trump-staerkeres-Europa

 

 

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Innovationsmotor für den Wirtschaftsstandort Österreich

26.01.2017 - Den Autorenbeitrag unseres Obmanns Hubert Culik im deutschen Magazin CHEManager Ausgabe 01/2017 finden Sie im PDF anbei.

(Quellenangabe: "Innovationsmotor für den Wirtschaftsstandort Österreich" - aus: CHEManager 01/2017).

 

 

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Holzschutzmittelverzeichnis 2017 erschienen

25. 01. 2017 - Mit diesem Verzeichnis erhalten Sie Informationen zu Holzschutzmitteln, zur Auswahl geeigneter Produkte und Wissenswertes rund um den Holzschutz.
In diesem Verzeichnis genannten Holzschutzmittel erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • nachgewiesene Wirksamkeit gegen Holzschädlinge
  • bestandene Sicherheitsbewertung, zwecks Minimierung der Belastung der Verarbeiter und der Umwelt.
  • gleichbleibende Qualität; die zusätzlich durch eine Fremdüberwachung gesichert werden kann. Mehr zu Fremdüberwachung s. Kapitel 3 - Begriffe und Abkürzungen
  • auf Richtigkeit und Verständlichkeit überprüfte Etikettentexte und Technische Merkblätter

Der Anwender erhält damit die Möglichkeit, wirksame und verträgliche Produkte zu wählen.
Das Gütesiegel der Arbeitsgemeinschaft Holzschutzmittel soll speziell privaten Anwendern auf einen Blick solche Produkte erkennen lassen.
Die für eine Einreichung zur Anerkennung eines Holzschutzmittels notwendigen Unterlagen können entweder bei der ARGE-HSM direkt bezogen oder von der Homepage www.holzschutzmittel.at heruntergeladen werden. Diese Informationen erhalten Sie außerdem auf der Homepage der Holzforschung Austria www.holzforschung.at.
 
Das Verzeichnis kann im Fachverband angefordert werden und ist kostenlos (Frau Bader, bader@fcio.at, Tel. 05 90 900 DW 3041)!
 
Die online Version finden Sie unter www.holzschutzmittel.at

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IGP kritisiert Rabiat-Aktionismus von Greenpeace

25.01.2017 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) kritisiert den „Rabiat-Aktionismus von Greenpeace, der nur die fehlende inhaltliche Legitimation der NGO-Kampagnenwissenschaft überspielen soll“, so Christian Stockmar, Obmann der IGP. „Mit inszenierten Schreckbildern und Aktionismus soll hier eine Wahrnehmung geschaffen werden, die Wissenschafter, Experten und aktuelle Studien bereits widerlegt haben. Erneut gilt: Die Ergebnisse des Greenpeace-Papiers werden durch Wiederholung oder Inszenierung nicht wahrer und sind auch weiterhin einseitig und tendenziös.“ Die IGP anerkennt jedenfalls, dass sich Greenpeace nun klar als Auftraggeber und Financier der von ihnen zitierten Studie outet.

 

Zahl der Bienen innerhalb der Europäischen Union steigt

 

Der „Report from the commission to the European Parliament and the Council“ vom 16. Dezember 2016 belegt, dass die Zahl der Bienenvölker von 2011 bis 2013 von knapp 14 Millionen Bienenvölker zwischen 2014 bis 2016 auf rund 15,7 Millionen Bienenvölker gestiegen ist. Und zahlreiche neue und aktuelle Studien und Daten belegen die Sicherheit der Wirkstoffe für Bienen bei sachgemäßem Einsatz. Ende Dezember 2016 veröffentlichte Benjamin Lamp von der Veterinärmedizinischen Universität Wien zudem eine Studie, wonach Viren und Krankheiten hauptverantwortlich für die hohen Bienenverluste sind. Auch Professor Karl Crailsheim von der Karl-Franzens-Universität in Graz betonte: „Wenn Neonicotinoide richtig angewendet werden, sind sie sicher nicht die Hauptursache für große Bienenverluste“ (Kurier-Bericht vom 31. Dezember 2016).

Die IGP ist jedenfalls zu einer seriösen und sachlichen Diskussion bereit und hat dazu einen Faktencheck zum Thema Bienenverluste erstellt. Dieser widerlegt die gängigen Mythen und Märchen, die von NGOs verbreitet werden und ist unter https://goo.gl/8ELP4Q abrufbar.

 

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz. 

 

Pressekontakt

Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH Presse IndustrieGruppe Pflanzenschutz

Mail: presse@igpflanzenschutz.at 

Tel.: +43 1 2350422-0

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Europäische Studie belegt wirtschaftlichen Nutzen der Pharmaindustrie

17.01.2017 - Die pharmazeutische Industrie stellt nach wie vor einen wichtigen Wachstumsmotor in der europäischen Wirtschaft dar. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die aktuelle Analyse "The Economic Footprint of Selected Pharmaceutical Companies in Europe" des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR.

 

Anhand von ausgewählten Unternehmen werden beachtliche wirtschaftliche Effekte der Pharmazindustrie aufgezeigt. Der Bericht unterstreicht unter anderem den anhaltenden Beitrag der Pharmabranche zur Beschäftigung in Europa, wobei die Geschäftsaktivitäten der ausgewählten Unternehmen allein 865.000 Arbeitsplätze ermöglichen. Davon sind 153.027 Personen direkt in der Industrie beschäftigt, während 711.661 Arbeitsplätze indirekt über die Geschäftstätigkeit mit Lieferanten generiert werden.

 

„Diese Zahlen bestätigen die Ergebnisse der vom Fachverband beauftragten und im Herbst bereits veröffentlichten Wertschöpfungsanalyse den sozio-ökonomischen Wert der Pharmabranche,“ fasst Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin der Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs, zusammen.  Die Wertschöpfungsanalyse diente als Basis für die Life Science Strategie von Vizekanzler Mitterlehner und Staatssekretär Mahrer, an deren Umsetzung bereits gearbeitet wird. So laufen derzeit die Vorbereitungen zur Einrichtung eines sogenannten Translational Research Centers, das als Bindeglied zwischen Universitäten und Firmen Forschungsergebnisse für den Patienten verfügbar machen soll. Auch die Entbürokratisierung steht im Fokus der Life Science Strategie - bei der Forschungsförderung ebenso wie bei klinische Prüfungen.

 

Aktuelle Investitionsvorhaben von namhaften Pharmafirmen in der Höhe von 800 Mio. Euro (Boehringer Ingelheim, Octapharma, Sandoz, Takeda) wurden von der Regierung als window of opportunity erkannt und mit der Life Science Strategie ein Hebel zur Verstärkung angesetzt. Auch die geplante Ausweitung des Erfolgsmodells Forschungsprämie ist ein vielversprechendes Instrument zur Stärkung von innovativen Life Science Firmen.

 

„Um Österreich als attraktiven Standort für die Pharmaindustrie zu erhalten und noch auszubauen, werden wir uns weiterhin für Investitionen in diesen Bereich einsetzen und hoffen, dass 2017 nicht nur das Jahr der Reformen, sondern auch das Jahr der Forschung und Life Science wird“, so Hofinger. „Wir nehmen Finanzminister Schelling beim Wort, dass er einen Investitionsfreibetrag einführt und bei der Priorisierung der Forschungsthemen Life Sciences in die vorderste Reihe nimmt.“

 

„Wichtig für die Pharmaindustrie wäre, dass der geplanten Entbürokratisierung dringend die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen folgen. Hier werden wir als Fachverband weiterhin auf die Verwirklichung unserer Forderungen pochen.“

 

 

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IGP zu Greenpeace-Studie: Einseitig, tendenziös und keinesfalls unabhängig

16.01.2017 - Als „wiederaufgewärmte Kampagnenwissenschaft“ kritisiert Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), die heute veröffentlichte Greenpeace-Studie.

 

Diese trägt den Untertitel „eine Überprüfung der wissenschaftlichen Datenlage seit 2013“.

Dazu Stockmar: „Bereits der Untertitel beinhaltet eine Reihe von Fehlern: Die Studie umfasst keinesfalls die wissenschaftliche Datenlage seit 2013, sondern ist eine einseitige, tendenziöse und schwammige Zusammenfassung. So werden zahlreiche neue und aktuelle Studien und Daten nicht erfasst, die ergeben, dass Neonikotinoide bei sachgemäßen Einsatz kein Risiko darstellen. Das ist eine Literaturstudie ohne neue Erkenntnisse, bei der vielmehr noch neue Erkenntnisse bewusst ausgespart werden.“ Für die IGP ist dies keinesfalls überraschend, denn laut Forbes ist Studienautor Dave Goulson keinesfalls unabhängig, sondern ein Vertragspartner der NGO Pestizid Aktions-Netzwerks UK (PAN) und Aktivist gegen Pflanzenschutzmittel (Quelle: https://goo.gl/Y6N2pW).

 

Bienen-Faktencheck und Wissenschaft widerlegen NGO-Argumentation

 

„Das ist ein neuer Versuch von Greenpeace, das Bienenthema neu aufzuwärmen. Bereits zum Jahreswechsel wurden von Benjamin Lamp von der Veterinärmedizinischen Universität Wien Ergebnisse veröffentlicht, wonach Viren hauptverantwortlich für die hohen Bienenverluste sind“, so Stockmar. In einem Kurier-Bericht vom 31. Dezember 2016 wird etwa auch Professor Karl Crailsheim, von der Karl-Franzens-Universität in Graz, zitiert: „Wenn Neonicotinoide richtig angewendet werden, sind sie sicher nicht die Hauptursache für große Bienenverluste“ (Quelle: https://kurier.at/wirtschaft/virus-ist-schuld-am-bienentod/238.413.323).

 

Die IGP ist jedenfalls an einer seriösen Diskussion mit sachlichen Argumenten interessiert, so Stockmar. „Wir haben deshalb einen Faktencheck zum Thema Bienenverluste erstellt und widerlegen die gängigen Mythen und Märchen, die von NGOs verbreitet werden.“ Dieser ist unter http://igpflanzenschutz.at/dateien/hjhia/bienen-faktencheck.pdf abrufbar.

 

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

 

Pressekontakt

Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH

Presse IndustrieGruppe Pflanzenschutz

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Rückblick 2016 und Ausblick auf 2017

10.01.2017 -  Wir blicken auf ein turbulentes politisches Jahr 2016 zurück: Die Auswirkungen des Brexit, der US-Präsidentenwahlen, der öffentlichen Diskussionen über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA auf die Wirtschaft können noch nicht seriös abgeschätzt werden.  „Postfaktisch“ beschreibt die dabei gewählte Form der medialen und politischen Auseinandersetzung – und wurde zum internationalen Wort des Jahres gewählt. Dazu kommt die immer rascher voranschreitende Digitalisierung, die massive Umbrüche für gesamte Wirtschaftssektoren bringt. 
  
Das vergangene Jahr war für die chemische Industrie Österreichs neuerlich ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr. Die Konjunkturentwicklung ist das fünfte Jahr in Folge sehr verhalten. Bis zum Juni des Jahres 2016 konnte die Branche keinen nennenswerten Aufschwung verzeichnen. Auch wenn die endgültigen Zahlen für 2016 noch nicht vorliegen, so ist mit keinen großen Steigerungen zu rechnen. 
  
Die chemische Industrie bewegt sich seit jeher in einem schwierigen Umfeld: Sie ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig von umfassenden (zum Teil überbordenden) sektorspezifischen Regelungen betroffen. Eine kumulierte Kostenabschätzung der EU-Kommission hat gezeigt, dass die Einhaltung der Chemikaliengesetzgebung für die europäische chemische Industrie etwa ein Drittel aller Gesetzesfolgekosten ausmacht. 
  
Vor diesem Hintergrund ist auch der FCIO als Interessenvertretung gefordert, sich ständig weiterzuentwickeln und neue strategische Schwerpunkte zu setzen. Neben unseren Kernkompetenzen – Chemikalienpolitik, Umweltrecht, Energie & Klima sowie die Branchenbetreuung – haben wir deshalb 2016 vor allem zwei Bereiche forciert: Die Kommunikationsarbeit des Fachverbandes sowie die Besetzung des Offensivthemas „Innovation“. 
  
Unter dem Schlagwort „Chemie 4.0“ haben wir die Innovationskraft der Branche in den Vordergrund gerückt. Höhepunkt der zahlreichen Aktivitäten, um die Lösungskompetenz der chemischen Industrie einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, war der Innovation Day 2016. Auf Grund des großen Anklangs werden wir dieses Format auch im heurigen Jahr fortsetzen. Passend dazu wurde unsere Werbekampagne „Chemie ist in“ verbreitert und zeigt einem jung(geblieben)en Zielpublikum, dass ohne Chemie zahlreiche „must haves“ und nützliche Alltagsprodukte nicht verfügbar wären. 
  
Unsere Mitgliedsunternehmen arbeiten tagein tagaus daran, die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Wir als Fachverband wollen sie auch weiterhin bestmöglich dabei unterstützen. Ein Thema, das uns dazu heuer begleiten wird, ist Digitalisierung und Industrie 4.0 in der Chemiewirtschaft. Die Möglichkeiten, die sich aus der intelligenten Verknüpfung von Digitalisierung, Datenmanagement und Kommunikationsprozessen ergeben, möchten wir künftig verstärkt für die Interessenvertretung nutzen. Wir haben uns daher für 2017 zahlreiche Projekte vorgenommen, um als „FCIO 4.0“ maßgeschneiderte Services bieten zu können und gemeinsam mit unseren Mitgliedern die Zukunft des Chemiestandortes Österreich zu gestalten! 
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Ein Virus ist schuld am Bienensterben

04.01.2017 - Spritzmittel zählen nicht zu den Hauptverantwortlichen für das Bienensterben. Es ist ein Virus, das von der Varroamilbe übertragen wird und zu Deformationen an den Flügeln führt.  

Die genauen Studien hierzu sowie die Auswirkungen des Öko-Aktionismus auf die heimische Politik zeigt folgender KURIER-Artikel auf: https://kurier.at/wirtschaft/virus-ist-schuld-am-bienentod/238.413.323

 

 

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Kein Ende bei Diskussionen um endokrine Disruptoren in Sicht

27.12.2016 - Nach mehreren Diskussionsrunden hat am 7.12. die Europäische Kommission überarbeitete Kriterien für hormonschädigende Stoffe vorgelegt. Aus Sicht der Industrie sind dabei 2 Änderungen bedeutsam:

Aus „it is known to cause an adverse effect“  wurde „it shows an adverse effect”. Diese Änderung entspricht zwar nicht der Forderung der Industrie nach Berücksichtigung zusätzlicher Kriterien wie Potenz oder Schweregrad der Effekte, die eine Identifizierung der wirklich besorgniserregenden Stoffe erst möglich macht. Allerdings ist ein Guidancedokument geplant, in der die Risikoabwägung durch ebendiese zusätzlichen Kriterien  gewährleistet sein soll. Dazu haben die beiden beteiligten Agenturen – ECHA und EFSA – am 20. Dezember gemeinsam einen Textentwurf zu Struktur und Inhalt veröffentlicht, der unter https://echa.europa.eu/-/endocrine-disruptors-efsa-and-echa-outline-guidance-plans einzusehen ist.

 

Die zweite Änderung ist die Trennung in 2 Rechtsakte für Pflanzenschutzmittel – ein Rechtsakt für die Kriterien und einer für die “Derogation”, also die Anpassung der Regeln für Pflanzenschutzmittel an die Biozid-Gesetzgebung durch den Wortlaut “negligible risk” statt “negligible exposure”.

Über beide Rechtsakte  sollte am 21.12. getrennt abgestimmt werden.

 

Leider wurde weder über die Kriterien noch über die Derogation abgestimmt, da schon in den vorangegangenen Diskussionen erkennbar war, dass sich keine qualifizierte Mehrheit für die Zustimmung bilden würde. Nur Österreich und 7 weitere Mitgliedsstaaten befürworten die geänderten Rechtsakte.

 

Auch aus Sicht des FCIO sind die Änderungen im Wesentlichen positiv zu bewerten, allerdings nur wenn sie in der vorgelegten Form im Paket in Kraft treten. Die Kriterien machen nur in Kombination mit  „negligible risk“ einen Sinn, da diese Vorgehensweise wissenschaftlich robuster ist und ein höheres Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bietet. Gleichzeitig schützt die Angleichung an die Biozid-Gesetzgebung vor divergierender Identifizierung von Wirkstoffen.    

Für heuer sind die Diskussionen damit beendet, neue Kapitel werden im nächsten Jahr aufgeschlagen – ein Ende der Diskussionen ist derzeit nicht abzusehen.

 

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Chemie-ist-in-Werbespots

21.12.2016 - In den Weihnachtsferien folgt die zweite Welle unserer Chemie-ist-in-Werbespots in den heimischen Kinos. Die erste Ausstrahlung erfolgte über die Monate Oktober und November und wurde von einer Online-Kampagne begleitet.

 

Ziel der Kampagne ist es, den Menschen ihre Verbundenheit zur Chemie vor Augen zu führen. Wie gut kann ein Selfie werden, wenn plötzlich das Handy verschwindet? Der Flirt mit drei hübschen Damen im Freibad fällt ins Wasser, wenn auf einmal die Badehose weg ist. Auch das romantische Date führt nur zu einem erfolgreichen Ende, wenn die Kreditkarte sich nicht in Luft auflöst. Und es ist wirklich unangenehm für den coolen Hiphopper, wenn im vollen Autobus plötzlich seine Kopfhörer verschwinden und lautstark ein Volksmusik-Schlager ertönt. 

 

Zwei der Spots wurden auf YouTube mittlerweile bis zu 35.000 Mal angesehen. Auch die anderen beiden Spots hatten schon mehrere Tausend Seher. Die Verbreitung wurde von zwei bekannten Bloggern unterstützt und so fand die Chemie-ist-in-Werbung auch in Social-Media-Kanälen Anklang.

 

 

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Der Innovation Day im Standard

15.12.2016 - Einige Vorträge unserer Mitglieder beim Innovation Days fanden nun medial ihren Niederschlag im Standard:

 

http://derstandard.at/2000048858279/Neue-Faser-aus-Cutting-Waste

http://derstandard.at/2000048858475/Hightech-im-Einweghandschuh

http://derstandard.at/2000048858364/Wachsendes-Geschaeft-mit-selbstheilenden-Lacken
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Mag. Dorothea Pritz

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Fries Kunststofftechnik GmbH gewinnt Packaging Worldstar Preis

13.12.2016 - Nachdem sie vor wenigen Wochen zum  „Staatspreis Smart Packaging“ in der Kategorie „B2B“ nominiert worden ist, hat Fries Kunststofftechnik nun einen weiteren Erfolg zu verzeichnen. Mit ihrer tech-rack variogrid - Mehrwegverpackung für die Industrie hat Fries auch den Worldstar 2017 der World Packaging Organisation WPO gewonnen.

 

Wir gratulieren unserer Mitgliedsfirma!

 

 

tech-rack variogrid in Kombination mit VDA-KLT Boxen

 

Reinigen - tech-rack variogrid

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Dr. Johann Pummer

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Fachhochschullehrgang „Lack- und Oberflächentechnik“

07.12.2016 - In Kooperation mit der Fachhochschule Technikum Wien, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) sowie der Universität Wien soll ein Fachhochschullehrgang für Lack- und Oberflächentechnik eingerichtet werden. Zu den Initiatoren dieses Projektes gehört die Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie des FCIO und eine Reihe von Firmen haben ihre Mitarbeit bereits zugesagt. Die Einsatzmöglichkeiten für Absolventen dieser Ausbildung sind vielfältig und reichen von der Lackindustrie bis zur Metall-, Holz- und Möbelindustrie sowie Kunststoffbeschichtung. Der Studiengang soll den wachsenden Bedarf an hervorragend ausgebildeten Fachkräften in der Lack- und Beschichtungsindustrie und darüber hinaus decken.

Die Einreichung des neuen Studiengangs ist nun Anfang Dezember erfolgt. Bei positiver Bewilligung beginnt das erste Studiensemester 2018. Geplant ist ein starker Praxisbezug durch Einbindung von Experten aus der Industrie. Die Studienplätze sollen weitgehend über die öffentliche Hand finanziert werden. Als Anschubfinanzierung könnte jedoch auch ein kleiner Beitrag der Industrie, die jedoch vor allem Labor- und Ausbildungsplätze sowie Praktika zur Verfügung stellen sollte, notwendig sein.

Derzeit ist davon auszugehen, dass die österreichische Lackindustrie und nachgeschaltete Branchen, die industriell beschichten, einen zusätzlichen Bedarf von 30 bis 50 akademisch ausgebildeten Fachkräften aufweisen.

Das Präsidium der Berufsgruppe appelliert an alle, diese Initiative zu unterstützen. Jeder Beitrag ist wichtig. Je stärker die Industrie hinter dieser neuen Ausbildung steht, umso größer sind die Chancen bei der Einreichung, diesen Studiengang seitens des Ministeriums bewilligt zu bekommen.

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Dr. Klaus Schaubmayr

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EuGH-Urteil gefährdet Datenschutz

09.12.2016 - Der EuGH dehnt mit zwei Urteilen das Recht der Öffentlichkeit auf Zugang zu Dokumenten in Umweltangelegenheiten aus. Der Begriff “Emissionen in die Umwelt“ wird weit ausgelegt.

                      

Der EuGH war mit zwei Rechtssachen befasst worden, bei denen es  im Wesentlichen um das Recht der Öffentlichkeit auf Zugang zu Dokumenten in Umweltangelegenheiten geht.

 

Beantragt eine Person Zugang zu Dokumenten in Umweltangelegenheiten, erfasst der Begriff „Informationen über Emissionen in die Umwelt“ u. a. Informationen über Art und Auswirkungen der Freisetzung eines Pestizids in die Luft, das Wasser, den Boden oder auf Pflanzen.

 

Der Schutz des Geschäfts- und Betriebsgeheimnisses kann der Offenlegung solcher Informationen nicht entgegengehalten werden!

 

Der FCIO sieht die Urteile des EuGH kritisch, da diese das Recht der Öffentlichkeit auf Zugang zu Dokumenten in Umweltangelegenheiten ausdehnen. Der Datenschutz für umweltrelevante Dokumente, welche die Unternehmen im Zuge des Genehmigungsverfahrens an die Behörden übermitteln, ist gefährdet. Diese Urteile haben nicht nur Auswirkungen auf Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte, sondern auch auf andere Bereiche der chemischen Industrie.

 

Mit zwei Urteilen stellt der EuGH klar, was unter „Emissionen in die Umwelt“ und „Informationen, die Emissionen in die Umwelt betreffen“ zu verstehen ist:

 

Der Begriff „Emissionen in die Umwelt“ umfasst u. a. das Freisetzen von Produkten oder Stoffen wie Pflanzenschutzmitteln oder Biozid-Produkten und von in diesen Produkten enthaltenen Wirkstoffen in die Umwelt, sofern dieses Freisetzen unter normalen oder realistischen Bedingungen der Anwendung des Produkts oder des Stoffes tatsächlich stattfindet oder vorhersehbar ist.

Inbegriffen sind auch Emissionen aufgrund der Ausbringung eines Produkts – wie eines Pflanzenschutzmittels oder Biozidprodukts – die Anwendung auf Pflanzen, in die Luft, in Wasser oder auf dem Boden.

 

Nicht erfasst sind Informationen über rein hypothetische Emissionen, wie beispielsweise Daten aus Versuchen mit überhöhten Konzentrationen.

 

Der Begriff „Informationen, die Emissionen in die Umwelt betreffen“ umfasst Informationen über die Emissionen als solche (d. h. Angaben über Art, Zusammensetzung, Menge, Zeitpunkt und Ort der Emissionen). Außerdem Informationen, die es der Öffentlichkeit ermöglichen nachzuprüfen, ob die Bewertung der Emissionen, auf deren Grundlage die zuständige Behörde das fragliche Produkt/Stoff zugelassen hat, zutreffend sind. Des Weiteren sind Informationen inbegriffen, die es der Öffentlichkeit ermöglichen nachzuprüfen, ob die Daten über die mehr oder weniger langfristigen Auswirkungen dieser Emissionen auf die Umwelt zutreffend sind.

Insbesondere Informationen über die Rückstände in der Umwelt nach der Anwendung des betreffenden Produkts und Studien zur Messung der Abdrift bei der Anwendung, unabhängig davon, ob diese Daten aus (Semi-)Feldstudien, aus Laboruntersuchungen oder aus Translokationsstudien stammen.

 

Der Gerichtshof hebt das Urteil in erster Instanz auf und weist die Sache an das Gericht zurück.

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Dr. Dominique Schröder

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IGP bei Pflanzenschutztagen: Farmer 4.0 ist Pflanzenarzt und Datenmanager

02.12.2016 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) hat im Rahmen der 57. Österreichischen Pflanzenschutztage am 29. und 30. November 2016 in der Stadthalle Wels den Status quo und die Zukunft der Landwirtschaft sowie des modernen Pflanzenschutzes aufgezeigt.
Unter dem Titel „Farmer 4.0: Der Landwirt als Pflanzenarzt & Datenmanager“ betonte Rudolf Purkhauser, IGP: „Durch die Digitalisierung der Landwirtschaft findet gerade ein Paradigmenwechsel statt, der die Aufgabenbereiche des Landwirts zunehmend vom Feld ins Büro und an den Computer verlagert. Diese technologischen Entwicklungen sind im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes, der der Maxime „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ folgt. Eine möglichst kleine Menge an Pflanzenschutzmitteln soll durch eine genaue Diagnose möglichst wirksam eingesetzt werden. Unser Essen ist also dank des modernen Pflanzenschutzes sicher, gesund und aus regionalem Anbau.“

Die Österreichischen Pflanzenschutztage werden von der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für integrierten Pflanzenschutz (ÖAIP) jedes Jahr veranstaltet und standen dieses Mal unter dem Motto „Integrierter Pflanzenschutz – Leitbild der ernährungssichernden und nachhaltigen Landwirtschaft“. Auch für die IGP sind die Pflanzenschutztage ein jährlicher Fixpunkt, um den Teilnehmern und Besuchern mit Informationen und als Dialogpartner zur Verfügung zu stehen.

Gefährliche Utopie von NGOs und Werbung
„NGOs und Werbung zeichnen ein utopisches Bild einer archaischen Form der Landwirtschaft ohne modernen Pflanzenschutz“, stellte Purkhauser die Entwicklungen der modernen Landwirtschaft dem von NGOs und Werbung vermittelten romantischen Bild der Landwirtschaft gegenüber. „Das ist eine gefährliche Romantisierung, die einerseits die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung nicht sicherstellen kann und andererseits die Rückkehr von natürlichen Giften in unsere Nahrungsmittel – wie Mykotoxine oder Tropanalkaloide – bringen wird.“ Auch die Klimaziele werden damit gefährdet, warnt Purkhauser: „Durch die zunehmende mechanische Bearbeitung des Feldes wird der CO2-Ausstoß durch vermehrten Einsatz von Landmaschinen und Bodenbearbeitung ansteigen.“

Digitalisierung: Landwirt, Konsument & Behörden als Profiteur
Vielmehr müsse man die Digitalisierung der Landwirtschaft nützen und weiterentwickeln, so Purkhauser. Sensoren und Software können frühzeitig Probleme erkennen, Landwirte vorzeitig Maßnahmen ergreifen und so Ernteverluste vermieden werden. Dazu Purkhauser: „Die gesammelten Daten können gemeinsam mit den Koordinaten vom Landwirt in die Maschinen einprogrammiert werden, die mittels GPS selbständig und optimal dosiert Pflanzenschutzmittel ausbringen, bewässern oder ernten, je nachdem, wie es das ermittelte Flächenprofil vorsieht. Längerfristig ergeben sich für die Landwirtschaft damit weiteres Sparpotential sowie steigende Umsätze durch höhere Erträge.“ Die Potentiale der Digitalisierung werden so für die moderne und nachhaltige Landwirtschaft im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes genutzt.“ Die Aufgabe der Industrie wird es sein, den Landwirt mit entsprechenden Services und Produkten zu unterstützen. Und davon profitieren nicht nur die Landwirte, sondern auch Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen. Werden die Daten vernetzt, kann die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten beobachtet und eingeschätzt werden, gleichzeitig wird der bürokratische Aufwand auf beiden Seiten reduziert.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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14. Projektwettbewerb - „Mit Chemie zu Innovation“

28.11.2016 - Der Projektwettbewerb des Verbands der Chemielehrer Österreichs ist die größte naturwissenschaftliche Initiative des Landes. Das heurige Thema „Mit Chemie zu Innovation“ bietet die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen und zu forschen, welche Innovationen einen wesentlichen Beitrag zur heutigen Lebensqualität in unserer Gesellschaft geleistet haben. Auf der anderen Seite können sich die Schüler aber auch mit aktuellen Fragestellungen der Menschheit befassen und beleuchten, auf welchen Gebiet Forschungen notwendig sind, um jene Innovationen zu ermöglichen, die einen Beitrag zur Lösung von heutigen Problemen auf den Gebieten der Umwelt, der Technik, der Gesundheit oder der Lebensqualität leisten können.

Über 200 österreichische Schulen haben sich bis Mitte November für den Wettbewerb angemeldet und werden in den nächsten Wochen mit Projekthilfen im Wert von € 1.000,-- pro Schule ausgestattet. Bis zum 21. März bleibt dann den Klassen Zeit, ihre Projekte einzureichen.

 

 

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Pharma- und Biotechsektor erweisen sich als Konjunktur- und Jobmotor

24.11.2016 – Der Fachverband der Chemischen Industrie zeigt sich erfreut über die Ergebnisse der Life Science und Medizinstandortstrategie des BMWFW.  Die Strategie ist ein wichtiges wirtschaftspolitisches Signal zur Stärkung des Standortes im Bereich Life Sciences und Pharma.

Die dynamische Life Science Branche ist mit Abstand der innovationsfreudigste Wirtschaftssektor in Österreich. „Um auch in Zukunft die Stärken und das große Potential der heimischen Unternehmen in diesem Bereich nutzen zu können, haben wir als Fachverband die Erstellung einer Strategie angeregt“, so Sylvia Hofinger, GF des FCIO. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und auch Staatssekretär Harald Mahrer haben diese Initiative aufgegriffen und einen breit angelegten Stakeholder-Prozess zur Stärkung des Life Science Standorts Österreich durchgeführt. Zahlreiche Experten aus Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft haben in beispielhafter interdisziplinärer Zusammenarbeit den Status Quo analysiert und im Folgenden Maßnahmenvorschläge daraus abgeleitet.

Wertschöpfungsanalyse unterstreicht Bedeutung der Life Sciences

Einen wichtigen Bestandteil der Strategie bildet eine vom Fachverband mitbeauftragte Wertschöpfungsanalyse der Donau Uni Krems. Diese zeigt die hohen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Life Science Branche in Österreich: Rund 20.000 Mitarbeiter sind direkt in Pharmaunternehmen beschäftigt. Wenn man auch noch indirekt Beschäftigte miteinbezieht, können sogar rund 63.000 unselbständig Erwerbstätige der Pharmawirtschaft zugerechnet werden. Die direkte Wertschöpfung beträgt 4,8 Mrd. Euro, zusammen mit indirekten Effekten ergibt sich ein Betrag von 9,7 Mrd. Euro. Damit leistet die Pharmawirtschaft einen Beitrag von rund 2,8% des gesamten BIP in Österreich. „Die Ergebnisse der Impact-Analyse zeigen eindrucksvoll, welche bedeutenden ökonomischen Effekte die Life Sciences in Österreich haben“, so Hofinger. „Diese Zahlen machen einmal mehr deutlich, welch großen Beitrag die heimischen Pharmaunternehmen mit ihren Investitionen für den Wirtschaftsstandort und die Beschäftigung leisten.“

Die wichtigsten Maßnahmen aus Sicht der Pharmaindustrie

Besonders erfreulich ist es, dass bereits an der Umsetzung der Strategie gearbeitet wird. So laufen derzeit die Vorbereitungen zur Einrichtung eines sogenannten Translational Research Centers, das als Bindeglied  zwischen Universitäten und Firmen Forschungsergebnisse für den Patienten verfügbar machen soll. 

Die geplante Ausweitung des Erfolgsmodells Forschungsprämie ist ebenfalls ein vielversprechendes Instrument zur Stärkung von innovativen Life Science Firmen. „Im Sinne der Ergebnisse der Wertschöpfungsanalyse ist die Erhöhung der Forschungsprämie eine volkswirtschaftlich intelligente Investition in den heimischen Standort. Wir freuen uns, dass sowohl Vizekanzler Mitterlehner als auch Staatssekretär Mahrer hier nun Prioritäten setzen wollen“, erklärt Hofinger und hofft auf die zügige Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen der Zukunftsstrategie Life Sciences und Pharmastandort.

 

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Biobasierte Industrie ermöglicht Einblicke in Materialien der Zukunft

23.11.2016 - Ein Elektroauto mit Kunststoffteilen aus Tomatenschalen fährt mit Reifen aus Löwenzahn. Was wie Zukunftsmusik klingt, ist dank modernster, chemischer Verfahren heute schon möglich. Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Biobasierten Industrie bietet die heutige Veranstaltung „Stakeholderdialog Biobased Industry“, zu der der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs sowie das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie einluden.

Autoreifen aus Kautschuk, Textilfasern oder Papier aus Holz – all das sind Produkte aus Biomasse, die bereits seit langer Zeit im industriellen Maßstab gefertigt werden. Der neue Trend der Biobasierten Industrie hat aber ein anderes Ziel: weg vom Erdöl als Rohstoff. Damit schont die Biobasierte Industrie einerseits fossile Ressourcen, andererseits reduziert sie Umweltbelastungen und erhöht die regionale Wertschöpfung.

Wie weitreichend alternative Ressourcen bereits einsetzbar sind, zeigt das Beispiel des Autos der Zukunft: Schaumstoffe für Sitze könnten aus Soja gemacht werden, Autoteppiche aus Verbundwerkstoffen auf Kokosnussbasis, die Fasern der Tomatenhaut dienen als Grundsubstanz eines biobasierten Kunststoffs für das Innenleben des Wagens. Und zu guter Letzt sind die Reifen noch aus Löwenzahnkautschuk. Produktentwicklungen aus Biomasse sind kaum Grenzen gesetzt.

Kaskadische Nutzung erzielt höchste Wertschöpfung

„Die stoffliche Nutzung von Biomasse darf nicht als Konkurrent zur energetischen Nutzung gesehen werden“, erklärt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs und Mitveranstalter der Stakeholderdialogs Biobased Industry. „Wenn ich zum Beispiel Textilfasern aus Holz herstelle, macht es durchaus Sinn, wenn ich die Stoffreste, die bei der Produktion von Kleidung anfallen, nochmals für die Fasergewinnung verwende. Sind die Produkte irgendwann nicht mehr recycelbar, so kann man sie zur Energiegewinnung nutzen.“ Auf diese Art und Weise können vorhandene Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden.

Digitalisierung als Chance für die Biobased Industry

Die Chancen, die Digitalisierung als zentraler Produktivitätshebel in der biobasierten Prozessindustrie in sich birgt, skizzierte Christoph Herwig vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Prozessanalyse der Technischen Universität Wien in seiner Keynote. „Die Generierung und Bereitstellung von Wissen ermöglicht eine effiziente Nutzung der neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. Dies führt zu neuen Geschäftsfeldern in der intelligenten Herstellung von Bioprodukten entlang der Wertschöpfungskette und des Lebenszyklusses.“

Gesetze müssen langfristige Planungen ermöglichen

Was die Wettbewerbsfähigkeit biobasierter Produkte angeht, steht die Biobasierte Industrie - abgesehen von den bereits technologisch etablierten - erst am Beginn der Entwicklung. „Hier gibt es freilich für die Politik eine Reihe von Ansatzpunkten für entsprechende Maßnahmen“, so Hofinger. „In der öffentlichen Beschaffung lassen sich durchaus Anreize setzen, um biobasierten Produkten Markteintritt zu ermöglichen.“ Weiters ist es für die Industrie von essentieller Bedeutung, dass politische Entscheidungen langfristig halten, damit bereits getätigte Investitionen gesichert sind.

 

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Mehrsprachigkeit als Chance für die Wirtschaft

14.11.2016 - Im Rahmen einer aktuellen Initiative stattet der Fachverband der Chemischen Industrie 28 niederösterreichische Volksschulen mit Chemie-Experimentiersets aus, 10 davon werden von einem hohen Anteil an Kindern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch besucht. Ziel ist es, bei den Kindern Begeisterung für Forschen und Experimentieren zu wecken und damit in weiterer Folge den Fachkräftemangel in der chemischen Industrie entgegenzuwirken.

Frühe Förderung der Naturwissenschaften essentiell

 

Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs unterstützt seit Jahren zahlreiche Projekte im Bildungsbereich mit dem Ziel, die naturwissenschaftliche Ausbildung an Schulen weiter zu verbessern und das Interesse der Jugend an der Chemie zu wecken.

Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes sieht in der Förderung von Volksschulkindern eine Chance für die chemische Industrie: „Freude an Technik und Naturwissenschaften müssen schon früh gefördert werden. Spätestens in der Volksschule sollten Kinder durch spannende Experimente für Chemie begeistert werden. Denn wenn die Chemieindustrie weiter ihrer Rolle als Wirtschaftsmotor und sicherer Arbeitgeber gerecht werden soll, brauchen wir qualifizierte und auch chemiebegeisterte Fachkräfte“.

Experimentierset mit heurigem Schuljahr an 640 Volksschulen im Einsatz 

 

Seit bereits fünf Jahren finanziert der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs  Chemie-Experimentiersets für Volksschulen. Sie wurden vom Verband der Chemielehrer Österreichs nach den neuesten pädagogischen Standards speziell für den Gebrauch in dieser Schulstufe entwickelt. Die im Koffer enthaltenen Materialien und Anleitungen für Experimente orientieren sich an den Möglichkeiten und Interessen von Kindern im Volksschulalter. Die LehrerInnen, die mit diesen Materialien arbeiten, werden von PädagogInnen des Verbandes der Chemielehrer Österreichs eingeschult. Mit dem Schuljahr 2016/17 arbeiten bereits 640 Volksschulen in ganz Österreich damit. Aktuell werden 28 niederösterreichische Volksschulen mit den Chemiekoffern ausgestattet.

 

"Ich bedanke mich beim Fachverband herzlich für diese Initiative, die es den Kindern unter anderem ermöglicht faszinierende Einblicke in naturwissenschaftliche Phänomene zu bekommen und im Sinne von Learning by Doing selbst damit arbeiten zu können“, so der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich Mag. Johann Heuras im Rahmen der heutigen Pressekonferenz.

 

Zusätzlicher Fokus

Im Rahmen der aktuellen Initiative stellt der Fachverband das Chemie-Set insbesondere Volksschulen mit hohem Anteil an Kindern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch zur Verfügung. Die KlassenlehrerInnen und die muttersprachigen BegleitlehrerInnen erhalten spezielle Einschulungen. Und in wenigen Jahren werden genau diese Kinder ihre ersten Berufsentscheidungen treffen. Hofinger: „Ist ihr naturwissenschaftliches Interesse geweckt, stehen die Chancen gut, dass sie sich für einen Beruf im Umfeld der Chemie entscheiden. Bei uns wären sie gut aufgehoben.“ Die Jobchancen sind für naturwissenschaftliche, mehrsprachige Talente in der Chemieindustrie besonders gut: die Exportrate liegt bei etwa 70 Prozent. Wer mehrere Sprachen beherrscht, ist hier klar im Vorteil.

 

 

Dr. Ralf Becker (Präsident des VCÖ) und Mag. Sylvia Hofinger (GF des FCIO) mit Lehrerinnen und SchülerInnen der Otto Glöckel Volksschule St. Pölten

 

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Innovation Day 2016

10.11.2016 - Vieles von dem, was für uns heute selbstverständlich ist, wurde erst dank chemischer Forschung und Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ermöglicht. Diese Innovationskraft und Lösungskompetenz der chemischen Industrie zeigte die Veranstaltung „Innovation Day – Chemie 4.0“, die heute in der Wirtschaftskammer stattfand. Die Wichtigkeit des Themas wurde auch in der Eröffnungsrede von Staatssekretär Harald Mahrer unterstrichen.

„Von Medikamenten über Mobilität und Energieversorgung bis hin zu Mobiltelefonen – zahlreiche Innovationen der chemischen Industrie bestimmen unseren Alltag“, betont Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie und Veranstalter des „Innovation Day“. Vom Potenzial der Branche überzeugten sich rund 150 Gäste. Sie erhielten nach einer unterhaltsamen Key Note von Werner Gruber, Physiker und Direktor des Planetariums der Stadt Wien, unter dem zukunftsweisenden Themenbogen „Chemie 4.0“ Einblick in die aktuellsten Erkenntnisse, Neuerungen und Produkte der chemischen Industrie.

Staatssekretär Mahrer: „Innovationen sind Zukunftsvorsorge“ „Innovationen sind Österreichs Zukunftsvorsorge, um wirtschaftlich erfolgreich und international wettbewerbsfähig zu sein. Unser Ziel ist, dass Österreich in die Spitzengruppe der Innovation Leader aufsteigt und dazu braucht es die Kombination aus Grundlagenforschung und Angewandter Forschung. Gerade die chemische Industrie ist eine sehr forschungsintensive Branche und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich“, so Staatssekretär Harald Mahrer. Derzeit kommen etwa 11 % aller Investitionen für die Forschung und Entwicklung in Österreichs Industrie aus der Chemiebranche.

Top-Management Befragung: 73 % sehen Handlungsbedarf
Dass die Unternehmen der chemischen Industrie ein Innovations-Motor für den Wirtschaftsstandort Österreich sind, zeigt auch eine Ad-Hoc-Befragung des Fachverbandes unter den Top-Managern seiner Mitgliederunternehmen: Demnach räumen rund 82,4 % Innovationen „höchste“ und „hohe“ Priorität ein. Etwa jedes vierte Unternehmen erwirtschaftet mehr als 30 % des Umsatzes mit Produkten oder Lösungen, die jünger als fünf Jahre am Markt sind.

73,5 % der Befragten sehen jedoch zeitgleich Handlungsbedarf von Seiten der Politik. Als stärkstes Hemmnis für Innovationen gab etwa die Hälfte der Befragten ein zu viel an Bürokratie an.

Die chemische Industrie als Innovationsmotor
Die chemische Industrie forscht intensiv an innovativen Lösungen für die zentralen Herausforderungen der Zukunft. „Wir fassen die vielfältigen Aktivitäten unter dem Begriff „Chemie 4.0“ zusammen“, erklärt Obmann Culik. „Chemie 4.0 bedeutet in diesem Kontext die Entwicklung von neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Leistungen bringen.“ Zwei Innovations-Trends lassen sich innerhalb der Branche bestimmen: In der „Green Chemistry“ geht es darum, erdölbasierte durch sogenannte biogene Rohstoffe zu ersetzen. Beispiele dafür sind Autoreifen aus Löwenzahn und Lösemittel auf Fermentationsbasis. Die „Smart Chemistry“ beschäftigt sich damit, intelligente Produkte und Materialien zu entwickeln. Durch besondere funktionelle Eigenschaften ermöglichen sie neuartige Anwendungen mit höherem Nutzen – der breite Bogen reicht von OLED-Bildschirmen über personalisierte Medizin bis hin zu selbstheilenden Kunststoffen. „Unsere Firmen zeigen eindrucksvoll: Der Innovation sind keine Grenzen gesetzt“, fasst Culik zusammen.

 

 

v.l.: Staatssekretär Harald Mahrer, Physiker Werner Gruber, FV-Geschäftsführerin Sylvia Hofinger und FV-Obmann Hubert Culik

 

 Physiker Werner Gruber

Eine Chemie-App fürs Klassenzimmer

09.11.2016 - Chemische Bildung ist für den Fachverband der Chemischen Industrie ein Anliegen mit sehr hohem Stellenwert. Ein Grundverständnis in Chemie ist Voraussetzung, um technisch-naturwissenschaftliche Abläufe und Zusammenhänge im Alltag verstehen zu können. Deshalb unterstützt der Fachverband gerne Initiativen, die bei den Schülern Begeisterung für das Fach wecken und das Interesse der Jugend an Chemie fördern.

Tanzende Atome am Handy

Die App Waltzing Atoms ermöglicht Jugendlichen, auf spielerische Art ein Verständnis für Chemie zu entwickeln und holt sie genau dort ab, wo ihr Fokus liegt: am Handy. Während die Schüler einfache Rätsel lösen und Moleküle basteln, kann der Lehrer mit seiner App im Auge behalten, wer bereits fertig ist und neue Beschäftigung braucht oder wer sich gerade mit unterrichtsfernen Anwendungen am Telefon vergnügt. „Mit der App Waltzing Atoms ist ein Schritt Richtung Zukunft getan, denn die Digitalisierung darf vor den Klassenzimmern nicht Halt machen“, ist Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie überzeugt.

Bildungsministerium stellt App den Schulen kostenlos zur Verfügung

Dass es sich bei der App Waltzing Atoms um eine sinnvolle Hilfestellung für den Chemieunterricht handelt, zeigt auch die Tatsache, dass das Ministerium diese Anwendung unterstützt und nun den österreichischen Schulen die App kostenlos zur Verfügung stellt. „Es freut uns besonders, dass mit der Unterstützung durch das Ministerium nun eine flächendeckende Verwendung der App Waltzing Atoms im Chemieunterricht ermöglicht wird. Das zeigt uns, dass ein zeitgemäßer und schülerfreundlicher Chemieunterricht nicht nur für uns ein Anliegen darstellt“, so Culik.

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Gespräch mit Bildungsministerin Hammerschmid

08.11.2016 - Der Fachverband war gemeinsam mit dem Verband der Chemielehrer Österreichs (VCÖ) bei Bildungsministerin Hammerschmid, um Anliegen und Wünsche in Bezug auf den Chemieunterricht vorzubringen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Aufgrund ihrer Ausbildung wenig überraschend und trotzdem sehr erfreulich war das Bekenntnis, dass der Unterricht der naturwissenschaftlichen Fächer in den Fokus gerückt werden soll. Auch über die Tatsache, dass naturwissenschaftliches Interesse bereits im Volksschulalter, am besten schon im Kindergarten auf spielerische Art und Weise geweckt werden muss, waren sich alle Gesprächspartner einig. Der FCIO bot dem Ministerium volle Unterstützung bei der Entwicklung einer Strategie, mit der die MINT-Fächer die Bedeutung bekommen, die sie an einem Wirtschaftsstandort mit Zukunft haben sollten.

 

 

(v.l.n.r.): Prof. Ing. Mag. Johann Wiesinger (GF des VCÖ), KommRat Ing. Hubert Culik (Obmann des FCIO), Bildungsministerin Mag. Dr. Sonja Hammerschmid (Bundesministerium für Bildung), Mag. Sylvia Hofinger (GF des FCIO) und Dr. Ralf Becker (Präsident des VCÖ)

LKÖsterreich und IGP: Wirkstoff-Kahlschlag gefährdet Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

25.10.2016 - Die Studie zu den Auswirkungen von gefahrenbasierter Gesetzgebung für Pflanzenschutzmittel in Europa (Originaltitel: „Cumulative impact of hazard-based legislation on Crop Protection Products in Europe“) im Auftrag der European Crop Protection Association (ECPA) untersucht die Effekte des Verlusts von 75 von insgesamt 400 Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen. Diese würden durch eine Umstellung vom risiko- auf den gefahrenbasierten Ansatz bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verloren gehen. Durch die damit verursachten Ertragseinbußen und die schlechtere Qualität der Lebensmittel würde ein immenser landwirtschaftlicher und wirtschaftlicher Schaden entstehen, der rund eine halbe Million Arbeitsplätze in Europa gefährdet. Studienautorin Hedda Eggeling von Steward Redqueen präsentierte die Ergebnisse. Josef Plank, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich (LK Österreich), und Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), erläuterten die Auswirkungen für die Landwirtschaft und die Pflanzenschutzmittelindustrie.

 

Eggeling: Innovationen fördern, um hohen Selbstversorgungsgrad aufrechtzuerhalten

„Pflanzenschutzmittel bringen höhere Erträge, höhere Umsätze und damit den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft“, so Hedda Eggeling. Denn die 75 Wirkstoffe tragen in Europa bei den sieben Hauptkulturen zum Gesamtertrag 96 Millionen Tonnen bzw. 15 Milliarden Euro bei. Bei Gerste, Weizen, Raps und Mais ist ein Ernteverlust von bis zu 20 Prozent zu erwarten, bei Kartoffeln und Zuckerrübe sogar bis zu 40 Prozent. Bei den 24 Sonderkulturen variiert der Mehrertrag durch die Wirkstoffe pro Hektar zwischen 40 und 100 Prozent, das entspricht einem Gesamtvolumen von 12 Millionen Tonnen. „Gemessen am aktuellen Bedarf riskiert die EU mit dem Verlust der Wirkstoffe die eigene Selbstversorgung mit Weizen, Gerste, Kartoffeln und Zuckerrüben“, so Hedda Eggeling. „Es wäre also fahrlässig, auf der einen Seite Wirkstoffe zu verbieten und auf der anderen Seite Innovationen durch Bürokratie zu erschweren. Die Rahmenbedingungen, um Wirkstoffe zu entwickeln, sollten verbessert werden. Nur so können entstehende Wirkstofflücken rasch geschlossen werden.“

Die Gewinne der Landwirte würden bei einem Verlust der Wirkstoffe durch sinkende Erträge und steigende Arbeits- und Produktionskosten um 17 Milliarden Euro sinken, wovon 15 Milliarden Euro auf sinkende Umsätze und zwei Milliarden auf höhere Kosten entfallen. Die Wirtschaftlichkeit würde sich damit um 40 Prozent reduzieren. Eggeling: „In der Landwirtschaft wären in Europa insgesamt eine halbe Million Arbeitsplätze in Gefahr. In Österreich sind es 30.000 von insgesamt 61.000 Arbeitsplätzen, also knapp die Hälfte.“ Denn die österreichische Produktion ist mit den 75 Wirkstoffen um zwei Millionen Tonnen höher und erwirtschaftet einen um 412 Millionen Euro höheren Umsatz pro Jahr. Die Erträge bei der Zuckerrübe würden im Schnitt um 35 Prozent sinken, jene für Weizen, Gerste, Mais, Kartoffeln und Wein um bis zu 25 Prozent. Gleichzeitig würden die Produktionskosten pro Hektar um bis zu zehn Prozent steigen, jene für die Zuckerrübe würden sich verdoppeln.

 

Plank: Beweislastumkehr im Pflanzenschutz schafft nur neue Probleme

„Wenn für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln nicht mehr das Risiko, sondern eine eventuelle Gefahr ausschlaggebend sein soll, es also zu einer de facto Beweislastumkehr kommt, dann widerspricht das der menschlichen Erfahrung und schafft mehr Probleme als es löst. Nach diesem Ansatz müsste nämlich auch das Autofahren verboten werden, da es nachweislich Menschen Schaden zufügen kann; sowohl jenen, die es fahren, als auch jenen, die es nicht fahren. Andererseits führt ein solches Verbot zu immer weniger Mitteln gegen Krankheiten oder Schädlinge, was Resistenzen fördert. Wir sollten uns deshalb bei der Entscheidung, den Pflanzenschutz noch verträglicher zu machen, nicht von Emotionen, sondern von wissenschaftlichen Erkenntnissen leiten lassen“, stellte LK Österreich-Generalsekretär Josef Plank fest und ergänzte: „Denn gerade eine ‚Low Input Landwirtschaft’ braucht maßgeschneiderte Instrumente, um auf neue Herausforderungen, wie sie der Klimawandel mit sich bringt, punktgenau reagieren zu können. Mit Verboten ist da nichts getan.“

 

„Die Bauern und ihre Partner in der Produktion brauchen nicht neue Probleme, sondern sichere Lebensmittel. Die Grundlagen dafür müssen Wissenschaft und Forschung liefern. Es kann jedoch nicht sein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse von der Politik je nach Belieben anerkannt oder missachtet werden. Die Politik muss sich entscheiden: Entweder will sie ihre politischen Entscheidungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse treffen, oder sie handelt nach anderen Kriterien. Dann muss sie es auch sagen. Die Wissenschaft diskreditieren, wenn es der eigenen Meinung widerspricht, ist der schlechteste Weg. Das geht gar nicht“, so Plank deutlich. „Immer

weniger Wirkstoffe führen zu immer weniger Mitteln, die die Bauern gegen Pflanzenschädlinge und - krankheiten einsetzen können. Resistenzen sind eine Folge, die Aufgabe von Produktionen, vor allem im Spezialbereich die andere. Verschwindet die Produktion eines Nahrungsmittels aus unserm Land, stehen wir über kurz oder lang vor neuen Problemen, wie dem Verlust von Wertschöpfung und

Arbeitsplätzen, beispielsweise in der Verarbeitung. Außerdem müssen fehlende Lebensmittel importiert werden, oft aus Ländern, in denen Pflanzenschutz noch meilenweit von unseren jetzigen Standards entfernt ist“, so Plank abschließend.

 

Stockmar: Wirkstoff-Kahlschlag gefährdet Sicherheit der Nahrungsmittel

Aufgrund der teuren und 11- bis 13-jährigen Entwicklung von Wirkstoffen sowie dem mehrstufigen und langwierigen Zulassungsverfahren auf EU-Ebene ist es nicht möglich, Wirkstofflücken rasch zu schließen. Christian Stockmar, Obmann der IGP: „Die Breitband-Bürokratie und das zunehmend strengere Zulassungsverfahren erschweren Innovationen im Pflanzenschutzbereich. Es würde konservativen Schätzungen zufolge mindestens 15 bis 20 Jahre dauern, um die entstehenden Lücken zu schließen. Die Landwirte können in dieser Zeit die Ernte nicht vor Krankheiten schützen. Diese gelangen dann in unsere Nahrungsmittel“, unterstreicht Stockmar. Als Beispiel nennt Stockmar Mykotoxine, die schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit haben können. Sie kommen regelmäßig in Nahrungsmitteln vor, oft werden auch die Grenzwerte überschritten, wie die Rückrufstatistik der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) zeigt. „Es stellt sich also die Frage: Wollen wir einen gut untersuchten Stoff, der nachweislich unterhalb der entsprechenden Grenzwerte unbedenklich ist, oder wollen wir Pilze in unserem Essen, von denen niemand sagen kann, welchen Schaden sie im Körper anrichten?“, so Stockmar.

„Weil Polemik und politische Kurzsichtigkeit im politischen Entscheidungsprozess schwerer wogen, als wissenschaftliche Fakten, kam es zu einigen Wirkstoffverboten. Aber der Wegfall von Wirkstoffen gefährdet nicht nur die Sicherheit unserer Ernährung, sondern auch die Versorgungssicherheit mit gesunden und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln“, so Stockmar. Er betont, dass der risikobasierte Ansatz und das mehrstufige Zulassungsverfahren von Wirkstoffen eine ausreichende Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt gewährleisten. „Bereits jetzt muss eine Vielzahl von Studien und Analysen im Labor, im Glashaus und auf dem Feld durchgeführt werden, die das Verhalten der Wirkstoffe in Boden, Luft und Wasser untersuchen. Damit wird das Vorsorgeprinzip ausreichend beachtet und sichergestellt, dass die sachgemäße Anwendung sicher ist.“

 

Video: Nutzen von Pflanzenschutz am Beispiel Zuckerrübe

Nils Bauer, stellvertretender Obmann der IGP, erklärt in einem kurzen Video anhand der Zuckerrübe, warum Pflanzenschutzmittel für Landwirte wichtig sind: https://www.youtube.com/watch?v=aqc4C1X_0Kg

 

Hintergrund zur Studie

Die Studie „Cumulative impact of hazard-based legislation on Crop Protection Products in Europe“ wurde von Steward Redqueen durchgeführt und konzentriert sich auf sieben Hauptkulturpflanzen (Kartoffel, Gerste, Weizen, Zuckerrübe, Raps, Mais und Trauben) sowie 24 Sonderkulturen in den neun größten EU-Mitgliedsländern (gemessen an den landwirtschaftlichen Märkten). Insgesamt werden damit umgerechnet 49 Prozent des Ernteertragswertes des gesamten EU-Marktes abgedeckt.

Die Analyse basiert auf einem Fünf-Jahres-Durchschnitt von Produktion und Kosten (2009-2013) und den aktuellsten statistischen Daten von Eurostat, FAOstat, FADN, WUR, Teagasc und DEFRA. Mit der vorliegenden Studie soll der Nutzen des modernen Pflanzenschutzes auf die europäische Landwirtschaft ermittelt werden.

 

Sämtliche Unterlagen sowie Bilder zum Pressegespräch können unter http://igpflanzenschutz.at/archives/press/146968.zip heruntergeladen werden.

 

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Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH

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Einladung zum Stakeholderdialog Biobased Industry 2016

20.10.2016 - Der Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO) lädt zum diesjährigen Stakeholderdialog Biobased Industry am 23. November 2016 (9:30 – 16:30) in das Gewerbehaus der Wirtschaftskammer Wien ein. Der Fachverband tritt bei dieser Veranstaltung als Kooperationspartner des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) auf.
 
Die Veranstaltung fokussiert auf die vielfältigen technologischen Entwicklungen und Anwendungen der Biobasierten Industrie möchte Einblicke in die vielfältigen technologischen Entwicklungen der Biobasierten Industrie vermitteln.

Einleitend wird Christoph Herwig, Professor für Bioverfahrenstechnik an der TU Wien, einen Vortrag zu „Digitalisierung in der biobasierten Prozessindustrie“ halten. Im Anschluss werden aktuelle Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten im Themenfeld Biobasierte Industrie aus der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“ und dem Biobased Industries (BBI) Joint Undertaking präsentiert. Darüber hinaus werden wesentliche Erfolge österreichischer Kompetenzzentren in diesem Themenfeld vorgestellt und ein Einblick in internationale FTI-Entwicklungen im Bereich der Biobased Industry sowie österreichische Aktivitäten zur Bioökonomiestrategie gegeben. Abschließend wird eine Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Industrie, Verwaltung, Wissenschaft und NGOs stattfinden. Ein wichtiges Ziel dieser Veranstaltung ist es auch österreichische Akteurinnen und Akteure zu vernetzen um einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch zu unterstützen.

 
Nähere Informationen zum Programm finden Sie im Anhang zu dieser Nachricht und auf der Veranstaltungswebsite.

 

Produktion der Zukunft: Stakeholderdialog Biobased Industry 2016

23. November 2016, 9.30 - 16.30 Uhr

Gewerbehaus Wirtschaftskammer Wien, 1030 Wien, Rudolf-Sallinger-Platz 1

 

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten Sie um eine Anmeldung bis zum 21. November unter folgender Adresse: Online-Anmeldung
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Dr. Franz Latzko

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IGP zum Welternährungstag: Wirkstoff-Kahlschlag gefährdet Versorgung mit sicheren und gesunden Nahrungsmitteln

19.10.2016 -  „Setzt sich die Wirkstoff-Kahlschlagstrategie der EU fort, wird es für die österreichischen und europäischen Landwirte zunehmend schwieriger, die Versorgung mit gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aufrechtzuerhalten“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) zum Welternährungstag. „Damit ist die Versorgung mit gesunden und sicheren Nahrungsmitteln gefährdet.“ Denn die sich ändernden klimatischen Bedingungen mit langen Trockenphasen, anhaltendem Starkregen oder erhöhtem Schädlings- und Krankheitsdruck stellen die Landwirte weltweit vor große Probleme. Aus diesem Grund steht der Welternährungstag dieses Jahr unter dem Motto „Das Klima verändert sich. Ernährung und Landwirtschaft müssen das auch“. Für die IGP ist klar: „Pflanzenschutzmittel sind das entscheidende Werkzeug im Betriebsmittelkasten der Landwirte, um ihre Ernte und somit unsere Lebensmittel vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Pflanzenschutz hilft Landwirten dabei, mit ihren Ressourcen gleichermaßen nachhaltig wie effizient umzugehen sowie qualitativ hochwertige und ausreichende Ernteerträge zu erwirtschaften“, so Stockmar.

Gerade im Hinblick auf kommende Herausforderungen ist es wichtig, dass die Innovationskraft im Pflanzenschutz aufrecht erhalten wird, um sich rasch an neue Gegebenheiten anpassen zu können. „Schon jetzt gibt es Krankheiten und Schädlinge, gegen die es kein Pflanzenschutzmittel gibt. Aufgrund der aufwändigen Entwicklung von Wirkstoffen sowie dem mehrstufigen und langwierigen Zulassungsverfahren auf EU-Ebene ist es nicht möglich, diese Lücken rasch zu schließen. Damit ist es den Landwirten nicht mehr möglich, ihre Ernte ausreichend zu schützen. Vielen landwirtschaftlichen Betrieben droht damit durch großflächige Ernteausfälle das Ende“, unterstreicht IGP-Obmann Christian Stockmar.

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

 

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IGP Dialog: Experten warnen vor Banalisierung von Lebensmitteln

10.10.2016 - Ein hochkarätig besetztes Podium diskutierte bei dem von der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) organisierten dritten IGP Dialog die Frage „Who feeds the world? – Österreich zwischen regionaler Selbstversorgung und globalem Supermarkt“. Im Zentrum der Diskussion standen die Frage der Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit in Österreich und auf globaler Ebene sowie aktuelle und künftige Herausforderungen: sinkende Lebensmittelpreise in Österreich und Europa, sich ändernde gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen und steigende Bevölkerungszahlen bei sinkenden Agrarflächen. Nach einer Begrüßung durch IGP Obmann Christian Stockmar und einer einführenden Keynote von Alexander Müller vom deutschen Sustainability-Thinktank TMG – Töpfer, Müller, Gaßner diskutierten Michael Blass (Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria), General Othmar Commenda (Österreichisches Bundesheer), Katharina
Koßdorff (Fachverband der Nahrungsmittelindustrie), Hermann Schultes (Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich) und Reinhard Wolf (Generaldirektor der RWA Raiffeisen Ware Austria). Durch die Veranstaltung in der Wiener Labstelle führte Martina Salomon.
Christian Stockmar wies in seinen einleitenden Worten auf ein aktuelles Problem hin: das mangelnde Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln. „Österreich ist ein Musterschüler hinsichtlich der Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Doch wenn Konsumenten nicht bereit sind, die entsprechenden Preise zu zahlen, erweisen wir unseren Bauern einen Bärendienst“, erläuterte Stockmar einen der Gründe für den starken Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich.

Preise sinken, Anforderungen an die Landwirtschaft steigen
Alexander Müller betonte, dass es angesichts der drei zentralen Herausforderungen für die Landwirtschaft – die globalen Trends und Entwicklungen, die Lebensmittelabfälle sowie die Situation und Preise auf den Weltmärkten – eine gemeinsam entwickelte Strategie brauche. Dazu zählen etwa Investitionen in landwirtschaftliche Forschung, um die natürlichen Ressourcen besser nutzen und sich auf künftig herrschende Bedingungen bestmöglich vorbereiten zu können. Aber auch die Verschwendung von 1,3 Milliarden Tonnen an essbaren Lebensmitteln pro Jahr stelle ein großes Problem dar und erfordere eine gemeinsame Strategie. „Die Welternährung ist eines der beiden großen weltpolitischen Themen neben der Energiegewinnung und -nutzung“, so Müller. Prognosen erwarten einen Bevölkerungsanstieg auf rund 10 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050, vor allem die Entwicklung in Afrika und Asien sei entscheidend für die Welternährung.

Es braucht eine gemeinsame europäische Agenda
„In vielen Regionen der Welt herrscht aktuell ein Nahrungsmittelmangel. Hunger ist eine der Hauptursachen für Krisen, Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen und wird zu großen Migrationsströmen führen. Darauf gilt es Antworten zu finden, und dafür braucht es eine ganzheitliche Herangehensweise“, meinte Othmar Commenda. Er betonte aber auch, dass in Österreich zwar ausreichend Lebensmittel zur Verfügung stehen, aber im Falle eines großflächigen Stromausfalls die Versorgungssicherheit ein großes Problem wäre: „Österreich ist nicht gerüstet für einen Verlust der Stromversorgung. Das Problem ist nicht, dass es zu wenige Lebensmittel gäbe, sondern die Verteilung dieser Ressourcen im Krisenfall.“ Auch Reinhard Wolf sagte, dass Österreich über genügend Lagerkapazitäten für Lebensmittel verfügt.
Aber: „Wenn kein Strom vorhanden ist, dann funktionieren keine Elevatoren in Silos, dann können Produkte nicht tiefgekühlt und Milchprodukte nicht abgefüllt werden. Die Versorgungskette mit IT und Logistik hängt in hohem Maße von einer funktionierenden Stromversorgung ab“, unterstrich Wolf. Die Diskussion in Deutschland habe aber glücklicherweise zu einer Sensibilisierung der Verantwortlichen in diesem Bereich geführt.
Dennoch mangelt es laut Hermann Schultes immer noch an Konzepten: „Die Unterstützung eines handlungsfähigen und nachhaltig produzierenden agrarischen Sektors muss auch auf EU-Ebene ein zentraler Punkt sein.“ Aktuell sei etwa Holz teurer als Getreide, betonte Schultes, und das stelle die Landwirte vor große Herausforderungen.

Konsumenten mit ins Boot holen
Katharina Koßdorff sieht dabei auch die Konsumenten in einer Schlüsselrolle. Es müsse wieder ein Bewusstsein geschaffen werden, dass Lebensmittel wertvoll sind. „Wenn in Österreich pro Person und Jahr Lebensmittel im Wert von 300 Euro im Müll landen, ist das doch ein Handlungsauftrag. Es braucht etwa Projekte in Schulen, um mehr Wissen über Nahrungsmittel zu transportieren“, so  Koßdorff. Der Nahrungsmittelindustrie komme hier eine entscheidende Rolle als verbindendes Glied zwischen Landwirtschaft und Handel zu.
Michael Blass sieht ebenfalls eine „Banalisierung“ von Lebensmitteln in der Bevölkerung. „Früher waren Lebensmittel Rohstoffe, die unerlässlich waren, um Speisen zuzubereiten. Heute sind Lebensmittel durch niedrige Preise und ihre ständige Verfügbarkeit für uns ein Stück weit banal und nebensächlich geworden.“ Hier müsse etwas unternommen werden, denn in der Abwertung der Nahrungsmittel und der Arbeit derjenigen, die diese Lebensmittel herstellen, liege eines der Hauptprobleme nicht nur des landwirtschaftlichen Sektors, sondern auch der gesamten Gesellschaft.
Einig waren sich die Diskutanten, dass es zur Bewältigung dieser großen Herausforderungen vor allem eines braucht: eine ganzheitliche europäische Strategie und ein klares Bekenntnis dazu, welche Ausrichtung die Landwirtschaft in Zukunft haben soll.

(v.l.n.r.): Alexander Müller (TMG – Töpfer, Müller, Gaßner), General Othmar Commenda (Österreichisches Bundesheer), Christian Stockmar (Obmann der IGP), Michael Blass (Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria), Moderatorin Martina Salomon, Hermann Schultes (Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich), Katharina Koßdorff (Fachverband der Nahrungsmittelindustrie) und Reinhard Wolf (Generaldirektor der RWA Raiffeisen Ware Austria)

 

(v.l.n.r.): Christian Stockmar (Obmann der IGP), Michael Blass (Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria), General Othmar Commenda (Österreichisches Bundesheer), Katharina Koßdorff (Fachverband der Nahrungsmittelindustrie), Moderatorin Martina Salomon, Hermann Schultes (Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich), Reinhard Wolf (Generaldirektor der RWA Raiffeisen Ware Austria) und Alexander Müller (TMG – Töpfer, Müller, Gaßner)

(v.l.n.r.): Michael Blass (Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria), General Othmar Commenda (Österreichisches Bundesheer), Katharina Koßdorff (Fachverband der Nahrungsmittelindustrie), Moderatorin Martina Salomon, Hermann Schultes (Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich), Reinhard Wolf (Generaldirektor der RWA Raiffeisen Ware Austria) und Alexander Müller (TMG – Töpfer, Müller, Gaßner)

Videos zur Veranstaltung:
Kurzversion Video: https://youtu.be/ZzfaOzTEXIE
Langversion Video: https://youtu.be/UBuTwgB9L8Q
Bilder zur Veranstaltung zum Download: http://igpflanzenschutz.at/archives/press/248459.zip

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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Die Stellung des Chemieunterrichts an Neuen Mittelschulen ist bedenklich

05.10.2016 - Künftig soll es keinen Unterschied mehr zwischen der Ausbildung für Lehrer an Gymnasien und Neuen Mittelschulen geben. Was bedeutet das für den Chemieunterricht? Ein Artikel in der Presse weist auf die Problematik hin, der Fachverband nimmt dazu Stellung:

 http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/5096478/Lehramt-fur-Chemie-wird-zu-schwer

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Chemikalien Sicher Transportieren – CST 2016: Anmeldung noch möglich!

03.10.2016 - Seit bereits 20 Jahren veranstaltet der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) mit Unterstützung des Verbands der chemischen Industrie Deutschlands (VCI) und des europäischen Chemieverbands (CEFIC) die Konferenz „Chemikalien Sicher Transportieren – CST 2016“.

Im Sinn von „Responsible Care“ soll mit dieser Veranstaltung ein Beitrag zur weiteren Verbesserung der Transportsicherheit - insbesondere im Umgang mit Gefahrgütern erreichet werden. Am Nachmittag des 10. Oktober werden Sie ausgewählte Experten auf den letzten Stand der Gefahrgutgesetzgebung in Europa bringen und gemeinsam mit Ihnen die bevorstehenden neuen Regelungen für den Transport von gefährlichen Gütern ab 2017 diskutieren.

Am 11. Oktober liegt der Schwerpunkt auf der Sicherheit von Gefahrguttransporten, Best-Practice Beispielen aus dem Bereich der Gefahrgutlogistik und einem Ausblick in die Zukunft. Im Dialog zwischen ausgewählten Referenten der chemischen Industrie, Transportunternehmen und Behörden sollen in bewährter Weise spezifische Schwerpunkte erörtert werden.

Nutzen Sie auch heuer wieder die exzellente Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen Transportexperten aus Chemieunternehmen bzw. Behörden und Einsatzkräften und melden Sie an, es sind noch Restplätze frei!

Das endgültige Konferenzprogramm und das Anmeldeformular stehen als Download bereit. Die Teilnahme ist kostenlos, die Zahl der Teilnehmer limitiert!

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Dr. Christian Gründling

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gruendling@fcio.at

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Österreichs chemische Industrie hat Vorreiterrolle bei Senkung von Mikroplastik in Gewässern

30.09.2016 - Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts hat sich Kunststoff gegenüber herkömmlichen Materialien in vielen Bereichen unseres Alltags durchgesetzt. Die Vorteile im geringen Gewicht und der leichten Formbarkeit haben Kunststoffe zum am meisten verwendeten Werkstoff gemacht. Als weiterer Vorteil kann die Beständigkeit gesehen werden, die aber im Besonderen bei Marine Litter zum Problem geworden ist. Unsere Meere sind voll mit Abfällen aller Art, etwa 60 Prozent davon Plastikmüll, der nur schwer abbaubar ist. Hier ist dringender Handlungsbedarf gefragt.

 

Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur landen jährlich rund 10 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in den Weltmeeren. Es wird angenommen, dass etwa 80 Prozent vom Land aus dorthin gelangt sind. Wesentliche Eintragspfade sind dabei naturgemäß große Flüsse wie etwa die Donau. Eine Studie des Umweltbundesamtes  (2014/2015) ergab, dass die Kunststofffracht auf der Donau rund 40 Tonnen jährlich beträgt, wovon rund 20 Tonnen aus Österreich stammen. Genaue Untersuchungen ergaben, dass 10 Prozent der Kunststoffabfälle in der Donau industriellen Ursprungs sind. Die Kunststoffbranche war sich ihrer Verantwortung bewusst und reagierte umgehend.

 

Der Pakt „Zero Pellet Loss“

Auf Initiative des Fachverbandes für Chemische Industrie Österreichs und des BMLFUW unterzeichneten seit 2015 insgesamt 28 Unternehmen den "Zero Pellet Loss" (die Initiative deckt damit 90 Prozent des gesamten in Österreich hergestellten bzw. verarbeiteten Kunststoffvolumens ab). Ziel des Paktes war es, den Eintrag in die Gewässer auf unter ein Kilo pro Tag zu senken. Durch bessere Filter in den Abwasseranlagen, die Festlegung genauerer Reinigungsrichtlinien und die Schulung der Mitarbeiter konnte das ehrgeizige Ziel des Paktes nach nur einem Jahr erreicht werden. Österreichs Kunststoffbetriebe haben hiermit auf europäischer Ebene eine Vorreiterrolle im Kampf gegen industriellen Kunststoffeintrag in Gewässer eingenommen. 

 

Auch die Kosmetikindustrie setzte ein deutliches Zeichen

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass nur ein sehr kleiner Anteil von geschätzten 0,1 bis 1,5 Prozent des gefundenen Mikroplastiks in Gewässern aus Kosmetikprodukten stammt. Eine Studie des Umweltbundesamtes (http://www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/mikroplastik-im-meer-wie-viel-woher) kommt zu einem vergleichbaren Ergebnis. Trotz des geringen Beitrags zu den in der Umwelt gefundenen Plastikpartikeln, haben sich die Markenkosmetik-Hersteller bereits öffentlich dazu verpflichtet, auf Mikroplastikpartikel in allen Peeling-Kosmetikprodukten sowie Zahncremes zu verzichten. Die Hersteller arbeiten intensiv an neuen Rezepturen, um in den bestehenden Produkten Mikroplastikpartikel zu ersetzen, wobei der Schutz von Gesundheit und Umwelt für die Kosmetik-Hersteller absolute Priorität hat. Bei der Entwicklung neuer Produkte wird kein Mikroplastik mehr eingesetzt.

 

Umdenken in der Bevölkerung nötig

Der Großteil der Kunststofffracht in der Donau entsteht durch achtloses Wegwerfen von Müll. „Hier ist ein Umdenken der Bevölkerung dringend notwendig. Was ich am Straßenrand liegen lasse, landet unweigerlich durch Wind und Regen in den heimischen Bächen und Flüssen. Bis es in den Meeren ankommt, sind die Kunststoffteile zu kleinen Partikeln zermahlen, zum sogenannten sekundären Mikroplastik“, erklärt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin der Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs. „Die chemische Industrie wird sich weiterhin bemühen, die Einträge von Kunststoff in die Gewässer zu verringern. Allein kann die Industrie dieses Problem aber nicht bewältigen. Hier ist jeder einzelne von uns gefragt, seinen Beitrag zu leisten“, fordert Hofinger.

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Der Hauptverband lenkt mit jüngsten Vorwürfen von interner Reformnotwendigkeit ab

30.09.2016 - Mit gerade einmal 12 Prozent machen die Arzneimittelausgaben nur einen kleinen Teil des Gesundheitssystems aus. Durch ihre Solidarbeiträge leistet die Pharmawirtschaft einen entscheidenden Beitrag zur Dämpfung der Kosten im Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite ermöglicht sie durch stetige Forschung und Innovation nicht nur die Heilung von zahlreichen Krankheiten, sondern auch damit verbundene Einsparungen durch Verkürzung von Krankenhausaufenthalten.

Trotz alledem wird die Pharmawirtschaft regelmäßig mit ungerechtfertigten Vorwürfen seitens des Hauptverbandes konfrontiert und die Bevölkerung mit falschen Prognosen verunsichert. "Es wird Zeit, dass der Hauptverband seinen Fokus auf andere Einsparmöglichkeiten legt und seine ineffizienten Strukturen unter die Lupe nimmt", reagiert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie mit Unverständnis auf die vom Hauptverband veröffentlichten Bedrohungsszenarien. "Das Pharmawachstum erreicht heuer nicht einmal drei Prozent. Das Hauptaugenmerk beim Thema 'Medikamente' sollte daher endlich wieder auf den Nutzen für den Patienten gelegt und die positiven Effekte für die Volkswirtschaft betrachtet werden. Der Wert eines Medikaments muss auch an den Einsparungen bemessen werden, die es durch Heilung und Verkürzung von Krankheiten erzielt."

Der Fachverband sieht im ökonomischen Umfeld keine Begründung für die Vorwürfe des Hauptverbands. "Die Krankenkassen prognostizieren für das heurige Jahr dank des Solidarbeitrags der Pharmawirtschaft einen Überschuss von 48 Millionen Euro. Die Pharmawirtschaft ermöglicht den Kassen darüber hinaus laufende Einsparungen durch Preissenkungen und Rabatte. Außerdem leistet die Pharmawirtschaft mit 18.000 Beschäftigten einen bedeutenden Beitrag zur Volkswirtschaft", hält Hofinger abschließend fest.

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Die chemische Industrie ist auch heuer wieder bei der Kronehit Lehrlingsoffensive vertreten

 29.09.2016 - Chemie ist nicht nur Teil unseres Lebens, sie kann auch der Schlüssel zum beruflichen Erfolg sein. Denn mit einer Chemieausbildung hat man beste Jobperspektiven und tolle Aufstiegschancen.

In der chemischen Industrie bilden 177 Lehrbetriebe ihre Lehrlinge in unterschiedlichen, spannenden Lehrberufen aus, wie zum Beispiel: Chemieverfahrenstechnik, Labortechnik, Kunststofftechnik, Textilchemie oder Pharmatechnologie. In der aktuellen Kronehit Lehrlingsoffensive sprechen Obmann Hubert Culik sowie drei Lehrlinge aus Mitgliedsbetrieben über die Vorteile einer Ausbildung in der chemischen Industrie. Die Radiospots werden noch bis 14. Oktober 2016 zu hören sein.

INNOVATION DAY 2016 - Chemie 4.0 der chemischen Industrie Österreichs

26.09.2016 - Am Donnerstag, den 10. November 2016 findet der Innovation Day des Fachverbandes der Chemischen Industrie in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer statt. Er gibt einen Einblick in die Lösungskompetenz der heimischen Chemieunternehmen und deren derzeitige und zukünftige Positionierung im globalen Wettbewerb. Eröffnet wird die Veranstaltung von Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Für die Key Note konnte Werner Gruber, Physiker und Direktor Planetarium der Stadt Wien, gewonnen werden. Im Anschluss präsentieren österreichische Unternehmen innovative Projekte und aktuelle Lösungen – vom Medizinalchemiker als Architekt und Handwerker in der pharmazeutischen Forschung bis hin zum technologischen Vorsprung durch sogenannte „Connected Innovation“.

Details zu den Beiträgen und zum Programm finden Sie im Downloadbereich.

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Neue Werbespots für "Chemie ist in"-Kampagne

23. 09. 2016 - Die Dreharbeiten zur heurigen Herbstkampagne von "Chemie ist in" sind abgeschlossen. Ziel der Kampagne ist es, den Menschen ihre Abhängigkeit von Chemie vor Augen zu führen. Wie gut kann ein Selfie werden, wenn plötzlich das Handy verschwindet? Der Flirt mit drei hübschen Damen im Freibad fällt ins Wasser, wenn auf einmal die Badehose weg ist. Auch das romantische Date führt nur zu einem erfolgreichen Ende, wenn die Kreditkarte sich nicht in Luft auflöst. Und es ist wirklich unangenehm für den coolen Hiphopper, wenn im vollen Autobus plötzlich seine Kopfhörer verschwinden und lautstark ein Volksmusik-Schlager ertönt. Die Spots werden demnächst im Kino und im Internet zu sehen sein. Einen Vorgeschmack bieten die Fotos zu den Dreharbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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IGP und Jungbauern bringen „schauFELDER“ nach Wien

11.09.2016 - Am Erntedankfest 2016 im Wiener Augarten präsentierten die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) und die Österreichischen Jungbauern den Besucherinnen und Besuchern das gemeinsame Projekt „schauFELDER“. Mit zwei Erdäpfel-Hochbeeten wurde der Unterschied zwischen behandelten und unbehandelten Kulturpflanzen aufgezeigt. Die Auswirkungen waren klar ersichtlich: Im Beet ohne Pflanzenschutz wucherten Unkräuter, zudem waren der Ertrag geringer und die Qualität schlechter. „Pflanzenschutzmittel sind ein wichtiger Beitrag, um die Ernte vor Krankheiten, Schädlingen und Unkraut zu schützen. So wird gewährleistet, dass gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel aus regionalem Anbau auf die heimischen Tische kommen“, so Christian Stockmar, Obmann der IGP, und Stefan Kast, Obmann der Österreichischen Jungbauern unisono. „Wir wollten den Besucherinnen und Besuchern ein realistisches und unverfälschtes Bild der Landwirtschaft vermitteln. Dazu zählt auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.“ Am Wiener Erntedankfest kam das Projekt „schauFELDER“ erstmals nach Wien.

Die IGP führt das Projekt „schauFELDER“ dieses Jahr zum dritten Mal durch und zeigt damit den Nutzen von Pflanzenschutzmitteln auf. Diese sind wichtige Betriebsmittel für Landwirte, um die Ernte und unsere Lebensmittel vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Damit sichern Pflanzenschutzmittel gleichzeitig auch die heimische regionale Landwirtschaft, so Stockmar: „Ein Landwirt arbeitet wirtschaftlich, um langfristig überlebensfähig zu sein. Ein wichtiger Beitrag dazu sind Pflanzenschutzmittel, die höheren Ertrag und bessere Qualität gewährleisten. Davon profitiert der Konsument nicht zuletzt auch durch stabile Preise.“

Stefan Kast betont, dass die Jungbauern „mit der Aktion „schauFELDER“ am Wiener Erntedankfest für Verständnis für moderne  Produktionsweisen werben und die Landwirtschaft authentisch darstellen wollen. Der Landwirt muss imstande sein, seine Ernte vor Krankheiten, Schädlingen oder Unkräutern zu schützen, um am Ende des Jahres nicht mit leeren Händen dastehen zu müssen“. Bei früheren „schauFELDER“-Aktionen wurden etwa bei der Zuckerrübe ohne Behandlung 86 Prozent weniger geerntet, als unter Zuhilfenahme von konventionellen Pflanzenschutzmitteln.

Bild:
Marcel Schlicker (Standbetreuer), Stefan Kast (Obmann der Österreichischen Jungbauern), Christian Stockmar (Obmann der IGP), David Süß (Generalsekretär der Jungbauern)

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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Dr. Dominique Schröder

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Eine integrierte Energie- und Klimastrategie für Österreich

08.09.2016 - Aktuell befindet sich die integrierte Energie- und Klimastrategie der Bundesregierung in Ausarbeitung. Die laufende öffentliche Konsultation auf Basis eines „Grünbuchs“ bildet den Auftakt für die weiteren politischen Verhandlungen im Herbst dieses Jahres, die zu einem „Weißbuch“, also der eigentlichen Strategie führen sollen.

Die Rahmenbedingungen

Die österreichische Energie-und Klimapolitik ist stark von den Vorgaben auf EU-Ebene geprägt. Für den anstehenden Strategieprozess sind dabei die EU-Ziele bis zum Jahr 2030 handlungsleitend:

  • verbindliches EU-Ziel für Minderungen von Treibhausgasemissionen von mindestens 40 % gegenüber 1990, das auf die Ebene der Mitgliedsstaaten herunter gebrochen wird (für Österreich liegt aktuell ein Vorschlag der EU Kommission von minus 36 % gegenüber 2005 vor). Gleichzeitig muss auch der Emissionshandelssektor (minus 43 % gegenüber 2005) seinen Beitrag leisten.
  • ein verbindliches EU-Ziel für einen Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch von mindestens 27 %, das seitens der EU jedoch NICHT auf die Ebene der Mitgliedsstaaten herunter gebrochen wird.
  • ein indikatives Energieeffizienzziel gegenüber dem prognostizierten  Energieverbrauch in Höhe von mindestens 27 % Einsparungen bis 2030, das seitens der EU ebenfalls NICHT auf die Ebene der Mitgliedsstaaten herunter gebrochen wird.

Da diese Ziele der EU bereits im Herbst 2014 im Hinblick auf das internationale Klimaabkommen von Paris formuliert wurden, ergibt sich aus dem Ergebnis von Paris selbst keine weitergehende Verpflichtung der EU hinsichtlich der Ziele bis zum Jahr 2030.

Wohl aber schaffen die Beschlüsse der Klimakonferenz COP21 in Paris Ende 2015, wie auch des G7-Gipfels vom Frühjahr 2015 die langfristige Perspektive einer weltweiten Dekarbonisierung des globalen Energiesystems. Diese sieht ein Gleichgewicht von anthropogenen Emissionen und deren Abbau durch Senken in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts vor.

Was bedeutet dies für Österreich konkret?

Das Ziel einer Energie-und Klimastrategie muss sein, auf Basis des unzweifelhaft bereits laufenden Wandels des Energiesystems Folgerungen zu ziehen und Forderungen zu formulieren, die es der österreichischen Gesellschaft und Wirtschaft erlauben, die langfristige Transformation als Chance für eine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung zu nutzen. Ein solcher Anspruch kann nur dann erfüllt werden, wenn die grundsätzlichen Ziele der Energie-und Klimapolitik berücksichtigt und angemessen und vor allem ausbalanciert miteinander verknüpft werden.

Das Zielquartett der Energie- und Klimapolitik umfasst als Dimensionen neben der Nachhaltigkeit, der Versorgungssicherheit, der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Volkswirtschaft auch die Leistbarkeit der Energie. Da diese Ziele zumindest teilweise in einem Spannungsfeld zueinander stehen gilt es, einen balancierten Ausgleich zu finden. Die übergeordneten volkswirtschaftlichen Ziele (Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftsstandort und Beschäftigungspolitik) sind dabei immer mit zu betrachten.

Grundlegende Positionen zur Konsultation seitens Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung:

Das vorliegende Grünbuch beschreibt umfassend den Status Quo des Energiesystems in Österreich, verweist auf bekannte energie- und klimapolitische Studien und Szenarien und stellt eine Reihe von Fragen als Leitlinien der öffentlichen Konsultation. Die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung haben die Vorlage des Grünbuchs als Diskussionsgrundlage ausdrücklich begrüßt. Dennoch bestehen z.T. deutliche Vorbehalte gegenüber einzelnen durchaus grundlegenden Aspekten des Grünbuchs.

Folgende Positionen werden als wesentlich erachtet:

  • Das Grünbuch legt den Fokus auf das Energiesystem selbst. Dabei wird das gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld, in das es ein Energiesystem einzubetten gilt, weitgehend vernachlässigt. Zentrale politische Themen wie Standortsituation im globalen Wettbewerb, Arbeitsplatzsituation oder auch nur die gegenwärtige wirtschaftliche Situation in Europa und Österreich sind nicht oder nur am Rande im Grünbuch und seinen Fragestellungen abgebildet.
  • Entsprechend den europäischen Vorgaben, die ihrerseits den Vorgaben internationaler Verpflichtungen wie zuletzt dem Abkommen von Paris entsprechen, ist das hochgesteckte Treibhausgasreduktionsziel (Vorschlag der EU-Kommission für Österreich von 36 % gegenüber 2005) als quantitativer Zielpunkt für die gegenständliche Strategie festzuschreiben. Darüber hinaus sind keine weiteren quantitativen Festlegungen zu treffen, die lediglich die Freiheitsgrade der österreichischen Energie- und Klimapolitik reduzieren und damit die Kosten erhöhen ohne irgendeinen ökologischen Mehrwert zu schaffen (der sich am Treibhausgasreduktionsziel bemisst).
  • Der hohe prognostische Anspruch des Grünbuchs sowie teilweise der darin zitierten Szenarien wird grundsätzlich in Frage gestellt. Schätzungen der wesentlichen Variablen wie BIP oder Preisen von Energieträgern Jahre und Jahrzehnte in der Zukunft scheinen nicht geeignet, tragfähige Strategien für die Gegenwart zu entwickeln.
  • Auf die Begrifflichkeit der Energiedienstleistung wird im Grünbuch sowie in den zitierten Szenarien zu wenig Aufmerksamkeit gelegt. Es ist nicht die Bereitstellung von Energie, die über die Struktur des Energiesystems entscheidet, sondern vielmehr die Bereitstellung der nachgefragten Energie-Dienstleistungen die maßgeblich für die Wahl der Anwendungs- und Transformationstechnologien ist.
  • Der weitgehend isolierten Betrachtung der jeweiligen Sektoren der Volkswirtschaft ist das Prinzip der Integration gegenüberzustellen, das systemische Verschränkungen in den Mittelpunkt stellt (z.B. Elektrizität/Mobilität).
  • Europäische Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Energiesystems werden nur unvollständig dargestellt. So ist etwa der Beihilferahmen für Umwelt- und Energiebeihilfen, der für die Förderung erneuerbarer Energie handlungsleitend ist, im Grünbuch nicht enthalten.
  • Grundsätzlich erscheint das Thema „Digitalisierung“ der Energie- und Mobilitätssysteme (Smart Grids, autonomes Fahren, etc.) unterbeleuchtet.
  • In den Szenarien wird Biomasse als Energieträger eine wachsende Bedeutung beigemessen. Eine kaskadische Biomassenutzung ist ökonomisch und ökologisch sinnvoller, wird aber in dieser Form weder im Grünbuch noch im Fragenkatalog angesprochen. Wesentlich wird aber auch sein, welche energetische Nutzung für diesen Energieträger das höchste Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet.
  • Forschung, Entwicklung und Innovation sowohl in technischer wie auch sozioökonomischer Hinsicht sind die Schlüssel für den Umbau des Energiesystems. Somit ist eine integrierte Betrachtung der Energieforschung in der Energie- und Klimastrategie unerlässlich. Die Reduktion dieses Themenfeldes auf lediglich eine Frage im Fragenkatalog ist befremdend
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DI Dr. Reinhard Thayer

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Bildung weiterhin im Fokus des FCIO

02.09.2016 - Die Begabtenförderung ist ein wesentlicher Teil der Bildungsförderung des Fachverbandes. Diese Woche fand das Chemiecamp des VCÖ statt, in dem Teilnehmer der Chemieolympiade die Möglichkeit hatten, Labors außerhalb der Schule kennenzulernen und so Einblick in den Arbeitsalltag von Forschern zu gewinnen. Den Schülern wurde zum Beispiel auf der BOKU die Kernspinresonanzspektroskopie gezeigt, am IST untersuchten sie die Gehirne von Mäusen und im Vienna Open Lab konnten sie eine Blutgruppenbestimmung durchführen. Einen bleibenden Eindruck hat die Arbeit mit einem Stück verdorbenen Fleisch hinterlassen, dessen Alter anhand des Larvenstadiums zu eruieren war. Neben zahlreichen Eindrücken durften alle Teilnehmer am Ende auch eine Urkunde mit nach Hause nehmen.

 

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Mag. Dorothea Pritz

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Save the Date: Stakeholderdialog Biobased Industry 23. November 2016

30.08.2016 - Der Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO) richtet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) auch 2016 wieder einen Stakeholderdialog „Biobased Industry“ aus.

 

Die Veranstaltung fokussiert auf die vielfältigen Entwicklungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Biobasierten Industrie. Dazu werden aktuelle Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten im Themenfeld Biobasierte Industrie aus der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“  und dem Biobased Industries (BBI) Joint Undertaking (JU) präsentiert. Darüber hinaus werden wesentliche Erfolge österreichischer Kompetenzzentren in diesem Themenfeld vorgestellt und ein Einblick in internationale FTI-Entwicklungen im Bereich der Biobased Industry sowie österreichische Aktivitäten zur Bioökonomiestrategie gegeben. Abschließend wird eine Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Industrie, Verwaltung, Wissenschaft und NGOs stattfinden.

 

Stakeholderdialog „Biobased Industry“

Termin: 23. November 2015, 9:00 – 16:00

Ort: Gewerbehaus Wirtschaftskammer Wien, 1030 Wien, Rudolf-Sallinger-Platz 1 

 

Nutzen Sie das Forum als Plattform für den direkten Kontakt mit ExpertInnen aus Unternehmen und Forschungsinstitutionen sowie als Informationsquelle über aktuelle Trends und zum Erfahrungs- und Wissensaustausch!

 

Nähere Informationen finden Sie ab September auf http://www.nachhaltigwirtschaften.at

 

 

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Dr. Franz Latzko

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latzko@fcio.at

Interview mit Dr. Peter Unterkofler

24.08.2016 - Nachzulesen ist das Gespräch hier.

 

Interview im Kurier mit Philipp von Lattorff

19.08.2016 - Nachzulesen ist das Gespräch hier.
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Mag. Dorothea Pritz

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Pharmawirtschaft ermöglicht Krankenkassen positive Prognose für 2016

16.08.2016 - Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie, in dem auch die heimische Pharmawirtschaft Mitglied ist, sieht darin die Bestätigung, dass die Prognose des Fachverbandes für die Steigerung der Medikamentenkosten richtig war. Mittlerweile rechnet auch der Hauptverband selbst für 2016 nur noch mit Steigerungen von 4,1% - und erhält im Gegenzug von der Pharmawirtschaft 125 Mio. an Solidarbeiträgen. Bringt man diese zum Abzug, verzeichnen die Firmen für heuer ein Negativwachstum.

 

Die Zahlungen der Krankenkasse für Medikamente belaufen sich auf lediglich 12 Prozent der gesamten österreichischen Gesundheitsausgaben. „Auch wenn die Pharmawirtschaft weiterhin bereit ist, ihren Beitrag zur Dämpfung der Gesundheitsausgaben zu leisten, so sollte nun seitens des Hauptverbands der Fokus auf weitere Reformen gelegt werden“, fordert Hofinger. „Es sind nicht zuletzt die Strukturen und eigenen Einrichtungen der Krankenkassen, welche die Kosten in die Höhe treiben. Hier schlummert ebenfalls beträchtliches Einsparungspotenzial.“

 

Weitere Reformmöglichkeiten sieht Hofinger in der Anstaltspflege: „In Österreich werden 6,3 Akutbetten auf 1000 Einwohner finanziert, während man zum Beispiel in Schweden mit 2,5 Betten auskommt. Es ist an der Zeit, auch Ausgaben jenseits der Medikamente unter die Lupe zu nehmen und hier Einsparungen anzudenken.“

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Pflanzenschutz: Nicht aus Jux und Tollerei

16.08.2016 - Zum dritten Mal führt die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) heuer das Projekt „schauFELDER“ durch. Dabei zeigt die Interessengemeinschaft gemeinsam mit den Österreichischen Jungbauern den Nutzen von Pflanzenschutzmitteln für eine produktive Landwirtschaft mit ausreichender Ernte und sicheren Lebensmitteln auf.

 

Mit der Aktion „schauFELDER“ wird auf einen Blick klar: Bereiche, die nicht mit Pflanzenschutz bearbeitet wurden, weisen einen hohen Unkraut-, Pilz- und Schädlingsbefall auf. Die Kulturpflanzen sind zum Teil nicht mehr erkennbar. Das Ergebnis: Die Ernte wird geringer und auch die Qualität leidet extrem darunter. Bei eigenen Versuchen der IGP im Zuge des Projekts „schauFELDER“ im Jahr 2014 wurden bei der Zuckerrübe 86 Prozent weniger geerntet als unter Zuhilfenahme von konventionellen Pflanzenschutzmitteln. Bei sachgerechter Anwendung von Pflanzenschutzmitteln profitieren somit Konsumenten und Landwirte im gleichen Ausmaß.

 

„Mit dieser Aktion können wir auch im heurigen Jahr den Nutzen und die enorme Bedeutung von Pflanzenschutzmitteln für die Landwirtschaft und den Konsumenten augenscheinlich machen“, betont Christian Stockmar, IGP Obmann. „Der umsichtige und verantwortungsvolle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirte stellt einen wichtigen Schutz vor folgenschweren Ernteausfällen dar und sichert gesunde Lebensmittel.“

 

Unverfälschte Darstellung der Landwirtschaft

Die an dem Projekt teilnehmenden Landwirte legten auf ihren Äckern einen Bereich an, der nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wird. Auf Tafeln, die ebenfalls gut sichtbar platziert wurden, können sich Interessierte über Sinn und Zweck des Projektes und den Pflanzenschutz informieren. Die Auswirkungen von fehlendem Pflanzenschutz auf Nutzpflanzen können von Spaziergängern, Wanderern und Radfahrern so ganz aus der Nähe erfahren werden.

 

„Als Jungbauernschaft haben wir uns zum Ziel gesetzt, Landwirtschaft realistisch und unverfälscht darzustellen. Dazu gehört klarerweise auch das Thema Pflanzenschutz. Hierbei setzen die Landwirte die Mittel sorgsam nach dem Motto „So wenig als möglich, so viel wie nötig“ ein. Die nun umgesetzte Schautafel-Aktion soll in der Bevölkerung für mehr Verständnis für die Produktionsweise der Landwirtschaft sorgen“, erklärt Stefan Kast, Bundesobmann der Österreichischen Jungbauernschaft die Teilnahme am Projekt.

 

schauFELDER erstmals in Wien

Neben der Aktion auf den Feldern bringt die IGP das Projekt heuer auch erstmals nach Wien. Im Rahmen des Erntedankfestes des Bauernbundes stellt die IGP zwei Hochbeete aus, die den Besucherinnen und Besuchern den Unterschied zwischen behandelten und unbehandelten Kulturpflanzen zeigen. Das Erntedankfest findet am 10. und 11. September 2016 im Augarten statt.

 

Bilder zum Download unter (Credits: IGP / Georges Schneider):

http://igpflanzenschutz.at/presse/bilder.html

Bild 1: IGP Obmann Christian Stockmar, Agrarreferent des nö. Bauernbundes Martin Ebenberger, Landwirt Reinhold Zagler, Franz Xaver Broidl von den Österreichischen Jungbauern, Obmann-Stv. der nö. Jungbauern Martin Sturm

Bild 2: Im Vergleich ergeben sich beim Unkrautbefall gravierende Unterschiede. Im Vordergrund die behandelte Fläche, im Hintergrund die Fläche ohne Pflanzenschutzmitteleinsatz mit starken Unkrautwuchs. v.l.: Landwirt Reinhold Zagler, Agrarreferent des nö. Bauernbundes Martin Ebenberger, Franz Xaver Broidl von den Österreichischen Jungbauern, IGP Obmann Christian Stockmar, Obmann-Stv. der nö. Jungbauern Martin Sturm

Bild 3: Mit Tafeln machen IGP und Jungbauern auf die Aktion aufmerksam. Im rechten Feld ohne Pflanzenschutzmittel ist der starke Unkrautbefall klar erkennbar. Auch die Pflanzen sind im Schnitt deutlich niedriger gewachsen.

 

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

 

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FCIO-Mitglieder im Interview

10.08.2016 - Zum Nachlesen das Standard-Interview mit DI Pflanzl, sowie das Interview mit Dr. Doboczky im Wirtschaftsblatt 

 

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Europäische chemische Industrie weiterhin auf der Kriechspur

28.07.2016 - Nach einer Meldung des europäischen Chemieverbandes CEFIC schrumpfte die EU-Chemieproduktion in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres um 0,7 Prozent. Verantwortlich für diese Einbußen waren vor allem Agrochemikalien, Anorganika, Seifen und Waschmittel sowie Petrochemikalien.

Durch den erneuten Rückgang der Erzeugerpreise sank der Erlös der Branche im ersten Quartal 2016 um 3,1 Prozent.

Weiterhin erfreulich fällt hingegen die Außenhandelsbilanz aus: Die EU-Chemieindustrie erwirtschaftete im ersten Quartal wieder einen Außenhandelsüberschuss von 9,8 Mrd. Euro. Zurückzuführen war dieser vor allem auf Exporte in die übrigen europäischen Länder wie Russland, Türkei und die Schweiz. Ein Plus besteht außerdem gegenüber den Vereinigten Staaten, gegenüber China konnte es sogar noch ausgeweitet werden. Gegenüber Südkorea, Japan und Indien verzeichnet der EU-Chemiesektor allerdings weiterhin ein Außenhandelsdefizit.

Die Zahl der Beschäftigten in der chemischen Industrie der EU stieg gegenüber dem Schlussquartal des Vorjahres leicht an. Der Industriesektor zählt 1,171 Mio. Mitarbeiter.

 

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Neue Studie der Kommission zeigt hohe Regulierungskosten für die EU-Chemieindustrie

18.07.2016 - Eine kürzlich veröffentlichte Studie der EU-Kommission zeigt, dass sich die durch Gesetze und Verordnungen der EU verursachten Kosten für die europäische chemische Industrie von 2004 auf 2014 verdoppelt haben. Der europäische Gesetzes- und Verordnungsrahmen sichert gemeinsam mit den eigenen Anstrengungen der chemischen Industrie Schutz für Mensch und Umwelt, die komplexe Gesetzesstruktur belastet die chemische Industrie aber auch erheblich. Diese finanzielle Belastung beläuft sich auf rund 10 Milliarden Euro pro Jahr laut Studie.

Die kürzlich veröffentlichte Arbeit zeigt, dass die durch die EU-Bürokratie hervorgerufene Belastung der Chemiefirmen rund 12 % der Wertschöpfung der EU-Chemieindustrie ausmacht. Diese variiert dabei je nach Subsektor von 3 % für Kunststoffe bis zu 23 % für Pflanzenschutzmittel. Die so entstehenden Zusatzkosten belaufen sich auf bis zu 30 % des Betriebsergebnisses. Die Regulierungskosten haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Rentabilität der chemischen Industrie.

Die Studie umfasst allerdings nicht die Gesamtkosten der bürokratischen Last. Sie behandelt nur jenen Teil, der sich auf EU-Gesetzgebung bezieht. Andere bürokratische Maßnahmen, die die Industrie natürlich ebenfalls belasten, sind nicht inkludiert.

Nähere Informationen zur Studie finden Sie unter: http://www.cefic.org/newsroom/top-story/EU-Commission-study-shows-high-regulatory-costs-for-European-chemical-industry/

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FCIO begrüßt Reform der Bankenabgabe als ersten Schritt zur Stärkung des Industriestandorts

13.07.2016 - „Wir hoffen, dass die Reform der Bankenabgabe und somit die Entlastung der Kreditinstitute den heimischen Unternehmen zugutekommt und damit ein erster Schritt in Richtung Standortsicherung gesetzt wurde“, erläutert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin vom Fachverband der chemischen Industrie. Ein Großteil der Mitglieder des Fachverbandes der chemischen Industrie sind KMUs, die auf die Unterstützung von heimischen Banken für Unternehmensfinanzierungen angewiesen sind.

 

„Wir freuen uns, dass nun den Worten auch Taten folgen. Nachdem jetzt die Abgabenlast der Banken reduziert wurde, müssen als nächstes die Abgaben der Unternehmen gesenkt werden, damit auch diese wettbewerbsfähiger gegenüber dem Ausland werden können“, fordert Hofinger. Hier setzt man sich besonders für wettbewerbsfähige Lohnnebenkosten und Energiekosten ein. Der Fachverband heißt auch die Investitionen in Bildung und Forschung gut, mit denen einerseits Chancengleichheit geschaffen als auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert wird. Nun ist es wichtig darauf zu achten, dass das Geld wirklich in den Klassen ankommt, wo es gebraucht wird, und damit unser ohnehin schon teures Schulsystem auch wirklich effizienter wird.

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WKÖ begrüßt Startschuss zur Konsultation über neue Energie- und Klimastrategie bis 2030

07.07.2016 - Heute hat die Bundesregierung die öffentliche Konsultation zum kürzlich vorgestellten Grünbuch für eine integrierte Energie- und Klimapolitik gestartet. Die WKÖ wird sich umfassend an der Konsultation bzw. am weiteren Prozess beteiligen.

„Dabei muss der Schwerpunkt der zukünftigen Energie- und Klimastrategie für Österreich nicht alleine auf einer Klimastrategie liegen – der Fokus sollte vielmehr auf eine integrierte Energie- und Klimastrategie gelegt werden, die in eine Standort- und Beschäftigungsstrategie eingebettet ist“, fordert Stephan Schwarzer, Leiter der umwelt- und energiepolitischen Abteilung der WKÖ.

Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes zielt die zukünftige Energie-und Klimastrategie auf Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie Ausbau von Kompetenzen im Bereich der Forschung und Entwicklung ab. Der Fokus muss dabei auf den wirtschaftlichen Aufschwung gelegt werden. „Die Einbeziehung aller relevanten Stakeholder – allen voran der Wirtschaft - in den Prozess der Erarbeitung der Energie- und Klimastrategie ist dabei ein Muss“, so Schwarzer.

Orientierung an Machbarkeit und Leistungsfähigkeit gefordert

Eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik muss mit einer aktiven nationalen Wirtschaftspolitik im Einklang stehen, welche die Chancen aufgrund des weltweiten Bemühens, den Klimawandel zu stoppen, wahrnimmt. Dies ist nur dann möglich, wenn sich die österreichische Umsetzung nicht nur an den bereits sehr ambitionierten europäischen Energie- und Klimazielsetzungen, sondern auch an Machbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft sowie unseres Energiesystems orientiert. Schnellschüsse und Alleingänge, die die Versorgungssicherheit gefährden, sind unbedingt zu vermeiden. Statt quantitative oder relative Ziele weiter hinaufzuschrauben, muss die Qualität und Verlässlichkeit der Maßnahmenprogramme im Vordergrund stehen. „Ein nachhaltiges Energiesystem kann nur dann als nachahmenswertes Vorbild dienen, wenn die Wirtschaft gleichzeitig prosperiert“, so Schwarzer.

Erfolgsentscheidend ist das Gelingen der Liaison von Standort und Beschäftigungspolitik mit Klima- und Energiepolitik unterstützt von einer adäquaten Technologie- und Innovationpolitik. „Alle Stakeholder sind nun gefordert, konstruktiv und sachlich zusammenzuarbeiten ohne Extrempositionen einzunehmen.“

Rückfragen & Kontakt:

Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik

Univ.Doz.Dr.Mag. Stephan Schwarzer

Telefon: +43 5 90 900 4195

stephan.schwarzer@wko.at

Internet: http://wko.at/up/

Lackindustrie ist trotz schwierigem Umfeld zuversichtlich

30.06.2016 - Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie, zeigt sich bei der diesjährigen Jahrespressekonferenz der Branche trotz bescheidener Steigerung im Jahr 2015 für das heurige Jahr optimistisch  

- Beschränkungsmaßnahmen durch die EU stellen die Branche in Bezug auf die notwendigen Rohstoffe allerdings vor große Herausforderungen

- Der Lackindustrie könnte bald ihr Weißpigment Titandioxid-TiO2 abhandenkommen und wasserbasierte Farben und Lacke wegen Verboten von Konservierungsmittel in der Kühlkette landen

Die Unternehmen der Lack- und Anstrichmittelindustrie blicken auf ein schwieriges Jahr 2015 zurück. Mit einer Gesamtproduktion von  152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 421 Mio. Euro (2014: 415 Mio. Euro) konnte nur eine bescheidene Steigerung von 1,4 Prozent erreicht werden. Besonders der Bereich der Bautenfarben und Bautenlacke musste Einbußen hinnehmen. Auf sehr niedrigem Niveau stabilisierte sich der Industrie- und Autolack-Sektor. Letzterer war auch durch die Krise im VW-Abgas-Skandal betroffen. Lediglich der Holz- und Möbellack-Bereich konnte eine leichte Steigerung von 1 bis 1,5 Prozent verzeichnen.

„Wir sind allerdings zuversichtlich, dass das Jahr 2016 besser ausfallen wird. Im ersten Halbjahr ist im Sektor Bautenfarben/Bautenlacke bereits eine gewisse Erholung spürbar, ebenso im Bereich Korrosionsschutz, Maschinenbau und bei Lacken und Beschichtungen für Metallerzeugnisse“, gibt sich Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie optimistisch.

Exportentwicklung heterogen

Für die stark exportorientierte österreichische Lackindustrie brachte das Jahr 2015 keine nennenswerten Verbesserungen. So sanken die Exporte nach Rumänien um 31 Prozent und nach Bulgarien um 19 Prozent. Der russische, ukrainische und weißrussische Markt ist nahezu zusammengebrochen. Die von Österreich mitgetragenen Sanktionen der Europäischen Union finden in diesen Zahlen ihren dramatischen Niederschlag.  

Lediglich die Exporte nach Polen (+7 Prozent) sowie in die Tschechische Republik (+15 Prozent) reflektieren auch die wirtschaftliche Erholung in diesen Ländern.

Ebenfalls ein Lichtblick waren die Exporte nach Deutschland, die auf hohem Niveau wiederum um 3,5 % zulegten. „Deutschland ist für die österreichische Lackindustrie der weitaus wichtigste Exportmarkt, in den fast ein Drittel aller Ausfuhren geht“, erklärt Culik. Allerdings ist auch der Importdruck aus Deutschland nach Österreich riesig. Insgesamt wurden 2015 Lacke und Farben im Wert von 295 Mio. Euro nach Österreich aus Deutschland importiert und im Wert von 85 Mio. Euro exportiert.

Rohstoffknappheit durch Beschränkungen

Von der EU angestrebte Beschränkungsmaßnahmen von wichtigen Rohstoffen stellen die Lackindustrie vor neue Herausforderungen. Oftmals unterliegen Neubewertung bzw. Verbote und Beschränkungsmaßnahmen keinerlei fundierten wissenschaftlichen Grundlagen. So könnte die Einstufung von Titandioxid als krebserregend der Lackindustrie das wichtigste Weißpigment entreißen. Von einer derartigen Einstufung wären sämtliche Produkte vom Speziallack bis zur Wanddispersion betroffen. Alternativen zu Titandioxid gibt es keine, denn andere Weißpigmente (z.B. Zinkoxid oder Bleikarbonat) sind untauglich und umweltgefährdend. Millionen von Konsumenten kommen weltweit tagtäglich mit TiO2 in Kontakt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine krebserregende Wirkung bei einer solch weitreichenden Exposition bislang verborgen bleiben konnte.

Die von der EU angestrebten Beschränkungen im Biozid-Bereich erschweren die Haltbarkeit besonders bei wasserbasierten Farben und Lacken, da diese Produkte ohne Konservierungsstoffe nur noch in Kühlung gelagert werden könnten. „Der heutige Kenntnisstand ermöglicht einen sehr bewussten und nachhaltigen Umgang mit Bioziden“, ist Albert Keiler, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie, überzeugt. „Pauschale Mengenreduzierungen ohne Berücksichtigung des Nutzens von Bioziden werden von uns abgelehnt.“

Bildungsoffensive gegen Fachkräftemangel

Um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken, startete die Lackindustrie eine Bildungsoffensive und etablierte den Lehrberuf „Lack- und Anstrichmitteltechniker“, der im Herbst 2015 an den Berufsschulen startete. „Auch die Kunden der Lackindustrie, zum Beispiel die Metall- und Fahrzeugindustrie oder die Möbelindustrie sind eingeladen, von dieser neuen modularen Ausbildung Gebrauch zu machen und Fachkräfte auszubilden“, so  Klaus Schaubmayr vom Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs.

Im Hochschulbereich befindet sich der Fachhochschulstudiengang „Lack- und Oberflächentechnik“ in Planung, um den Bedarf an hervorragend ausgebildeten Fachkräften in der Lack- und Beschichtungsindustrie decken zu können.

      

Lackindustrie setzt auf Nachhaltigkeit

„Nachhaltigkeit gehört auch für die Lackindustrie zu den aktuellen Megatrends. Wir bewegen uns hier weg von erdölbasierenden Rohstoffen zu Rohstoffen aus nachwachsenden Quellen“, erläutert Culik.

Die industrielle Biotechnologie gewinnt auch für die Lackindustrie immer mehr an Bedeutung. Durch Fermentation mit Mikroorganismen entstehen aus Biomasse Basisrohstoffe für die Lackproduktion, etwa Acrylsäure, Asparaginsäure, Itaconsäure und Adipinsäure. „Der CO2-Fußabdruck dieser biobasierten Rohstoffe für die Lackindustrie ist teilweise um einen zweistelligen Prozentbetrag kleiner, als jener Rohstoffe, die aus der petrochemischen Produktion stammen“, freut sich Hubert Culik.  Darüber hinaus gibt es eine deutlich bessere Energieeffizienz bei der Herstellung dieser Rohstoffe.

Beispielsweise können aus diesen nachwachsenden Rohstoffen Höchstleistungshärter für Polyurethan-Lacke hergestellt werden, die damit nahezu vollständig aus biobasierten Komponenten bestehen.

Lackindustrie braucht verlässliche und planbare Rahmenbedingungen

Die österreichische Lackindustrie fordert die EU-Kommission auf, einen risikobasierten Ansatz bei Verboten und Beschränkungen zu wählen und wünscht sich durch Übergangsfristen mehr Zeit, um auf Änderungen reagieren und Rohstoffe ersetzen zu können.

„Im Fokus aller Bemühungen muss die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Stärkung des Industriestandorts Österreich stehen“, betont Hubert Culik. Maschinensteuer und Arbeitszeitverkürzung würden sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken, die Lackindustrie brauche Entlastungen und flexible Arbeitszeitmodelle.

 

Lackindustrie in Österreich

Die 28 Betriebe der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie beschäftigen knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Gesamtproduktion von 152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 421 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar.

 

 

v.l.n.r. Berufsgruppen-Geschäftsführer Dr. Klaus Schaubmayr, Berufsgruppen-Obmann KommR Ing. Hubert Culik, MAS, Berufsgruppen-Obmann-Stv. Dr. Albert Keiler

 

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IGP zu Glyphosat-Entscheidung: Unnötige Verschleppung und Schaden für Forschung und Wissenschaft

29.06.2016 - Als „unnötige Verschleppung der Wiederzulassung“ bezeichnet Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), die Entscheidung der EU-Kommission, den Wirkstoff Glyphosat für vorerst nur 18 Monate zu verlängern, um eine Entscheidung der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA abzuwarten. „Die wissenschaftliche Faktenbasis ist erdrückend und auch das Vorsorgeprinzip wird eingehalten. Nur die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten zauderten unter dem Druck des NGO-Populismus und deren polemischer Argumentation. Damit verursachen sie wissentlich einen immensen Schaden für Forschung und Wissenschaft.“

Dabei sei das einzige Argument von NGOs und Grünen vom Joint Meeting on Pesticide Residues der WHO und der FAO sowie laut einer ersten Einschätzung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) relativiert bzw. widerlegt worden, kritisiert Stockmar. Vielmehr bestätigen über 1.000 aktuelle und unzählige Studien aus den letzten 40 Jahren seit der Erstzulassung sowie zahlreiche Behörden und Institute weltweit, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung für Mensch, Tier und Umwelt sicher ist.

„Die EU fällt als Forschungs- und Wissenschaftsstandort stetig weiter zurück, zahlreiche Unternehmen verlagern deshalb ihre Tätigkeiten im Innovationsbereich in andere Länder außerhalb Europas. Das liegt neben der Länge der Zulassungsverfahren vor allem an der fehlenden Rechtssicherheit, da die eigenen Regularien nicht eingehalten werden“, warnt Stockmar. Er verweist dazu auf die politisch motivierte Entscheidung zu Glyphosat, anstatt der wissenschaftlich basierten Entscheidung, die eigentlich laut Regularien vorgeschrieben wäre. „Wenn es der Europäischen Union nicht gelingt, die eigenen Vorgaben bei den Zulassungsverfahren einzuhalten, Rechtssicherheit zu gewährleisten und Europa damit innovations-freundlicher zu gestalten, dann findet der Fortschritt bald ohne Europa statt.“

 

Die ECHA als oberste Chemiebehörde der EU empfiehlt, Glyphosat nicht als krebserregend einzustufen. Stockmar: „Deshalb gehen wir davon aus, dass in 18 Monaten eine Wiederzulassung für 15 Jahre kommt.“ Bis dahin wird die Europäische Chemikalien-Agentur (ECHA) einen wissenschaftlichen und harmonisierten Einstufungsprozess des Wirkstoffs auf Basis des EU-Chemikalienrechts abgeschlossen haben. Dieser Vorschlag durchläuft nun eine öffentliche Konsultation und eine Begutachtung durch den Ausschuss für Risikobeurteilung der ECHA.

 

Der Vorschlag der ECHA steht unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13626/clh_report_glyphosate_en.pdf zum Download bereit.

Die IGP hat auch einen Faktencheck zum Thema Glyphosat erstellt, der unter http://igpflanzenschutz.at/dateien/yzskq/glyphosat-faktencheck.pdf zum Download zur Verfügung steht.

 

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

 

Pressekontakt

Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH

Presse IndustrieGruppe Pflanzenschutz

Mail: presse@igpflanzenschutz.at

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FCIO bedauert den Verlust von UK in der EU-Politik

24.6.2016 -  Die chemische Industrie Österreichs respektiert das Ergebnis des Referendums, das den Austritt UKs aus der Europäischen Union zur Folge hat. Nichtsdestotrotz ist der Verlust eines liberalen Mitglieds in der EU-Politik zu bedauern. Die chemische Industrie wird die Briten als verlässlichen Partner, der sich stets für eine vernunftorientierte Wirtschaftspolitik eingesetzt hat, vermissen.
Weniger gravierend sind die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit auf die chemische Industrie Österreichs, denn die Handelsbeziehungen zu Österreich sind eher schwach ausgeprägt. Etwa 477 Mio. Euro von insgesamt 19,3 Mrd. Chemie-Gesamtexporten gehen nach UK – das entspricht 2,5 Prozent. Damit liegt Großbritannien an 11. Stelle der Exportdestinationen, knapp vor Belgien. Importseitig liegt es mit 492 Mio. Euro an 8. Stelle.
Hauptbetroffen wären aus Exportsicht Pharmazeutika (214 Mio. Ausfuhren) und mit deutlichem Abstand Kunststoffwaren (84 Mio. Euro) und anorganische Chemikalien (43 Mio. Euro). Nachdem Großbritannien auch nach dem Austritt als Handelspartner weiterhin zur Verfügung stehen wird, werden auch trotz schwierigeren Handelsbeziehungen die wirtschaftlichen Auswirkungen überschaubar sein.
Nun sind die einzelnen Regierungen gefragt, eng mit der Europäischen Kommission zusammenzuarbeiten, um den richtigen Rahmen für die Errichtung neuer Regelungen zu schaffen, damit unsere Wirtschaft weiter wachsen kann und die negativen Auswirkungen durch den Austritt so weit wie möglich begrenzt bleiben.
Kontakt/Ansprechpartner

Mag. Dorothea Pritz

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pritz@fcio.at

Die Positionierung Österreich zur ETS-Richtlinien-Revision / Bestehende Forderungen der WKÖ

20.06.2016 - Nach intensiven Verhandlungen wurde Ende Mai die österreichische Positionierung zur ETS-Richtlinien-Revision festgelegt. Durch Anstrengungen und Aktivitäten der WKÖ wird wesentlichen Forderungen der österreichischen Industrie Rechnung getragen. Die WKÖ fordert aber zusätzlich die Berücksichtigung von vier zentralen Punkten:

  • die Ablehnung eines „Tiered Approach“ 
  • eine dynamischen Zuteilung der Gratiszertifikate
  • eine EU-weite Harmonisierung der Kompensation von indirekten CO2 Kosten 
  • die Erweiterung der „opt-out” Klausel auf Anlagen unter 50.000 t CO2 Emissionen

 

Die österreichische Positionierung

 

Die österreichische Positionierung verfolgt zwei Zielsetzungen, einerseits die Anwendung eines übersektoralen Korrekturfaktors zu vermeiden und andererseits die Sicherstellung, „dass die effizientesten Anlagen, die einer Gefahr von Carbon Leakage unterliegen, eine Gratiszuteilungsrate (bezogen auf den Benchmark) von bis zu 100% erhalten, mit einem Ziel von 100% für die effizientesten und Carbon Leakage gefährdeten Anlagen“.

 

Zur Zielerreichung wurden in der Positionierung im Wesentlichen folgende Punkte festgelegt. Österreich setzt sich für eine Absenkung des Versteigerungsanteils und für die Einführung einer Reviewklausel ein, die eine Neubewertung des Versteigerungsanteils für die Periode nach 2025 ermöglichen soll, um unerwarteten Entwicklungen gegenzusteuern. Weiters beinhaltet die Positionierung, dass die vorgeschlagene Methodik (Handelsintensität x Emissionsintensität) zur grundsätzlichen Bewertung der Carbon Leakage Gefährdung mitgetragen werden kann. In Bezug auf das qualitative Verfahren, sollte die von der Kommission vorgeschlagene Untergrenze von 0,18 auf 0,16 gesenkt werden. Die Benchmarks für die Bemessung der Zuteilungen sollen auf Basis der bisherigen Methode auf Grundlage einer periodischen Neuerhebung für den jeweiligen 5-Jahreszeitraum festgelegt werden. Es wurde weiters festgelegt, dass Österreich für eine Berücksichtigung von Produktionswachstum und -verringerung bei der Gratiszuteilung eintritt, wobei eine Anpassung bei einer Veränderung von 10 %, jedenfalls zum Tragen kommen soll.

 

Bestehende Forderungen der WKÖ

 

Die WKÖ sieht die Positionierung Österreichs positiv, fordert jedoch zusätzlich vier zentrale Punkte:

 

Ablehnung eines gestuften Ansatzes, eines „Tiered Approach“
Ein „Tiered Approach“ kann zwischen unterschiedlichen Carbon Leakage Risiken nicht unterscheiden, da die Schwellen auf Basis einer Multiplikation aus Handelsintensität und Emissionsintensität bestehen und andere Risiken - wie der Anstieg von Produktionskosten aufgrund entsprechender Investitionen - nicht berücksichtigt werden. Dieser Ansatz bevorzugt jene Branchen, deren Carbon Leakage Risiko aufgrund hoher CO2-Emissionen und hoher Außenhandelsintensität besonders hoch ist. Branchen, deren Carbon Leakage Risiko beispielsweise aufgrund verringerter CO2-Emissionen geringer sind, würden wertvolle Gratiszertifikate verlieren.

Österreichische Industrieunternehmen würden durch einen „Tiered Approach“ einen wirkungsvollen Schutz verlieren. Der gestufte Ansatz wirkt als Bestrafung gerade jener, die bereits viel in Maßnahmen zur CO2-Reduktion investiert haben und verhindert weitere Investitionen in Emissionsreduktionsmaßnahmen. Der „Tiered Approach“ wirkt damit dem Kernziel des Emissionshandels entgegen. Aus diesem Grund ist der gestufte Ansatz dringend abzulehnen. Er bestraft Best Performer.

Ein "Tiered Approach" führt zu einer unfairen Behandlung einzelner Anlagen in einem Sektor und bestraft wachsende, wettbewerbsfähige Unternehmen, die den Handel mit Drittmärkten intensivieren. Hinzu kommt, dass ein solcher Ansatz den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom Oktober 2014 widerspricht. 100% freie Zuteilung für die effizientesten Anlagen im Emissionshandel wird nicht gewährleistet.

 

Dynamische Zuteilung der Gratiszertifikate
Die Positionierung Österreichs sieht eine Anpassung der Gratiszuteilung ab jedenfalls 10% Steigerung bzw. Verringerung der Produktion vor. Die WKÖ fordert eine volle dynamische Zuteilung, um nahe an der tatsächlichen Aktivitätsrate zu sein und Über- bzw. Unterallokationen sowie bürokratischen Aufwand zu vermeiden.

 

EU-weite Harmonisierung der Kompensation von indirekten CO2 Kosten

Die unterschiedliche Ausgestaltung der finanziellen Kompensation von durch den Emissionshandel ausgelösten Strompreissteigerungen durch Mitgliedsstaaten führt zu Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU. Um dem entgegenzuwirken, fordert die WKÖ die EU-weite Harmonisierung der Kompensation von indirekten CO2 Kosten.

 

Erweiterung der „opt-out” Klausel auf Anlagen unter 50.000 t CO2 Emissionen
Kleinanlagen repräsentieren einen Anteil von ca. 75 % aller ETS Anlagen, allerdings nur einen Anteil von 2,5 % der Gesamtemissionen.  Die Anwendung der „opt-out“ Klausel hat positive Ergebnisse gezeigt, weshalb diese harmonisiert und für alle Mitgliedstaaten als verpflichtende Option eingeführt werden sollte. Zusätzlich sollte sie für Anlagen unter 50.000 Tonnen CO2 Emissionen erweitert werden. Dies würde administrative Belastungen von immerhin 84 % aller ETS Anlagen reduzieren, die nur 5 % der Gesamtemissionen repräsentieren, ohne Abstriche bei den übergeordneten Umweltzielen hinnehmen zu müssen.

 

Die WKÖ wird sich mit Unterstützung des Fachverbandes weiter dafür einsetzen, dass die zentralen Forderungen der österreichischen Industrie in der österreichischen Position Berücksichtigung finden!

 

 

 

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DI Dr. Reinhard Thayer

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thayer@fcio.at

EK-Vorschlag zu endokrinen Disruptoren: Chance für effizienten Gesundheitsschutz vertan

15.06.2016 - Nach sechsjähriger Vorarbeit hat die EU-Kommission heute ihren Vorschlag für Kriterien vorgelegt, nach denen in Zukunft endokrine Disruptoren identifiziert werden sollen. Nach kritischer Durchsicht kommt Sylvia Hofinger, GF des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs zu folgendem Urteil: „Die Kommission hat mit ihrer unspezifischen Definition leider die Chance verpasst, die menschliche Gesundheit durch sinnvolle Kriterien und eine wissenschaftlich basierte Risikobewertung vor tatsächlich hormonell schädlichen Substanzen zu schützen. Diese breite Definition lässt keine Konzentration auf riskante Stoffe zu und setzt die Verunsicherung der Bevölkerung fort.“

 

Gleichsetzung von Kaffee mit gefährlichem Weichmacher

 

Die Effekte auf Mensch und Umwelt, die von hormonschädigenden Stoffen ausgehen, sind eine Gefahr, die die chemische Industrie sehr ernst nimmt. Gerade deshalb setzt sich der Fachverband für Regelungen ein, die einen sicheren Umgang mit hormonschädlichen Stoffen ermöglichen. Mit dem gegenständlichen Vorschlag wird jedoch genau das Gegenteil erreicht, indem der gefährliche und in der EU verbotene Weichmacher DEHP gleich behandelt wird wie zum Beispiel Kaffee, Bier oder Tofu. Diese Lebensmittel haben alle etwas gemeinsam: Sie beinhalten Stoffe, die mitunter unerwünschte Reaktionen in unserem Hormonsystem hervorrufen.

Eine Definition endokriner Disruptoren nach den heute vorgeschlagenen Kriterien erinnert Hofinger an die WHO-Einschätzung, dass Wurstwaren krebserregend sind: „Auch damals wurde vollkommen außer Acht gelassen, dass das Risiko, durch Wurstkonsum an Krebs zu erkranken, minimal ist. Lediglich der Konsument wurde stark irritiert.“

 

Ernsthafte Konsequenzen

 

Eine Regulierung von hormonell schädlichen Substanzen, die ihr eigentliches Ziel verfehlt, könnte entscheidende Auswirkungen auf den Konsumenten haben. Dies trifft besonders auf Pflanzenschutzmittel sowie Biozide zu. „Nicht nur, dass durch Ernteausfälle in der Landwirtschaft die Preise ansteigen werden. Es muss auch mit Gesundheitsschäden beispielsweise durch verstärkt auftretende Schimmelpilzgifte gerechnet werden, die bisher dank fungizider Wirkstoffe in Schach gehalten werden konnten“, gibt Hofinger zu bedenken. Nicht zuletzt warnen auch schon Behörden, dass durch den Wegfall von etlichen Bioziden ein Zunehmen von Resistenzen droht.

 

Nur Einzelstoffbewertung sinnvoll

 

„Wichtig ist der Schutz der Menschen und nicht ihre Verunsicherung“, fasst Hofinger zusammen. „Entscheidend für eine treffsichere Regulierung ist eine stoffbezogene, wissenschaftliche Risikobewertung, bei der das Gefährdungspotenzial hormonaktiver Stoffe einzeln ermittelt wird. Sonst endet es damit, dass man Kaffee zwar noch trinken, den Kaffeesatz aber nicht mehr gegen Blattläuse einsetzen darf.“

 

Rückfragen & Kontakt:

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IGP zu Glyphosat: Unnötige Verschleppung trotz wissenschaftlich fundierter Faktenbasis

06.06.2016 - „Die Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten ist schwer nachvollziehbar. Über 1.000 Studien belegen bei sachgemäßem Einsatz die Unbedenklichkeit von Glyphosat für Mensch, Tier und Umwelt. Zahlreiche Organisationen und wissenschaftliche Institute kommen zum Ergebnis, dass Glyphosat sicher ist. Viele Behörden weltweit bestätigen die Sicherheit von Glyphosat und haben den Wirkstoff zugelassen. Angesichts dieser fundierten Faktenbasis und der umfangreichen wissenschaftlichen Daten verursacht die zaudernde Haltung der Mitgliedsstaaten eine unnötige Verschleppung der Zulassungsverlängerung“, kritisiert Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), das Ergebnis der heutigen Abstimmung zum Wirkstoff Glyphosat.


Trotz erdrückender wissenschaftlicher Fakten zur Sicherheit von Glyphosat haben sich die EU-Mitgliedsstaaten gegen eine Verlängerung der Zulassung entschieden. Die IGP geht nun davon aus, dass die EU-Kommission wie angekündigt den Wirkstoff für 12 bis 18 Monate verlängern wird, bis die Europäische Chemikalien-Agentur (ECHA) einen wissenschaftlichen und harmonisierten Einstufungsprozess des Wirkstoffs auf Basis des EU-Chemikalienrechts abgeschlossen hat. „Die ECHA hat aber in einer ersten Bewertung bereits klargestellt, dass eine Gefahreneinstufung von Glyphosat als krebserregend nicht gerechtfertigt ist“, so Stockmar. Dieser Vorschlag durchläuft nun eine öffentliche Konsultation und eine Begutachtung durch den Ausschuss für Risikobeurteilung der ECHA. Eine Bestätigung des Vorschlags ginge im Gleichschritt mit zahlreichen anderen Behörden, darunter

  • das Deutsche Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) im Renewal Assessment Report, der
    von zahlreichen Experten aus EU-Mitgliedsstaaten und Behörden einem Peer Review
    unterzogen wurde,
  • die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA),
  • die US-amerikanische Umweltbehörde (EPA),
  • die kanadische Bewertungsbehörde Pest Management Regulatory Agency (PMRA),
  • die australische Bewertungsbehörde APVMA
  • und das gemeinsame Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) der FAO und der WHO.


Der Vorschlag der ECHA steht unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13626/clh_report_glyphosate_en.pdf zum Download bereit.

Die IGP hat auch einen Faktencheck zum Thema Glyphosat erstellt, der unter http://igpflanzenschutz.at/dateien/yzskq/glyphosat-faktencheck.pdf zum Download zur Verfügung steht.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.


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Dr. Dominique Schröder

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Umsetzungsbericht zum Pakt „Zero Pellet Loss“

03.06.2016 - Im März 2015 haben sich 21 Unternehmen der Kunststoffbranche dem Pakt „Zero Pellet Loss“ zwischen dem BMLFUW und dem FCIO angeschlossen und setzten innerbetriebliche Maßnahmen, um Kunststoffverluste in Gewässer weitestgehend zu vermeiden.

Anlass zu dieser Selbstverpflichtung war eine Studie des UBA, die  Kunststoff in der Donau untersuchte. 90 Prozent des Eintrags stammen aus nicht-industriellen Quellen, großteils Litter (d.h. achtlos weggeworfener Kunststoffmüll). Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur landen jährlich rund 10 Mio Tonnen Kunststoffabfälle in den Weltmeeren. Es wird angenommen, dass davon rund 80 Prozent vom Land aus dorthin gelangt sind. Wesentliche Eintragspfade sind dabei naturgemäß große Flüsse, und somit spielt auch die Donau eine bedeutende Rolle.

Die Kunststoffverluste aus der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoff tragen mit etwa 10 Prozent zur Kunststofffracht der Donau bei. Im Durchschnitt gelangen in Österreich damit rund 5 Kilogramm Kunststoff-Rohstoff aus Betrieben täglich in die Donau.

Innerhalb des ersten Jahres des Pakts konnten aufgrund von Erhebungen bei den Unternehmen, die sich zum Pakt verpflichtet hatten, eine zusätzliche Mengenreduktion in einer Größenordnung von über 90 Prozent der früheren „Verlustmengen“ abgeleitet werden. Auch weitere Unternehmen haben sich dem Pakt angeschlossen und beigetragen, Einträge von industriellem Kunststoff-Rohstoff in Gewässer zu minimieren. 

Somit wurde das ursprünglich gesetzte Ziel - eine Reduktion des Verlustes auf unter 1 Kilogramm pro Tag – bereits nach einem Jahr erreicht. Viele der Maßnahmen wie Siebe, Aufkehren, oder Schulungen sind zwar bereits seit Jahren innerbetrieblicher Alltag. Das gestiegene Bewusstsein, die konsequente Umsetzung der einzelnen Maßnahmen und deren genauer innerbetrieblicher Kontrollen, die im Rahmen des Pakts durchgeführt werden, haben ihre Effizienz maßgeblich erhöht.

Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, dass rasche und zielgerichtete freiwillige Maßnahmen einer verantwortungsvollen Branche mehr bewirken können als neue Rechtsvorschriften. 

Zusätzliche Aktivitäten, an denen der Fachverband mitgewirkt hat, trugen ebenfalls dazu bei, das Bewusstsein gegenüber Kunststoff in Gewässern zu erhöhen. Angesetzt werden konnte und wird weiterhin bei Verlusten aus dem Transport von Kunststoff-Rohstoff sowie bei der Abfallwirtschaft.

Die innerbetriebliche Umsetzung der Maßnahmen bei den Unternehmen sowie darüber hinausgehende Aktivitäten des Fachverbandes zur Reduktion von Kunststoff in Gewässern wurden in einem Umsetzungsbericht zum Pakt „Zero Pellet Loss“ dokumentiert. Dieser ist über office@fcio.at zu beziehen.

 

 

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Dr. Susanne Gfatter

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Die Pharmaindustrie begrüßt „New Deal“ von Bundeskanzler Kern

24. 05. 2016 - Die Pharmaindustrie begrüßt im Rahmen des heutigen Pharmaausschusses das am Donnerstag im Parlament von Bundeskanzler Kern verlautbarte Projekt eines „New Deal“, mit dem vor allem die Stimmung im Land gehoben und die private Investitionsbereitschaft gestärkt werden soll. Die Branche mit der mit Abstand größten Forschungsquote unterstreicht die Bedeutung Österreichs als international bedeutender Produktions- und Forschungsstandort und hofft, dass der Bereich der Life Sciences im Fokus der neuen Regierung steht.

Pharmabranche als Innovationsmotor
„Gesundheit ist ein extrem wichtiges Zukunftsthema und der Life Science Bereich stellt gerade für Österreich einen Hoffnungssektor dar“, betont Ilse Bartenstein, Obfrau der Pharmazeutischen Industrie in der WKÖ. Besonders mit Forschungsaufträgen trägt die pharmazeutische Industrie maßgeblich zur Wertschöpfung bei und kann im Vergleich mit anderen Industriezweigen mit hoher Innovationsaktivität punkten. Um weiterhin Investitionsgelder in den Standort fließen zu lassen und sich damit ein Stück vom Wachstum zu sichern, braucht es ein klares politisches Bekenntnis zu industriellen Forschung und Produktion.

Planungssicherheit als wichtiger Aspekt
Besonders wenn es um Investitionen geht, stellt die Herstellung einer Planungssicherheit, mit der man Standortnachteile in Österreich zum Teil kompensieren könnte, einen besonders wichtigen Aspekt für die Pharmaindustrie dar. „Stabilität und Planbarkeit des Inlandsmarktes sind die Grundvoraussetzung für Investitionen“, erklärt Bartenstein.  Diese Sicherheit betrifft regulatorische Rahmenbedingungen insbesondere im Bereich der Erstattung genauso wie zum Beispiel steuerliche Investitionsbegünstigungen. „Zur Ankurbelung wäre ein zeitlich befristeter Investitionsfreibetrag schnell und unkompliziert umsetzbar, der selbst kurzfristig betrachtet fürs Budget kostenneutral ausfallen würde“, schlägt Ilse Bartenstein vor.

Pharmaindustrie in Zahlen
Die Pharmaindustrie in Österreich beschäftigt insgesamt rund 18.000 Mitarbeiter und produziert Arzneimittel im Wert von rund 3 Mrd Euro. Die gesamte Pharmabranche zeichnet unter Berücksichtigung der Wertschöpfungsimpulse für 10 Mrd Wertschöpfung und fast 60.000 Arbeitsplätze verantwortlich.
Die jährlichen Ausgaben für Forschung&Entwicklung liegen bei rund 600 Mio Euro. Auch im internationalen Vergleich kann Österreich als Pharmastandort bezeichnet werden.  Gemessen an den Umsatzerlösen liegen die F&E-Ausgaben für Arzneimittel und Biotechnologie bei rund 12 Prozent, womit die Branche auch im Vergleich mit anderen innovativen Sektoren die mit Abstand innovationsfreudigste ist.

 

 

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Mag. Dorothea Pritz

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Faszination Kleben

31. 05. 2016 - Die Klebtechnik gilt heute als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts - es gibt heutzutage kaum mehr einen Industrie- oder Handwerkszweig, der nicht auf den Einsatz dieser innovativen Verbindungstechnik setzt. Wie keine andere Verbindungstechnik erlaubt das Kleben die Umsetzung fortschrittlichen Designs durch eine optimale Kombination technologischer, ökonomischer und ökologischer Aspekte...

Unser Video lässt Sie diese faszinierende Welt er(k)leben!

 

 

Mit freundlicher Genehmigung des Industrieverbandes Klebstoffe

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Dr. Klaus Schaubmayr

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Fenster-Kosten im Lebenszyklus

23. 05. 2016 - Der Österr. Arbeitskreis Kunststofffenster im Fachverband der Chemischen Industrie (ÖAKF) bietet seit kurzem ein kostenloses Excel-Tool an, das einen korrekten Vergleich von langfristigen Investitionen ermöglicht. Einfach und schnell können Bauträger, Vermieter oder private Eigner von Wohnobjekten Kostenvergleiche für neue Fenster und Türen selbst erstellen. Anschaffungspreis, Wartungsintervalle, Nutzungsdauer etc. gibt ausschließlich der Anwender ein und kann sich somit selbst ein unabhängiges Bild über die Kosten machen.

Größter Verbraucher von Energie ist laut Energiestatus Österreich (BMWFW, 2015) der Verkehr mit 33,9 %, gefolgt von der Raumheizung und Warmwasserbereitung (inkl. Kochen und Klimatisierung) mit 29,7 %.

Die thermische Sanierung von Wohn- und Bürogebäuden bietet somit das zweitgrößte Potenzial für die Einsparung von Energie (und Geld) – und zwar ohne Verzicht auf Komfort. Förderprogramme der Bundesländer bzw. des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums unterstützen die Entscheidung zur Sanierung zusätzlich.

In den allermeisten Fällen werden Fenster dann getauscht, wenn auch die gesamte Gebäudehülle erneuert wird. Dies erfolgt bei Mehrfamilienhäusern erfahrungsgemäß etwa alle 45 Jahre. Diese Nutzungsdauer ist unabhängig vom Material der Fensterprofile – Kunststoff, Holz oder Metall.

Bei solch langen Zeiträumen spielt die Zinseszinsrechnung eine große Rolle. Erschwerend kommt hinzu, dass die genaue Gebäudestandzeit in der Regel nicht im Vorhinein feststeht. In diesem Fall verlangt die Investitionsrechnung den Vergleich auf Basis von Annuitäten, das sind rechnerische Jahreskosten, die neben Anschaffung und Umbau / Entsorgung auch Inflation, Kredittilgung und laufende Arbeiten (Instandsetzung...) beinhaltet.

Die aufwändige Berechnung erledigt das o.e. ExcelTM-Tool automatisch „im Hintergrund“. Bis zu fünf Varianten kann der Kostenrechner gleichzeitig auswerten und die Ergebnisse in graphischer Form nebeneinander zum Vergleich darstellen.

Download:  http://www.fenster.at/wirtschaftlichkeit/investitionsrechnung-ms-excel.html

 

 

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Dr. Johann Pummer

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Chemiebranche leidet unter Regulierung

23. 05. 2016 - Das Pressegespräch  des Fachverbandes hat unter anderem auch im Wirtschaftsblatt seinen Niederschlag gefunden.

Sie finden den entsprechenden Artikel unter http://wirtschaftsblatt.at/archiv/printimport/4994088/Chemiebranche-leidet-unter-Regulierung?from=suche.intern.portal

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Dr. Johann Pummer

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Chemische Industrie mit großen Erwartungen an die neue Regierung: Österreich zurück an die Spitze bringen!

20.05.2016 - Die diesjährige Jahrespressekonferenz des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs steht im Zeichen wirtschaftspolitischer Herausforderungen. Trotz guter Rahmenbedingungen wie dem schwachen Euro, günstigem Erdöl sowie niedrigen Zinsen war das Geschäftsjahr 2015 von einem leichten Rückgang des Produktionswerts gekennzeichnet. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind die schwächelnde Inlandsnachfrage und der Rückgang in einigen Exportdestinationen wie zum Beispiel Russland.

 

Um für die Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigt die heimische chemische Industrie aus Sicht des Fachverbandes bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und ein insgesamt innovationsfreundlicheres Klima. „Die wichtigsten Reformbaustellen – wie Bürokratieabbau, Arbeitszeitflexibilisierung und Bildungsreform – wurden richtig erkannt. Jetzt geht es darum, einen Change Management-Prozess einzuleiten. Nur so gewinnt die Wirtschaft wieder Vertrauen in den Standort und Österreich kommt wieder auf die Überholspur“, so der Obmann des Fachverbandes KR Ing. Hubert Culik, MAS.

 

Die aktuellen politischen Veränderungen sieht der Fachverband als große Chance, um reformbedürftige Themen sachlich, transparent und politisch fair abzuarbeiten. Er erwartet sich von der neuen Regierungsmannschaft eine Roadmap mit messbaren Zielen, Zeitplan, definierten Zwischenschritten und laufendem Controlling. Dies ist Voraussetzung, damit die Wirtschaft wieder Optimismus gewinnt und Investitionen tätigt.

 

Laut Culik ist das Potenzial für die chemische Industrie so groß wie nie zuvor: Megatrends wie das rasante Bevölkerungswachstum und globale Urbanisierung machen Innovationen aus der chemischen Industrie praktisch unverzichtbar. Um die globale Entwicklung und die Märkte der Zukunft aktiv mitzugestalten, sind geeignete handelspolitische Rahmenbedingungen die Voraussetzung.

 

TTIP – weniger Bürokratie, bei gleichen Standards

Dem Abkommen „TTIP“ mit den USA kommt besondere Bedeutung zu. Einerseits weil damit die zwei größten Wirtschaftsblöcke der Welt den gegenseitigen Zugang zu Waren, Dienstleistungen und Investitionen verbessern wollen, andererseits weil TTIP Vorbild für weitere Freihandelsverträge sein könnte. „TTIP ist eine Chance für die westliche Welt, die Spielregeln für die Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert vorzugeben. Diese Chance sollten wir nicht anderen überlassen“, mahnt Culik.

 

Gerade für die exportabhängige chemische Industrie – in Österreich liegt die Exportquote bei fast 70 Prozent – verspricht das große Möglichkeiten. „Die chemische Industrie Österreichs exportiert derzeit 6 Prozent ihrer Waren in die USA, welche unser viertgrößter Handelspartner sind. Das heißt, wir haben schon einen Fuß in der Tür und haben bereits die Grundlagen geschaffen, mit TTIP können wir diesen Markt noch besser für uns erschließen“, so Culik zu den erwarteten Wachstumsimpulsen.

 

Zielsetzung von TTIP ist nicht nur eine Reduktion von Zöllen, sondern auch ein Abbau von überbordenden Bürokratieaufwendungen, die Barrieren für Handel und Investitionen darstellen und langfristiges Wohlstandswachstum verhindern.

 

In der öffentlichen Diskussion werden häufig Ängste geschürt, dass das Sicherheitsniveau bei Chemikalien in Europa durch TTIP gesenkt werden könnte. Dazu ist festzuhalten, dass alle veröffentlichten Dokumente zeigen, dass bei TTIP die unterschiedlichen Rechtsbereiche mit ihren Schutzniveaus beibehalten werden sollen. Zusammenfassend ergänzt Culik: „TTIP bedeutet aus Sicht der chemischen Industrie: Weniger Bürokratie bei gleichen Standards auf dem Weg zu neuen Märkten.“

 

 

Wirtschaftsbericht 2015

Der Produktionswert der chemischen Industrie Österreichs sank 2015 um 0,3 Prozent auf 14,86 Mrd. EUR. Deutliche Einbußen hatten vor allem organische und anorganische Chemikalien, Agrochemikalien sowie Kunststoffrohstoffe und Seifen-, Wasch-, Putz- und Pflegemittel zu verzeichnen. Die Branchenschwergewichte Pharma, Kunststoffwaren und Chemiefasern glichen dies jedoch wieder aus.

Die Investitionen gingen das zweite Jahr in Folge zurück. 2015 investierten die Betriebe der chemischen Industrie Österreichs nur noch 0,57 Mrd. EUR, was einem Rückgang von 18,3 Prozent (0,70 Mrd. EUR) entspricht. Die Ein- und Ausfuhren stiegen im Geschäftsjahr 2015 um 4,3 Prozent bzw. 1,9 Prozent. Die Außenhandelsbilanz ist damit leicht negativ. Die Anzahl der Beschäftigten in der chemischen Industrie Österreichs stieg 2015 leicht. Mit Stand Dezember 2015 waren 43.418 Frauen und Männer in der chemischen Industrie beschäftigt. Im Dezember 2015 waren in Österreich 247 Betriebe in der chemischen Industrie tätig.

 

KommR Ing. Hubert Culik, MAS und Mag. Sylvia Hofinger

 

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IGP zu Glyphosat: Wissenschaft erteilt NGO-Kampagne herbe Abfuhr

18.05.2016 - „Hatte sich die absurde Kampagne von Global 2000 gegen Glyphosat sehr wesentlich auf Vermutungen der WHO/IARC gestützt, kommt nun aus genau derselben Richtung gegen die Behauptungen von Global 2000 eine Abfuhr. Damit wird der NGO-Kampagne der Boden unter den Füßen weggezogen und diese stürzt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Nun sind die europäischen Fachminister gefordert, auf Faktenbasis zu entscheiden und sich nicht von einer irregeleiteten NGO-Kampagne unter Druck setzen zu lassen“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). In einem Brief an Bundesminister Andrä Rupprechter spricht sich die IGP auch klar für ein Votum zur Verlängerung des Wirkstoffs Glyphosat auf europäischer Ebene aus. Denn eine Studie des Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR, gemeinsames Fachgremium der UN-Welternährungsorganisation FAO und der WHO) stellte fest, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung wahrscheinlich kein Risiko für Mensch, Tier und Umwelt darstellt und das Vorsorgeprinzip eingehalten wird. Die Task Force der WHO, die 2015 aufgrund der unterschiedlichen Ergebnisse der internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) und des JMPR eingerichtet wurde, hat eine Neubewertung von Glyphosat empfohlen. Die Studie und die Erkenntnisse des JMPR sind das
Ergebnis dieser Neubewertung.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Faktenlage sprechen nun eindeutig für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Dazu Stockmar: „Die Wissenschaft erteilt der NGOKampagne eine herbe Abfuhr. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass das Zulassungsverfahren in Europa sichere Pflanzenschutzmittel und damit auch sichere Lebensmittel gewährleistet. Die Abwertung europäischer Lebensmittel und die daraus resultierende Verunsicherung der Menschen durch NGOs sollte sofort beendet werden!“ Doch anstatt die wissenschaftliche Faktenbasis anzuerkennen, setzt Global 2000 seine ohnehin schon absurde Kampagne mit einer Verschwörungstheorie fort. Stockmar:
„Global 2000 versucht einen Keil zwischen Behörden, Landwirtschaft und Bevölkerung zu treiben. Aber klar ist: Die Lebensmittel in Europa sind sicher. Das liegt neben einem umfassenden und mehrstufigen Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel vor allem daran, dass die Landwirtschaft in Europa und vor allem Österreich der internationale Musterschüler ist.“

IGP: Global 2000 entlarvt eigenen Populismus und Opportunismus

Stockmar kritisiert Global 2000 daher scharf: „Opportunistische Angst- und Panikmache auf Basis von eigenen unwissenschaftlichen und methodisch fragwürdigen Studien – diese Form der Politik ist auf das Schärfste abzulehnen. Trotz der drückenden wissenschaftlichen Nachweise für die Unbedenklichkeit von Glyphosat wiederholten Global 2000 und NGO-nahe Wissenschafter fragwürdige Aussagen, die sie mit billigem Aktionismus verstärken wollten.“ Denn seit langem ist mit über 1.000 Studien allein für die Neuzulassung wissenschaftlich belegt, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung unbedenklich ist.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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Dr. Dominique Schröder

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Plastiksackerl - besser als sein Ruf!

13. 5. 2016 - Schon zu Beginn der Diskussion um Plastiksackerl hat der Fachverband darauf hingewiesen, dass diese ökologisch zur unmittelbaren Konkurrenz durchaus gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen sind.

Zu dieser Erkenntnis kommen nun auch NGOs. Lesen Sie einen interessanten Beitrag auf der Website des Ö1-Konsumentenmagazins "Help".

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IGP zu Biozid-Einkaufstest: Kampagnisierung gegen geprüfte Haushaltsmittel

09. 05. 2016 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ortet bei den Global 2000-Einkaufstests zu Schädlingsbekämpfungsmitteln im Fachhandel einen weiteren Versuch der kontinuierlichen Kampagnisierung gegen einzelne Produktgruppen und Wirkstoffe. Kritik äußert die IGP aber vor allem daran, dass die Einkaufstests vom Global 2000-Pestizidreduktionsprogramm (PRP) angekündigt wurden. Dazu Christian Stockmar, Obmann der IGP: „Erneut werden geprüfte Haushaltsmittel zugunsten der Kampagnisierung diskreditiert. Geht es nach Global 2000, sollen geprüfte und erprobte Haushaltsmittel wie Mottensäckchen, Ameisenpulver und Insektensprays längerfristig vom Markt verschwinden.“

Die IGP stellt zudem folgende Forderungen und Behauptungen von Global 2000 richtig:

  • Es wird gefordert, dass die gelisteten Biozide in den Märkten versperrt werden sowie eine umfassende Beratung zu den Produkten zu erfolgen habe. Die von Global 2000 genannten Produkte weisen keine Eigenschaften auf, die ein Verbot der Abgabe im Wege der Selbstbedienung an private Konsumenten vorschreiben würden. Die Produkte wurden speziell an die Anforderungen und Bedürfnisse der Konsumenten angepasst und sind sicher und einfach in der Handhabung.
  • Global 2000 unterscheidet nicht zwischen Wirkstoff und Produktgemisch. Viele Wirkstoffe sind in einer so geringen Menge enthalten, dass diese laut CLP-Verordnung (Verordnung für Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung chemischer Stoffe und Gemische) nicht einmal ausgewiesen werden müssten. Die Gefahrenhinweise von Global 2000 beziehen sich auf den Wirkstoff, der in seiner Reinform dem Konsumenten nicht zugänglich ist.

  • Global 2000 betont, dass die genannten Produkte hormonell wirksam, erbgutschädigend oder fortpflanzungsschädigend seien. Keiner der von der NGO gelisteten Wirkstoffe erfüllt die Kriterien für endokrine Disruptoren laut Artikel 5 der Biozidverordnung. Die EU-Kommission erachtet solche Zuordnungen, wie jene von Global 2000, als unzulässig.

  • Die NGO behauptet, die Produkte seien gefährlich, „hoch riskant“ und enthielten „viele hochproblematische Stoffe“. Damit verbunden ist der Versuch der Unterminierung des europäischen Zulassungsverfahrens. Die Wirkstoffe haben eine langwierige Entwicklungszeit von rund zehn Jahren und aktuell ein strenges Zulassungsverfahren zu durchlaufen, mit dem Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und einfache Handhabung gewährleistet werden. Die Produkte werden auch ständig überprüft. So wird sichergestellt, dass keine Wirkstoffe und Biozide auf den Markt gebracht werden, die ein unannehmbares Risiko für Mensch, Tier und Umwelt darstellen könnten. Auch was Verpackung und Warnhinweise betrifft, entsprechen sämtliche Produkte den gesetzlichen Vorgaben.

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Kollektivvertrag Arbeiter und Angestellte Mai 2016

Am 19. April 2016 wurden mit den Gewerkschaften die Texte und die neuen Lohn- und Gehaltstabellen abgestimmt. Sie finden diese im Anhang.

Die Änderungen im Einzelnen:

Lohn- und gehaltsrechtliche Änderungen

1. IST-Löhne/Gehälter: ab 1. Mai 2016
Erhöhung um 0,45 % über der durchschnittlichen Inflationsrate von April 2015 bis März 2016 von 0,93 % = 1,38 %
Mindest-Löhne/Gehälter ab 1. Mai 2016
Erhöhung um 0,5 % über der durchschnittlichen Inflationsrate von April 2015 bis März 2016 von 0,93 % = 1,43 %

2. Lehrlingsentschädigungen (kaufmännische Lehrlinge und technische Zeichnerlehrlinge): ab 1. Mai 2016 
Erhöhung um 1,43 %

3. Schicht- und Nachtarbeitszulagen ab 1. Mai 2016
Erhöhung um 0,5 % über der durchschnittlichen Inflationsrate von April 2015 bis März 2016 = 1,43 %

4. Aufwandsentschädigungen und Messegeld (niedrigster Satz)
ab 1. Mai 2016 Erhöhung um die durchschnittliche Inflationsrate von April 2015 bis März 2016 = 0,93 %

Rahmenrechtliche Änderungen

Arbeiten am 31. Dezember (RZ 12 und 17 ArbKV sowie § 4 Abs. 9 AngKV)

Geltungsbeginn ab 1. Mai 2016:
Der 31.12. ist unter Fortzahlung des Entgelts arbeitsfrei. Im Mehrschichtbetrieb wird an diesem Tag bei tatsächlich erbrachter Arbeitsleistung ab Beginn der 1. Schicht, spätestens jedoch ab 6:00 Uhr, ein Zuschlag von 100 % gewährt. Bestehende betriebliche Regelungen, die ab diesem Zeitpunkt eine besondere Vergütung (Zuschlag, Prämie, …) vorsehen, sind auf diesen Zuschlag anzurechnen.

Anrechnung von Elternkarenzen auf die Vorrückungen in der Verwendungsgruppe (§ 15 Abs. 8 AngKV)

Elternkarenzen, die am 1.5.2016 oder später beginnen, werden im Ausmaß von insgesamt bis zu 22 Monaten je Kind als Verwendungsgruppenjahre angerechnet.

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Dr. Klaus Schaubmayr

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BSI-Position zur österr. Energie- und Klimastrategie

02. 05. 2016 - Der Schwerpunkt der zukünftigen Energie- und Klimastrategie für Österreich darf nicht alleine auf einer Klimastrategie liegen – der Fokus sollte vielmehr auf eine Energiestrategie gelegt werden, in der die Klimastrategie eingebettet ist.

Die zukünftige Energie- und Klimastrategie muss jedenfalls - im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes - Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie Forschung und Entwicklung für die neuen bzw. zukünftigen Energiemärkte realisieren. Ziel muss es sein, den wirtschaftlichen Aufschwung unbedingt zu unterstützten.

Die mitgestaltende Einbeziehung aller relevanten Stakeholder in den Prozess der Erarbeitung einer solchen österreichischen Energie- und Klimastrategie ist zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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DI Dr. Reinhard Thayer

05 90 900 - 3365

thayer@fcio.at

Auswirkungen von REACH für KMU's in der Lackindustrie

26.04.2016 - Der Europäische Lackverband CEPE hat eine Mitglieder-Umfrage „How SME´s experience REACH“ gemacht. Die 165 eingegangenen Antworten zeigen insbesondere für die 3. REACH-Stufe nach 2018 Befürchtungen bezüglich des Verlustes der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft der Unternehmen.

50 % der SME´s erhalten nur sehr kurzfristig die Information, dass benötigte Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nach Einschätzung der befragten Unternehmen, wird auch der Export durch REACH erschwert!

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Dr. Klaus Schaubmayr

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Gewinnspiel startet auf Fachverbands-Facebookseite

25. 04. 2016 - Am 25.4. startete ein Gewinnspiel mit dem Ziel Schülerinnen und Schülern die beruflichen Chancen und Perspektiven in der chemischen Industrie zu zeigen – und ihnen eine Karriere schmackhaft zu machen. Beim Gewinnspiel geht es darum, den SchülerInnen bewusst zu machen, was es ohne Chemie alles nicht gäbe. Wer das Motto „Ohne Chemie kein …“ vervollständigt und auf Facebook hochlädt, nimmt am Gewinnspiel teil. Die drei Beiträge mit den meisten Likes gewinnen!

Der Link zum Gewinnspiel : https://www.facebook.com/chemie.ist.in/

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Dr. Johann Pummer

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Pummer@fcio.at

TUIS Konferenz 2016 in Tirol

18.04.2016 - Der Fachverband der chemischen Industrie Österreichs veranstaltete am 15. April 2016 gemeinsam mit Landesfeuerwehrverband Tirol bei der ADLER-Werk Lackfabrik und der Freiwilligen Feuerwehr Schwaz die jährliche TUIS-Konferenz. Die Geschäftsführerin des ADLER-Werks Andrea Berghofer begrüßte am Freitagvormittag gemeinsam mit dem Schwazer Bürgermeister Hans Lintner, dem Landesfeuerwehrkommandanten Peter Hölzl sowie Claudia Berghofer die knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Tiroler Einsatzorganisationen und TUIS-Mitgliedsunternehmen. In diesen Tagen besonders erfreulich: erstmalig folgten auch Einsatzkräfte aus Südtirol der Einladung. Zusammen wurde im Anschluss intensiv über die Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften und der chemischen Industrie bei Gefahrstoffeinsätzen diskutiert. Die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der Unterstützung im Rahmen von TUIS wurden anhand von konkreten Beispielen präsentiert. Nach der Vorstellung und Besichtigung der Löschsysteme im ADLER-Werk wurde die Veranstaltung bei der FF Schwaz fortgesetzt.

 

Dort stellten die TUIS-Feuerwehren von Sandoz, Infraserv Gendorf und des Chemiepark Linz Spezialgeräte für Gefahrguteinsätze vor. Abgerundet wurde Nachmittag mit der  Präsentation der Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Schwaz. „Der Austausch mit den Einsatzkräften und den Kollegen von anderen  TUIS-Betrieben ist für uns wichtig. Gemeinsam leisten wir einen Beitrag zu mehr Sicherheit – für den Fall der Fälle.“, so Albert Keiler, der durch den für alle Beteiligten informativen und gewinnbringenden Tag führte.

 

Das detaillierte Konferenzprogramm und die Tagungsunterlagen können unter www.tuis.at abgerufen werden.

 

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Dr. Christian Gründling

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Zukunftsstrategie Life Sciences und Medizinstandort Österreich

14.04.2016 - Der österreichische Medizin-, Biotech-, Pharma- und Medizinproduktesektor Sciences ist ein forschungsintensiver und in Österreich volkswirtschaftlich relevanter Sektor sowohl im Wissenschafts- als auch im Unternehmensbereich. Trotz international konkurrenzfähiger Leistungen unterliegt einem stärker werdenden internationalen Konkurrenzdruck, weshalb die Entwicklung einer strategischen Perspektive nahegelegt ist.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) hat deshalb die Entscheidung getroffen, gemeinsam mit einer breiten Zahl an Stakeholdern eine Life Sciences und Medizinstandortstrategie zu erarbeiten, um entlang der gesamten Wertschöpfungskette den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich im Bereich der Life Sciences weiter zu entwickeln.

Der Fachverband der chemischen  Industrie hat zur Ergänzung der vorhandenen Wirtschaftsdaten des Life Science Reports des BMWFW eine detaillierte Wertschöpfungsanalyse gemeinsam mit dem Bundesgremium des Arzneimittelgroßhandels , der Bundesinnung der chemischen Gewerbe, dem Forum Forschender Pharmaindustrie (FOPI) und dem Österreichischen Generikaverband (OeGV) in Auftrag gegeben, die untermauern soll, dass Investitionen in die pharmazeutische Wirkststoffforschung und verwandte Hochtechnologien  in Österreich hohe Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte für das Land erwarten lassen. Viel versprechende Anzeichen in Form des Ausbaus vor allem der Kapazitäten für den Biosimilarproduktion  in jüngster Vergangenheit sind Früchte der Aufbauarbeit der vergangenen 15 Jahre.

Die wichtigsten Forderungen der pharmazeutischen Industrie betreffen die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Produktionsstandorte (Standortqualität) z.B. durch Effizienzsteigerung der Bürokratie, die Förderung und Institutionalisierung des Technologietransfers, zB durch die Einrichtung eines Translational Research Centers und nicht zuletzt die ständige Anpassung des Ausbildungsangebots an die sich rasch ändernden Anforderungen.

In einer Reihe von Round Table Diskussionen und Fachgesprächen wurden bisher die Meinungen von über 250 Expertinnen und Experten erhoben und systematisiert. Unterstützend dazu wurde nun eine öffentliche Konsultation zu ausgewählten Fragestellungen durchgeführt.  Alle gesammelten Beiträge werden konsolidiert, hinsichtlich Ihrer Umsetzbarkeit bewertet und eine Liste von Maßnahmen erarbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden bis Juni 2016 in einem Strategiedokument zusammengefasst und in Folge umgesetzt bzw. als Basis für zukünftige politische Entscheidungen herangezogen.
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Dr. Franz Latzko

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IGP begrüßt Registrierung von Bienenstöcken

12. 4. 2016 - „Die Ausbreitung von Schädlingen wie der Varroamilbe verursachen jedes Jahr hohe Bienenverluste. Mit der Registrierung von Imkerbetrieben und Bienenstöcken im Veterinärinformationssystem (VIS) wird die Voraussetzung für ein permanentes Monitoring geschaffen, um einen Befall der Völker rasch zu erkennen, das Ausbreiten von Schädlingen und Krankheiten einzudämmen und ein Ausbreiten zu verhindern. Die Registrierung ist damit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Bienengesundheit“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). Die Ausweitung der Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung auf Bienen gilt ab Jänner 2017. Imker müssen dann zweimal pro Jahr ihre Standorte und die Anzahl der gehaltenen Bienenvölker melden, die Ortsvereine sollen vor allem in der Anfangsphase für einen reibungslosen Ablauf sorgen. „Die Maßnahme führt zu einer schnelleren Feststellung von gefährdeten Stöcken. Damit können sofort Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet und ein Ausbreiten verhindert werden“, betont Stockmar. Gemeinsam mit dem Forschungsprojekt „Zukunft Biene“ sieht die IGP zumindest eine ihrer zentralen Forderungen zum Bienenschutz größtenteils erfüllt. Nun gilt es, Maßnahmen zur Verbesserung der imkerlichen Praxis, etwa ein Ausbau der Weiterbildungsmöglichkeiten, umzusetzen, sowie vermehrt Habitate für Wildbienen zu schaffen.

Die Forderungen der IGP sind unter http://igpflanzenschutz.at/presse/mitteilungen/218294/igp-zuglobal-2000-bienen-round-table-hoffen-auf-ehrliche-debatte.html abrufbar.

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Dr. Dominique Schröder

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Aktuelle Forderungen zur ETS-Reform

4. 4. 2016 - Mit der Zustimmung zum 2030-Energie-Klimapaket im Oktober 2014 hat sich Österreich auch für einen effektiven Schutz der österreichischen Industriebetriebe bei der Reform des EU-Emissionshandels ausgesprochen. Dazu braucht es wirkungsvolle Carbon Leakage Regelungen. Die effizientesten Anlagen in Sektoren, die Gefahr laufen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen, müssen zu 100 % freie Zertifikate zugeteilt bekommen. Das bedeutet:

  • Österreich muss sich für eine Absenkung des fixierten Versteigerungsanteils einsetzen.
  • Österreich muss den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Ansatz bei der Berechnung der Carbon Leakage Gefährdung unterstützen. Alle Sektoren brauchen zusätzlich die Möglichkeit, ein qualitatives Assessments durchführen zu können. Eine Aufteilung in unterschiedliche Gefährdungsstufen „tiered approach“ ist abzulehnen.
  • Die Benchmarks für die Bemessung der Zuteilungen müssen auf Basis der bisherigen Methode auf Grundlage einer periodischen Neuerhebung für den jeweiligen 5-Jahreszeitraum festgelegt werden.

Für die derzeit schon überaus angespannte Beschäftigungssituation in Österreich und Europa ist es fatal, wenn wegen mangelnder Zukunftsperspektiven Investitionen ausbleiben und Produktionen sukzessive in andere Wirtschaftsräume verlagert werden. Gleiches gilt für die Verlagerung von CO2-Emissionen. Die Wirtschaft fordert daher 100%igen Carbon Leakage Schutz für die effizientesten Anlagen und eine Reform des EU-Emissionshandels mit Augenmaß.

Österreich muss sich aktiv zum Wirtschaftsstandort Österreich und Europa bekennen. Dafür braucht - insbesondere die energieintensive Industrie - Planungssicherheit, um sowohl Innovations- als auch Investitionsbereitschaft in Österreich und Europa aufrecht zu erhalten. Die Erlöse aus dem Emissionshandel sind effektiv in den langfristigen Prozess der Dekarbonisierung zu investieren.

Unsere Forderungen im Detail

  • Die effizientesten Anlagen müssen in vollem Umfang Gratiszertifikate bekommen. Um die Auswirkungen eines übersektoralen Korrekturfaktors zu vermeiden, braucht es eine ausreichende Menge an freien Zuteilungen. Österreich muss sich deshalb für eine Absenkung des Versteigerungsanteils einsetzen. Darüber hinaus ist eine Flexibilisierung des Anteils der Gratiszuteilung anzudenken, etwa in Bezug auf einen Teil der Zertifikate, die bis 2020 der Marktstabilitätsreserve zugeführt werden.
  •  Wir begrüßen grundsätzlich den vorgeschlagenen binären Ansatz der Europäischen Kommission zur Carbon-Leakage-Gefährdung. Über die vorgeschlagene Methodik hinaus, die Handelsintensität und Emissionsintensität berücksichtigt, muss ein Qualitatives Assessment für alle Sektoren auch weiterhin möglich sein. Der von vielen Seiten vorgeschlagene Ansatz eines „tiered approach“, stellt für die österreichische Industrie keine Option dar. Dieser widerspricht den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom Oktober 2014 und garantiert keine 100% freie Zuteilung für die effizientesten Anlagen im Emissionshandel. „Best performer“ würden beim „tiered approach“ innerhalb eines Sektors bestraft werden. 
  • Österreich muss für eine Berücksichtigung von Produktionswachstum (und in symmetrischer Form auch Aktivitätsverringerung) bei der Gratiszuteilung eintreten. Die Allokation muss sich möglichst nah am realen Aktivitätsniveau orientieren. Im Vorschlag der Kommission werden Effizienzsteigerungen und Auslastungssteigerungen bestehender Anlagen bestraft. Der Vorschlag richtet sich somit gegen Wirtschaftswachstum und gegen die Schaffung von dringend notwendigen Arbeitsplätzen. Es muss bereits eine wesentliche Produktionssteigerung von 5 % berücksichtigt werden. 
  • Eine Anpassung an den technologischen Fortschritt kann nicht durch einen, wie von der Kommission vorgeschlagen, vorab festgelegten Faktor erfolgen. Die Benchmarks müssen so ausgestaltet sein, dass sie repräsentativ sind und den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Um die Investitions- und Planungssicherheit der energieintensiven Industrie in Europa zu gewährleisten, sollen die Benchmarks auf Basis der bisherigen Methode auf Grundlage einer periodischen Neuerhebung für den jeweiligen 5-Jahreszeitraum festgelegt werden.
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DI Dr. Reinhard Thayer

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TUIS Konferenz; 15. April 2016; Schwaz in Tirol

31.03.2016 - Der Fachverband veranstaltet auch heuer wieder eine TUIS – Konferenz, und zwar diesmal gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Tirol, der FF Schwaz und der ADLER-Werk Lackfabrik. Diese findet am 15. April 2016,  von 8:45 bis ca. 15:00 Uhr bei der ADLER Werk Lackfabrik und der FF Schwaz, statt. Die Konferenz richtet sich primär an Einsatzkräfte aus dem Tiroler Raum (Feuerwehr, Polizei, Wasserrechtsbehörde).

Die Abkürzung TUIS (www.tuis.at) steht für das Transport - Unfall - Informations- und Hilfeleistungssystem der österreichischen chemischen Industrie, die Fachwissen und Hilfe bei Transportunfällen mit chemischen Produkten rund um die Uhr anbietet. Unfälle mit Gefahrgütern werden aufgrund steigender Anforderungen an Fahrzeug und Technik glücklicherweise immer seltener. Trotzdem gilt es auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

 

Am Vormittag soll daher intensiv über Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften und der chemischen Industrie bei Gefahrstoffeinsätzen diskutiert werden. Die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der Unterstützung im Rahmen von TUIS werden anhand von konkreten Beispielen gemeinsam vorgestellt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Löscheinrichtungen des ADLER Werks näher kennen zu lernen. 

 

Am Nachmittag soll der Erfahrungsaustausch bei einer Präsentation von Spezialfahrzeugen und -ausrüstungen fortgesetzt werden. Eine Führung durch das moderne Gerätehaus der FF Schwaz ist ebenfalls möglich. Die Details zum Ablauf entnehmen Sie bitte beiliegendem Programm. Eine Anmeldung mittel beiliegendem Anmeldformular ist je nach Platzverfügbarkeit noch bis 12. April 2016 möglich.

 

 

 

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Dr. Christian Gründling

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Zulassungsverlängerung von Glyphosat : Pro & Kontra-Gespräch Dr. Stockmar, IGP, und Dr. Burtscher, Global 2000

4.4. 2016 - Nachzulesen ist das Gespräch im "Standard".
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Dr. Dominique Schröder

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Interview mit Dkfm. Dr. Johann F. Kwizda

24.03.2016 - Dkfm. Dr. Johann F. Kwizda gab zum aktuellen Thema "Zwangsrabatte schädigen Branche und Standort" ein Interview, welches in den Fachgruppennews veröffentlicht wurde. Das gesamte Gespräch finden Sie im Anhang.
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Mag. Sylvia Hofinger

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Greenpeace und Co. gehen die wissenschaftlichen Argumente aus

21.03.2016 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) zeigt sich verwundert über die Forderung von Greenpeace nach einer politischen Entscheidung zu Glyphosat. Christian Stockmar, Obmann der IGP, ortet mangelndes Vertrauen in die eigene wissenschaftliche Argumentation der NGO: „Nachdem es keine wissenschaftlichen Argumente gegen Glyphosat gibt, fordern NGOs und auch die Grünen nun eine politische Entscheidung gegen die Wiederzulassung. Die Forderung nach einer politischen Entscheidung entlarvt die NGO-Kampagnen als emotionalisierende und unwissenschaftliche Panikmache mit dem Ziel, Konsumenten zu verunsichern und so den Druck auf Entscheidungsträger zu erhöhen. Tatsache ist jedoch, dass die Zulassung und Neubewertung auf Basis wissenschaftlicher Daten zu erfolgen hat, eine politische Entscheidung wäre ein klarer Gesetzesverstoß.“

Die Argumentationslosigkeit von Greenpeace, Global 2000, Grünen und SPÖ zeige sich auch am reflexhaften Repetieren der Einordnung der internationalen Krebsforschungsagentur (IARC). „Einerseits ist es interessant, dass die NGOs stets eine Gefahreneinordnung zitieren, andererseits aber über 1.000 Studienergebnisse zum Risiko von Glyphosat ignorieren, die allein für die Neuzulassung erhoben wurden. Unzählige Studien seit den 70er Jahren belegen die Unbedenklichkeit von Glyphosat.“ Die IARC bewertet mögliche Gefahren von Stoffen unabhängig von der Exposition und hat bisher auch nur einen Stoff als nicht krebserregend eingestuft, „während Genussmittel wie Schinken, Wurst und Bier in der höchsten Kategorie als definitiv krebserregend eingestuft werden“. Stockmar fordert deshalb „ein Ende der Panikmache und Konsumentenverunsicherung und die Rückkehr zu einem sachlichen Diskurs“.

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"Total bio, aber tödlich"

17. 03. 2016 - Nachzulesen ist das Interview im Spiegel online: Total bio, aber tödlich
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IGP Faktencheck: Hat die WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft? – NEIN!

14. 03. 2016 - „Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nicht, wie von Global 2000 permanent behauptet, Glyphosat als ‚wahrscheinlich krebserregend’ eingestuft. Diese Behauptung ist eine dreiste Täuschung“, kritisiert Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). „Unterschiedliche Institutionen der WHO kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen: Das Joint Meeting on Pesticide Residues der WHO und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) etwa stuft Glyphosat als unbedenklich ein und kommt damit zu einem anderen Ergebnis, als die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC). Innerhalb der WHO gibt es also unterschiedliche  Einschätzungen zu Glyphosat.“ Stockmar betont jedoch, dass die WHO daran arbeite, die unterschiedlichen Ergebnisse und ihr Zustandekommen zu prüfen.

Dass Global 2000 die IARC permanent zitiert, basiert auf der fehlenden Unterscheidung von Gefahr und Risiko, die die NGO bewusst als Mittel einsetzt, um das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu diskreditieren, so Stockmar: „Die Einschätzung von Gefahren sagt nichts über das Risiko aus. So stuft das IARC, das Gefahren bewertet, verarbeitetes Fleisch und Wurst, alkoholische Getränke wie Bier oder  Holzstaub als definitiv karzinogen ein. Diese Substanzen sind in punkto Gefahreneinschätzung also gefährlicher als Glyphosat.“ Das BfR bewertet aber das tatsächliche Risiko, das sich aus Gefahr und Exposition ergibt. Bei den von Global 2000 präsentierten Studien wurden extrem hohe Dosen verwendet (teilweise das 10.000-Fache der akzeptablen täglichen Aufnahmemenge beim Menschen (ADI) von 0,3 mg/kg Körpergewicht). „Insgesamt wurden für die Neubewertung von Glyphosat über 1.000 Studien erstellt, die die Unbedenklichkeit von Glyphosat belegen, hinzu kommen unzählige Studien seit der Erstzulassung.“

Quellen:
Das BfR zu einer Mäusestudie mit einer täglich verabreichten Dosis von 1.460 mg/kg Körpergewicht:
http://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr-hat-offen-ueber-alle-vorliegenden-informationen-zur-bewertung-der-kanzerogenitaet-von-glyphosat-berichtet.pdf
Die von Global 2000 zitierten Studien haben Dosen von bis zu 4.843 mg/kg Körpergewicht verabreicht: http://www.global2000.at/sites/global/files/Analyse%20Dr.%20Peter%20Clausnig.pdf
Die Erkenntnisse des JMPR zu Glyphosat (2004, ab Seite 98):
http://www.fao.org/fileadmin/templates/agphome/documents/Pests_Pesticides/JMPR/Reports_1991-2006/report2004jmpr.pdf

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Kleines Chemielabor für Volksschüler

14.03.2016 - Nachzulesen ist der Artikel hier: http://www.vorarlbergernachrichten.at/lokal/vorarlberg/2016/03/10/kleines-chemielabor-fuer-volksschueler.vn#registered
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Mag. Sylvia Hofinger

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IGP bedauert Vertagung der Glyphosat-Zulassung

09.03.2016 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) bedauert die Vertagung zur Entscheidung zur Wiederzulassung von Glyphosat. „Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die wissenschaftliche Sicherheit zur Unbedenklichkeit von Glyphosat bestätigt, auch das
Vorsorgeprinzip wurde eingehalten. Deshalb ist es schade, dass nun erneut politische Entscheidungen aus einer emotional geführten Debatte heraus getroffen werden. Anstatt vielzähligen wissenschaftlichen Studien und Analysen Glauben zu schenken, haben die Mitgliedstaaten einer absurden Kampagne rechtgegeben, deren Argumente sich a posteriori als unwissenschaftlich und falsch herausstellen“, so Christian Stockmar, Obmann der IGP. „Die EU-Mitgliedstaaten haben sich für eine Verlängerung der NGO-Kampagne gegen Glyphosat entschieden.“ Nun müsse das Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen der UN (FAO) entscheiden, so der IGP Obmann. „Bisher hat das JMPR betont, dass Glyphosat  unbedenklich ist.“

Auf wenig Verständnis stößt die Forderung der Grünen nach einer politischen Entscheidung. Stockmar: „Eine Partei, die politische Entscheidungen wissenschaftlichen Daten vorzieht, sollte ihr demokratisches Selbstverständnis hinterfragen. Denn nachhaltige und kluge Entscheidungen trifft man nicht emotional, sondern auf Basis sachlicher Fakten.“


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Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in  Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.


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Mitgliedstaaten drohen unter orchestriertem NGO-Druck erneut einzuknicken

08.03.2016 - „Bei Glyphosat drohen die EU-Mitgliedstaaten unter dem orchestrierten Druck von europäischen NGO-Netzwerken erneut einzuknicken. Damit befeuern sie das Landwirtesterben und die Abwanderung von Unternehmen aus Europa“, so Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP). So zeigen Daten von Eurostat, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU von 2003 bis 2013 um mehr als ein Viertel gesunken ist (Quelle: http://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/7089771/5-26112015-AP-DE.pdf).

Die Ursachen sind vielfältig, etwa Betriebsschließungen wegen fehlender Hofübernehmer, aber „die NGOs verschärfen mit ihren Kampagnen gegen Pflanzenschutzmittel und dem damit verursachten Engpass bei der EU-weiten Zulassung die Situation für die kleinstrukturierte und regionale Landwirtschaft in punkto Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Sie leiten damit das Ende der weitreichenden Selbstversorgung Europas ein“, warnt Stockmar, denn die Pflanzenschutzmittelhersteller hätten bereits Innovationskraft eingebüßt. Weitere Wertschöpfung wird aus der Europäischen Union abwandern, sollte sich der Trend der Rechtsunsicherheit durch Bürokratisierung und rückwirkend geltende regulatorische Änderungen trotz der im internationalen Vergleich strengen Regulierung fortsetzen.

Die IGP fordert eine faktenbasierte und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Entscheidung auf der Basis der Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Über 1.000 Studien allein für die Neubewertung belegen die Unbedenklichkeit von Glyphosat für Mensch, Tier und Umwelt, hinzu kommen unzählige Studien seit den 70er Jahren. Das BfR bestätigt die wissenschaftliche Sicherheit zur Unbedenklichkeit von Glyphosat und das Vorsorgeprinzip wird beachtet“, betont Christian Stockmar. Der IGP Obmann unterstreicht, dass sich die vorgebrachten Vorwürfe von NGOs und Parteien bisher als unwissenschaftlich und teilweise falsch herausgestellt haben, so seien etwa Analysen zum Nachweis von Glyphosat in Muttermilch vom BfR reproduziert und nicht bestätigt worden, da sich Glyphosat nicht im menschlichen Körper und Muttermilch anreichert.


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IGP zu Global 2000: Nächster Tiefpunkt einer absurden Kampagne

02.03.2016 - Als eine „Zusammenfassung längst bekannter und oftmals widerlegter Vorwürfe, die auch durch Wiederholung nicht richtiger werden“, bezeichnet der Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), Christian Stockmar, die heutige Pressekonferenz von Global 2000. Denn alle bisherigen Versuche der Diskreditierung von Glyphosat durch Global 2000 und andere NGOs haben sich als fehlerhaft und falsch herausgestellt:

 

  • Die IARC hat Wurst, Schinken und Bier in der höchsten Kategorie 1 / krebserregend und damit als gefährlicher als Glyphosat eingestuft. Auch hier werden keine Dosierungen bewertet, sondern die potentielle Gefahr. Deshalb wäre nach dieser Einstufung alkoholfreies Bier mit 0,35 Prozent Alkohol gleich gefährlich, wie Märzenbier mit fünf Prozent, Starkbier mit 14 Prozent oder Schnaps mit 40 Prozent, egal ob man es täglich oder nur einmal im Leben trinkt.
  • Glyphosat reichert sich zudem nicht im Körper an, sondern wird nahezu gänzlich durch den Urin wieder ausgeschieden, weshalb ein Nachweis in Urin keinesfalls besorgniserregend ist.
  • Der oft zitierte Regenwurm-Test hat gravierende Fehler bei Methodik und Forschungsdesign. So wurde nicht berücksichtigt, dass die Pflanzen durch Glyphosat absterben und die Regenwürmer dadurch im Verlauf der Studie kein Nahrungsangebot mehr hatten. Zudem wurde während der Studie die Dosis erhöht und eine zu hohe Dosis verwendet.
  • Der Nachweis von Glyphosat in deutschen Bieren ergab, dass ein Erwachsener 1.000 Liter bzw. 20 Fässer Bier täglich trinken müsste, um eine gesundheitlich bedenkliche Menge an Glyphosat aufzunehmen. Zudem wird Bier als alkoholisches Getränk von der IARC als gefährlicher als Glyphosat eingestuft.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat festgestellt, dass die Muttermilch-Tests in Deutschland und den USA unwissenschaftlich waren. Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften von Glyphosat ist kein relevanter Übergang des Wirkstoffes in Muttermilch zu erwarten und wissenschaftlich bisher auch nicht belegt, weshalb ein Nachweis von Glyphosat in Muttermilch ausgeschlossen werden kann.
  • Der als Toxikologe vorgestellte Peter Clausing ist Umweltaktivist und Vorstand in der deutschen Umwelt-NGO Pestizid Aktions-Netzwerk.

„Mit der heutigen Pressekonferenz und der Anzeige gegen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das BfR ist der nächste Tiefpunkt einer absurden Kampagne erreicht, die die Argumentationslosigkeit der NGOs entlarvt“, so Stockmar. „Aber das Beharren von Global 2000 zeigt in erster Linie, dass sie nicht an einer sachlichen Diskussion und an einer nachhaltigen Landwirtschaft interessiert sind, sondern an der Durchsetzung ihrer Interessen und an der Lukrierung von Spendengeldern. Damit wird wieder einmal die österreichische Landwirtschaft geschädigt, die im internationalen Vergleich höchste Produktionsstandards einhält.“

 

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Dr. Dominique Schröder

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Modell zur Ermittlung von Kunststoffabfällen in Gewässer

01.03.2016 - Rund 100 Millionen Tonnen Kunststoffabfall befinden sich in den Weltmeeren und verursachen dort Probleme für Tier und Mensch. Ein Großteil davon wird über Flüsse in die Meere transportiert. Über welche Pfade genau, und welche Einflussfaktoren vorhanden sind, kann nun mittels eines Modelles veranschaulicht und verglichen werden, das von der Consultic Marketing & Industrieberatung GmbH im Auftrag des Fachverbandes der Chemischen Industrie sowie der deutschen Verbände BKV, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen sowie mit Unterstützung von PlasticsEurope Deutschland erarbeitet wurde. Im ersten Schritt für die Nordsee entwickelt, kann es bei Anpassung von Modellfaktoren auf andere Regionen übertragen werden. Die dazu entwickelte Methodik berücksichtigt sowohl Kunststoffabfälle als sogenannte Makrokunststoffe sowie Mikrokunststoffe in Form kleiner Partikel. Um mehr Kenntnis über die wesentlichen Quellen für Meeresmüll von Landseite zu erlangen, wird zwischen Einträgen aus Oberflächengewässern (wie Flüssen) und küstennahen Einträgen (Strand, Häfen) differenziert. Unter Einbeziehung von europäischen Statistiken auf Basis der „NUTS-Systematik“ (europäische Klassifikation für Gebietseinheiten) werden zudem Bevölkerungsdichte und sozioökonomische Daten in den untersuchten Regionen herangezogen. So werden weitere Aufschlüsse über das Müllaufkommen bezogen auf Eintragspfade gewonnen.

 

Für die Betrachtung der Nordsee wurden Daten und Studien von deutschen und österreichischen Umweltbehörden, Fachverbänden, Kläranlagenbetreibern, internationalen Forschungseinrichtungen und Statistikämtern sowie Unter-nehmensberatungen einbezogen und ausgewertet. Ersten Ergebnissen zufolge stammt die überwiegende Menge der eingetragenen Kunststoffe aus nicht ordnungsgemäß entsorgten Abfällen und liegt als Makrokunststoff vor. Dominierende Eintragspfade sind mit etwa 80 Prozent des Gesamtanfalls Flüsse und die Küstenregion. Das restliche Fünftel entfällt auf Flussschiffahrt und Häfen.

 

Die bislang gewonnenen Erkenntnisse sollen in einem nächsten Schritt validiert und durch weitere Daten kontinuierlich ergänzt werden. Dabei werden auch Modellparameter überprüft und – falls nötig – modifiziert. Die Evaluation der Methodik wird von externen Experten begleitet.

 

Das Modell und das Handbuch können hier bezogen werden http://www.bkv-gmbh.de/index.php?id=983#studie-15

Nur schwaches Wachstum der europäischen chemischen Industrie 2015

29.02.2016 - Die Produktion an Chemieprodukten wuchs 2015 in Europa nur um 0,3 %, wie CEFIC in seinem Chemicals Trends Report meldet. Die Chemiepreise dagegen fielen um 4,7 % im Jahresvergleich. Ebenso litten die Umsätze: Der Rückgang wird hier auf 2,9 % für den Zeitraum Jänner bis Dezember 2015 geschätzt.

Das letzte Quartal des Vorjahres zeigte ein Plus in der Menge von gerade mal 0,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, während die Chemiepreise um 5,1 % einbrachen.

Der Handelsüberschuss mit Chemikalien belief sich für den Zeitraum Jänner bis Oktober 2015 auf 38,4 Mrd. Euro und liegt damit um 2 Mrd. Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Zurückzuführen ist dies auf eine gute Nachfrage unter anderem aus der Türkei, Schweiz und den USA. Exporte nach Russland gingen dagegen um 15,8 % zurück. Die Kapazitätsauslastung stieg im 4. Quartal geringfügig und lag in etwa im langjährigen Durchschnitt.

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Dr. Johann Pummer

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IGP zu Glyphosat in Bier: Nullmeldung und absurde Panikmache

25.02.2016 - Als „übertriebene und absurde Panikmache“ bezeichnet Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), die unwissenschaftlichen Schlussfolgerungen des Münchner Umweltinstituts. „Hier werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse von über 1.000 Studien und Risikoeinschätzungen zu Glyphosat schlichtweg ignoriert, um Panik zu verbreiten, Konsumenten zu verunsichern und der Getränkewirtschaft immensen Schaden zuzufügen.

Wie absurd die Erkenntnisse sind, zeigt sich an der Tatsache, dass ein Erwachsener gemessen an den höchsten gefundenen Mengen 1.000 Liter Bier, also 20 Fässer täglich trinken müsste, um eine gesundheitlich bedenkliche Menge von Glyphosat aufzunehmen“, kritisiert der IGP Obmann die Mängel der Veröffentlichung des Umweltinstituts. Hier wird weder der gesetzliche Grenzwert von Glyphosat, noch die lebenslänglich duldbare Aufnahmemenge (ADI) oder die einmalig duldbare, tägliche Aufnahmemenge (ARfD) berücksichtigt.

Auch bezeichnet das Münchner Umweltinstitut die gefundenen Mengen als „besorgniserregend“, als Argument wird die Einordnung der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) strapaziert. Auch die Grünen und das Team Stronach berufen sich auf die Einordnung der IARC. „Ein besonders entlarvender Versuch der Dramatisierung einer Nullmeldung: Glyphosat wird von der IARC in der Kategorie 2a, wahrscheinlich krebserregend eingeordnet, während alkoholische Getränke und damit auch Bier in der Kategorie 1, krebserregend gelistet werden. Der Konsum von Bier wird damit generell als gefährlicher eingestuft, als Glyphosat“, so Stockmar. „Eine derartige Zuspitzung zeigt, dass Umweltinstitut, Grüne und Team Stronach nicht an den echten Herausforderungen und an einer nachhaltigen Landwirtschaft interessiert sind, sondern nur Panik verbreiten wollen, um ihre Interessen durchzusetzen.“

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Vier Jahre in Folge kein Umsatzwachstum bei Chemieprodukten

24.02.2016 - Das erste Quartal des Jahres hatte schon schwach begonnen, das zweite gab Anlass für Hoffnungen auf einen leichten Aufschwung, diese verflogen aber in den Folgequartalen wieder. Für das gesamte Jahr 2015 sind daher leichte Minuswerte beim Umsatz zu erwarten.

Teilweise sind diese auf den Preisdruck, hervorgerufen durch den niedrigen Ölpreis, zurückzuführen, aber auch die mengenmäßige Nachfrage ließ in einigen Branchen zu wünschen übrig. Bei Kunststoffrohstoffen kam es sogar zu enormen Preiserhöhungen durch Rohstoffverknappungen auf Grund von gehäuften Force Majeure-Fällen bei den Produzenten. Die Verarbeiter waren dadurch gezwungen jeden Preis zu akzeptieren um den Lieferverpflichtungen gegenüber ihren Kunden nachkommen zu können.

Die gedämpfte Konjunktur drückte auf die Investitionsbereitschaft. Die Unternehmen haben 2015 um rund ein Fünftel weniger investiert als im Jahr davor. Für 2016 wird wieder ein Anstieg prognostiziert, allerdings wird dieser nur moderat ausfallen.

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WKÖ-FCIO zu Medikamentenkosten: Dank Solidarbeitrag der Pharmaindustrie keine Finanzierungslücke vorhanden

15.02.2016 - Ein höfliches Ersuchen, bei den Tatsachen zu bleiben, richten die Unternehmen des Fachverbands der Chemischen Industrie (FCIO) an Mag. Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse. „Es gibt keine Finanzierungslücke in der angegebenen Höhe. Die heute vom Hauptverband präsentierten Zahlen für 2015 zeigen, dass wir mit unserer Prognose vom Spätsommer recht behalten haben: Das Wachstum der Medikamentenkosten 2015 war mit 5,4 % deutlich unter den monatelang von Kassenvertretern getrommelten Szenarien“, stellt FCIO-Geschäftsführerin Sylvia Hofinger fest.

Die letzte Woche in den Raum gestellten Summen lassen befürchten, dass rund um die Ende Jänner begonnen Verhandlungen zur Modernisierung des Erstattungskodex erneut defizitäre Bereiche querfinanziert werden sollen, anstatt Sparmaßnahmen im eigenen Haus umzusetzen. Hofinger: „Wir weisen seit Monaten auf die zahlreichen Einsparungspotenziale bei den Krankenkassen hin. Die Liste ist lang und reicht von den Verwaltungskosten bis zum Betrieb der kasseneigenen Einrichtungen. Allerdings werden diese Vorschläge geflissentlich übersehen. Auf der anderen Seite wird scheinbar versucht, mit dem Nennen von nicht nachvollziehbaren Finanzierungslücken den Druck auf die Industrie zu erhöhen und politisch eine Sanierung mit fremden Mitteln vorzubereiten.“

Dies geschehe vor dem Hintergrund eines verlängerten Rahmen-Pharmavertrags, der 2016 die Rekordsumme von 125 Millionen Euro an Solidarbeiträgen von der Industrie für die Kassen vorsieht. Auf der anderen Seite wurden jüngst Berichte in den Medien publik, wonach die heimischen Krankenkassen ein Reinvermögen in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufweisen. „Alle Mitglieder der Selbstverwaltung haben das gemeinsame Interesse, die Mittel der sozialen Krankenversicherung so effizient wie möglich einzusetzen sowie Innovationen im Therapiebereich so rasch wie möglich zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.“ Die Verhandlungen der kommenden Wochen und Monate sollten auf diesem Konsens aufbauen und nicht auf Zahlen-Polemik.

Der Fachverband der Chemischen Industrie ist die gesetzliche Interessensvertretung der produzierenden Pharmaindustrie in Österreich. Diese stellt mit 15.000 Arbeitsplätzen und einer Exportquote von 75% einen wichtigen Pfeiler der heimischen Industrie dar.

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Mag. Sylvia Hofinger

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Chemische Industrie spricht sich für zügigere Verhandlungen bei TTIP aus

11. 02. 2016 - Freihandel erzeugt Wachstumsimpulse. Die Chemie-Ausfuhren Österreichs nach den USA belaufen sich auf rund 5 % der gesamten Chemie-Exporte und würden durch den Abbau von Zöllen und Handelsschranken gepusht werden. Aber nicht nur diese unmittelbaren Effekte lassen die chemische Industrie TTIP positiv sehen: Das Vertragswerk geht bei der Gestaltung der Handelsbeziehungen insgesamt in die richtige Richtung.

Wohl wird das Zulassungsregime bei chemischen Produkten in beiden Wirtschaftsblöcken unberührt bleiben und damit auch die jeweilige Ausprägung der Schutzniveaus, für die Zukunft sind aber ein verstärkter Dialog und mehr Kooperation bei neuen Regulativen vorgesehen. Davon erwartet sich die chemische Industrie einen Abbau unnötiger Bürokratie durch gegenseitige Anerkennung von Prüfungen und Testzertifikaten. Unter anderem könnten auch Tierversuche so reduziert werden. Hier sieht der Fachverband auch die großen Vorteile von TTIP: Es wird nicht an gewachsenen Strukturen gerüttelt, aber für die Zukunft wird gemeinsam vorgegangen.

Die österreichische chemische Industrie mit einer Exportquote von knapp 70 % ist auf den freien Zugang zu ausländischen Märkten angewiesen. Sie wird von TTIP profitieren. Und mit ihr ihre 42.800 Mitarbeiter.

 


 

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Dr. Johann Pummer

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Verpackungsabgrenzungsverordnung Novelle 2016

08.02.2016 - Die Novelle der Verpackungsabgrenzungsverordnung trat am 30. Jänner  in Kraft. Damit müssen alle Verpackungen entsprechend der enthaltenen Produkte  entweder mit dem teuren Haushaltstarif oder dem günstigeren Gewerbetarif entpflichtet werden. Für die meisten Produkte gibt es eine Mischquote aus Haushalts- und Gewerbe-Tarif. Aufgrund intensiver Diskussionen des Fachverbandes mit dem BMLFUW konnten deutliche Verbesserungen in Teilbereichen der Verordnung hinsichtlich der Quote erreicht werden.

Lacke / Bauchemie:
Die ursprüngliche AT-17 wurde dreigeteilt, mit der Untergruppe AT-17a - Bauchemie. Von dieser wurden In der AT 17a wurde bestimmte Lacke zur industriellen Verarbeitung ausgenommen und der Produktgruppe AT 37 zugeordnet. Diese Produktgruppe hat eine 100 % Gewerbequote (unabhängig von der Verpackungsgröße):
Diese Lacke bzw. Produkte im Allgemeinen sind: Herstellung von chemischen Grundstoffen und chemischen Vorprodukten, Chemiefasern, industrielle Beschichtungen wie UV-Lacke, Beschichtungen und Imprägnierungen für industrielle Tauch- oder Flutanlagen, Zweikomponentenlacke (die gemäß Chemikalienrecht nicht an private Letztverbraucher abgegeben werden dürfen), Korrosionsschutz/Brandschutz für Verkehrsinfrastruktur (zB Brücken, Maste, Tunnel), Lacke für Refinishsysteme für Nutz- und Schienenfahrzeuge, Einbrenn-, Trommel- und Hochhitzefestlacke für die industrielle Verarbeitung, Elektroblechlacke, Kaltplastiken oder Kaltspritzplastiken für Bodenmarkierungen.

Pflanzenschutzmittel und Biozide:
In dieser Produktgruppe gelang eine Unterteilung der Gruppe in AT-16a Pflanzenschutzmittel für die landwirtschaftliche Verwendung (100% gewerbliche Verpackung) und AT-16b Pflanzenschutzmittel für den Haus und Kleingartenbereich.
Die neuen Quoten können (müssen aber nicht) bereits

  • für die Jahresabschlussmeldung 2015 und
  • für den Zeitraum von 1. Jänner 2016 bis zum Inkrafttreten der VerpackungsabgrenzungsV-Novelle 2016 verwendet werden.
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Dr. Susanne Gfatter

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Nanomedizin: Neue Wege in der Krebsbehandlung

02.02.2016 - Nanomedizin ist die kontrollierte Anwendung von Nanotechnologie, um Innovationen im Gesundheitssystem zu erreichen. Solche Innovationen im Bereich der Krebsbehandlung wurden beim heutigen Nano World Cancer Day vorgestellt.

 

Krebs ist trotz verbesserter Diagnostik und Behandlung  nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen. Die Nanotechnologie hat gezeigt, dass sie in 3 verschiedenen Bereichen neue Wege zu Therapiemöglichkeiten öffnen kann, und zugleich Therapien kostengünstiger macht:

  • Zielgerichtete Therapien: mit Nanomaterialien können Wirkstoffe zielgerichtet in die Behandlungsbereiche transportiert werde. Das verringert den Wirkstoffeinsatz und die Nebenwirkungen.
  • Verbesserte Diagnostik: Je früher ein Tumor diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungserfolge. Mit Nanotechnologien können Biomarker effektiver aufgespürt werden und bildgebende Verfahren optimiert werden.
  • Verringerung von Therapieresistenzen: Durch das Verpacken von Wirkstoffen in Nanomaterialien können sie so zum Behandlungsort gebracht werden, dass der Tumor keine Möglichkeit hat Strategien gegen die Therapie zu entwickeln.

 

Beim heutigen Presse-Gespräch, bei dem neben dem gastgebenden BMWFW auch das BMVIT sowie das BMG federführend beteiligt waren, und das von BioNanoNet organisiert wurde, berichtete die Medizinische Universität Wien von ihren Forschungen in diesen Bereichen. Die Forschungserfolge aus Österreich sprechen für sich – wesentlich ist, diese in anwendbare Therapien weiterzuentwickeln. Hierzu sind nationale Kooperationen zwischen Wissenschaft, staatliche Einrichtungen sowie Wirtschaft  nötig, um diese Wege in Österreich gehen zu können. Zu diesem Zweck haben sich in der Arbeitsgruppe „NanoMedicine-Austria“ österreichische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammengeschlossen.

 

Derzeit sind in Europa 49 nanomedizinische Produkte auf dem Markt, 230 weitere werden in klinischen Studien getestet. 70 davon zielen auf die Behandlung von Krebserkrankungen ab.
    
Der Nano World Cancer Day ist eine europaweite Veranstaltung unter der Schirmherrschaft der Europäischen Technologieplattform (ETP) Nanomedizin, die jährlich im Rahmen des Weltkrebstages (4. Februar) stattfindet.
Die Pressemappe ist unter diesem Link verfügbar:
http://www.bionanonet.at/news/press/366-nano-world-cancer-day-am-2-februar-2016-informiert-ueber-neue-moeglichkeiten-und-fortschritte

 

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Dr. Susanne Gfatter

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Wasser schützen, Abdrift & Abfluss reduzieren!

01. 02. 2016 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) hat gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖsterreich) und der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für integrierten Pflanzenschutz (ÖAIP) am 27. Jänner 2016 die Gewässerschutztagung 2016 veranstaltet. Die Fachvorträge in der Landwirtschaftskammer St. Pölten wandten sich an Fachberater und Landwirte.

 

Unter dem Titel „Schutz von Oberflächengewässern beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“ wurden Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Oberflächengewässern erörtert und diskutiert. Zur Information der Landwirte und zur Sensibilisierung für den Gewässerschutz wurden zudem von der IGP, der LKÖsterreich und der ÖAIP zwei Broschüren erstellt. Sie warnen vor den Auswirkungen von Abdrift bei der Applikation sowie vor Abfluss vom behandelten Feld und geben hilfreiche Tipps zur Prävention.

 

„Der Schutz unserer Oberflächengewässer ist ein besonders sensibles Thema, das wir mit der Gewässerschutztagung 2016 weiter vorantreiben wollen. Die Fachvorträge werden uns dabei unterstützen, weitere Maßnahmen zum Schutz der heimischen Gewässer abzuleiten. So wollen wir den Landwirten bei der Reduktion von Abdrift bei der Applikation von Pflanzenschutzmitteln sowie Abfluss vom behandelten Acker und Feld unterstützen“, so Vertreter von LKÖsterreich, ÖAIP und IGP unisono. Denn Pflanzenschutzmittel sichern die Produktivität der Landwirtschaft, aber auch den Ertrag und die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.

 

Die Gewässerschutztagung 2016 ist die zweite Veranstaltung dieser Art. 2012 widmeten sich im Francisco Josephinum Wieselburg die Fachvorträge dem Schutz des Grundwassers. Im Anschluss wurden ebenfalls zwei Broschüren verteilt.

 

Die Broschüren zur Gewässerschutztagung 2016 sowie das Programm der Veranstaltung und die Präsentationen der Fachvorträge finden Sie zum Download bzw. zum Ausdrucken auf der Website der IndustrieGruppe Pflanzenschutz.

 

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Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH

Presse IndustrieGruppe Pflanzenschutz

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ECHA strukturiert öffentliche Informationen auf der Website neu

28. 01. 2016 - Seit Mitte Jänner hat die Europäische Chemikalienagentur - ECHA die stoffspezifischen Informationen, die sie auf ihrer Website veröffentlicht neu und übersichtlich in drei Ebenen strukturiert: die übersichtliche Infokarte („infocard“), etwas detailliertere Kurzprofile („BP – brief profile“) und zuletzt die vollständige Datengrundlage der Registrierung bzw. Meldungen ins Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis.

Mit dieser IT gestützten Aufarbeitung der Informationen soll der Zugang der Öffentlichkeit, betroffener Unternehmen oder auch Behörden zu Chemikalien erleichtert und damit ein substantieller Beitrag zum sicheren Umgang mit diesen erzielt werden. Die Infokarte ermöglicht dabei als Ersteinstieg in einfacher (englischer) Sprache einen Überblick zu den gefährlichen Eigenschaften eines Stoffes, zum Mengenband und den üblichen Verwendungen und bietet auch Hinweise zur richtigen Handhabung.

Leider sind diese Infokarten und Kurzprofile gerade bei der Gefahrenidentifizierung nicht immer aufschlussreich. Unterschiedliche Formen eines Stoffes (Pulver, massive Form), Größen eines Feststoffes, Verunreinigungen etc. können zu unterschiedlichen Einstufungen führen, sodass bei der Beurteilung in jedem Fall neben der vereinfachten Darstellung die zu Grunde liegenden Daten betrachtet werden müssen.

Die Einstufung eines Stoffes geschieht durch Ermittlung der Beweiskraft aller vorhandenen Informationen und mittels Expertenbeurteilung in Verantwortung des jeweiligen Herstellers oder Importeurs. Diese individuellen Beurteilungen stimmen nicht zwangsweise mit den in den Infokarten und Kurzprofilen dargestellten Gefahreninformationen überein. Hier besteht seitens ECHA also noch Verbesserungsbedarf bei der EDV-mäßigen Extraktion der Informationen, um dem Nutzer auch für die praktische Anwendung relevante Informationen zu bieten. Besondere Vorsicht ist insbesondere dann gegeben, wenn andere regulatorischen Maßnahmen direkt auf Stoffeinstufungen verweisen.

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Dr. Christian Gründling

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REACH – neue Durchführungsverordnung zur Datenteilung tritt in Kraft

25. 01. 2016 - In Vorbereitung auf die letzte Registrierungsphase Mitte 2018 hat die EU-Kommission die Regelungen zur über die gemeinsame Vorlage und Nutzung von Daten gemäß REACH konkretisiert und Anfang des Jahres im EU – Amtsblatt veröffentlicht.

Die Durchführungsverordnung tritt am 26. Jänner 2016 in Kraft. Darin werden die Begriffe „fair“, „transparent“ und „nicht-diskriminierend“ in Bezug auf den Zugang zu den in REACH geforderten Daten sowie den damit verbundenen Kosten näher beschrieben, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. Diese Verordnung hat direkte Auswirkungen auf Verträge in Zusammenhang mit der Arbeit in Konsortien oder den Foren zum Austausch von Stoffinformationen (SIEF). Nicht nur alle neuen Verträge können davon betroffen sein, auch eine Anpassung bereits bestehender Verträge ist möglicherweise nötig.

Gleichzeitig wurde das Prinzip „ein Stoff – eine Registrierung“ stärker verankert. Künftig wird es nicht mehr möglich sein, einen Stoff alleine zu registrieren, wenn bereits eine andere Registrierung für diesen Stoff existiert. Zu diesem Zweck passt die Europäische Chemikalienagentur - ECHA das Portal zur Übermittlung der Informationen „REACH-IT“ entsprechend anzupassen. Auch ein Up-date von Leitlinien und anderen Unterstützungsmaterialien auf der ECHA – Website ist notwendig.

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Christian Gründling

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gruendling@fcio.at

IGP & Experten fordern intensivere Maßnahmen im Kampf gegen Counterfeits

20. 01. 2016 - Um die Verbreitung von Counterfeits und illegalen Produkten zu verhindern, ist ein intensiveres internationales Vorgehen gegen zunehmend komplexere kriminelle Netzwerke nötig, fordern die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) sowie Experten aus Deutschland und Österreich. „Niemand kann anhand von Einzelfällen und Erfolgen im Kampf gegen illegale Produkte abschätzen, wie groß der Eisberg wirklich ist und was unter der Oberfläche verborgen liegt. Aber die Wertschöpfungs- und Vertriebskette zeigt klar, dass es sich um organisiertes Verbrechen mit multinationaler Aufteilung der Aktivitäten handelt“, so Gerwin Bouillon, Experte für illegale Produkte,
und Nils Bauer, stellvertretender Obmann der IGP. Sie drängen auf intensivere Bemühungen  im Kampf gegen illegale Produkte und nennen folgende Maßnahmen als wichtige nächste Schritte:

  • Landwirte kontinuierlich auf die möglichen Risiken durch illegale Produkte hinweisen, dazu
    wird u.a. ein Poster an Fachmärkte verteilt (siehe Anhang)
  • Produzenten, die für sich und auch andere produzieren und abfüllen, sensibilisieren
  • Standards zur behördlichen Kontrolle von illegalen Produkten am Markt sowie beim Import
    vereinheitlichen und einhalten
  • Weiteres Vorantreiben der internationalen Kooperation über Grenzen und Länder hinweg

Gerwin Bouillon warnt vor Umwelt- und Gesundheitsrisiken und nennt für die Kontrollen an den Grenzen vier Punkte, die sich bewährt haben, um illegale Produkte ausfindig zu machen: „Kontrolle der Dokumente, Stoppen und Untersuchen von verdächtigen Fahrzeugen, Informationen beschaffen und auf Basis dessen entscheiden, was zu geschehen hat. In Hamburg war man damit 2014 dank der
Zusammenarbeit von Pflanzenschutzamt Hamburg und Industrie, Wasserschutzpolizei und Zollfahndung erfolgreich. 196 Tonnen illegaler Substanzen konnten sichergestellt werden und gelangten so nicht auf den Markt.“

Für ein koordiniertes internationales Vorgehen seien einheitliche Standards zu schaffen, meint Johann Kohl, Pflanzenschutzmittel-Experte der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES): „Der Handel mit illegalen Produkten ist eine Herausforderung, die alle Mitgliedstaaten der EU betrifft, aber in unterschiedlichem Ausmaß. Mitgliedstaaten mit Grenzen zu Drittstaaten bzw. wichtigen See- und Flughäfen werden gezielt ausgewählt und sind stärker betroffen.“ Darüber hinaus erschweren unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen Maßnahmensetzungen und die Zusammenarbeit. „Daher müssen Bewusstseinsbildung und internationale Zusammenarbeit forciert werden“, so Kohl.

Nils Bauer warnt vor illegalen Produkten, die – im Vergleich zu zugelassenen Pflanzenschutzmitteln – „nicht getestet und nicht registriert werden. Sie werden durch kriminelle Netzwerke auf den Markt gebracht, Inhaltsstoffe und Wirkung sind oft unbekannt. Landwirten drohen finanzielle Verluste, Schäden für die Ernte und den Boden, Imageverlust sowie Gesundheitsrisiken“. Denn vier elementare Zulassungskriterien für Pflanzenschutzmittel erfüllen illegale Produkte nicht: Pflanzenschutzmittel müssen hochwirksam, schnell abbaubar und ohne unvertretbare Wirkungen für Mensch, Tier und Umwelt sowie vor der Ernte weitgehend aus dem Erntegut verschwunden sein. Das wird durch eine zehnjährige Entwicklungsdauer und einem mehrstufigen Zulassungsverfahren mit Analysen auf Umweltverträglichkeit, toxikologische Eigenschaften und Rückstandsverhalten durch Behörden und unabhängige Institutionen gewährleistet, das Pflanzenschutzmittel zu den bestuntersuchten Substanzen überhaupt macht.

Hintergrund:

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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Dr. Dominique Schröder

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schroeder@fcio.at

Das überarbeitete EU - Kreislaufwirtschaftspaket – ambitioniert oder realitätsfern?

19.01.2016 - Die Europäische Kommission hat am 2. Dezember 2015 das überarbeitete Kreislaufwirtschaftspaket offiziell vorgestellt. Aus Sicht der chemischen Industrie ist der marktorientierte Ansatz einer Kreislaufwirtschaft positiv zu bewerten, um das zukünftige und nachhaltige Wachstum zu fördern, natürliche Ressourcen zu schonen und eine Recyclinggesellschaft zu gestalten. Kritisch zu hinterfragen sind jedoch einzelne Maßnahmen (wie Herstellerverantwortung für die gesamten Kosten der Abfallwirtschaft) und Quoten (Kunststoffrecyclingziel: 55 %).

Das neue Kreislaufwirtschaftspaket besteht aus Vorschlägen zur Änderung von 6 Richtlinien:

  • Abfallrahmen-Richtlinie
  • Verpackungs-Richtlinie
  • Elektro- und Elektronikgeräte-Richtlinie
  • Altfahrzeuge-Richtlinie
  • Batterien-Richtlinie
  • Deponie-Richtlinie

sowie einer Mitteilung der Europäischen Kommission – „Den Kreislauf schließen – Ein Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft“, die einen Anhang mit Maßnahmen und Zeitplan enthält. Das gesamte Paket ist sehr vage formuliert, was aus unserer Sicht tendenziell positiv zu bewerten ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen gemeinsam mit der Wirtschaft auszuarbeiten.

1. Änderungen der Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG

Delegierte Rechtsakte (Art. 38a neu): Keine direkte Beteiligung der Mitgliedstaaten

In Kernbereichen der abfallrechtlichen Rechtsetzung durch die EU-Kommission (z.B. Kriterien für die Nebenprodukteeigenschaft und das Abfallende, Änderung des Abfallverzeichnisses) ist künftig keine direkte Beteiligung der Mitgliedstaaten mehr vorgesehen. In Bereich dieser Kernkompetenzen des Abfallrechts erachten wir die direkte Beteiligung der Mitgliedstaaten im Rechtsetzungsprozess als unbedingt erforderlich.

Erweiterte Herstellerverantwortung (Art. 8a neu)

Die erweiterte Herstellerverantwortung sieht vor, dass die Hersteller die „gesamten Kosten der Abfallbewirtschaftung“ tragen sollen. Aus der aktuellen Fassung ist nicht ableitbar, in welche Richtung sich diese entwickeln soll. Das Tragen der gesamten Kosten der Abfallbewirtschaftung durch Teilnahme an einem Entpflichtungssystem – ähnlich wie im Verpackungsrecht – lehnen wir entschieden ab. Die Kostentragung für die Abfallbewirtschaftung würde zu einer Doppelbelastung von Unternehmen führen, die Abfälle verwerten.

2. Änderungen der Verpackungsrichtlinie 94/62/EG

Die beschriebene Benachteiligung der thermischen Verwertung wird in der Verpackungsrichtlinie fortgesetzt durch den geplanten Wegfall einer Förderung der energetischen Verwertung, soweit diese aus Umwelt- und Kosten-Nutzen-Gründen im Vergleich zur stofflichen Verwertung sinnvoll ist.

Ein  Kunststoffe-Recyclingziel von 55 % ist selbst für den Musterschüler Österreich unrealistisch. Auch hier sollte die Quote auf ein sinnvolles Niveau reduziert werden.

3. Zur Mitteilung der Kommission: Den Kreislauf schließen – ein Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft

Die Mitteilung besteht aus Maßnahmen in 5 verschiedenen Kategorien vor:

Produktion

Produktgestaltung: Beim Gestaltungsprozess von neuen und innovativen Produkten werden viele unterschiedliche Bereiche berücksichtigt, wie beispielsweise Materialverbrauch, Verbesserung der Energieeffizienz sowie der Nutzen für den Kunden. Wir setzen uns dafür ein, dass Hersteller in jedem Fall die Freiheit haben sollen, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Produkte entwerfen. Es gibt eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten, Abfälle zu begrenzen und nachhaltige Produkte zu produzieren: Verringerung der Materialmenge bei der Produktion, Erhöhung der (Energie-)Effizienz, Verwendung nachhaltiger Materialien, effiziente Möglichkeit der Reparierbarkeit (unter Berücksichtigung der Wiederverwertung) sowie mögliches Recycling  oder Verwertung nennen. Des Weiteren geben wir zu bedenken, dass durch die starre Fokussierung auf umweltgerechte Gestaltung der Europäischen Kommission, die Möglichkeiten für Innovation behindert werden.

Verbrauch

Die Maßnahmen in diesem Bereich umfassen unter anderem den Umweltfußabdruck von Produkten, die Glaubwürdigkeit von Umweltaussagen, sowie das grüne Beschaffungswesen. Da der Preis ein entscheidender Faktor bei Kaufentscheidungen ist, sollen Mitgliedstaaten aufgefordert werden, Anreize oder Steuern zu setzen, damit  der Produktpreis die  Umweltkosten widerspiegelt.

Abfallbewirtschaftung

Die thermischen Nutzung von Abfällen wird erschwert bis verunmöglicht, was aus unserer Sicht ein Wertungswiderspruch ist, da nicht nur die stoffliche Verwertung, sondern auch die thermische Nutzung von Abfällen natürliche Ressourcen (fossile Energieträger) schont. Verschärft wird diese Situation noch durch die Erhöhung der Recyclingquoten, die noch mehr Abfälle, die zur thermischen Nutzung geeignet wären, von diesem Markt abzieht. Vor diesem Hintergrund plädieren wir daher für eine ökologische Gesamtbeurteilung, die in das Kreislaufwirtschaftspaket implementiert werden sollte und die den Stellenwert der thermischen Abfallverwertung neu bewertet.

Sekundärrohstoffe

Um EU-weit einheitliche Qualitätsstandards für Recyclingmaterialien zu haben, soll an Abfallende-Kriterien gearbeitet werden. Hier wird darauf geachtet werden müssen, dass der Sekundärrohstoff oder das Recyclat aus ökonomischer und ökologischer Sicht nicht schlechter gestellt wird als das Neumaterial. Begrüßt wird hingegen die Absicht, Nebenprodukte klarer zu definieren. Ein besonderer Fokus des Pakets liegt auf dem Recycling von Nährstoffen um den Bedarf von mineralischem Dünger zu senken und die Abhängigkeit von Phosphatimport zu verringern.

Schwerpunktbereiche

Diese Kategorie beinhaltet spezifische Bereiche und Maßnahmen:

Kunststoff: Das verstärkte Recycling von Kunststoffen wird als grundlegend für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft gesehen. Hier soll eine Strategie ausgearbeitet werden, die auch Maßnahmen gegen das Kunststofflittering beinhalten wird.

Lebensmittel: Maßnahmen zur Verringerung von Lebensmittelabfällen stellen einen weiteren Schwerpunkt des Pakets dar.

Kritische Rohstoffe: Die Kommission wird eine Reihe von Maßnahmen treffen, um die Verwertung von kritischen Rohstoffen zu fördern.

Bau- und Abbruchabfälle: In diesem Bereich soll die Verwertung wertvoller Ressourcen gewährleistet werden.

Biomasse- und biobasierte Produkte: Die Kommission erkennt das Innovationspotential der biobasierten Industriezweige bezüglich neuer Werkstoffe und Chemikalien. Zur Erschließung des Potentials sind Forschungsförderungen für integrierte Bioraffinerien geplant, die Biomasse und Bioabfälle verarbeiten können. 

Der Zeitplan des Kreislaufwirtschaftspakets sieht vor, dass am 4. März eine erste Debatte im Umweltrat stattfindet. Für den 20.6. ist eine Annahme der Entwürfe der Ratsschlussfolgerungen geplant. Der FCIO wird die Diskussionen und Verhandlungen begleiten, damit das Kreislaufwirtschaftspaket den Unternehmen ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht und die finanziellen und administrativen Belastungen minimiert.

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Susanne Gfatter

05 90 900 3369

gfatter@fcio.at

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Terminankündigung: CST 2016 - 10./11. Oktober 2016

Seit bereits 20 Jahren veranstaltet der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) mit Unterstützung des Verbands der chemischen Industrie  Deutschlands (VCI) und des europäischen Chemieverbands (CEFIC) die Konferenz „Chemikalien Sicher Transportieren – CST 2016“.

Nutzen Sie auch heuer wieder die exzellente Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen Transportexperten aus Chemieunternehmen bzw. Behörden und Einsatzkräften und merken Sie sich den Termin der nunmehr 15. Konferenz vor!

Im Sinn von „Responsible Care“ soll mit dieser Veranstaltung ein Beitrag zur weiteren Verbesserung der Transportsicherheit - insbesondere im Umgang mit Gefahrgütern erreichet werden. Am Nachmittag des 10. Oktober werden Sie ausgewählte Experten auf den letzten Stand der Gefahrgutgesetzgebung in Europa bringen und gemeinsam mit Ihnen die bevorstehenden neuen Regelungen für den Transport von gefährlichen Gütern ab 2017 diskutieren.

Am 11. Oktober liegt der Schwerpunkt auf der Sicherheit von Gefahrguttransporten und Best-Practice Beispielen aus dem Bereich der  Gefahrgutlogistik. Im Dialog zwischen ausgewählten Referenten der chemischen Industrie, Transportunternehmen und Behörden sollen in bewährter Weise spezifische Schwerpunkte erörtert werden.

Das detaillierte Konferenzprogramm und das Anmeldeformular wird im Mai 2016 fertig gestellt. Die Teilnahme ist kostenlos. Limitierte Teilnehmerzahl!

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Christian Gründling

05 90900 3348

gruendling@fcio.at

Holzschutzmittelverzeichnis 2016

12. 01. 2016 - Das gedruckte Verzeichnis und die online Version werden in Kürze zur Verfügung stehen.

Die ARGE Holzschutz hat sich die verantwortungsbewusste Verwendung von Holzschutzmitteln zur Aufgabe gemacht. Es werden nur Holzschutzmittel zur Verwendung empfohlen, die nach den Grundsätzen der ARGE-HSM von Experten aus dem Bereich des Holzschutzes und der Toxikologie positiv beurteilt wurden, sowie von Holzschutzmittel, die bereits nach dem Biozidproduktegesetz behördlich zugelassen sind.

Das Verzeichnis kann im Fachverband angefordert werden und ist kostenlos !

Die online Version finden Sie  demnächst unter www.holzschutzmittel.at

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Dr. Klaus Schaubmayr

05 90 900 - 3749

schaubmayr@fcio.at

Klimaschutzabkommen: FCIO fordert Augenmaß bei Umsetzung

14. 12. 2015 - Am 12. Dezember 2015 wurde bei der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris von 195 Staaten ein globales Klimaschutzabkommen beschlossen, das die Weichen für die zukünftige Klimapolitik, insbesondere nach 2020, stellen soll. Das Abkommen stellt nach der UN-Klimarahmenkonvention (1992) und dem Kyoto-Protokoll (1997) einen wichtigen Meilenstein dar.

 

Positiv: Alle 195 UN-Vertragsparteien bekennen sich zum Klimaschutz und sind sich bewusst, dass Maßnahmen gesetzt werden müssen um dem Klimawandel entgegen zu treten. Die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern konnte hier durchwegs geschlossen werden. Je breiter die internationale Akkordierung, desto besser ist es für die österreichische Wirtschaft.

 

Negativ: Grundsätzlich sind die Vertragsstaaten dazu verpflichtet, Angaben über ihre nationalen Klimaschutzpläne bzw. –ziele zu machen. Durch den nun festgelegten Revisionsmechanismus muss über den aktuellen Stand bzw. über Fortschritte bei der Zielerreichung berichtet werden. Ziele dürfen nur nach oben revidiert werden. Diese Regelungen werden allerdings abgeschwächt, da die sogenannten NDCs (Nationally Determined Contributions) nur auf nationaler Ebene festgelegt werden und lediglich in nationalem Recht verbindlich verankert werden können – hier besteht keine Verpflichtung. Es bleibt jedem Staat selbst überlassen, ambitionierten Klimaschutz zu vollziehen. Die Vertragsparteien haben auch mit keinen Konsequenzen bei Nichterreichung der selbst gesteckten Ziele zu rechnen, da keine Sanktionsmechanismen vorgesehen sind.

 

Das Abkommen erfüllt dadurch nicht die Forderung nach einem Global-Level-Playing-Field. Durch die unterschiedlich ambitionierten nationalen Zielsetzungen werden völlig verschiedene Klimaschutzvorgaben in den einzelnen Staaten bestehen. Das EU-Reduktionsziel von 40% bis 2030 (gegenüber 1990) stellt derzeit eindeutig den ambitioniertesten Plan dar und ist zusätzlich europarechtlich verbindlich. Umso dringender fordert der FCIO den Schutz der Industrie vor Carbon Leakage, also der Abwanderung aus Europa auf Grund von Wettbewerbsverzerrungen durch einseitige CO2-Kosten, bei der laufenden Revision der Emissionshandelsrichtlinie. Klar ist daher auch: Die Ergebnisse der Klimakonferenz können keinesfalls Grundlage für eine weitere Verschärfung der Ziele seitens der EU sein und auch hierzulande müssen die nächsten Schritte mit Augenmaß vorgenommen werden.

 

Durch das „Paris-Abkommen“ und den Wandel des weltweiten Energiesystems eröffnen sich für die österreichische und europäische Wirtschaft allerdings auch wichtige Chancen. Innovation ist der Schlüssel für Dekarbonisierung und für Wettbewerbsfähigkeit. Die chemische Industrie spielt dabei eine außerordentlich wichtige Rolle. Als Branche mit einem hohen Energiebedarf steht sie zwar für einen nicht unerheblichen Anteil an Treibhausgasemissionen, dennoch: viele Innovationen der Chemie - Verfahren und Produkte - leisten wertvolle Beiträge zum Klimaschutz und verhelfen der Branche insgesamt zu einer deutlich positiven Klimabilanz.

 

Die chemische Industrie produziert heute mit höchster Energieeffizienz. Ihre Produkte ermöglichen es, in vielen Bereichen weitaus mehr Energie (und damit Treibhausgase) einzusparen, als zu ihrer Herstellung notwendig ist. Die chemische Industrie liefert wichtige Beiträge zu einer Vielzahl von innovativen Technologien, die Energie und Treibhausgase einsparen helfen.

Lesen Sie dazu die Beiträge der chemischen Industrie zum Klimaschutz

Presseaussendung WKÖ „Klimakonferenz Paris: WKÖ begrüßt breites Abkommen für globalen Klimaschutz – aber: Europa bleibt leider einsamer Vorreiter“

 

Kontakt/Ansprechpartner

DI Dr. Reinhard Thayer

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thayer@fcio.at

WKÖ: Neues Normengesetz ist positives Signal an die Wirtschaft

9.12.2015 - WKÖ: Neues Normengesetz ist positives Signal an die Wirtschaft

Mandatierungssystem konnte in letzter Minute verhindert werden – großer Erfolg für die Wirtschaft

Die Presseaussendung der Wirtschaftskammer Österreich finden Sie im Anhang.

 

Chemie-Experimentiersets für Volksschulen

09. 12. 2015 - In den letzten 10 Jahren droht der chemischen Industrie ein erheblicher Fachkräftemangel. Da das Interesse für Naturwissenschaften bedauerlicherweise innerhalb der österreichischen Bevölkerung sehr gering ist, setzt sich der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs gemeinsam mit dem Verband der Chemielehrer seit vielen Jahren verstärkt für die Frühförderung von Kindern ein, um das Interesse an Chemie bereits in der Volksschule zu wecken. Die Chemieindustrie in Österreich braucht alle naturwissenschaftlichen Talente im Kampf um den besten Mitarbeiter, auch Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache. Der FCIO hat daher einen Schwerpunkt gesetzt und intensiviert deren Frühförderung.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzt der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs mit dem „Experimentierset für VolksschülerInnen“ seit vielen Jahren auf Frühförderung. Er stattet Schulen mit diesem Experimentierset aus – speziell Schulen mit Kindern, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Der Anteil dieser Kinder in den Volksschulen liegt österreichweit bei 27 %, in der Steiermark sind es rund 25,8 %. Der Fachverband der Chemischen Industrie möchte Anreize schaffen, dass Kinder, die in wenigen Jahren ihre erste Berufsentscheidung treffen müssen, sich für einen Weg in die Chemie entscheiden. Denn die Aussichten für Chemiker sind gut: in der mit rund 70 % stark exportorientierten Chemieindustrie finden mehrsprachige naturwissenschaftliche Talente gut dotierte und aussichtsreiche Jobs.

Am 4.12.2015 hat deshalb im Beisein der Rektorin der PH Steiermark Prof. Dr. Elgrid Messner, Dipl.Päd. Wolfgang Pojer, Landesschulinspektor der VS Steiermark, Dr. Helga Voglhuber, Verband der Chemielehrer/-innen Österreichs, Dr. Ralf Becker, Verband der Chemielehrer/-innen Österreichs und Dr. Corinna Martin, Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs, eine Pressekonferenz in der Pädagogischen Hochschule in Graz stattgefunden, in der 16 Chemiekoffer speziell für Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund übergeben wurden.

Dieses Chemieexperimentierset ist ein praktisches Tool, mit dem Kinder mit deutscher und auch nichtdeutscher Muttersprache unter Anleitung engagierter Lehrer naturwissenschaftliche Fragestellungen im Sachunterricht selbst erforschen können. Das Experimentierset ist wesentlicher Bestandteil für die Durchführung einfacher Experimente. Für die fachgerechte Bedienung dieses Sets erhält das Lehrpersonal eine entsprechende Schulung.

In einer Zeit, in der sich die Anforderungen der Arbeitswelt rasch verändern und naturwissenschaftliche Kompetenzen äußerst gefragt sind, kommt der entsprechenden Ausbildung ein hoher Stellenwert zu. Je besser die Ausbildung in diesem Bereich ist, desto attraktiver ist unser Land als Wirtschaftsstandort.

Hören Sie den Mitschnitt von Radio Steiermark über diese Veranstaltung.

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Dr Corinna Martin

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TUIS Workshop 2015 in Linz: Feuerwehr und chemische Industrie ziehen bei Gefahrgutunfällen an einem Strang

23.11.2015 - Unfälle mit Gefahrgütern werden aufgrund steigender Anforderungen an Fahrzeug und Technik glücklicherweise immer seltener.  Trotzdem gilt es auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Aus diesem Grund fand heuer gemeinsam mit der Wiener Berufsfeuerwehr ein TUIS-Workshop bei den Betriebsfeuerwehren der voestalpine und des Chemieparks Linz statt.

Am 12. November 2015 wurde auf Basis von Unterlagen des Österreichischen Industriegaseverbands zunächst über die Gefahren von Sauerstoffanreicherung bzw. Sauerstoffmangel diskutiert und die Herausforderungen bei der Luftzerlegung am Beispiel von Linde vorgestellt.

 

Im Anschluss konnten die teilnehmenden Berufsfeuerwehren von Wien und Linz sowie Vertreter der Landesfeuerwehrverbände Ober- und Niederösterreich auf dem Werksgelände der voestalpine die Gefahren von tiefkalt verflüssigten Gasen in einer praktischen Übung kennen lernen. Der erste Tag fand seinen Ausklang bei einem Besuch der Stahlwelten und weiteren Diskussionen bei einem gemütlichen Abendessen.

 

Am 13. November 2015 standen auf Einladung von Borealis die Gefahren von Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltigen Düngemittel im Vordergrund des Erfahrungsaustauschs am Chemiepark Linz.

 

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einer Führung durch die Düngemittelproduktion und –läger von Borealis.

Die intensiven Diskussionen zeigten, dass der Erfahrungsaustausch zwischen chemischer Industrie und Feuerwehren einen wertvollen Bestandteil zur Vorbereitung auf praktische Einsätze darstellt. Nur dank der Vorbereitung der Feuerwehr auf Schadstoffeinsätze, und der guten Zusammenarbeit mit der chemischen Industrie funktioniert TUIS in der Praxis.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dr. Christian Gründling

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„Yes We Chem – Chemie verblüfft und macht Spaß“

20. 11. 2015 - Am Sonntag, den 15. November 2015, hat auf der inatura, der Erlebnisnaturschau in Dornbirn – eine Publikumsveranstaltung stattgefunden, die vom Fachverband der Chemischen Industrie initiiert wurde. Durch diese Veranstaltung sollen besonders junge Menschen für die Naturwissenschaften begeistern werden. In Kooperation mit Vorarlberger Schulklassen waren junge ForscherInnen in diesem Event dazu eingeladen, unter fachkundiger Anleitung selbst an Experimenten mitzuwirken. Spannende Experimente rund um Lebensmittel und Alltagsprodukten sollen zeigen, dass Chemie Spaß machen kann

Folgende spannende Experimente wurden z. B. gezeigt:

  • Wie wird aus Hefe „Elefantenzahnpasta“ hergestellt?
  • Kann man Seifenblasen in der Hand explodieren lassen oder wie wird mein Finger zum „Zauberfinger“?

Am Mittwoch, den 18. November 2015, folgte der 2. Teil dieser Veranstaltung mit einer Lehrerfortbildung. Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs und der Verband der Chemielehrer Österreichs haben besonders engagierte Lehrer eingeladen, „gelungene Beispiele“ aus dem Chemieunterricht zu präsentieren, aber auch kennen zu lernen.

 
Zu Beginn haben sich die teilnehmenden Schulen durch LehrerInnen oder SchülerInnen mit einem kurzen Einführungsexperiment vorgestellt. Anschließend daran zeigten SchülerInnen aller Schulstufen und verschiedenster Schultypen (HAK, NMS, HTL, VS, AHS) Experimente unter dem Motto „Yes - we chem“ und luden zum Mitmachen auf fünf Stationen ein. 

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Dr Corinna Martin

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IGP Dialog: Experten warnen vor Panikmache

18. 11. 2015 -  Skandalisierung und Risikoüberzeichnung lenken von echten Risiken ab – Gemeinsamer Tenor:
Braucht bessere Kommunikation mit Konsumenten, um den Nutzen von Pflanzenschutz aufzuzeigen 

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) hat zum zweiten IGP Dialog geladen und mit einem hochkarätigen Publikum die Frage „Gefahr oder Risiko – gibt es einen Konsens über zumutbares Risiko?“ diskutiert. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte rund um die Bienenverluste und als Fortsetzung des Runden Tisches „Meet the Bees“ widmete sich die Diskussion der grundsätzlichen Fragestellung, nach welchen Kriterien über eine Zulassung von Pflanzenschutzmitteln entschieden werden soll. Nach der Keynote von Walter Krämer, TU Dortmund, Fakultät für Statistik, diskutierten Christian Stockmar, Obmann der IGP, Gaby-Fleur Böl, Abteilungsleitung Risikokommunikation am BfR, Albert Bergmann, Leiter des Instituts für Pflanzenschutzmittel in der AGES, und David Süß, Generalsekretär der österreichischen Jungbauern. Bedauerlicherweise war aufgrund von Erkrankungen eine Teilnahme von NGO-Vertretern nicht möglich. Durch die Veranstaltung im Wiener Lokal Labstelle führte Martin Kugler, Chefredakteur des Universum Magazins.

Krämer: Stellen echte Gefahren auf Stufe mit Kinkerlitzchen

„Das Problem ist, dass wir echte Gefahren auf dieselbe Stufe mit Kinkerlitzchen stellen. Aber um zu entscheiden, welche Risiken noch akzeptabel sind, muss man diese zunächst einmal kennen“, so Walter Krämer. Seine drei Thesen lauten deshalb:

  • Wir machen uns oft wegen der falschen Dinge die größten Sorgen.
  • Die Angst vor Gefahr und Risiko ist oft umgekehrt proportional zur Größe der Gefahr.
  • Wir treiben einen Riesenaufwand zur Reduktion von nichts und lassen die wirklichen Gefahren ungeschoren.

„Diese irrationale Risikobewertung richtet einen enormen wirtschaftlichen Schaden an“, warnt Krämer und nennt etwa den Schlecker Babykost-Skandal als Beispiel. Als Determinanten der Risikoüberschätzung nennt er nicht beeinflussbar, akut wirksam, geheimnisvoll oder unfreiwillige Exposition. Vor allem synthetische Herstellung führt zu einer Überschätzung. Dabei seien „99,99 Prozent aller Schadstoffe und Gifte in unserer Nahrung von Natur aus drin“, betont Krämer. Würde ein Unternehmen die künstliche Herstellung von Himbeeren beantragen, bekäme es aufgrund der Vielzahl giftiger Inhaltsstoffe keine Genehmigung.

Grenzwerte müssen besser vermittelt werden

„Es gibt kein Patentrezept für richtige Risikokommunikation“, meint Gaby-Fleur Böl. „Aber es ist wichtig, dass man bildhafte Vergleiche wählt, dass man den Menschen Handlungsanweisungen gibt und auch absolute Wahrscheinlichkeiten beziffert. Wir müssen einfacher und besser kommunizieren.“ Sie nennt Grenzwerte als Beispiel: „Diese werden als Grenze zwischen giftig und ungiftig wahrgenommen, dabei ist noch eine Sicherheitsmarge mit dem Faktor 100 dazwischen.“ Grenzwerte seien aufgrund ihrer Komplexität schwer zu vermitteln, sagt auch Albert Bergmann. „Risikobewertung ist immer ein Kind der Zeit. Denn der Level bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln steigt ebenso
wie die Qualität der Analysemethoden stetig. Wir müssen für eine solide Risikobewertung ja wissen, bei welcher Dosis Symptome auftreten und bei welcher nicht mehr.“

Konsumenten den Nutzen von Pflanzenschutz vermitteln

David Süß ortet einen Kommunikationsbedarf, was den Pflanzenschutz betrifft: „Jeder Landwirt produziert auf seine eigene Art und Weise selbstbestimmt Lebensmittel mit hoher Qualität.“ Kein Landwirt habe sich deshalb die Diskussion gute Bio- versus böse konventionelle Landwirtschaft verdient, „denn keiner setzt aus Jux Pflanzenschutzmittel ein“. Das müssten die Landwirte vermitteln. Christian Stockmar erkennt ebenfalls Handlungsbedarf: „Der Nutzen von Pflanzenschutz ist den Konsumenten nicht bewusst. Wir müssen aktiv auf sie zugehen, denn es ist ein Thema, das sie interessiert.“ Dann könne man auch zeigen, dass Pflanzenschutzmittel zu den bestuntersuchten Substanzen gehören, also noch besser als Medikamente, so Stockmar. „Denn es wird auch das Verhalten gegenüber Mensch, Tier und Umwelt  untersucht. Wir wollen ja Sicherheit in die Substanzen geben.“

Einig sind sich die Diskutanten bei ihren Wünschen für die Zukunft: Eine weniger romantisierende Darstellung der modernen Landwirtschaft, eine offenere Kommunikation der Landwirte mit Medien und der Öffentlichkeit sowie ein entspannterer Umgang mit Risiken.

Bilder zur Veranstaltung zum Download: http://igpflanzenschutz.at/presse/bilder.html

Das Interview von Walter Krämer zu diesem Thema, welches am 19. Oktober 2015 im Kurier erschien, steht hier als Download zur Verfügung.

Hintergrund:

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

Pressekontakt:
Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH
Presse IndustrieGruppe Pflanzenschutz
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Dr. Dominique Schröder

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schroeder@fcio.at

Chemische Industrie setzt auf biobasierte Produktion der Zukunft

16. 11. 2015 - Kernpunkte sind die Verfügbarkeit und Nutzung von Biomasse im Produktionsprozess – Klare Rahmenbedingungen für Forschung und Produktrealisierung nötig

„Wir versuchen neue Wege einzuschlagen, wenn es darum geht, Antworten auf die Herausforderung der Zukunft finden. Unter dem Dach von Chemie 4.0 sind die sogenannte Biobased Industry oder Green Chemistry zukunftsweisende Ansätze, um aus einer Idee im Labor eine Innovation im industriellen Fertigungsprozess zu machen“, betonte der Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie (FCIO), Hubert Culik im Rahmen des Stakeholderdialogs gemeinsam mit dem BMVIT. Die Chemische Industrie verstehe sich als wesentlicher Teil, wenn es darum gehe, Strategien und Konzepte für die Produktion mit nachwachsenden Rohstoffen zu finden. Darum forsche man intensiv nach völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Lösungen bieten.

Freilich werfe die Entwicklung einer Biobased Industry Fragen auf. „Eine davon ist jene, ob es für die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und die damit verknüpften politischen Ziele überhaupt genug Biomasse gibt. Studien sagen aus, dass die Verfügbarkeit von Biomasse einen Flaschenhals darstellt“, so Culik. Als Beispiele nannte der FCIO-Obmann etwa Branchen wie Chemiefaserhersteller, Kautschukverarbeiter oder Betriebe der pharmazeutischen Industrie, die aus Stärke und proteinhaltigen landwirtschaftlichen Produkten Wirkstoffe fermentieren, sowie die Hersteller von Zitronensäure, deren Produkt als Zusatzstoff und als Entkalker im Lebensmittelbereich zum Einsatz kommt. Auch in Kernbereichen der chemischen Industrie wie der Lackindustrie, spielt der Einsatz von biobasierten Verfahren wieder eine große Rolle. Insgesamt stammen aus dem Bereich der Green Chemistry bereits jetzt etwa 20 Prozent des gesamten Produktionswertes der chemischen Industrie.

Doppel-Nutzen der Biomasse sehen

Klar sei aber auch, so Culik, dass die Diskussion rund um die Rohstoffkonkurrenz - Brennstoff versus Rohstoff – Lösungen zugeführt werden müsse: „Das Argument, dass industrielle Nachfrage nach biogenen Rohstoffen auf der Angebotsseite stabile Verhältnisse schafft, die in Krisenzeiten der Lebensmittelversorgung durch flexible Quotenregelungen Stabilität verleihen würden, ist ein Aspekt, den die Industrie einbringen möchte. In der Nutzung von Biomasse - also zuerst als Rohstoff und danach als Brennstoff - liegt aus unserer Sicht ein weiterer Lösungsansatz“, betont der Chemie-Obmann, der vor diesem Hintergrund auch Carbon Capture und Re-use als reelle Möglichkeit in der Verfügbarkeit von Biomasse ansprach.

In Hinblick auf die Machbarkeit und Umsetzbarkeit einer biobasierten Industrie wies Culik insbesondere darauf hin, dass die Branche klare Regelungen von Seiten der Politik benötige: „Um für den Konsumenten ein klares Bild und damit eine klare Wahlmöglichkeit zu schaffen, braucht es klare Normen und Gesetze. Politische Entscheidungen sollten langfristig halten, um Investitionen zu sichern. Die Berg- und Talfahrt bei den Beimischungsregelungen für die biobasierten Kraftstoffe sind ein Beispiel für die nachteilige Verquickung aus zu hohen Zielen und dem daraus folgenden Mangel an Planungssicherheit.“

„Eine intensive Auseinandersetzung der Industrie mit diesem Zukunftszweig bedeutet für die Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorsprung. Klar ist aber auch, dass wir hier erst am technologischen Beginn des Machbaren stehen. Die Diskussion rund um die Möglichkeiten neuer Technologien dürfe aber nicht dazu führen, dass dem Nutzen diffuse Ängste gegenüber gestellt werden. „Vielmehr gilt es unter Einbeziehung der Stakeholder aus Politik und Wirtschaft das Umfeld für weitere Innovationen und Fortschritte so zu bereiten, dass die Leistungen der chemischen Industrie als wesentlicher Teil der Lösung anerkannt werden. Denn gerade hier haben wir es mit einem nachhaltigen Industriekonzept zu tun“, so Culik abschließend.

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Mag. Dorothea Pritz

05 90 900 - 3364

pritz@fcio.at

Pharmawirtschaft: Grundsatzeinigung auf Verlängerung des Rahmen-Pharmavertrages

11. 11. 2015 - Hofinger: „Gesetzliche Zwangsrabatte für Arzneimittel in Österreich verhindert, damit wurden standortschädliche Regelungen abgewendet“

„Mit der aktuellen Grundsatzeinigung zwischen der Pharmawirtschaft und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist der Weg frei für eine Vertragslösung und damit für eine Rückkehr zur Partnerschaftlichkeit zum Wohl der Patienten“, sagt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie in der WKÖ.

„Die Einigung bedeutet einen wichtigen Schritt zur Vermeidung von gesetzlichen Zwangsrabatten für Arzneimittel in Österreich, die extrem negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort gehabt und zur Verlagerung von Investitionen geführt hätten“, hebt Hofinger hervor. Dadurch war auch zu befürchten, dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit innovativen Arzneimitteln nachteilig beeinträchtigt worden wäre. Weiters drohten durch eine derartige Regelung negative Auswirkung im Bereich Forschung, etwa bei der Durchführung von klinischen Studien.

Konkret beinhaltet die Grundsatzeinigung folgende Eckpunkte:
Der bestehende Vertrag wird um drei weitere Jahre verlängert. „Einem hohen Fixbetrag am Anfang der Laufzeit steht positiver Weise ein Abzielen auf das tatsächliche Wachstum in den Folgejahren gegenüber. Dadurch konnte die Forderung der Pharmawirtschaft nach einem dynamischen, faktenbasierten Modell ab 2017 verankert werden“, hält Hofinger fest: „Damit sollte für die Zukunft sichergestellt werden, dass es zu keinen Quersubventionierungen anderer defizitärer Bereiche kommt.“

Besonders wichtig wird jetzt sein, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Branche im Sinne der Einigung gemeinsam und partnerschaftlich so weiterzuentwickeln, dass eine leistungsfähige Pharmawirtschaft die bestmögliche Versorgung für die Patienten sicherstellen kann.

Kontakt/Ansprechpartner

Mag. Sylvia Hofinger

05 90900 3371

hofinger@fcio.at

"Ohne Chemie wären wir in der Steinzeit"

08. 11. 2015 - Nachzulesen ist der Artikel hier: http://diepresse.com/home/science/4861082/Nuno-Maulide_Ohne-Chemie-waeren-wir-in-der-Steinzeit
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Mag. Sylvia Hofinger

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hofinger@fcio.at

IGP zu Greenpeace-Apfeltest: leider eine Null-Meldung

2. 11. 2015 - Alle Ergebnisse unter den gesetzlichen Grenzwerten – Bei weiteren Verboten drohen Indikationslücken und Zunahme des Schädlingsdrucks

Als „Panikmache und unangebrachten Versuch der Skandalisierung“ bezeichnet der Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), Christian Stockmar, den aktuellen Greenpeace-Apfeltest. Dieser liefere ausschließlich Pflanzenschutzmittel-Rückstände unter den
gesetzlichen Grenzwerten – also leider eine Null-Meldung. „Die Argumentationsarmut bei Greenpeace wird zunehmend mit beliebigen und unwissenschaftlichen Schlussfolgerungen kaschiert“, so Stockmar. „Fakt ist: Die Entwicklung eines Wirkstoffs dauert zehn Jahre. Für die Zulassung müssen die Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Tier umfassend untersucht werden. Insgesamt reicht ein Unternehmen für einen einzelnen Wirkstoff mehrere hunderttausend Seiten ein. Zum Vergleich: Der Greenpeace-Apfeltest wartet mit mageren 30 Seiten auf“, mahnt Stockmar mehr Sachlichkeit und wissenschaftliche Seriosität in der öffentlichen Debatte ein.

Die Pflanzenschutzmittelherstellenden Unternehmen unterwerfen sich einem strengen gesetzlichen Zulassungsverfahren. Sollte es zu weiteren, vor allem unvorhersehbaren Verboten kommen, drohen ein Innovationsstopp und in der Folge gefährliche Indikationslücken in der Phytomedizin. „Dann wird es uns nicht mehr möglich sein, Pflanzen und damit auch die Ernte vor Schädlingen zu schützen“, so Stockmar. Schon jetzt gäbe es zahlreiche Schädlinge und Krankheiten, gegen die es kein Heilmittel gibt. Die Notwendigkeit weiterer Innovationen in Phytomedizin und Pflanzenschutz zu leugnen, sei zynisch und gefährde mittelfristig die Ernährungssicherheit der Bevölkerung, unterstreicht der IGP-Obmann.

Aktuelles Beispiel einer unheilbaren Pflanzenkrankheit sei die durch das französische Landwirtschaftsministerium bestätigte zunehmende Verbreitung des Bakteriums Xylella Fastidiosa. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bakterium in Italien mehr als eine Million Olivenbäume
befallen. Gefährdet seien zudem Wein, Oliven und Zitronen, aber auch größere Baumarten wie Eichen oder Ahorn. „Die Landwirte in Frankreich stehen dieser Bedrohung hilflos und ohnmächtig gegenüber, ihre derzeit einzige Option sei das Abholzen und Verbrennen der Pflanzen. Wenn Greenpeace hier eine Abkehr von phytomedizinischen Maßnahmen fordert, muss das wie Hohn auf die betroffenen Bauern wirken. Sollten sich das Bakterium Xylella Fastidiosa und andere Schädlinge weiter ausbreiten, ist europaweit mit drastischen Ernteschäden zu rechnen. Es drohen Umsatzeinbußen, das Ende der regionalen Landwirtschaft und ein Rückgang bei der Versorgung mit regionalen, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.“


Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.


Pressekontakt
Daniel Kapp | Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH
Presse IndustrieGruppe Pflanzenschutz
Mail: presse@igpflanzenschutz.at
Tel.: +43 1 2350422 -0

Pharmawirtschaft: Phantasiezahlen der Krankenkassen führen bewusst in die Irre

29. 10. 2015 - Keine Medikamentenpolitik auf dem Rücken der Patienten – Zwangsrabattierung kann keine Budgetlöcher stopfen

Als "unsachgemäß" und "bewusst irreführend" bezeichnete heute, Mittwoch, die Geschäftsführerin des Fachverbandes der chemischen Industrie, Sylvia Hofinger, zu dem die Pharmawirtschaft ressortiert, die Angriffe der Obfrau der WGKK, Ingrid Reischl. "Es gilt vielmehr die Krankenkassen bei ihren Ausgaben in die Pflicht zu nehmen. Im Sinne der Versicherten wäre es an der Zeit, mehr Spargesinnung an den Tag zu legen, damit Leistungen in gleicher Qualität geboten und nicht in wilder Manier von der Pharmawirtschaft Sanierungsbeiträge eingefordert werden. Denn Zwangsrabattierungen können keine Budgetlöcher stopfen", so Hofinger. Die Lücke in Höhe von einer Mrd. Euro, von der Reischl spricht, könne nicht auf die Pharmawirtschaft rückgeführt werden, hierfür seien andere Kostentreiber wie beispielsweise die eigenen Einrichtungen und Verwaltungskosten verantwortlich.

Wiederholt habe man darauf hingewiesen, dass der vorliegende Gesetzesentwurf der einen Zwangsrabatt in Höhe von 125 Mill. Euro beinhaltet, einen verfassungsrechtlich bedenklichen Eingriff darstellt. Im Hintergrund werden mit geschönten Zahlen hantiert, die nicht die tatsächliche Entwicklung bei den Arzneimittelkosten abbildeten. Konkret belaufen sich die Steigerungsraten bei den Medikamentenkosten im September bei 1,6 Prozent, im Gesamtjahr wird mit knapp fünf Prozent gerechnet und nicht wie kolportiert rund acht Prozent. "Offensichtlich soll mit diesen Phantasiezahlen eine bewusste Irreführung betrieben werden", so Hofinger.

Gleichzeitig ist im Gesetzesentwurf ein Raster vorgesehen, nach dem die Rabattierungen vorgenommen werden sollen. Innovative, hochmoderne Medikamente würden demnach mit bis zu 15 Prozent zu rabattieren sein. Dies könne aber zu Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Medikamente führen bzw. könnten Medikamente vom Markt zurückgezogen werden. "Diese Entwicklung ist klar abzulehnen, denn sie führt zu einer Politik auf dem Rücken der Patienten", so Hofinger.

"Die Pharmawirtschaft hat sich in der Vergangenheit immer gesprächsbereit gezeigt und einen ausgewogenen Vorschlag auf den Tisch gelegt. Dieser beinhaltet Solidarleistungen von 160 Mill. Euro für die kommenden drei Jahre", so Hofinger. Jetzt von "Raubrittertum" zu sprechen, habe jedenfalls den Nachgeschmack von absichtlicher Falschdarstellung in der Öffentlichkeit.

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Mag. Sylvia Hofinger

05 90900 3371

hofinger@fcio.at

Stakeholderdialog Biobased Industry, 16. November 2015

23. 10. 2015 - Der diesjährige Stakeholderdialog Biobased Industry des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) wird in Kooperation mit dem Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO) ausgerichtet.

Produktion der Zukunft: Stakeholderdialog Biobased Industry
Wann: 16. November 2015, 09:00 – 14:00
Wo:     Wirtschaftskammer Wien
            Schwarzenbergplatz 14, 4. Stock, großer Saal
            A-1040 Wien

Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Themenfeld Biobasierte Industrie aus der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“ präsentiert. Weiters stehen Neuigkeiten zur Österreichischen FTI-Strategie zum Thema Bioökonomie sowie wesentliche Erfolge des internationalen Kompetenzzentrums acib am Programm. Einblicke in österreichische Innovationen aus unterschiedlichen Themenfeldern der Biobasierten Industrie wie z.B. Algen und Biokunststoffe runden die Veranstaltung ab. Als Abschluss des Stakeholderdialogs findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaft &Forschung“ mit VertreterInnen aus Industrie, Verwaltung, Wissenschaft und NGOs statt.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die österreichischen AkteurInnen in dem Bereich Biobasierte Industrie zu vernetzen und einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und zu fördern.

Nähere Informationen zum Programm finden Sie in der übermittelten Einladung und auf der Veranstaltungswebsite.

Die zielgerichtete Erforschung und Entwicklung neuer Technologien ist wesentlich um Entwicklungen der biobasierten Industrie weiter voranzutreiben. Vielversprechend sind angewandte Forschungsvorhaben, die chemische und biotechnologische Verfahren kombinieren und auf die Verwertung von Haupt- und Nebenprodukten abzielen.Weiters ist eine gute Vernetzung der einzelnen Industrie und Forschungsbereiche von größter Bedeutung. Wichtige Impulse für den Wandel setzt das bmvit mit der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“. Im Rahmen von vier Ausschreibungen wurden bisher zahlreiche innovative Projekte in diesem Themenbereich gefördert. Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Themenfeld Biobasierte Industrie aus der FTI-Initiative „Produktionder Zukunft“ präsentiert. Weiters stehen Neuigkeiten zur Österreichischen FTI-Strategie zum Thema Bioökonomie sowie wesentliche Erfolge des internationalen Kompetenzzentrums acib am Programm. Einblicke in österreichische Innovationen aus unterschiedlichen Themenfeldern der Biobasierten Industrie (Algen, Bio-Kunststoffe, etc.) runden die Veranstaltung ab. Als Abschluss des Stakeholderdialogs wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaft & Forschung“ mit VertreterInnen aus Industrie,
Verwaltung, Wissenschaft und NGOs stattfinden. Ziel dieser Veranstaltung, die diesmal in Kooperation mit dem Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO)stattfindet, ist es die österreichischen AkteurInnen in dem Bereich Biobasierte Industrie zu vernetzen und einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und zu fördern.

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Dr. Franz Latzko

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latzko@fcio.at

Erfolgreicher „Innovation-Day“ der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie"

22.10.2015 - Der 1. Innovation-Day der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie fand im Haus der Wirtschaft in Wien statt.

150 Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Vertreter aus der Wirtschaft , der Beamtenschaft und den Medien konnten sich von der Innovationskraft der österreichischen Unternehmen überzeugen und in den spannenden Vorträgen erfahren, welche Lösungen  durch innovative Produkte der Lack- und Anstrichmittelindustrie in Zukunft oder auch schon jetzt möglich sind.

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Jugend, herzlich willkommen zum 1. Innovationstag der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie.

Mich freut, dass auch so viele unserer Stakeholder aus Ministerien, der öffentlichen Verwaltung, aber auch NGO’s und Medienvertreter zu uns gekommen sind. Ich verspreche Ihnen einen spannenden Tag mit der österreichischen Lackindustrie.

Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie hat ganz gewiss Zukunft und wer Zukunft hat, hat auch eine Vergangenheit. In diesem Zusammenhang möchte ich an den großen österreichischen Wissenschaftler und Erfinder Dr. Herbert Hönel erinnern, der mit seinem Unternehmen „Via Nova“ einen neuen Weg beschritten hat und dem die Welt die wasserlöslichen Kunstharze und damit die wasserbasierenden Anstrichmittel verdankt.

Die Chemische Industrie und insbesondere auch die Lack- und Anstrichmittelindustrie ist Teil der Lösung bei der Erreichung eines großen Ziels, nämlich den späteren Generationen auch noch ihre Möglichkeiten zu erhalten. Die wasserlöslichen Kunstharze waren ein Riesenschritt in Richtung nachhaltige Entwicklung.

Die weltweiten Megatrends wie das rasante Bevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung und Urbanisierung machen neuartige Produkte aus der Chemischen Industrie und insbesondere aus der Lack- und Anstrichmittelindustrie unverzichtbar.

Die Chemische Industrie erforscht intensiv Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. „Chemie 4.0“ bedeutet die Entwicklung von völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Lösungen bieten. „Chemie 4.0“ ist ein komplexer und zugleich spannender Komplex, der mit einer Idee im Labor beginnt und die Innovation zur industriellen Fertigung bringt. „Green Chemistry“ und „Smart Chemistry“ sind die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird.

Die Lackindustrie hat sich den großen Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Lack ist überall – in der Verpackung von Medikamenten, im Korrosionsschutz für langlebige Wirtschaftsgüter, in der Bodenmarkierung für einen sicheren Auto- und Fußgänger-Verkehr, in Bautenfarben und, und, und … Fast alles was der Mensch macht und produziert ist mit Lack und Farbe beschichtet.

Die Innovationskraft der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie ist vorhanden. Wir brauchen dazu aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen in Österreich, um diese Innovationen erfolgreich auf den Markt bringen zu können und da haben wir eindeutig Verbesserungsbedarf. Die Politik und alle Entscheidungsträger sind daher gefordert, auf den Industriestandort Österreich zu schauen und ihn nicht durch überbordende Bürokratie zu beschädigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen spannenden mit der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie."

„Ich bin begeistert über das so positive Echo bei den vielen Teilnehmern“, freut sich der FCIO-Obmann und Vorsitzende der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie, Komm.Rat Ing. Hubert Culik, der in seiner Eröffnungsrede an den großen österreichischen Erfinder Dr. Herbert Hönel erinnerte, dem die Welt die wasserlöslichen Kunstharze und damit die wasserbasierenden Anstrichmittel verdankt. „Die Chemische Industrie und insbesondere auch die Lack- und Anstrichmittelindustrie ist Teil der Lösung bei der Erreichung eines großen Ziels, nämlich den späteren Generationen auch noch ihre Möglichkeiten zu erhalten. Die weltweiten Megatrends wie das rasante Bevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung und Urbanisierung machen neuartige Produkte aus der chemischen Industrie unverzichtbar. Die chemische Industrie erforscht intensiv Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. „Chemie 4.0“ bedeutet die Entwicklung von völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Leistungen bieten. „Chemie 4.0“ ist ein komplexer und zugleich spannender Prozess, der mit einer Idee im Labor beginnt und die Innovation zur industriellen Fertigung bringt. „Green Chemistry und Smart Chemistry sind die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird“, so Culik zu den bevorstehenden Durchbrüchen.

 

„Wir können viel zu Nachhaltiger Entwicklung und Ressourcenschonung beitragen“, ist auch Dr. Ernst Gruber/Axalta Coatings Austria und Obmann-Stellvertreter der Berufsgruppe Lack– und Anstrichmittel überzeugt, „wir brauchen aber die entsprechenden Rahmenbedingungen. Und da haben wir Verbesserungsbedarf. Ich fordere die Politik und alle Entscheidungsträger auf, auf den Industriestandort Österreich zu schauen und ihn nicht zu vernachlässigen“, ist Gruber besorgt.

 

Freigegebene Vortragspräsentationen stehen als PDF-Download zur Verfügung:

 

"Wie wird Holz in Zukunft lackiert? - Trends und Perspektiven"

Dr. Albert Rössler/Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG

 

"Silikatfarben für Holz"

Mag. Wolfgang Stein/Keimfarben Gesellschaft m.b.H.

 

"Powder in Mould Coating - Best Available Technology für die industrielle Beschichtung von faserverstärkten Kunststoffen"

Mag. Christoph Mader/Tiger Coatings GmbH & Co. KG

"Was haben ein Wüstenkäfer und eine Fassadenfarbe gemeinsam? - Innovation - StoColor Dryonic"
Reiner Schmid/Sto SE & Co. KGaA Deutschland

 

"Lacke der Zukunft! - Haben Lacke Zukunft?"

Mag. Dietmar Jost & KR Ing. Hubert Culik, MAS/Rembrandtin Lack GmbH Nfg. KG

 

"Kennzeichnungsfreie wässrige 2K Epoxy Härter Dispersionen mit Top Performance"

Dr. Florian Lunzer/Allnex Austria GmbH

 

"Green Solvents"

Dr. Christian Braunshier/Brenntag CEE GmbH

 

"Auswirkungen der EU-BiozidVO auf die Lack- und Anstrichmittelindustrie"

Dr. Georg Buchtela, DI Gabi Ettenberger/Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik

 

 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Klaus Schaubmayr

05 90 900 - 3749

schaubmayr@fcio.at

Pharmazwangsrabatte: Verfassungswidriger Eingriff in Grundrechte und Verstoß gegen EU-Recht

19. 10. 2015 - "Der Begutachtungsentwurf des Gesundheitsministeriums zur ASVG-Novelle, mit der gesetzliche Zwangsrabatte für die Pharmawirtschaft festgeschrieben werden, ist ein schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte und schädigt den Wirtschaftsstandort Österreich" äußerst sich Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie, zum vorliegenden Gesetzesvorhaben. Namhafte Verfassungsjuristen haben in einem Gutachten festgestellt, dass der Entwurf gegen die Eigentumsgarantie, die Erwerbsfreiheit und den Gleichheitsgrundsatz verstößt und im Widerspruch zum EU-Recht steht.

Mit dieser verfassungswidrigen Zwangsmaßnahme sollen jährlich über 125 Mio. Euro von den betroffenen Firmen lukriert werden. Als Rechtfertigung dafür werden vom Hauptverband und dem Gesundheitsministerium bereits seit Monaten überhöhte Wachstumsraten bei Arzneimittelausgaben angeführt. Dies entspricht jedoch weder der tatsächlichen Absatzentwicklung noch den hauptverbandsinternen Prognosen: Bereits mit Beginn des zweiten Halbjahres 2015 ist das Wachstum deutlich abgeflacht, die hohen Steigerungsraten gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Und auch die Prognosen des Hauptverbandes gehen im Unterschied zu den medial kolportierten Zahlen von lediglich 5,4 % Steigerung im Jahr 2016 aus.

Solidarbeitrag: Pharmawirtschaft bietet dynamisches Modell

Die Pharmawirtschaft leistet bereits seit 2008 einen freiwilligen Solidarbeitrag und ist bereit, diesen deutlich zu erhöhen - allerdings in Abhängigkeit der tatsächlichen Ausgabensteigerungen. Mit ihrem Vorschlag für ein dynamisches Modell bietet die Branche neben einem großzügigen Basisbeitrag zusätzliche Zahlungen bei Erreichen eines bestimmten Wachstums an. Das Modell ist faktenbasiert sowie fair und transparent und bietet für alle Seiten Planbarkeit.

Die Ablehnung dieses Angebots zeigt deutlich, dass es lediglich darum geht, von strukturellen finanziellen Problemen im Bereich der Krankenkassen abzulenken: Noch immer leistet sich Österreich 22 verschiedene Kassen mit stark steigenden Verwaltungsausgaben und großzügigen Pensionsregelungen, teure eigene Einrichtungen und einen überdimensionierten Spitalsbereich.

Dringender Appell: Begutachtungsentwurf zurückziehen

Statt wie oftmals angekündigt Strukturreformen endlich anzugehen, sollen nun Pharmaunternehmen per Gesetz dazu verpflichtet werden, sämtliche defizitären Bereiche der Krankenkassen quer zu subventionieren. "Eine derart wirtschaftsfeindliche Vorgangsweise wird Österreich nicht in die Champions League bringen sondern den Abstieg in die Bezirksliga einleiten", so Hofinger weiter.

Die Pharmawirtschaft fordert die politischen Entscheidungsträger daher dringend auf, diese unverhältnismäßige Belastung einer äußerst innovativen und forschungsintensiven Branche, die in Österreich 18.000 Mitarbeitern hoch qualifizierte Arbeitsplätze bietet und damit Patienten bestmöglich mit Medikamenten versorgt, zurückzunehmen.

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Mag. Sylvia Hofinger

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Helmut Schwarzl neuer Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie

14. 10. 2015 - Der Geschäftsführer der Geberit Produktions GmbH & Co KG, DI Helmut Schwarzl, wurde in der konstituierenden Sitzung zum neuen Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie gewählt. Schwarzl folgt damit Thomas Rhomberg nach, der nach 10 Jahren engagierter Obmannschaft die Funktion in jüngere Hände gibt.

Schwarzl übernimmt eine Branche, die sich auch in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld dynamisch entwickelt. Seit 2000 hat die kunststoffverarbeitende Industrie um 74,6 % in der Produktion und um 18 % bei der Beschäftigung zugelegt und liegt damit deutlich besser als die Industrie insgesamt (61,6 % bei der Produktion, 0,8 % bei den Mitarbeitern).

Trotz Turbulenzen weiter Zuwachs

Auch 2015 konnte die Kunststoffverarbeitung entgegen dem allgemeinen Trend im ersten Halbjahr die Produktion um 4,2 % ausweiten und rechnet auch für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs. Dies trotz starker Turbulenzen bei Rohstoffpreisen und -versorgung.

„Damit die kunststoffverarbeitende Industrie sich weiter positiv entwickeln und zum Wohlstand des Landes beitragen kann, bedarf es aber der passenden regulatorischen Rahmenbedingungen. Hier ist weniger meist mehr“, spricht sich Schwarzl für einen schlanken, effizienten Staat aus. „Wichtig ist auch ein Kunststoff-freundliches Klima in Österreich“ ergänzt Schwarzl und kündigt an sich für eine positive Wahrnehmung der Branche in Österreich einzusetzen.

Kunststoffverarbeitung in Österreich

Die 229 Betriebe der Kunststoffverarbeitung beschäftigen rund 25.600 Mitarbeiter. Mit einer Produktion von 5,1 Mrd. Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen Wirtschaft dar.

 

Helmut Schwarzl, der neue Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie (credit: felix büchle photography)

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Dr. Johann Pummer

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Arzneimittelausgaben: Pharmawirtschaft bietet konstruktiven Lösungsvorschlag

2. 10. 2015 - Fachverband der Chemischen Industrie fordert, vorhandene Einsparungspotentiale bei den Krankenkassen zu nutzen

"Die beim gestrigen Gesundheitsausschuss von Bundesministerin Dr. Sabine Oberhauser genannten Wachstumsraten bei Arzneimittelausgaben entsprechen weder der tatsächlichen Absatzentwicklung noch den hauptverbandsinternen Prognosen", stellt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie in der WKÖ, fest.

Die Prognosen gehen im Unterschied zu den medial kolportierten Zahlen von lediglich 5,4 % Steigerung im Jahr 2016 aus. Bereits mit Beginn des zweiten Halbjahres 2015 ist das Wachstum deutlich abgeflacht, die nach wie vor in die Diskussion eingeworfenen hohen Steigerungsraten gehören mittlerweile der Vergangenheit an.

Pharmawirtschaft schlägt transparentes, dynamisches Modell vor

Um eine angemessene Verhandlungslösung über die Höhe eines freiwilligen Solidarbeitrags der Pharmawirtschaft an den Hauptverband zu erzielen, wird es daher nötig sein, die Diskrepanz zwischen tatsächlichem Wachstum und überhöhten Prognosen aufzulösen, so Hofinger. Die Pharmawirtschaft hat dafür einen objektivierbaren und faktenbasierten Ansatz in die Gespräche eingebracht, der von den Verhandlungspartnern weiterverfolgt werden sollte.

Mit diesem dynamischen Modell erklärt sich die Pharmawirtschaft bereit, ihren Solidarbeitrag in Abhängigkeit der tatsächlichen Ausgabensteigerungen zu leisten. Neben einem großzügigen Basisbeitrag der Branche sollen zusätzliche Zahlungen nur bei Erreichen eines bestimmten Wachstums geleistet werden. "Das Modell ist fair, transparent und bietet für alle Seiten Planbarkeit. Die Pharmawirtschaft ist bereit, wie bisher zur nachhaltigen finanziellen Absicherung der Krankenkassen beizutragen, damit das Wachstum bei den Ausgaben für Medikamente im vereinbarten Korridor bleibt. Aber die Firmen stehen nicht dafür zur Verfügung, andere defizitäre Bereiche der Krankenkassen quer zu subventionieren, was offenbar der Zweck der überzogenen Forderung wäre", stellt Hofinger klar.

Diese Defizite sollten durch das Nutzen hinlänglich bekannter und vorhandener Einsparungspotentiale abgedeckt werden, statt die gesamte Belastung auf die Unternehmen der Pharmabranche abzuwälzen. Ein erster Ansatz dafür findet sich beispielsweise bei den Verwaltungsausgaben innerhalb der Sozialversicherungen. Diese stiegen während der letzten sieben Jahre dreimal so stark wie die Arzneimittelausgaben.

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Mag. Sylvia Hofinger

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hofinger@fcio.at

Startschuss „Woche der Chemie“: Nachwuchs-Chemiker zu Gast beim Wiener Bürgermeister

23. 09. 2015 - In der Aktionswoche bringt der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs Schülerinnen und Schülern in ganz Österreich spannende Jobmöglichkeiten in ihrer Branche näher.

 

Bis 3. Oktober steht ganz Österreich im Zeichen der Chemie - durch Aktionen, Tage der offenen Tür und Veranstaltungen in Schulen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Ziel der Aktionswoche ist es, die unterschiedlichen Facetten und Berufsfelder der Chemie darzustellen, Wissen zu vermitteln und den Stellenwert der Chemie in der heutigen Zeit zu unterstreichen. Schülerinnen und Schüler der Höheren Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie Rosensteingasse (HBLVA17) haben aus diesem Grund Bürgermeister Dr. Michael Häupl im Wiener Rathaus einen Überraschungsbesuch abgestattet und ihr Wissen und praktisches Können unter Beweis gestellt.

"Es ist schön, mit wie viel Begeisterung sich unsere Jugendlichen für die Wissenschaft engagieren. Das macht mich nicht nur als Bürgermeister sondern auch als Naturwissenschaftler besonders stolz", betonte Häupl.

"Die Woche der Chemie gibt Einblick in die spannende Welt der Wissenschaft und Forschung. Das Potenzial unserer Jugendlichen ist enorm hoch. Dies gilt es zu fördern, denn immerhin sind diese jungen Menschen die Spitzenkräfte von morgen", unterstrich Mag. Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs.

 

Informationen zu den Veranstaltungen unter www.wochederchemie.at und zu den Berufsfeldern unter www.chemie-ist-in.at.

 

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Dr. Johann Pummer

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Kriterienkatalog für die öffentliche Beschaffung für Farben, Lacke und Straßenmarkierung veröffentlicht

22. 09. 2015 - Das Joint Research Center JRS der EU Kommission hat einen Technischen Report und einen Kriterienkatalog für die öffentliche Beschaffung (Green Public Procurement) für Farben, Lacke und Straßenmarkierung vorgelegt, der nun zur Begutachtung steht. Der FCIO hat dazu eine Stellungnahme abgegeben, die Sie als Download rechts finden.

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Dr. Klaus Schaubmayr

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Medikamentenkosten: Hauptverband operiert mit überhöhten Zahlen und lenkt von wahren Problemen der Krankenkassen ab

11. 09. 2015 - "Die vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger wiederholt kolportierten Steigerungsraten der Medikamentenkosten entsprechen nicht den Tatsachen und lenken nur von den eigentlichen Kostentreibern im System ab", stellt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie, in dem auch die heimische Pharmawirtschaft Mitglied ist, fest. Auch wenn es im ersten Halbjahr noch zu Steigerungen von etwa 8 % gekommen ist, so ist das Wachstum seither deutlich abgeflacht und wird im 2. Halbjahr nur noch bei ca. 3 % liegen. Wenn man die freiwilligen Zahlungen und Rabatte der Pharmaunternehmen mitberücksichtigt, beträgt die sogenannte "Pharmalücke" zwischen Einnahmen und Ausgaben im Bereich der Arzneimittel lediglich rund 10 Millionen Euro anstelle der vom Hauptverband geforderten 125 Millionen.

Kreative Zahlenspiele

Die Zahlen werden vom Hauptverband offenbar bewusst hochgerechnet, um die Pharmawirtschaft für seine zahlreichen eigenen Versäumnisse zur Kasse zu bitten: Die Umsetzung der Gesundheitsreform ist ins Stocken geraten, dringend notwendige Reformschritte werden nach wie vor nicht angegangen. Österreich leistet sich 22 Sozialversicherungsträger samt Verwaltungsapparaten, im Spitalsbereich werden 6,3 teure Akutbetten pro 1000 Einwohner finanziert, während man in Schweden mit 2,5 Akutbetten auf 1000 Einwohner auskommt - dabei können sich die Schweden an einem Mehr von neun in Gesundheit verbrachten Lebensjahren erfreuen. Dazu kommen großzügige Pensionsregelungen bei den einzelnen heimischen Sozialversicherungsträgern, die aus den Beitragseinnahmen finanziert werden müssen.

Pharmawirtschaft leistet bereits außerordentlichen Beitrag

Die Pharmawirtschaft hat in den vergangenen Jahren wesentlich zur finanziellen Konsolidierung der Krankenversicherungsträger beigetragen und ist bereit, auch in Zukunft einen Beitrag zur Dämpfung der Ausgaben zu leisten. "Es kann jedoch nicht ernsthaft verlangt werden, dass im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen sämtliche defizitäre Bereiche der Krankenversicherungen querfinanzieren sollen", so Hofinger abschließend.

 

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Mag. Sylvia Hofinger

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hofinger@fcio.at

Innovation Day der Österreichischen Lackindustrie

08. 09. 2015 - Seit Urzeiten sind Farben für den Menschen von zentraler Bedeutung. Sie verschönern die Welt, vermitteln Botschaften, setzen Signale. Sie schützen Werte, helfen Energie sparen, schonen Ressourcen und statten Oberflächen mit Funktionen aus. Sie erzeugen Nachhaltigkeit. Machen so manche innovative Technologie erst möglich.

 

Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie lädt am Donnerstag, 22. Oktober 2015 zu einem „Innovation-Day“ ein, an dem viele Themen und innovative Ideen aus der Lack- und Anstrichmittelindustrie präsentiert werden. Das vorläufige Programm entnehmen Sie bitte dem Anhang. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos!

 

Verbringen Sie einen spannenden Tag mit der österreichischen Lackindustrie.

 

Für die Anmeldung zum Innovation-Day verwenden Sie bitte das beiliegende Formular.

 

Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Klaus Schaubmayr

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1. Chemiecamp vom 01.09.2015 bis 04.09.2015

07. 09. 2015 - Vom 01.09.2015 bis zum 04.09.2015 fand das erste Chemiecamp in Wien statt. Die TeilnehmerInnen setzten sich aus Chemieolympioniken aus ganz Österreich zusammen, so z.B. Innsbruck, Graz und Linz, die beim Landes- bzw. Bundeswettbewerb besonders gut abgeschnitten hatten. Entsprechend hoch war das Niveau der einzelnen Programmpunkte.

 

Der erste Besuch galt der Universität für Bodenkultur, wo die SchülerInnen in die Analytik im Forschungsbereich Metabolomics eingeführt wurden. Danach ging es weiter zur AGES, um dort ebenfalls einen Einblick in die Lebensmittelanalytik zu gewinnen. Insbesondere die Probenziehung-, auswahl und das teilweise detektivische Vorgehen, wie z.B. im Fall des „Listerienskandals“, eröffneten einen guten Einblick in den Arbeitsalltag eines Analyselabors.

 

Der zweite Tag wurde im Vienna Open Lab verbracht, auch hier ging es um neueste Analysemethoden im Zusammenhang mit Lebensmittelallergien- und/ oder Unverträglichkeiten.

Das Angebot war vielfältig und ging vom Nachweis der Erdnussallergie und einer anschließenden Gelelektrophorese bis hin zur Herstellung lactosefreier Milch.

 

Der letzte Tag des Chemiecamps fand wiederum an der BOKU statt. Die SchülerInnen wurden im Vorfeld informiert, dass sie die Möglichkeit haben, Kunststoffgegenstände aus ihrem Lebensumfeld mit Hilfe einer gekoppelten Gaschromatographie-Massenspektroskopie auf Weichmacher zu untersuchen. So wurden z.B. Handyhüllen, Löffel von der Eisdiele aber auch Tiefkühlsackerl untersucht.

 

 

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Dr Corinna Martin

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martin@fcio.at

Medaillenregen für Österreichs Jugend bei der Internationalen Chemieolympiade

Schüler holten einmal Silber und dreimal Bronze

03. 09. 2015 - Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) gratuliert den vier Olympioniken, Tobias Wolflehner (Silber), Julian Stropp (Bronze), Dominik Kiem (Bronze) und Martin Peev (Bronze) zu ihrem Erfolg bei der 47. Internationalen Chemieolympiade (IChO) in Baku (Aserbaidschan).

„Wir freuen uns, dass auch die Politik diese großartigen Leistungen würdigt“, sagte KR Ing. Hubert Culik, MAS, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs, bei einem Empfang mit Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Bildung und Frauen, im Bildungsministerium.

Dem FCIO ist die Förderung der Jugend und eine gute Ausbildung besonders wichtig: „Die Chemische Industrie braucht Spitzen-Fachkräfte in unserem Land und unsere Jugend hat das dafür nötige hohe Potenzial“, so Culik.

Die Internationale Chemieolympiade ist ein alljährlicher Wettbewerb, in dem SchülerInnen ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen.

Der Bewerb umfasst das gesamte Spektrum der Chemie, die abgehandelten Themenbereiche haben Universitätsniveau. Sonderpreise gibt es für die perfekte Lösung praktischer oder theoretischer Probleme. Im Vorjahr fand die IChO in Hanoi (Vietnam) statt.

Foto: FCIO - Wirtschaftskammer Österreich/APA-Fotoservice/Preiss

Im Bild v.l.n.r.: Dr. Lisbeth Berner, Betreuerin, Mag. Mathias Scherl, Betreuer, Dominik Kiem, Bronzemedaillengewinner, Mag. Georg Schellander, Betreuer, Martin Peev, Bronzemedaillengewinner, Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Julian Stropp, Bronzemedaillengewinner, Dr. Manfred Kerschbaumer, Bundeskoordinator, Tobias Wolflehner, Silbermedaillengewinner, KR Ing. Hubert Culik, MAS, Obmann FCIO und Mag. Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin FCIO

Kontakt/Ansprechpartner

Dr Corinna Martin

05 90 900 - 3364

martin@fcio.at

Wir Fordern

Ist Chemie wirklich böse?

18.08.2015 - Florian Freistetter befasste sich heute in seinem Blog "So ein Schmarrn!" auf derStandard.at mit den gängigen Vorurteilen gegen "die böse Chemie".
Nachzulesen ist der Artikel hier: http://derstandard.at/2000020855448/Chemie-ist-boese-und-vergiftet-uns-alle 

EU-Emissionshandel post 2020 – Positionspapier der Bundessparte Industrie

Die Europäische Kommission wird am 15.07.2015 Reformvorschläge für das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) veröffentlichen. In diese Diskussion, rund um eine umfassende Reform des EU-ETS, hat die Bundessparte Industrie (BSI) in einem Positionspapier Vorschläge bzw. Forderungen aufgestellt, die auch vom Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs mitgetragen werden.
Die Kernpunkte dieses Positionspapiers sind:

  • Standortsicherung und Schutz vor Carbon Leakage und Investment Leakage, solange es kein, für alle Wirtschaftsräume gleichwertiges, weltweites Klimaschutzabkommen bzw. vergleichbares Carbon Pricing gibt. 
  • Technisch und wirtschaftlich realistische Benchmarks auf Basis der effizientesten Anlagen und 100 % kostenfreie Zuteilung, ohne Anwendung des sektorübergreifenden Korrekturfaktors (cross-sectoral correction factor - CSCF) auf Basis der aktuellen Produktion und gleichzeitige Vereinfachung von Administration und Verwaltung.
  • Re-Industriealisierungsziel von 20 % (auf NACE C-Ebene)
  • Volle Kompensation von indirekten CO2-Kosten für die gesamte europäische Industrie und Zweckwidmung der Auktionserlöse in allen Mitgliedsstaaten
  • Schaffung einer Wachstumsreserve (als Anwendungsmöglichkeit für die Marktstabilitätsreserve)

Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem BSI-Positionspapier.

Kontakt/Ansprechpartner

DI Dr. Reinhard Thayer

05 90 900 - 3365

thayer@fcio.at

Trotz positiver Entwicklung 2014 kämpft die österreichische Lackindustrie gegen sich verschärfende Rahmenbedingungen

Die diesjährige Jahrespressekonferenz der österreichischen Lackindustrie war von vorsichtigem Optimismus geprägt: Nach dem leichten Abwärtstrend des Jahres 2013 konnte sie für 2014 ein Umsatzplus von 2,1% bzw. eine Mengensteigerung von 5,0% verzeichnen. „Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage durchaus ein respektables Ergebnis“, erklärte KR Ing. Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie.

 

Exporte 2014: Deutliche Unterschiede in Europa

Die Exporte nach Südeuropa und in die CEE-Länder konnten sich allerdings auch 2014 nicht nennenswert erholen bzw. gingen weiter zurück. Ebenfalls negative Auswirkungen auf die Exportquote hatten die Russland-Ukraine-Krise und die gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen. Erfreulich entwickelten sich hingegen die Exporte in die restlichen Teile Europas, insbesondere nach Deutschland, wo das Volumen wertmäßig um 10,0% stieg.

 

Der Industrielackbereich und die Lackproduktion für die Automobilzulieferindustrie litten unter der generellen Stagnation der europäischen Wirtschaft und der anhaltenden Russland-Ukraine Krise. Im Vergleich zu Deutschland, wo der Bautenfarbenbereich durch das Wachstum der Bauindustrie von rund 5,0% profitierte, wuchs die Teilbranche in Österreich um lediglich 2,3%. „In Europa findet aufgrund des fehlenden Wachstums ein Verdrängungswettbewerb statt, der die Branche durch die geänderten Geschäfts- und Rahmenbedingungen (Energieeffizienzgesetz, VbF, CLP) weiter in Bedrängnis bringen wird“, so Dr. Ernst Gruber, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie.

 

2015: Positiver Ausblick nach erfreulichem Start

Das erste Halbjahr 2015 verlieh der positiven Stimmung in den meisten Branchen der Lackindustrie weiteren Aufwind. Im Bautenlack- und Bautenfarbenbereich wurden beispielsweise Zuwächse von 2,0% generiert.     Insgesamt rechnet die Branche mit einer positiven Entwicklung für 2015 und einer deutlichen Umsatzsteigerung gegenüber 2014.

 

Dennoch macht sich mittlerweile die Euro-Schwäche bemerkbar, die zu empfindlichen Anstiegen der Rohstoffpreise führt. Auch kommt es in zunehmendem Maße zu Verknappungen bzw. Kapazitätsengpässen verschiedener Rohstoffe.

 

Verschärfte Rahmenbedingungen im Wettbewerb

Neben diesen globalen Entwicklungen, die in verschiedener Ausprägung die gesamte Industrie betreffen, sieht sich die österreichische Lackindustrie in naher Zukunft mit verschiedenen Einflussfaktoren konfrontiert, auf die sie rasch Antworten finden muss. Die anstehenden Verschärfungen rechtlicher Rahmenbedingungen – wie etwa das Verbot verschiedener Lackinhaltsstoffe (Kobalt, NMP, Meko), die seit 1. Juni 2015 geltende Einstufungs- und Kennzeichnungsverordnung von Chemikalien (CLP-Verordnung), die neue  Verpackungsabgrenzungsverordnung sowie weitere Novellen in der Gesetzgebung verschärfen die zukünftigen Anforderungen an Betriebe.

„Die heimischen Betriebe sind dank ihrer großen Innovationskraft durchaus in der Lage, all diese Herausforderungen zu meistern. Allerdings muss die Politik durch geeignete Übergangsvorschriften sicherstellen, dass die bis dato rechtskonform agierenden Unternehmen der österreichischen Lackindustrie genug Zeit haben, sich auf die neue Situation einzustellen, ohne dabei zu harte Eingriffe in ihren Produktionsabläufen hinnehmen zu müssen“, ist Dr. Albert Keiler, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie, überzeugt.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Anstrengungen müsse die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts stehen, so Keiler weiter.

 

Bildungsoffensive: Neuer Lehrberuf erfolgreich gestartet und branchenspezifischer Bachelorlehrgang in Planung

Den wichtigsten Trumpf im Konkurrenzkampf mit Niedriglohnländern sieht die österreichische Lackindustrie in der Ausbildung hochqualifizierter Mitarbeiter. In einem ersten Schritt wurde deshalb im März dieses Jahres der neue Lehrberuf „Lack- und Anstrichmitteltechniker“ erfolgreich umgesetzt. Alleine in der heimischen Lack- und Anstrichmittelindustrie werden pro Jahr rund 50 Lehrlinge benötigt, die für ihre Ausbildung bisher nach Deutschland und in die Schweiz ausweichen mussten. Auch in der Holz- und Möbelindustrie, der Metallverarbeitenden Industrie sowie der Kunststoffindustrie herrscht ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften mit exzellentem Lack- und Anstrichmittel-Know-How.

 

Darüber hinaus ist geplant, in Kooperation mit der Fachhochschule Technikum Wien, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) und der Universität Wien, ab 2017 das Bachelorstudium „Lack- und Beschichtungstechniker“ anzubieten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen ebenfalls von der Lackindustrie bis zur Metall-, Holz- und

 

 

Möbelindustrie. Der Studiengang soll den wachsenden Bedarf an Akademikern in der Lackindustrie decken. „Die Basis für den Erfolg österreichischer Lackprodukte ist die intensive Forschungsarbeit der Unternehmen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Bildung und Know-how auf allerhöchstem Niveau unsere Innovationskraft in Zukunft noch weiter ausbauen können“, betont Culik.

 

Lackindustrie in Österreich

Knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen die 28 Betriebe der Lack- und Anstrichmittelindustrie in Österreich. Mit einer Gesamtproduktion von 152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 415 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar.

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Ankündigung – Save the Date

Innovation-Day der österreichischen Lackindustrie

Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie diskutiert die Zukunft des Lacks und stellt Innovationen vor.

 

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 9:30 – 15:00 Uhr

Wirtschaftskammer Österreich

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

 

 

Rückfragehinweis: 

Mag. Christoph Humitsch

Unique Public Relations GmbH

+43 (0) 1 877 55 43

christoph.humitsch@unique-relations.at

 

Dr. Klaus Schaubmayr

Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs - FCIO
Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien

+43 5 90 900 3749

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Dr. Klaus Schaubmayr

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IGP: Objektive Berichterstattung des ORF lässt zu wünschen übrig

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) stellt zur Halbzeit der Programmschwerpunktes „Mutter Erde im Zeichen der Biene“ fest, dass eine objektive und neutrale Berichterstattung in Sachen Pflanzenschutzmittel nicht Ziel des ORF zu sein scheint. Die bis jetzt ausgestrahlten Beiträge, die die Ursachen der Bienenverluste thematisieren, strotzen von einseitiger Berichterstattung. Der Pflanzenschutz wird durch die vom ORF ausgewählten Interviewpartner an den Pranger gestellt.

Bereits im April 2015 hat sich die IGP dem ORF gegenüber als Gesprächspartner für den Programmschwerpunkt angeboten. „Wie wir leider feststellen mussten, ist keine der ORF Redaktionen auf uns zugekommen, um die Sicht der Pflanzenschutzmittel produzierenden Unternehmen zu berücksichtigen. Wie es aussieht ist das Programm des ORF von den Umwelt-NGOs geschrieben.

Dies sehen wir als äußerst kritisch an – der ORF hat für eine ausgewogene und objektive Berichterstattung Sorge zu tragen“, so Christian Stockmar, Obmann der IGP. „Wir begrüßen jede Initiative, die sich dem Schutz der Biene widmet – so auch Mutter Erde. Jedoch muss die Berichterstattung fachlich fundiert und ohne einseitige Schuldzuweisungen erfolgen. Der ORF ist seinen SeherInnen und ZuhörerInnen eine objektive Berichterstattung schuldig. Dafür zahlen wir alle auch unsere ORF-Gebühren“, so Stockmar abschließend.

Die IGP fordert den ORF zu mehr Objektivität in Sachen Pflanzenschutzmittel für die zweite Hälfte der Schwerpunktwoche auf und stellt sich auch weiterhin als Gesprächspartner zur Verfügung.

Hintergrund

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

 

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Kunststoffindustrie und Umweltminister starten „Zero Pellet Loss“-Initiative

Die Kunststofffracht der Donau ist deutlich geringer als ursprünglich vermutet. Das ergab eine Studie des Umweltbundesamtes, die heute von Umweltminister Rupprechter präsentiert wurde. Im Durchschnitt gelangen in Österreich rund 5 bis 7 Kilogramm Kunststoffrohstoff aus Betrieben täglich in die Donau.

Mittels einer verbesserten Messmethode, bei der der gesamte Flussquerschnitt in Breite und Tiefe untersucht wurde, wurde ermittelt, dass Kunststoffverluste aus der Industrie (sogenannte "Kunststoffpellets") mit etwa 10 Prozent zur Kunststofffracht der Donau beitragen, 90 Prozent stammen aus nicht-industriellen Quellen, wie z.B. achtlos weggeworfenem Kunststoffmüll ("Litter"). In Summe geht die Studie von einer Menge von 40 Tonnen Kunststofffracht pro Jahr aus.

BM Rupprechter und DI Helmut Schwarzl unterzeichnen den Zero-Pellet-Loss-Pakt

Foto: BMLFUW/Florian Köfler

"Selbst wenn diese Menge bei jährlich in Österreich hergestellten und verarbeiteten 1,85 Millionen Tonnen einen geringen Anteil darstellt, sind auch fünf Kilogramm noch immer zu viel. Denn Kunststoff hat in der Donau nichts verloren", betont Helmut Schwarzl, Vertreter der kunststoffverarbeitenden Unternehmen im Fachverband der Chemischen Industrie der WKÖ.

Deshalb hat die Branche gemeinsam mit dem Ministerium eine "Zero-Pellet-Loss"-Initiative ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative, bei dem sich die teilnehmenden Firmen zur Umsetzung eines 10-Punkte-Programms verpflichten, soll der Eintrag der Kunststoffindustrie auf unter ein Kilogramm gesenkt werden. Binnen weniger Tage haben sich bereits 20 Firmen dem Pakt angeschlossen. Diese decken rund 80 Prozent der verarbeiteten Gesamtmenge ab. "Unsere Industrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Ich bin überzeugt, dass wir den Anteil der repräsentierten Produktionsmenge in den kommenden Wochen noch auf über 90 Prozent steigern werden", meint Schwarzl.

Im Bereich Kosmetik wurde ebenfalls ein wichtiger Schritt gesetzt:

 Die Unternehmen haben sich freiwillig zu einem gänzlichen Verzicht auf Mikroplastikpartikel in Kosmetikartikeln verpflichtet.

 "Die Industrie kann das Problem nicht alleine lösen, sie ist aber entschlossen, ihren Beitrag dazu zu leisten", so Schwarzl.

 Wien, 12. März 2015

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Österreichische Lackindustrie wählt Präsidium für die Periode 2015 - 2020

Kommerzialrat Hubert Culik, MAS, GF Rembrandtin Lack GmbH, als Vorsitzender der österreichischen Lackindustrie wieder gewählt

 

In der Berufsgruppensitzung vom 19. März 2015 wurde Kommerzialrat  Ing. Hubert Culik MAS, GF Rembrandtin Lack GmbH

Nfg. KG, für weitere fünf Jahre zum Obmann der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie im Fachverband der chemischen Industrie Österreichs gewählt. Seine bisherigen Stellvertreter, Dr. Ernst Gruber/Axalta Coating Systems Austria GmbH, sowie Dr. Albert Keiler/Adler Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG wurden in ihren Funktionen ebenfalls bestätigt.

 

„Auf die mittelständische österreichische Lackindustrie kommen in den nächsten Jahren große Herausforderungen zu. Diese können nur mit für die Unternehmen planbaren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einerseits sowie hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern andererseits bewältigt werden.“, so Culik.

 

Während die ökonomischen Rahmenbedingungen Sorge bereiten – beispielsweise REACH-Stoffbeschränkungen, Verpackungsabgrenzungsverordnung und Energieeffizienzgesetz sowie die derzeitigen politischen Instabilitäten in Europa ,um einige Stichworte zu nennen – gibt es Lichtblicke bei der Ausbildung von Nachwuchskräften.

„Ich bin sehr glücklich, dass es nach langen Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite gelungen ist, den neuen modularen Lehrberuf „Lacktechniker“ auf Schiene zu bringen, freut sich der wiedergewählte Obmann der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie Hubert Culik.

 

Lackindustrie in Österreich

 

Knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen die 28 Betriebe der Lack- und Anstrichmittelindustrie in Österreich. Mit einer Gesamtproduktion von 142.000 Tonnen und einem Produktionswert von 346 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar. Forschung und Entwicklung sowie Innovation charakterisieren die Branche und spielen eine wesentliche Rolle im internationalen Wettbewerb.

 

19.3.2015

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Lehrberuf Labortechnik startet

Lackindustrie finalisiert Verhandlungen über die neue modulare Ausbildung zum Lack- und Anstrichmitteltechniker

 

Gemeinsam mit der Gewerkschaft PRO-GE hat die österreichische Lackindustrie eine zukunftsweisende neue Berufsausbildung auf den Weg gebracht. Die im Bundesberufsaus­bildungsbeirat einstimmig angenommene neue modulare Ausbildung wird aller Voraussicht nach noch im Sommer 2015 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirt­schaft erlassen, freut sich der Vorsitzende der österreichischen Lackindustrie, KommR Hubert Culik.

 

Die Einigung mit der Arbeitnehmerseite war durch ein Pilotprojekt bei der Gestaltung der Lehrabschlussprüfung ermöglicht worden. Die Lackindustrie hat sich mit der Arbeitnehmer­seite geeinigt, eine Zwischenprüfung zur Feststellung der im ersten Teil der Ausbildung erworbenen Grundkompetenzen einzuführen. Dadurch soll die Qualität der Ausbildung ins­gesamt gesteigert werden, weil eine frühe Rückmeldung über den Ausbildungsstand er­folgt.

 

Der Aufbau der neuen Ausbildung ist „modular“

 

Ein Grundmodul „Labortechnik“ bildet die Basis der neuen Ausbildung, dem ein Haupt­modul „Lacktechnik“ sowie ein Spezialmodul „Laborautomatisation“ folgen. Ing. Culik: „Um hochmoderne Lacke und Beschichtungen herstellen zu können, braucht es entspre­chende Kompetenzen und die sind in der Lackindustrie sehr speziell. Es geht dabei bei­spielsweise um Farbmetrik, Rheologie - das Fließverhalten, Applikationsmethoden, Rezep­tierung und vieles mehr.

 

Neue Jobchancen in einer innovativen Branche

 

Die künftigen Lacktechniker werden hervorragende Jobchancen in Österreich vorfinden, ist Dr. Gruber, Geschäftsführer Axalta Coating Systems Austria GmbH, überzeugt. Nicht nur in der Lackindustrie selbst, sondern auch in der Holz- und Möbelindustrie, der Metallindustrie oder in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Überall wo beschichtet wird, werden diese Fertigkeiten nachgefragt.

 

Aber auch für die Industrie selbst bringt die neue Ausbildung Vorteile. Die Lack- und An­strichmittelindustrie kann ihren europaweit anerkannten hohen Standard in Forschung und Produktentwicklung nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeitern erhalten. „Ich freue mich“, so Culik, „dass wir jungen Menschen bald eine attraktive Ausbildung in einer inno­vativen Industrie anbieten können.“

 

19.3.2015

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Klaus Schaubmayr

05 90 900 - 3749

schaubmayr@fcio.at

Bundes-Energieeffizienzgesetz - Fachverband fordert Rechtssicherheit bei Maßnahmenbewertung

Derzeit  versuchen einige Energieversorger die aufgrund des Bundes-Energieeffizienzgesetzes zu erwarteten Maximalkosten in der Höhe von 20 Cent pro nicht eingesparter kWh direkt auf ihre Energierechnungen an Unternehmen aufzuschlagen. Dass diese Vorgehensweise nicht rechtens ist, wurde bereits von einem von der WKÖ beauftragten Gutachten des renommierten Wiener Zivilrechtsprofessors Heinz Krejci bestätigt. Einseitige Preiserhöhungen, die auf keinen gültigen Preisanpassungsklauseln beruhen, sind unzulässig. Zudem ist es nicht im Sinne des Gesetzes, den Unternehmen im Vorfeld das Geld zu entziehen, das sie eigentlich für das Setzen von Energieeffizienzmaßnahmen verwenden sollten. Die produzierende Industrie lehnt daher die Bezahlung der Aufschläge ab. Das Bundes­- Energieeffizienzgesetz hat hier bereits zu Missstimmung in den Geschäftsbeziehungen geführt. Ebenso ist ein teilweiser hoher bürokratischer Aufwand zu beklagen.

 

 

Auf der Suche nach einer Lösungsmöglichkeit für diese Herausforderung wurde als eigentliche Ursache des Problems die bestehende Rechtsunsicherheit in Hinblick auf die Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen identifiziert. Sowohl Industrie als auch Energieversorger streben grundsätzlich einen bilateralen und weitgehend verrechnungsfreien Austausch von Effizienzmaßnahmen an. Dadurch sollen Ausgleichszahlungen vermieden und der Anteil an tatsächlich gesetzten Maßnahmen erhöht werden. Die  aktuell bestehende Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Bewertung der Industriemaßnahmen verhindert jedoch diese Art des Austausches. Es gibt keinerlei Garantie für Wert und Anrechenbarkeit von Maßnahmen, die nicht im Methodendokument angeführt sind. Das Dokument enthält jedoch nur sehr wenige der in der  Industrie gesetzten  Maßnahmen. Eine Richtlinienverordnung, die derzeit noch in Ausarbeitung ist, soll eine erste Verbesserung in diesem Bereich schaffen. Nach Bestellung der Monitoringstelle, wird diese laut Gesetz für die Bewertung und Evaluierung von Maßnahmen zuständig sein.

  

Der Fachverband fordert daher eine rasche Lösung! Empfohlen wird ein Beschluss, der den qualifizierten Energieauditoren die Vollmacht erteilt, Maßnahmen zu bewerten und zu bestätigen. Diese sollen in Folge in gleicher Weise wie die im Methodendokument und in der Richtlinienverordnung definierten Maßnahmen verbindlich von der Monitoringstelle anerkannt werden. Durch diese dringend erforderliche Maßnahme wird Rechtssicherheit geschaffen.

 

Um weitere Hemmnisse für einen funktionierenden Effizienzmaßnahmenmarkt auszuräumen, ist die Einführung einer Teilbarkeit von Maßnahmen von wesentlicher Bedeutung. Damit können auch  Industrieunternehmen, die eine große Maßnahme mit hoher Energieeinsparung gesetzt haben, diese auf ihre Energieversorger aufteilen.

 

Wien, 21. April 2015

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DI Dr. Reinhard Thayer

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Kunststoffverarbeitung 2014 mit leichtem Plus

Die ersten Monate 2014 liefen – nicht zuletzt wegen der milden Witterung, die für den Bau gut war – für die Kunststoffverarbeitung sehr stark an. Der Elan der ersten Monate ließ aber im Jahresverlauf nach. Letztlich wurde nur ein knappes Plus von 1,9 % erreicht. Der Zuwachs ist hauptsächlich auf technische Kunststoffwaren und Konsumkunststoffwaren zurückzuführen. Diese konnten wertmäßig um 10,1 % zulegen. Die anderen Bereiche waren dagegen stagnierend (Halbzeug) oder im Minus (Baubedarf -4,3 % und Verpackungen -2,4 %).

Die Impulse kamen dabei hauptsächlich aus dem Auslandsgeschäft (+3,6 %). Die Ausfuhren nach Deutschland, dem Haupthandelspartner, legten dazu mit einem Plus von 2,8 % die Basis. Gut lief auch das Geschäft mit Belgien, den Niederlanden und Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die Exporte überwiegen klar den Import. Die Kunststoffverarbeitung leistet einen positiven Beitrag zur Handelsbilanz in Höhe von ca. 500 Millionen Euro. 25.252 Mitarbeiter waren mit Ende Dezember in der Kunststoffverarbeitung beschäftigt.

 

Wien, 28. April 2015

 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Johann Pummer

05 90 900 - 3372

Pummer@fcio.at

ARGE Biokraft: Heimische Biodieselproduktion sorgt für stabile Versorgung

25% der Rohstoffe für Biodiesel bestehen aus Abfallprodukten – 0% Palmöl

 

Die in der ARGE Biokraft der WKO zusammengeschlossenen sechs Biodieselproduzenten haben Bilanz gezogen und können 2014 auf eine Produktion von 269.000 Tonnen Biodiesel verweisen. Im Vergleich zu 2013 handelt es sich hierbei um eine Steigerung von 35.000 Tonnen oder 15 %. Die im Inland abgesetzte Menge betrug 172.000 Tonnen, weitere 97.000 Tonnen (36 %) konnten exportiert werden. Die Zahlen zeigen, dass die heimische Biodieselindustrie für eine stabile Inlandsversorgung mit nachhaltig produziertem Biodiesel sorgt. Durch die Substitution fossiler Energieträger leistet der heimische Biodiesel einen wichtigen Beitrag klimabeeinflussende Emissionen zu vermindern und sichert Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze im Inland.

 

Die Zahlen belegen, dass Österreichs Biodieselindustrie auf einem guten Weg ist. Besonderes Augenmerk wird auf die Einhaltung der strengen Nachhaltigkeitsanforderungen gelegt. So stammen die Rohstoffe für die Biodieselproduktion zu über 99 % aus EU-Mitgliedstaaten und können entsprechende Nachhaltigkeitszertifikate nachweisen. Kontrolliert wird die Produktion vom Umweltbundesamt sowie von Auditoren jener freiwilligen Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme, die von der EU-Kommission anerkannt worden sind.

 

Signifikanter Anteil recycelter Rohstoffe

 

Beim Biodiesel setzte sich die heimische Produktion 2014 zu 73 % aus pflanzlichen Frischölen, zu 17 % aus Altspeiseöl und zu 9 % aus Tierfetten zusammen. Das bedeutet, dass ein Viertel des in Österreich produzierten Biodiesels aus Abfällen gewonnen wird. Das restliche Prozent wurde aus sonstigen Rohstoffen wie Rohester gewonnen. Bei der gesamten heimischen Biodiesel-Produktion verzichtete man gänzlich auf den Einsatz von Palmöl.

 

In Summe setzt die heimische Biodieselindustrie vollständig auf europäische Rohstoffe aus nachhaltiger Produktion und auf die Verwertung von Abfallstoffen. Besonders beim Recyceln von Abfällen nimmt Österreich eine wichtige Vorreiterrolle in der EU ein. In Folge dessen fordert die Branche besonders für die Biodieselanlagen der 1. Generation eine faire Investitionssicherung.

 

Über die ARGE Biokraft

Die Arbeitsgemeinschaft Flüssige Biokraftstoffe (ARGE Biokraft) vertritt seit 2006 österreichische Biodiesel- und Bioethanolproduzenten sowie Mineralölunternehmen, die Biokraftstoffe beimischen, und koordiniert deren Interessen gegenüber der öffentlichen Hand, nationalen und internationalen Organisationen und der Öffentlichkeit.

www.biokraft-austria.at

 

 

   

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DI Dr. Reinhard Thayer

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Bienen-Studien offenbaren wissenschaftliche Defizite

6. 5. 2015 - Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) fordert eine kritische Prüfung durch die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für jene beiden Studien, die aktuell die Diskussion um die Auswirkungen des Einsatzes neonikotinhaltiger Pflanzenschutzmittel befeuern und in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurden. Für die in den Studien Kessler et al. und Rundlöf et al. untersuchten Substanzen gilt in der EU aktuell ein Verbot der meisten landwirtschaftlichen Anwendungen.

IGP Obmann Christian Stockmar begrüßt jeden sachlichen und wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Diskussion. Es gilt, etwaige Datenlücken zur Sicherheit der Substanzen zu schließen, die die EFSA nach wie vor moniert und die vor zwei Jahren das Aussetzen der Wirkstoffgenehmigungen begründeten. Stockmar: „Ob diese Studien jedoch einen wissenschaftlich wertvollen Beitrag zur Datensammlung leisten, muss kritisch hinterfragt und untersucht werden, denn bei einer ersten Durchsicht zeigen sich zahlreiche Mängel. Wir erwarten von der EFSA eine Bewertung der beiden Studien.“

Kessler et al. haben etwa unrealistisch hohe Konzentrationen des Wirkstoffs verwendet. „Daraus lassen sich keine validen Aussagen für den Einsatz in der Landwirtschaft ableiten“, so Stockmar. Rundlöf et al. wiederum haben mit ihrer Feldstudie belegt, dass es unter realistischen Freilandbedingungen keine Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Honigbienenvölker gibt. Zu diesem Ergebnis kamen bereits frühere Studien. Hinsichtlich der Auswirkungen auf Wildbienen bestehen Zweifel an der Methodik und an den spekulativen Aussagen, die die Autoren selbst einräumen. Stockmar: „Die Studien stehen im Widerspruch mit der Praxis. Das ist aufgrund der wissenschaftlichen Defizite keineswegs verwunderlich. Wir erwarten uns jedoch, dass die EFSA ihre Bewertungen von Neonikotinoiden auf eine ganzheitliche wissenschaftliche Betrachtung stützt und nicht auf einzelne, emotionalisierende Beiträge zum Diskurs.“

Hintergrund:

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittelproduzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

Pressekontakt:
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Kunststoff in Gewässern: Konferenz in Brüssel

Rund 100 Millionen Tonnen Kunststoffabfall befinden sich in den Weltmeeren und verursachen dort Probleme für Tier und Mensch. Ein Großteil davon wird über Flüsse transportiert. Sinnvolle Lösungsansätze für dieses Problem sind daher nur länderübergreifend zu finden. Auf Einladung des BMLFUW und UBA  trafen sich betroffene Stakeholder, wie Behörden,  Industrie, Netzwerk der europäischen Umweltagenturen (EPA Network), EU-Kommission und NGOs bei der Konferenz „Eliminating Plastic and Microplastic Pollution - an urgent need“ in Brüssel.

 

Das Thema wurde in drei verschiedenen Teilbereichen – politischer, Aktivitäten des EPA Network, und Stakeholder Dialog – umfassend betrachtet. Wesentlich für akkordierte Lösungsansätze sind ein einheitliche Definition sowie Messmethoden – eine Aufgabe, die das EPA Network federführend übernehmen soll, laut einhelliger Meinung der Konferenz-Teilnehmer. 

 

Bundesminister Andrä Rupprechter sowie Elisabeth Köstinger, Abgeordnete zum EU-Parlament, verwiesen auf die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Abfallmanagement, auch in Hinblick auf das Kreislaufwirtschaftspaket, dessen Neuauflage für heuer erwartet wird. Dass Kunststoff ein wertvoller Rohstoff ist, und daher viel zu schade für Deponierung, darüber sind sich – neben der Kunststoff-Branche - auch OSPAR, UNEP sowie die Vertreter der Mitgliedstaaten einig.  Die Forderung nach einem Deponierungsverbot in allen EU-Staaten war dementsprechend laut zu vernehmen.

EU-Umweltkommissar Karmenu Vella kündigte für 2025 einen signifikanten Rückgang von Marine Litter an, wofür jedoch weltweit gemeinschaftliche Aktivitäten zwingend notwendig sind.

 

Der Großteil des Kunststoffes in Gewässern stammt aus diffusen Quellen, aber es gibt auch in der Produktion und dem Transport von industriellem Rohstoff  Verlustquellen. Die  Kunststoffindustrie ist sich der Problematik bewusst und arbeitet an Optimierungsprozessen und breit angelegte Informationskampagnen. Die österreichische Kunststoffbranche hat gemeinsam mit dem Ministerium eine "Zero-Pellet-Loss"-Initiative ins Leben gerufen, die Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer des Umweltbundesamts, in seinem Vortrag als wichtigen österreichischen Beitrag zur Lösung nannte.

 

Zero Pellet Loss Pakt

 

Die Unternehmen verpflichten sich hierbei, 10 Maßnahmen zur Reduktion des Kunststoffverlustes innerbetrieblich umzusetzen. Diese 10 Maßnahmen wurden auch in den Responsible Care Fragekatalog aufgenommen. 

 

Die Vorreiterrolle innerhalb der EU wird in der Hoffnung übernommen , dass das Bewusstsein um die Problematik auch auf andere Länder übergreift. Schließlich ist die außereuropäische Kunststoffproduktion im Steigen, und beträgt derzeit rund 80 %. Die Kosmetik-Industrie arbeitet bereits seit längerem am Ersatz von Microbeads. Obwohl deren Beitrag zur Kunststoffmenge in Gewässern ca. 0,1 % beträgt, sieht die Branche einen Komplettausstieg als notwendigen verantwortungsvollen Schritt zur Problemlösung.

 

Kosmetik Transparent

 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Susanne Gfatter

05 90 900 3369

gfatter@fcio.at

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Hubert Culik neuer Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie

Der Geschäftsführer der Rembrandtin Lacke GmbH wurde am 2. Juni 2015 zum neuen Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie gewählt. Hubert Culik folgt in der Funktion Dr. Peter Untersperger, der 11 Jahre mit großem Engagement an der Spitze der Interessenvertretung der zweitgrößten heimischen Industriebranche stand und diese erfolgreich weiterentwickelte. Als seine Stellvertreter werden Dr. Alexander Bouvier/Vorstand der Treibacher Industrie AG und DI Helmut Schwarzl/Geschäftsführer der Geberit Produktions GmbH & Co KG das Präsidium ergänzen.

Culik übernimmt den Verband in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Damit die österreichische chemische Industrie im globalen Strukturwandel weiterhin ihre Wettbewerbsfähigkeit als Produzent und Vorleister qualitativ hochwertiger Produkte behält, sind jetzt die Weichen zu stellen. Der designierte Obmann sieht dringenden Handlungsbedarf zur Sicherung des Standorts Österreichs:  „Die chemische Industrie in Österreich stagniert bereits seit drei Jahren in Folge. Wir brauchen endlich wieder ein industrie- und technologiefreundliches Klima im Land, sonst werden österreichische Betriebe in naher Zukunft keine Rolle mehr am internationalen Parkett spielen.“

Der Verband wird sich unter seiner Führung weiterhin für die Verbesserung der  Rahmenbedingungen der Branche einsetzen, damit Investitionen wieder attraktiver und ein konkurrenzfähiges Wirtschaften an heimischen Standorten ermöglicht werden. Als wichtige Themen der nächsten Jahre nennt er Entbürokratisierung, wettbewerbsfähige Produktionskosten, die Förderung naturwissenschaftlicher Bildung und vor allem die Einforderung von notwendigen Reformen.

 



KR Ing. Hubert Culik, MAS
 

Über KR Ing. Hubert Culik, MAS

Hubert Culik ist seit 2005 Geschäftsführer von Rembrandtin Lack GmbH Nfg. KG Wien, seit 2009 Geschäftsführer von Remho (Tochter der RIH mit über 7 Lackunternehmen), seit 2010 Vorsitzender der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie im Fachverband der Chemischen Industrie und seit 2013 Mitglied des Vorstandes der Helios Group Slovenia.

 

Culiks Karriere begann 1965 mit der Ausbildung zum Chemie- und Lacklaboranten bei Rembrandtin. 1969 übernahm Culik bei Rembrandtin die Position des Lacktechnikers mit speziellen Entwicklungsaufgaben, später fungierte er als Laborleiter. Ab 1990 war Culik als technischer Leiter verantwortlich für Forschung und Entwicklung des Unternehmens. Er absolvierte ein Masterstudium für Advanced Studies an der Universität Klagenfurt. Der Präsident des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik ist in zahlreichen Interessensverbänden tätig, ist allgemein gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, engaiert sich in der Lehrlingsausbildung und fungierte einige Jahre als Laienrichter am Arbeits- und Sozialgericht Wien.


Verabschiedung des langjährigen Obmanns Dr. Peter Untersperger

Nach 11jähriger Obmannschaft erfolgte heute die Verabschiedung von Dr. Peter Untersperger, der während seiner Funktionsperiode den Fachverband mit großem Engagement geleitet und in wesentlichen Bereichen weiterentwickelt hat.

 v.l.n.r.: DI Helmut Schwarzl/Obmann-Stv., Dr. Alexander Bouvier/Obmann-Stv., Mag. Sylvia Hofinger/FV-Geschäftsführerin, Dr. Peter Untersperger, KommR Ing. Hubert Culik, MAS/Obmann

Die Mitgliedsfirmen des Fachverbandes und das FCIO-Team danken ihm herzlich für seine hervorragende Führung und wünschen ihm alles Gute für seine zukünftigen Projekte.

 

Kontakt/Ansprechpartner

Mag. Sylvia Hofinger

05 90900 3371

hofinger@fcio.at

13. Projektwettbewerb - „CHEMIE FÜR DIE ZUKUNFT - nachhaltig und ressourcenschonend“

Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs unterstützt seit Jahren zahlreiche Projekte im Bildungsbereich mit dem Ziel, die naturwissenschaftliche Ausbildung an Schulen und Universitäten weiter zu verbessern und das Interesse der Jugend an der Chemie zu wecken. Mit einer Beteiligung von 16.800 aktiven SchülerInnen, sowie 550 betreuenden LehrerInnen ist der Projektwettbewerb die größte naturwissenschaftliche Initiative in Österreich, die der Fachverband fördert. Der experimentelle naturwissenschaftliche Chemieunterricht steht ganz im Fokus dieses hervorragenden Wettbewerbes.

 

Durch die Themenstellung des 13. Projektwettbewerbes „CHEMIE FÜR DIE ZUKUNFT - nachhaltig und ressourcenschonend“ haben sich die Schüler mit wesentlichen Fragen für die Zukunft der Menschheit beschäftigt. Die Fragen, wie gehen wir mit unseren Ressourcen Wasser, Luft, Boden um, welche Ressourcen brauchen wir für unsere Werkstoffe in Zukunft, wie gehen wir mit Energie um, wie können wir die Ernährung der Bevölkerung in Zukunft sichern, welche Maßnahmen sind für Hygiene und Gesundheit der Zukunft notwendig, sind von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft. Ein wesentlicher Aspekt des Projektwettbewerbes ist, jungen Menschen Entscheidungshilfen für den nachhaltigen und ressourcenschonenden Gebrauch unserer Umwelt für die Zukunft zu geben. Angesichts der zunehmenden Verknappung und Verteuerung natürlicher Ressourcen wird der achtsame Umgang mit Boden, Wasser und Luft für eine energie- und materialeffiziente Produktion immer wichtiger. Die Verbesserung der Ressourceneffizienz rückt verstärkt ins Zentrum der Betrachtung.

 

Die Befassung der Jugend mit Chemie hat auch einen sehr nützlichen Nebeneffekt für die Industrie. Zu den langfristigen Rahmenbedingungen, die die chemische Industrie benötigt, gehört in hohem Maße auch die Akzeptanz der Bevölkerung. Für die Diskussionen um technisch-naturwissenschaftliche Probleme und Fragestellungen, wie z.B. den Umgang mit Chemikalien, sind Chemiegrundkenntnisse notwendig, damit die Zusammenhänge verständlich sind. Gerade für die chemische Industrie sind Konsumenten, die zu korrekter, kritischer Beurteilung von Produkten und Herstellungsvorgängen in der Lage sind, sehr wichtig. Erfreulicherweise wird die Chemie aber in der Öffentlichkeit zunehmend auch als Problemlöser wahrgenommen. Globale Zukunftsprobleme wie die Energieversorgung können wir ohne Chemie nicht lösen. Die interessanten und mit viel Motivation ausgearbeiteten Projekte dieses Projektwettbewerbes, die durch großartige Experimente begleitet wurden, fördern das Bewusstsein und das Interesse der Jugend für die Chemie. Vielleicht trägt sogar eines der Projekte zur Lösung eines der dringendsten Umweltprobleme bei.

 

Hauptpreisträger des 13. Projektwettbewerbes:

 

  • Neue Mittelschule Zöbern
  • Private Neue Mittelschule Amstetten
  • Neue Niederösterreichische Mittelschule Langenlois
  • HTBLA St. Pölten – Abt. Elektronik
  • Hauptschule Friedburg
  • Neue Mittelschule Wildon und Polytechnische Schule Wildon
  • BG/BRG Carnerigasse Graz
  • pKMS der Dominikanerinnen Wien 13
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8. Juni 2015

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr Corinna Martin

05 90 900 - 3364

martin@fcio.at

FCIO-Obmann Culik: Handlungsbedarf zur Sicherung des Standortes Österreich

Die diesjährige Jahrespressekonferenz des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs steht im Zeichen sich weiterhin verschärfender wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Rahmenbedingungen. Das Geschäftsjahr 2014 war für die chemische Industrie Österreichs von einem stagnierenden Umsatz sowie sinkenden Beschäftigtenzahlen und einem Rückgang der Anzahl an Betrieben geprägt.

 

Vor diesem Hintergrund sieht KR Ing. Hubert Culik, MAS, seit 2. Juni 2015 Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs, dringenden Handlungsbedarf zur Sicherung des Standorts Österreichs: „Seit Monaten kündigen uns die Indikatorenvergleiche an, dass Österreich bei den Wirtschaftsprognosen hinter dem EU-Schnitt zurückbleibt. Diese Entwicklung ist in der Realwirtschaft angekommen. Das bekommt die österreichische chemische Industrie jetzt deutlich zu spüren. Wenn nicht bald etwas dagegen unternommen wird, werden wir von unseren wichtigsten Partnern abgehängt“, so Culik.

 

Zukunftstrend „Chemie 4.0“ erschließt neue Märkte

 

Dabei wächst das Potenzial für die heimische chemische Industrie aus Sicht des Fachverbandes stetig an: Die weltweiten Megatrends wie das rasante Bevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung und Urbanisierung machen neuartige Produkte aus der chemischen Industrie unverzichtbar. Die chemische Industrie erforscht intensiv Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. „Chemie 4.0“ bedeutet die Entwicklung von völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Leistungen bieten. „Chemie 4.0 ist ein komplexer und zugleich spannender Prozess, der mit einer Idee im Labor beginnt und die Innovation zur industriellen Fertigung bringt. Green Chemistry und Smart Chemistry sind die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird“, so Culik zu den bevorstehenden Durchbrüchen.

 

Wirtschaftsbericht 2014

 

Der Umsatz der chemischen Industrie Österreichs stagnierte im Jahr 2014 erneut. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist ein Anstieg um 0,5 % auf insgesamt 16,50 Mrd. EUR festzustellen. Die Anzahl der Beschäftigten in der chemischen Industrie Österreichs sank das zweite Jahr in Folge. Mit Stand Dezember 2014 waren 42.839 Personen in der chemischen Industrie beschäftigt, 320 (0,7 %) weniger als im Vorjahr. Die Investitionen stiegen um 15,1 % auf 603 Mio. EUR und weisen damit eine leichte Trendumkehr auf (Investitionen 2013: -26,8 %).

Die Einfuhren und Ausfuhren stiegen im Berichtszeitraum um 3,4 % bzw. 6,9 %. In absoluten Werten erhöhen sich die Einfuhren um 615,49 Mio. EUR. Den prozentuell höchsten Anstieg bei den Ausfuhren verzeichnet der Wachstumsmarkt Asien (13,0 % bzw. 190,00 Mio. EUR).

 

Forderungen des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs

 

Um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigt die heimische chemische Industrie aus Sicht des Fachverbandes bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und ein insgesamt innovationsfreundlicheres Klima. „Insbesondere die hohen Produktionskosten und überbordende Bürokratie stellen ein Problem für unsere Unternehmen da“, so Culik abschließend.

 

 

Kommerzialrat Ing. Hubert Culik, MAS, und Mag. Sylvia Hofinger

10. Juni 2015

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Johann Pummer

05 90 900 - 3372

Pummer@fcio.at

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Media Round Table: „Pharma macht gesund”

Das österreichische Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen – und damit auch die heimische Pharmabranche. Dabei leistet die heimische Pharmaindustrie Enormes. Die Diskussionen werden jedoch nur kostenseitig geführt“, waren sich Mag. Ingo Raimon, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI), Dr. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der WKO und Initiator der Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich, sowie Mag. Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreich, beim heutigen Round Table einig. Der demografische Wandel führt dazu, dass die Menschen immer älter werden und mitunter jahrelang von chronischen Erkrankungen und körperlichen Beeinträchtigungen betroffen sind. Gesundheit und Wohlstand sind zentrale Eckpfeiler einer florierenden und wettbewerbsfähigen Wirtschaft betonen Raimon, Gleitsmann und Hofinger: „Wir brauchen ein stabiles, weitsichtiges und finanziell nachhaltiges Gesamtsystem sowie einen Schulterschluss aller Protagonisten.

 

 

16. März 2015

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Franz Latzko

+43 590900 3367

latzko@fcio.at

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Staatspreis Smart Packaging: Kunststoffverpackung gewinnt Sonderpreis Innovation

Bei der diesjährigen Staatspreisverleihung (Staatspreis Smart Packaging des Wirtschafts- und des Umweltministeriums) erhielt Greiner Packaging GmbH den Sonderpreis Innovation für eine Verpackung für Kontaktlinsenflüssigkeit mit darin integriertem Behälter für die Aufbewahrung und Reinigung der Kontaktlinsen. Das durchdachte Konzept – alles in einem verstaut, einfache Handhabung, bestehende Behälter können weiter verwendet werden – überzeugte die Jury voll und ganz. Kunststoff erwies sich damit wieder als Material mit größtem Innovationspotential.
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Dr. Johann Pummer

05 90 900 - 3372

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Chemische Industrie fördert Volksschulen in Oberösterreich

Mit Chemie-Experimentierkoffern soll Interesse bei Kindern an Naturwissenschaften frühzeitig geweckt werden

Wie auch anderen Branchen droht der chemischen Industrie Österreichs aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren ein Fachkräftemangel. Dem versucht dieser Industriezweig durch bildungspolitische Maßnahmen entgegenzuwirken. „Nur durch frühe Förderung, schon in der Volksschule, können wir das Interesse der Kinder auf Naturwissenschaften und insbesondere auf die Chemie lenken“, sagt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie (FCIO), bei einer Pressekonferenz anlässlich der Übergabe von Chemie-Experimentierkoffern für den Gebrauch in Volksschulen. „Der FCIO hat erkannt, dass auch Mitarbeiter mit nicht-deutscher Muttersprache in der chemischen Industrie, die eine sehr hohe Exportquote von ca. 68 Prozent aufweist, besonders wertvoll sind. Sie sind vielfach bilingual aufgewachsen, was die Kommunikation mit Exportländern erleichtert. Oft kennen sie auch kulturelle Hintergründe besser und können so Verhaltensweisen in Geschäftssituationen besser verstehen. Wir möchten daher diesbezüglich einen Schwerpunkt setzen und deren Förderung  intensivieren.“

Anleitungen für Experimente

Die vom Verband der Chemielehrer Österreichs (VCÖ) entwickelten Versuchssets enthalten Materialien und Anleitungen für Experimente und orientieren sich an den Möglichkeiten und Interessen von Kindern im Volksschulalter. Die Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer, die mit diesen Materialien arbeiten, werden von Pädagoginnen und Pädagogen des Verbandes der Chemielehrer Österreichs eingeschult. „Der Chemiekoffer ist ein praktisches Tool, mit dem Kinder mit deutscher und nicht-deutscher Muttersprache unter Anleitung engagierter Lehrer naturwissenschaftliche Fragestellungen im Sachunterricht selbst erforschen können“, erläutert Dir. OStR. Mag. Wolfgang Graßecker, Vizepräsident des Verbandes der Chemielehrer Österreichs.„Gerade in Oberösterreich, dem Kernland der österreichischen Chemieindustrie, ist es uns besonders wichtig, bei den Kindern Aufmerksamkeit für  Naturwissenschaften - im Speziellen für Chemie - zu erzeugen“, sagt dazu Hofinger. „Je größer die Begeisterung der Kinder für Chemie, desto größer auch die Chance dass sie einen Beruf in diesem Wirtschaftszweig ergreifen.“ 

74 Volksschulen verwenden Chemiekoffer

Heuer werden 26 Chemiekoffer an Volksschulen in Oberösterreich ausgegeben. Die Aktion läuft bereits seit dem Jahr 2011. In Summe sind damit 74 Volksschulen in Oberösterreich mit diesen Lehrutensilien ausgestattet.Der Fachverband ergänzt damit die Aktivitäten des Landesschulrates für Oberösterreich. Zur Förderung der Naturwissenschaften in den oberösterreichischen Schulen hat dieser die TechnoBox mit mehr als 100 kindgerecht aufbereitete Experimentiervorlagen und Arbeitsunterlagen entwickelt. „Die Arbeit im Volksschulunterricht soll bei den Kindern Neugierde auf das spannende Feld der Naturwissenschaften, speziell auf Chemie, wecken. Zielgruppe sind alle Kinder. Mädchen genauso wie Buben, Kinder mit Migrationshintergrund ebenso wie alle anderen“, so Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer.

Dir. Mag. Wolfgang Graßecker, Dipl.-Päd. Michaela Hinterwirth, LSI Mag. Christian Kitzberger, Mag. Birgit Buchberger, GF Mag. Sylvia Hofinger, Präsident Fritz Enzenhofer und Dir. Mag. Karl Hödl sowie Daniel, Jakob und Sophie (im Vordergrund) der Übergabe der Experimentiersets. 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr Corinna Martin

05 90 900 - 3364

martin@fcio.at

SchülerInnen aus 8 steirischen Schulen demonstrierten am Montag, dem 1. Dezember 2014 an der Karl-Franzens-Universität Graz anschaulich, dass naturwissenschaftlicher Unterricht - insbesondere die Chemie - alles andere als langweilig ist.


SchülerInnen aus 8 steirischen Schulen demonstrierten am Montag, dem 1. Dezember 2014 an der Karl-Franzens-Universität Graz anschaulich, dass naturwissenschaftlicher Unterricht - insbesondere die Chemie - alles andere als langweilig ist.

Zu Beginn wurden die folgenden 8 teilnehmenden Schulen und deren Chemieunterricht durch Lehrerinnen und SchülerInnen präsentiert:

Volksschule Eisteich
Gymnasium der Ursulinen Graz
Neue Musikmittelschule Ferdinandeum
Modellschule Graz
BG/BRG Seebacher
Stiftsgymnasium Admont
BG/BRG Carnerigasse
Höhere Technische Lehranstalt Kapfenberg

Anschließend führten 45 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 19 Jahren (VS, AHS, NMS, HTL) unter dem Motto "Yes - we chem" - unterstützt von ihren Lehrerinnen - spannende Experimente aus dem Bereich der Chemie vor und zeigten damit, wie faszinierend naturwissenschaftlicher Unterricht sein kann.  An 9 Workshop-Stationen waren interessierte BesucherInnen jeden Alters eingeladen, sich zu informieren und auch selbst die Experimente mitzumachen.

Außerdem erwartete das Publikum die Premiere eines Films, der in Zusammenarbeit von Universität und Schule entstanden ist: der Film dokumentiert die Herstellung von Papier und demonstriert anhand von Experimenten die bemerkenswerten Eigenschaften dieses "Materials".

Diese Veranstaltung wurde vom Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs initiiert und gemeinsam mit dem Verband der ChemielehrerInnen Österreichs und dem Regionalen Fachdidaktikzentrum Chemie an der Universität Graz durchgeführt.

 

Yes we chem Bild 1


Yes we chem Bild 2


Yes we chem Bild 3
Gymnasium der Ursulinen Graz

 


Yes we chem Bild 4
Volksschule Eisteich


Yes we chem Bild 5
Volksschule Eisteich

 

Kontakt/Ansprechpartner

Mag. Sylvia Hofinger

05 90900 3371

hofinger@fcio.at