Nachhaltigkeitsinitiativen von Unternehmen der chemischen Industrie

Dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Schlagwort in der chemischen Industrie ist, zeigen zahlreiche Initiativen unserer Mitgliedsunternehmen, die bereit sind, sich der Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen zu stellen.

Mit einer Kultur der Nachhaltigkeit Bestand verleihen

Das österreichische Traditionsunternehmen Semperit ist überzeugt, dass man langfristig nur erfolgreich sein kann, wenn man im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft agiert. 

Definierte Werte und Leitlinien, internationale Standards, messbare Ziele und Kriterien bilden den verbindlichen Rahmen für die nachhaltige Wertschöpfung des Unternehmens. Diese setzen beim Einsatz von Rohstoffen an, umfassen den gesamten Fertigungsprozess und schließen das Streben nach größtmöglichem gesellschaftlichen Nutzen der Produkte ein.

 

Mit weniger Ressourcen mehr erreichen

Das Ziel zur Balance zwischen unternehmerischem Erfolg, Umweltschutz und gesellschaftlicher Verantwortung ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur des Wasch- und Reinigungsmittelherstellers Henkel.

Henkel hat sich für 2030 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis dahin sollen Henkels Produkte und Prozesse dreimal effizienter sein als heute. Wachstum und Ressourcenverbrauch sollen entkoppelt werden, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu reduzieren. Gleichzeitig will man mehr Wert schaffen, - für Kunden und Konsumenten, für die Gesellschaft und für das Unternehmen selbst. 

Engagement für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt

Beim größten österreichischen Arzneimittelhersteller Sandoz wird Sorgfalt und Verantwortung groß geschrieben. Soziales und gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln sowie ein starkes Umweltbewusstsein prägen das Unternehmen.

Wie kann man sich um die Mitarbeiter und um Bedürftige gleichzeitig sorgen? Etwa indem man für jeden unfallfreien Tag in den Werken Schaftenau und Kundl 100 Euro für die Aktion „Licht ins Dunkel“ spendet. Aber nicht nur soziales Engagement ist Bestandteil der Unternehmenskultur, sondern auch Umweltbewusstsein. Das Unternehmen nutzt natürliche Ressourcen verantwortungsbewusst und minimieren die Auswirkungen seiner Herstellungsverfahren auf die Umwelt sowie die Auswirkungen der Produkte während ihres Lebenszyklus.

Investitionen in umweltfreundlichere Produktionsprozesse

Der Faserhersteller Lenzing versucht den Widerspruch zwischen steigendem Konsum und ökologischen Grenzen zu begegnen, indem er auf Kreislaufwirtschaft setzt.

Das Unternehmen hat ein Konzept entwickelt, um Recyclingmaterialien in den Prozess zur Produktion von hochwertigen Fasern aufzunehmen. Bis dahin endeten die Stoffabfälle aus der Produktion von Kleidung in niederwertigeren Produkten wie Isoliermaterialien und manchmal auch im Müll. Bei der neuen Methode werden die in Textilabfall enthaltenen Cellulosefasern nicht abgewertet, sondern direkt als Rohmaterial für neue holzbasierte Fasern von hoher Qualität verwendet.

Wissensproduktion als Teil der gesellschaftlichen Verantwortung

Das Familienunternehmen Donau Chemie strebt danach, frühzeitig gesellschaftliche Herausforderungen zu erkennen, um diese dann in neue gesellschaftlich relevante Produktentwicklungen und Lösungen umzusetzen.

Jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Chemikalien haben dem Unternehmen eine einzigartige Expertise gebracht, die es gerne bereit ist, weiterzugeben. So hat sich Donau Chemie im Rahmen von TUIS (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungs-System) jederzeit einen Experten zur Verfügung zu stellen, der Auskünfte über die Handhabung von gefährlichen Stoffen und Gütern geben kann. 

Aber auch die breite Bevölkerung profitiert vom Know-How der Donau Chemie: In den Unternehmensmagazinen versucht man mit einer eigenen Serie, die Welt der Chemie leicht verständlich näherzubringen. 

Im Rahmen einer anwendungsorientierten Wissensproduktion sorgt das Unternehmen mit einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung dafür, chemotechnische Lösungen zu entwickeln, die Abwässer in Kläranlagen von Medikamenten-Rückständen befreien und so hormonelle Belastungen des Wassers neutralisieren. Hier begegnet man gesellschaftlichen Herausforderungen durch proaktives Handeln.

Sponsoring als Beitrag zur Sozialen Verantwortung

Neben professionellem Umweltmanagement setzt sich Treibacher im besonderen Maße für beeinträchtigte Mitmenschen ein, fördert Kunst und Kultur ebenso wie den sportlichen Nachwuchs in der Region.

Auch wenn man als Unternehmen gerne zahlreiche Projekte und Bereiche unterstützen würde, so ist man doch in der Realität gezwungen, das Engagement zu bündeln und zu fokussieren. Der Schwerpunkt von Treibacher liegt einerseits auf sozialen Projekten wie etwa der Förderung der Caritas-Tageswerkstätte "Benedikt", aber auch in der Unterstützung des regionalen, sportlichen Nachwuchses für Fußball und Eishockey. Ein besonderes Projekt stellt "Kunst im Werk" dar, bei dem für einen Tag eine der Werkshallen zu einer einzigartige Bühne für musikalische Begegnungen umfunktioniert wird.